| "Autor" |
"Kinder Vom Bahnhof Zoo" |
|
|
|
geschrieben am: 24.07.2003 um 09:34 Uhr
|
|
Es passt an sich in jedes Forum aber hier poste ich es dann:
Wohl wieder begann alles Oberflächlich.
Ich brauchte doch lediglich noch ein Buch für die Zugfahrt. Ich nahm „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ mit. Auch wenn ich das schon gelesen hatte dachte ich ein weiteres Mal kann auch nicht schaden da ich damals noch Jung war als ich das erste mal dieses Buch las.
Ich las 8 – 9 Stunden am Stück. Einfach gefesselt von dem was ich da las so das ich sogar nicht einmal mehr an Essen, Trinken dachte und beinahe hätte ich auch die Anschlusszüge verpasst.
Aber das Buch, es war nicht nur eine Geschichte die irgendwer frei erfunden hatte. Es beläuft sich dort in einer wahren Begebenheit. Es sollte nur ein 2h Interview werden hieß es und daraus wurden 2 Monate. Es entstand das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Darum ist es auch so erschütternd. Zu krass als das man glauben kann was dort steht und doch ist es die nackte Wahrheit.
Ich bin gerade einmal 17 Jahre alt. Wäre auch in Berlin aufgewachsen wenn ich nicht damals solche argen Atemprobleme gehabt hätte und wir nach Hattstedt, nahe Husum an die Nordsee gezogen wären, wenn ich nicht diese Probleme gehabt hätte, dann würde ich wohl noch immer in Berlin Leben?!
Damals, als ich noch so klein war und meine Schwester eingeschult werden sollte waren in der Klasse 24 Türken die meist nicht einmal Deutsch konnten und der Rest Deutsche Kinder.
Damals wohnten wir in Neukölln also nicht einmal weit entfernt von den Schauplätzen um die es im Buch geht, oder?
Was wäre nur aus mir geworden? Ich habe meine Kindheit vergoldet. Saß vom Anfang meiner war Pubertät vor meinem PC und habe gespielt. Hatte nie etwas mit Mädchen, Partys usw. zu tun,
Heute bin ich 17.
Was hätte sich also geändert wäre ich in Berlin gewesen? Was in dem Buch geschildert wird war auch zu meiner Kindheit dort noch sehr stark ausgeprägt. Drogen, Kriminalität, was wäre aus mir dort erst geworden?
Seid mein Opa gestorben ist habe ich angefangen mich mit solchen Gedanken auseinander zu setzen. Ich begann über den Tod nachzudenken ... jeder fängt wohl an über den Sinn des Lebens nachzudenken. Ich war damals 8 Jahre alt.
So ging es an sich recht munter weiter. Wahrlich, wenn mir jemand krumm kam wurde er eiskalt ignoriert. Ich war ruhig, was wäre passiert wenn ich in Berlin gelebt hätte?
Ich nehme keine Drogen und war nie in den Dimensionen und Szenen unterwegs wie Christiane F. Aber das Buch hat mir doch offengelegt wie ich selber lang genug gedacht habe. Suizid Gedanken? Abhauen? Ich hatte niemals den Mut dazu. Es gab für Christiane nur die 2 Möglichkeiten:
Goldener Schuss
Oder Entzug
Was waren meine Möglichkeiten?
Selbstmord?
Oder sollte ich an dem Leben etwas ändern.
Mein Leben hat sich geordnet aber ich fasse es nicht wie sehr mich das Buch wieder zum Nachdenken angeregt hat. All diese Probleme, sorgen und Ängste, Nöte die dort beschrieben werden kamen mir so.. bekannt vor. Ich habe das Buch beiseite gelegt und hatte das erste mal seid so vielen Jahren wirklich ohne Scheiß wieder Tränen in den Augen gehabt.
Und das erste das ich nun dachte. Christiane. Sie war doch auf Hilfe angewiesen. Suchte damals jemanden der einfach zuhört und da ist.
Ich habe bis heute keinen Menschen gefunden dem ich so sehr vertrauen kann das ich all das was mich seid Jahren plagt einfach frei heraus erzählen kann. Nicht einmal meiner Mutter kann ich es preis geben.
Warum schreibe ich es dann alles hier auf und sage nicht einmal worum es mir geht?
Ein wenig sollte ich versuchen die Augen zu öffnen.
Christiane wäre jemandem der an mir einen Zuhörer finden würde. Aber die Zeiten stehen wohl nun schlecht davor auch wenn ich allzu gern mit ihr reden würde.
Ich würde ihr zuhören...
...und dann wohl vielleicht ein Stückchen mehr mein eigenes Leben verstehen.
~Zeige mir unholdger Gott den Sinn in deinem Unsinn~
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 24.07.2003 um 09:59 Uhr
|
|
Hey you!
Ich hab zwar nicht das Buch gelesen,aber
den Film im Reli-Unterricht geguckt.
Ist schon hart was es gibt auf der Welt.
Ich war letztes Wochenende noch am Berlin "Bahnhof Zoologischergarten"Schon allein der Name hat ich wieder an Christiane erinnert.
Ich hab selber in Berlin gesehen wie sie vor den Geschäften
sitzten,mit Ihrer Flasche Bier,am rauchen.
Und einfach in die Gegend starren.
Hmm naya.
No Comment.
das bluemelee
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 26.07.2003 um 18:49 Uhr
|
|
...niemanden, der dir zuhört? fragt sie leise.
nun, ich kenne dich nicht, aber alles fängt mal an.
ich bin des öfteren im chat - zauberwald. kannst mich halt mal ansprechen.
____________
shadow_light .....licht in der dunkelheit.... |
| Link |
|
|
|
|
|
|
Top
|