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Blutphönix(2) : Heimkehr

Nutzer: Maelstrom
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geschrieben am: 11.08.2003    um 00:20 Uhr   
Longinus Blutphönix



(2)Heimkehr

Sansaba Alhira, Ulshima sen saganda
Zuri sen Alshir ven tu Opressia
Vangenda nuno shurro sider falshar
Zaban na an canderso ala ne si sen

Sansaba Alhira, Unnahbarer Stern im Herzen
Höre meinen ruf und nimm mir meine Schmerzen

So schritt Er fort, fort von der Schlacht die nicht nur auf dem Feld, nein... auch in seinem Herzen geschlagen ward. Er setze Fuss vor Fuss, Gedanken vor Gedanken und schloss ab mit seiner Vergangenheit die doch nicht vielmehr gewesen war als ein Alptraum in der Schwarzen Nacht, im tiefen Schlaf des Lebens. Es war Zeit einen neuen Weg zu gehen, der schlimmen Dinge Schicksal nicht zu erliegen und so trugen ihn seine Schritte weit weit voran, über die Hügel von Sinagi, durch die Täler Aernaers bis er letzendlich vor den Toren Anandun’s zum stehen kam. Es war ihm nicht bewusst wie lang, wie Weit er gegangen war. Der Rauch der Schlacht war lange schon vom Himmel hinter ihm verschwunden und auch die Luft war klar und rein von des blutes totgestank und Schmerz. Er stand da und reckte seinen Blick empor, spürte seinen Nacken schmerzen als er mit den Blicken seiner Augen die hohen Tore erklomm. Wirst du auf mich warten, um mich weinen... du mein Herz? Wirst du auf mich warten? dachte er. „... auf mich warten?“ sprach er. Er war zuhause, zuhause in Anandun.

Die Tore öffneten sich, wie die Arme eines Riesen die ihn einladend, ihn in geborgenheit versprechneder Weise einluden. Ein Wächter, stiefer Stimme mächtig, rief zu ihm er solle eilen, der Sonnen strahlen würden lange nicht mehr währen und die Tore würden in der Nacht geschlossen sein für einen jeden, ob hier daheim oder von fern. Wie in Trance, ungeachtet der vielen Wesen die in den Mauern lebten, gingen und ihr Tatwerk taten, setze er erneut Fuss vor Fuss und schritt hinein, schritt nach haus. Alles war so fremd für ihn obwohl er hier hatte gelernt, zu laufen, sprechen und zu Kämpfen, hier ward er geboren einst. Doch war nichts mehr wie es ihm schien in seinen erinnerungen 20 Sommer alt oder war es der sich änderte, nicht nur nach der Schlacht, nein... ewig nun? Stein auf stein gebaut, unnahbar stark erschienen ihm die dicken Mauern vieler Häuser, abgedeckt von roten Ziegeln aus deren schloten dunkler Rauch die Nacht wohl selbst erbilden wollten. Lärm drang so vertraut an seine ohren und doch war alles anders nun... sein Geist erkannte stimmen wieder, hier und da. Es quälte ihn.Er blickte sich um, lies seinen blick schweifen über die Wesen in ihrer vielfalt und doch sah er nur eines in ihnen, er konnte es fast riechen, ja. Blut... Blut... Blut in seinem Geist, Blut Blut Blut in ihren Körpern, überall so warm und Stark. Er stockte, hielt an seinem Schwerte fest und stützte sich, stützte Gedanken die ihm kamen und fing sie ab.

Blut... so rein, so rein wie nichts, nichts andres es kann sein.
Blut... so rot, so rot wie nur die Augen sind vom Tod.
Blut... Blut gepumpt vom Herzen... Lebenswut.
Blut... Blut so gut.. so gut... so gut.
Blut... Blut so viel und stark für Longinus.

Seine Kehle schnürte sich, wie erdrosselt sank er nieder, brach sein innerstes hervor und spie es übelriechend, ekelschwanger zwischen dicke Pflastersteine. Es widerte ihn an.. er selbst tat dies mit starker Macht. Was war mit ihm das er so dachte, das ihm sein Heim nicht mehr ein Heim sondern nur fremde voller Blut ihm ward? Was war mit ihm nur geschehen als er in dieser einen Schlacht, so kurze Zeit zuvor noch um sein Leben kämpfte? Longinus.. haltte es in seinem Geist wie tausend stimmen aus tausend Hallen, laut und stark das fast sein Herz, sein Geist daran zerbrach. Laut schrie er aus seiner Kehle und leise krächzend sank er ein und es wurd schwarz in seinem Geiste...

Langsam, träge, kraftlos gar schlug er die seinen Augen auf, blickte neblig trübe aus in schles Licht das ihn umgab. Eine Zeit lang dauerte die sehende verschwommenheit und dann erkannte er so sicher das er war dort wo er lebte... wo er einst gelebet hatte bevor es ihn zum Kämpfen zog. Hier war sein Heim, hier war er gross und stark geworden mit der Zeit... vor langer Zeit. Er suchte sich sacht zu bewegen, aufzurichten voller schwäche und schaffte es mit leichter Mühe und blickte umher im dunklen Raum. Niemand ward in seinem Blick, niemand war ihm nahe jetzt wo er wieder aus seinem Traum erwacht der auf den Knien in tiefer schwärze angefangen war... vorhin? Wie lange hatte er umnachtet dagelegen hier im Haus? Wer hatte ihn hierher gebracht, ihm Schutz gegeben in diesen Mauern? Er suchte, rief in dunkelheit ein „Hallo?“ fragend, krächzend aus. Keine Antwort war sein Lohn, war niemand da der ihn erhörte? Doch... es wart jemand da...

M.
Geändert am 12.08.2003 um 19:12 Uhr von Maelstrom
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