| "Autor" |
formloser brief an einen traurigen menschen |
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 01:26 Uhr
|
|
leichtfertig kommen worte über deine lippen
die mich schockieren sollen
oder wachrütteln
oder die mich dich umarmen machen sollen
ich dachte diese psychomaschen wären frauensache...
warum fragst du nicht einfach?
ich umarme dich gern, das alles ist nicht nötig
hast du nachgedacht über deine worte?
warum so ungeduldig sein
die zeit ist uns allen beschränkt
du stirbst früher oder später
ich auch
warum so eilig?
warum nicht abwarten, ob der morgige tag, wider erwarten, ein letzter schöner wird?
warum dann nicht noch eine nacht schlafen?
du liegst da, und du weinst, und du denkst du mußt sterben
aber dein körper hält doch alles aus, auch wenn es unerträglich ist
du mußt nicht sterben
du mußt nur lernen zu ertragen
wie viele von uns es müssen, denen es nicht gut geht
du bist nicht der einzige, dem es manchmal das herz zerreißt
du bist nicht allein
und NEIN, dein kummer ist nicht größer oder wichtiger als der anderer
aber dein kummer frißt dich auf wenn du dich nicht wehrst
du traust dich nicht, du suchst das problem nicht in dir
in deiner einstellung gegen deine umwelt
sondern in deiner umwelt
aber es geht dir nicht schlecht wegen deiner hoffnungslosen liebe
es geht dir auch nicht schlecht, weil du keinen job hast
nicht, weil deine familie dich unter druck setzt
und nicht, weil das leben so langweilig ist
sondern weil DU das alles nicht verkraftest
trau dich, mit mir stark zu sein
das an dir, was der kummer nicht zerfressen hat, lieb ich noch
du verstehst mich falsch, wenn du mir erklärst,
du kannst deine gefühle nicht unterdrücken
ich will gar nicht, daß du sie unterdrückst
ich will auch nicht, daß du sie dir abtrainnierst
ich will, daß du mit ihnen umgehen lernst
du verstehst mich falsch, wenn du mir sagst,
daß du dich nicht von heute auf morgen ändern kannst
du sollst nicht dich ändern
du sollst herausfinden, wer du bist
und dich nicht hinter melodramatischen ausbrüchen verstecken
die mich nicht beeindrucken, sondern mir deine unsicherheit zeigen
und es sind tatsächlich die wenigen augenblicke,
in denen ich dich gerade nicht umarmen möchte
das macht mich traurig
nicht, weil ich mit dir leide
sondern weil ich sehe, wie unglaublich schwach du bist
das mag kalt klingen in deinen ohren, aber ich will nur, daß es dir gutgeht
das will ich, auch wenn ich die angeblichen gründe für deine traurigkeit woanders sehe
tausend mal das gleiche thema und wir beide hören uns kaum noch zu
ich will dir wieder zuhören, aber mach nicht dicht, wenn ich deine ansichten nicht teile
wenn du da herauskommen möchtest, will ich dir helfen
so gut ich eben kann, ich bin auch nur ein mensch
aber ich werde immer für dich da sein
und ich will nicht auf meinem recht beharren
und ich werde niemals lachen wenn du nachgibst
nur... verstehst du... ICH kann dein leben nicht gut machen
ohne deine hilfe |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 11:56 Uhr
|
|
irgendwie fühl ich mich, als sei der brief an mich gerichtet...keine ahnung wieso, doch es passt alles haargenau...
nur dass mir die person, die mir am wichtigsten ist, nicht helfen will...
nicht helfne kann...
es ist eine grausame welt
DG Lunachild |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 12:04 Uhr
|
|
Denke dieser Brief ist vielen auf die Seele geschrieben....
|
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 14:33 Uhr
|
|
*den beiden zustimmtz*
Pebbi *liebdrückt*
Geändert am 09.03.2003 um 14:34 Uhr von Pebbelz |
|
|
|
|
|
|
Top
|