| "Autor" |
Der Kerker |
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 13:03 Uhr
|
|
Der Kerker
Ein Mensch, der keine Antworten auf seine Fragen hat
und keine Lösungen für seine Probleme kennt,
ist ein Gefangener seiner selbst.
Er wird sich immer selbst im Wege stehen
und sich dauernd nur im Kreise drehen.
Es gibt Gefangene die da glauben,
dieser Kerker ist der einzige mögliche Aufenthaltsort
und außerhalb dieser Mauern gäbe es keine Alternative.
Sie machen es sich so leicht wie es eben geht
und nennen ihre kleine stehende Welt , Realität!
Diese Menschen wurden mit Absicht verdummt
und ihnen ist so nicht zu helfen.
Dumme Menschen machen gute Arbeitstiere
und lassen sich wunderbar ausnutzen.
Aber es gibt auch welche die merken,
das sie sich nur im Kreise drehen
und suchen daher nach Alternativen,
obwohl sie nicht wissen was außerhalb der Mauern ist,
da sie schon im Kerker geboren wurden.
Aus welchen Gründen auch immer, wollen sie es wissen
und machen sich an die Arbeit.
Das ist aber nicht einfach, denn der Kerker ist gut gesichert.
Neben den Wachtürmen und Wassergräben,
gibt es noch die Mitgefangenen,
die nicht an ein Leben außerhalb ihrer Realität glauben.
Ihre Argumente sind mehr als fragwürdig.
Mit den Pseudonymen, die Phrasen und sinnlosen Behauptungen,
mit denen sie von außen gefüttert werden,
versuchen sie ihre Blindheit und Taubheit zu rechtfertigen.
Niemand von außerhalb wird dich aus dem Kerker befreien.
Niemand von außerhalb wird dich auf Gefahren aufmerksam machen.
Niemand von außerhalb wird dir seine Kniffe zeigen.
Doch haben sie etwas vergessen, die Möglichkeit des Lernens,
die Möglichkeiten des selbständigen Denkens,
aus dem man sehr gute Parallelen ziehen kann.
Denke daran: Es ist nie zu spät und sage niemals nie.
Es wird nicht einfach werden, doch ist es einen Ausbruch wert.
(anonym)
bluemle
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 13:22 Uhr
|
|
Ihr raubt die Erde mir, doch nicht den Himmel,
Und istÂ’s ein schmaler Streif nur, den mein Auge
Erreichen kann –
Durch Gittermaschen,
Zwischen Eisenstäben,
Gedrückt von schweren Mauern.
Es ist genug,
Das selige, verklärte Blau zu schauen,
Von dem das Licht gedämmert zu mir dringt
Und auch zuweilen
Verlorenes Vogelzwitschern leicht herniedertanzt.
Es ist genug
Mir eine muntre Dohle, schwarz und plappernd,
O treue Freunde meiner Festungstage,
Im freien Flug der Kreatur zu zeigen
Und einer Wolke wechselnd Wandelbild.
Und ist’s ein schmaler Streif nur – jüngste Nacht
Erschien der hellste Stern in dieser Enge.
Der hellste Stern des Firmaments erschien
Und strahlte aus des Weltenraumes Ferne.
Die Welt beherrschend, heller, heißer,
Urmächtiger in meiner Zelle Loch,
Als je er strahlt euch anderen da draußen.
Und eine glühende Schnuppe warf er nieder. –
Ihr raubt die Erde mir, doch nicht den Himmel,
Und istÂ’s ein schmaler Streif nur, eng,
Durch Gittermaschen, zwischen Eisenstäben,
Er macht des Leibes Sinne selbst
Beschwingt von freier Seele, freier
Als je ihr wart, die ihr mich hier im Kerker
In Fesseln zu vernichten wähnt.
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 13:28 Uhr
|
|
Gefällt mir sehr gut das Gedicht.Dankeschön für
Deine Antwort. :-)
bluemle
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 09.03.2003 um 13:31 Uhr
|
|
klar doch ...re zzz ;-) |
|
|
|
|
|
|
Top
|