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geschrieben am: 19.08.2003 um 17:21 Uhr
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Mein Ziel, heut Nacht, im Mondenschein,
soll nicht geprägt von gut und böse sein,
jenseits jeder weltlichÂ’ Pflicht,
zeig ich dem Mond mein Angesicht.
Ich wanderÂ’ durch die stillen Tannen,
die einst ihr Leid mir kläglich sangen,
bahn mir den Weg durch das Geäst,
mein Umhang, er umschließt mich fest.
Fröhlich lauf ich durch milde Luft,
atme immer tiefer, Nadelduft,
bis ich bei der Lichtung bin
und mich meinem Ziel entsinnÂ’.
Mein Umhang gleitet auf den Boden,
hier will ich nun mein Leben loben,
mein rotes Kleid glänzt seidig schimmernd,
mich immer an mein Glück erinnernd.
Weiß geschminkt ist mein Gesicht,
mein AussehÂ’n, es hat heut Gewicht,
die Haare streng zurück gebunden,
vertuscht wie sehr mein Leib geschunden.
Das Kleid ist eng und hart geschnürt,
auf das es selbst den Mond verführt,
weit fällt es auf den dunklen Grund,
so dass er glüht, der Höllenschlund.
Hoch geschnürt bis an die Knie,
meine Stiefel, ach ich liebe sie,
glänzen schwarz im fahlen Licht,
spiegeln Glatt das Mondgesicht.
Schwarzer Rüschenkranz um meine Brüste,
zieht an die so unsittliche’ Gelüste,
schwarze Lippen um die weißen Zähne,
unheilvolles Glück, das ich ersehne.
Nebel kriecht schon durch den Wald,
auch der Mond erkennt mich bald,
wie ich langsam meine Schritte leite,
den sanften Tanz, in den ich gleite.
Musik, aus jeder Nadelspitze,
die Stille weicht aus jeder Ritze,
meine Füße tragen mich,
ein Tanz der nie nem andren glich.
Freudig wirble ich umher,
Die Lichtung taucht ins Notenmeer,
jauchze meinen Publikum,
die Sternen applaudieren stumm.
Sie lieben mich doch nur so sehr,
genauso wie ich sie begehr,
hinauf schaue ich zu ihnen,
doch ich weiß, dass sie mir dienen.
Meine Sohlen brennen kalt,
Licht streift durch den dunklen Wald,
bald mag der Mond schon untergehen,
als ob er niemals ward gesehen.
Langsam sinke ich zusammen,
der Nebel löscht die kalten Flammen,
dann leg ich mich im Moos zu Bette,
an dieser glückerfüllten Stätte.
Die Musik verstummt ganz langsam,
Luft brachte dann, was mir den Atem nahm,
ein Rabe spricht die letzten Worte,
einer von der ungnädigen Sorte.
Mein Atem stockt mir in den Lungen,
als der RabÂ’ sein Lied gesungen,
sink ich in den ewÂ’gen Schlaf,
in dem ich ewig bleiben darf.
Zu schön war mein rotes Kleid,
zu groß mein innerliches Leid,
der Tod hat mich gleich mitgenommen,
die Musik ist nie zurückgekommen.
By BlackFortune, 19. August, 2003
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vielleicht ein wenig lang und anstrengend zu lesen... aber ich konnte mich nicht beherrschen und musste "mein" Aussehen extra ausführlich beschreiben... :)
~ausführliche~foddüü~ Geändert am 19.08.2003 um 17:55 Uhr von BlAcKfOrTuNe |
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