| "Autor" |
Sternenchaos |
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geschrieben am: 30.09.2003 um 19:19 Uhr
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Das Leben Unseresgleichens kann manchmal äußerst ungewöhnlich sein. Nur wenige bemerken, daß wir eigendlich gar nicht hier her gehören. Um so schwerer ist es für uns, sich zurechtzufinden in einer Welt die so anders funktioniert als wir selbst, daß viele der Anpassung unterworfen, ihre Herkunft vergessen haben.
Erst wenn wir mal wieder hilflos vor den Ruinen unseres Lebens stehen und uns fragen "Was tu ich eigendlich hier?" bemerken wir den Unterschied. Die meißten Wesen fragen sich: was habe ich verkehrt gemacht? Wie krieg ichs ausgebügelt?
Da gehören wir doch eher zu dem Schlag: verdammt! jetzt dauerts wieder 5 Jahre bis alles so läuft wies geplant war!
Wir denken halt in andren Zeitbahnen. Sowieso ist es das Zeitgefühl das uns den meißten so entfremdet: was tu ich morgen? hab ich nächsten monat schon was vor? ... interessiert uns nicht, nicht wirklich. Ja nichtmals die nächsten 10 Jahre haben für uns eine große Bedeutung. Unter 20 Jahren machen wir uns nichteinmal die Mühe an die Zukunft zu denken. Aber für unsre Umwelt scheint die Komplexität der zukunft mit ihren x-tausend Möglichkeiten und Zufällen zu groß um einschränkbar und berechenbar zu sein. Das stört uns nicht, erst da kommt unsre Phantasie so richtig in Wallung.
[...]
Aber nicht nur die Zeit auch die Wahrnehmung scheint differenzierter zu sein als auf dem ersten Blick anzunehmen wäre.
Nicht im Besonderern unsre, die Eure!
Es vergeht kein Tag an dem wir nicht Klagemauer für das Leben anderer sind, ja selbst Wildfremde die uns kaum kennen öffnen sich den unbekannten Wesen und wenn schon keine Gebrauchsanleitung fürs eigene Leben so erhalten sie von uns doch Rat Trost und Zuversicht.
Davon haben wir übrigens jede Menge, geradezu ein unerschöpflicher Pool aus dem sich jeder bedienen kann. Doch für uns ist das Wasser giftig! Dumm gelaufen! Also heißt es kriechend fortbewegen und hoffen daß das schreckliche Schicksal innerhalb der nächsten 100.000 Jahre nicht auf uns aufmerksam wird, denn unsre Heilkräfte reichen meißt selten über die ersten Lebensperioden unsrer Rasse hinaus.
Wahrscheinlich gibt es deswegen so wenig von uns, was die Suche nach Gesellschaft erschwert.
[...]
Aber zwischendurch gibt es sie, die lichten Momente in denen auch wir unser eigenes Licht sehen!
Das Schicksal stellt uns unsres gleichen vor die Nase, wir wissen sofort "da! die gleiche seele nur für mich gestrickt"
Aber wie das mit uns so ist: wir genießen ein Weilchen dann grübeln wir und dann?? dann wollen wir nichteinmal zulassen daß auch nur der Hauch einer Gefahr besteht dieser Seele weh zu tun wie es uns geschehen. Die Konsequenz kann nur sein, alleine weiterkriechen, vergessen daß man der guten Fee begegnet ist und sich gewünscht hat keinen Wunsch zu haben.
Drum weiter Brüder und Schwestern: immer schön kriechen und nicht vergessen! auf keinen Fall den Kopf zu heben!!! Am End würdet ihr in einen Spiegel blicken und euch selber sehen!
... und erkennen daß auch ihr nur Menschen seid.
Denn dies ist mir wiederfahren und nun? nun kann ich nicht mehr kriechen auch wenn ich es immernoch versuche...
Auszug aus einem Text eines mir unbekannten Autors
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