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"Autor"

Schwebetraum

Nutzer: Vile
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geschrieben am: 27.08.2003    um 23:12 Uhr   

So harsch die Zeit, so krud der Wind,
Der westwärts nicht mehr weht.
Und noch rennt jeder so geschwind,
Bis er von selbst vergeht.

Die Klippen steh'n seit jeher schon,
Der Schaum weicht von den Kronen,
Die Wellen nur der Fluten Hohn,
Die Klippen nichts verschonen.

Der weite Ruf sich ewig trägt,
Und schallt durch all die Weiten,
Bis jene Macht dann neu erwägt,
Zu ändern die Gezeiten.



Wie weißer Schatten aus Licht gemacht
Liegt über uns der Schleier,
Und weht mit jener fremden Macht
Zu des Bardens alter Laier.

Wir hören nicht mehr auf ihr Lied,
Wir spür'n nicht ihre Nähe,
Die Kraft weicht, weil man nicht mehr sieht
Den Blick der Botenkrähe.

Dass Sein und Werden und Vergeh'n
Das Selbe nur in einem ist
Und wir in diesem nie versteh'n
In welchen Wind die Flagge hißt,

Lässt uns zurück in einer Welt,
Die nur ein Schatten war,
Den Weltenwandel überfällt
Und endlich wird dem Licht gewahr.



Am Horizont der Ruf sich bricht,
Sich wandelt in das Weltenlicht,
Von dort dann dringt in uns hinein
Und nichts wird mehr wie vorher sein.



~Apotheotica

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