Auf den Beitrag: (ID: 36850) sind "4" Antworten eingegangen (Gelesen: 393 Mal).
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Spiegel

Nutzer: Nanielee
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geschrieben am: 03.07.2003    um 15:15 Uhr   
Was willst du schon wieder...verschwinde

Nein das werde ich nicht ich bleibe hier ...bei dir

Tu was du nicht lassen kannst aber lass mich in ruhe

Ach komm...das willst du doch gar nicht du brauchst mich

Ach ja?

Ja genau ich bin das einzige was du hast....du brauchst mich so sehr wie ich dich

Hau ab..

Du hast Angst...nicht wahr?

Nein ich habe keine Angst vor nichts und niemandem

Du hast Angst......

Sei still....

Warum versuchst du es zu verstecken...habe ich dir nicht immer Trost gespendet wenn du alleine warst ..komm zu mir

Nein ich will nicht......hau endlich ab...lass mich allein

Ich werde immer da sein solange du lebst

Hör auf damit ich will das nicht hören

Du willst das nicht hören? Komm her, komm hier zu mir vor den Spiegel und jetzt sieh ganz genau hin

Ich schaue gar nicht hin....ich sehe nichts

Öffne deine Augen

Nein

Überwinde deine Feigheit...wenigstens ein einziges mal ...und was siehst du?

Warum glotzt du mich so an? Lass das! Ich will das nicht sehen hör auf !!

Merkst du es endlich?

Langsam strecke ich meine hand aus und berühre das kalte Spiegelglas

Wir
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Nutzer: Scab
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geschrieben am: 03.07.2003    um 18:59 Uhr   
Süße.. sehr, sehr schön geschrieben. Spricht mich wirklich an... das Selbstgespräch, was man im Innern führt- und eigentlich gar nicht führen will.. beunruhigend.
Fein geschrieben drückt sie schnell
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Nutzer: Mc_Future
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Anzahl Nachrichten: 71

geschrieben am: 04.07.2003    um 15:43 Uhr   
Man braquch keinen Spiegel den man berühren kan...du trägst ihn immer mit dir,und das was du darin siehst ist nicht das was du bist,sondern das was du seien willst.Und das kannst du seien wenn du wirklich willst.
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Nutzer: FallonRotance
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geschrieben am: 04.07.2003    um 17:41 Uhr   
Hm Süße, irgendwie berühren deine Worte mich sehr, bzw. sie regen sehr zum nachdenken an.

Ich drückte geschmeidig die Türklinke meines Zimmers runter, betrat das Zimmer das er mir gab, meine tief schwarzen Augen musterten das dunkle Zimmer genau, einige Lichtstrahlen brachen durch die Fenster und erhellten diesen Raum, in einer Kristallvase spiegelte sich das Licht wieder, in dieser stand eine aufrechte Blume die in tausend Farben leuchtet, ein Symbol der Täuschung, ein Fenster sprangt auf, und ein kalter Wind umhüllte mich so, als wäre ich seine einzige wahrhaftige Tochter, ich legte meine Gewänder ab und schmiss mich auf mein Bett. Ich hüllte mich in meine seidene Bettwäsche, die mir am Körper leicht kühl erschien, ich genoss die Stille um mich herum. Meine Seele ist zerrissen, kaputt und ich frage mich nun, wie konnte er mir so was antun!? Ich presste meinen Kopf ins Kissen, damit keiner hörte wie ich tausend Tränen weinte, doch plötzlich wispert die Blume provokativ „komm schon, tu es einfach, es wird Dich sowieso keiner vermissen, Du bist für andere nur Luft, sie haben Dich doch alle ignoriert, also warum gehst Du dann nicht?“. Ich hob leicht den Kopf und schaute mich verwirrt um, ich fragte mich, war da wirklich etwas oder war es nur meine Einbildung?! Doch dann wispert auch mein Spiegel „komm her“, ich erhob mich also langsam, verschränkte meine Arme vor der Brust, ging dann mit schweren Schritten auf meinen Spiegel zu, da wispert er wieder „nun meine liebe, sieh hinein, und sag mir was Du siehst“, ich drehte meinen Kopf weg „was ist, hast Du Angst, das zusehen, was Du bist?“ wispert er provokativ. Ich fauchte ihn sauer an „nein, das habe nicht“ ich drehte dem Spiegel den Rücken zu „warte, wenn Du keine Angst hast, dann kannst Du mir auch diesen einen Gefallen tun, sieh hinein für mich“ mein Atem wurde schneller, nun dann, damit er endlich Ruhe gibt, drehte ich mich um und sah hinein, ich erkannte kein Spiegelbild. Ich sank auf die Knie, hielte mir meine sanften Hände vors Gesicht und fing wieder an meine kostbaren Tränen zu verschenken „siehst Du, Du kannst nicht ertragen was Du bist, oder sollte ich besser sagen, Du kannst nicht ertragen was Er aus Dir gemacht!?“. Ich streckte einen Finger nach dem Spiegel aus, als ich ihn berührte zerfiel er in Abertausende Spliter, ich zog meinen Finger zurück, ein tiefer Schock nahm Besitz von mir. Da wisperte wieder die Blume „siehst Du, Du bringst nur Unglück, bereite mir einen Gefallen, geh, geh dort hin wo Dich keiner vermissen würde, dort hin, wo Du nie wieder Schmerzen erfahren musst, und wo Du die Vergangenheit abstreifen kannst, die Dich immer noch in ihrem Bann hält“. Ich sah die Blume mit verweinten schwarzen Augen an „was meinst Du, wo soll ich schon hin?“ flüsterte ich leise mit kalter Stimme „nun“ sie brauchte gar nicht weiter wispern, ich wusste was sie meinte, ich erhob mich vor dem zerfallendem Spiegel, ging mit leisen Schritten zu meinen Sachen, mein Atem war wieder ruhig geworden, ich zog sie mir schnell über, schnürte meinen schwarzen Mantel enger. Fuhr mir noch mal mit meinen Fingerspitzen über mein glänzendes Haar, sah dann noch mal zur Blume und flüsterte vor mich hin „ich werde nun gehen“ flüsterte ich mit ruhiger Stimme, die normalerweise gar nicht zu mir passte. Ich drückte die beiden Klinken der langen Fenster nach unten die zum Balkon führten, ich stellte mich auf einen Stuhl, der nah am Balkongeländer stand, ich sah nach unten und öffnete die Arme, es schien schon so, als würde mich eine dunkle Hand in den Abgrund ziehen. Die Dunkelheit wisperte mir sogar „mein Kind, es wird Zeit zu gehen, halte Dich an meiner Hand fest, ich werde Dich nie enttäuschen, ich verspreche es Dir“. In meinem Kopf hämmerte es immer noch „los, los mach es schon“, ich hielt mir meine Ohren zu, trotzdem war diese Stimme wie eingebrannt in meinem Kopf „los, los mach es schon“ ,mein Kopf fühlte sich so an als würde er auch in tausend Spliter zerspringen wollen.
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Nutzer: FallonRotance
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geschrieben am: 04.07.2003    um 17:42 Uhr   
Doch dann setzte sich ein Rabe auf einen meiner ausgestreckten Arme, ich sah ihn an, er wisperte mir das, was mich dazu bewegt hatte nicht zuspringen. „Du, die geliebt wird, die Hoffnung in sich trägt, die man braucht, die man begehrt, die man will, lebe weiter“ er sah mich mit seinen schwarzen Augen an. Ich schüttelte den Kopf sachte, streichelte ihm liebevoll über die sanften schwarzen Federn „es hat doch alles keinen Sinn mehr, der den ich brauche ist nicht da und wird es auch nie sein“ über eine weiche Wange von mir, floss eine von vielen Tränen. „Höre zu mein Kind der Nacht“ wisperte er leicht kühl „na gut, Du bist alleine, die Dunkelheit ist es auch, aber überlege doch mal, Du warst früher schon mal alleine, und hast alles geschafft ohne fremde Hilfe, Du bist stark, Du hast viele Freunde, die Dir in jeder Situation bestehen, Du bist normalerweise nicht so schwach, komm schon, werde Dir wieder selber treu, finde wieder zu deiner gewohnten Kälte, ich weiß Du schaffst es schon, es ist Unsinn für jemanden sein Leben zu verschenken, der es sowieso nicht schätzt und achtet“. Ich sah in verwundert an „mein lieber Freund, ich werde nie Deine Worte vergessen, die mir so viel Mut geben haben“ flüsterte ich mit besonnender Stimme. Er streckte seine tief schwarzen Flügel aus „es gibt jemanden, der dich auf dieser Gott verdammten Welt liebt, bloß Du hast es noch nicht gemerkt, sei nicht dumm, er wird Dir treu sein“ wisperte er schon von weitem. Ich sah ihm noch hinterher, bis er in der tiefen schwarzen Nacht verschwunden war, dann begab ich mich vom Stuhl runter, nahm den Stuhl und schmiss ihn übers Geländer in den Abgrund, ich hörte ihn noch zerbrechen. Dann knallte ich die langen Fenster zu und sah mich stillschweigend im Zimmer um, ich nahm die Blume, diese wisperte erschrocken „eh, was machst Du da?“ ich sah sie mit einem Lächeln auf den fülligen Lippen an „ich werde Dich an einen Ort bringen, wo Du deine süße Zuckerschnute für immer hältst“. Sie sah mich verwirrt an, ich öffnete ein kleines Fenster, und schmiss sie ohne Mitleid aus dem Fenster, dann knallte ich das Fenster wieder zu, in mir breitete sich ein Gefühl der Zufriedenheit aus. Dann sprang ich auf mein Bett, und legte mich hin, ich hörte immer und immer wieder die Worte des Rabes, die in mir eine große Erleichterung verschaffen hatten.

Eine sehr alte Geschichte von mir, wie alt, hm, 2 Jahre, aber irgendwie wird sie wieder durch deine Worte geweckt.

Fallon P.S. Vermiss dir Süße!
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