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"Autor"

Rosenparfum

Nutzer: Johness_LaVey
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geschrieben am: 06.10.2003    um 17:18 Uhr   
Rosenparfum

Und ihre Gedenken widmete sie ihm..
Mit jedem Schnitt wich eine Last von ihr,
An der sie so lange getragen hatte.
Ein Heer marschiert durch ihre Adern
Während, diesem Heer folgend,
Das Messer sich immer tiefer in ihr Fleisch bohrte
Und jedes erneute Ansetzen, durchziehen, herausziehen
Lässt eine Wunde heilen.

Flammen züngeln wild im Duft von Rosen,
Als wollten sie die Kerzen verlassen und in die Düsternis des Himmels aufsteigen,
Dennoch ist ihr Schimmer sanft und hüllt das Blut,
welches sie nun zu umlagern beginnt,
In zärtliche Licht und Schattenspiele mit sich selbst.

Ihre Zunge leckt fast sorgend über die eigenen Arme,
Noch einmal hoffend etwas zu empfinden,
Auf der Suche nach Geschmack und Bewusstsein.
Das Blut schmeckt schwer und düster
Noch warm.
Der einzige wahrnehmbare Ton ist das Tropfen auf den Boden.
Ihr Blick hypnotisiert in die heißen Flammen der Kerzen die sie aufstellte,
Weil Tageslicht so unerträglich, so erdrückend war.

Die Augen schließen sich.
Der Geschmack von Blut lässt nach,
Das Tropfen ebenso.
Wenige Augenblicke lang spürt sie den zärtlichen Atem ihres Liebsten,
Der sie verstoßen und verleugnet,
Schnuppernd nach ihrem Rosenparfum..

Liebevoll schlingt er die Arme um sie,
Ein Atemzug und alles ist vorbei,
Die Schmerzen betäubt durch Tabletten,
Die Schnitte so tief durch das Starren ins Nichts,
Das Leben verdorben durch sich selbst.

Und das alles wissend.
Doch ebenso wie sehr man sich nicht ändern kann.
Vielleicht nicht will.
Der schwere Blutgeruch mischt sich mit dem Rosenduft ihres Parfums.

Die Kerzen brennen aus.
Und ein letztes Lächeln ist das, was der Welt hier von ihr bleiben will.
Das Lächeln jemandem gewidmet der es nicht zuahnen vermag,
Der nur die Schmerzen sieht,
Doch nicht die Befreiung die sie mit sich brachten,
Die Beruhigung.
Schwer hängt das Parfum um ihre Gestalt die nun endlich Ruhe fand.

Doch wird er wohl auf ewig nicht erfahren,
Dass dieses letzte Lächeln nur dem Bild seiner in ihren Träumen galt.
All das Blut, was sie ihm schenkte,
Wird er nie empfangen,
Niemals würdigen.

Zuletzt vergossen durch den Wunsch, im Traum zu sterben.
Nicht einsam und Traumlos zuenden,
Wissend dass diese Zeit bald kommen würde
Opferte sie sich ihrer Vorstellung der Erlösung,
Anstatt zu vergehen und zu verschwinden,
Einer Blume gleich.. einer dunklen Rose.

Und während Dämpfe des Blutes,
Der Kerzen,
Des Parfums ins Nichts entfleuchen,
So wird ihr Körper sanft von dem eigenen Blut gewärmt, welches um sie liegt,
Was ihre Silhouette umrahmt,
Schützend und ihr einen letzen Zauber verleihend.

Jedes Leben weicht aus ihrer Gestalt,
So dass er Geist fortfährt, verträumt auf die Erlösung zuwarten.

Doch haderte in der letzten Faser noch die Frage nach dem Recht?

Sie war ihm hingegeben,
Wie hätte sie in wahrer Leidenschaft jemals an Unrecht denken können,
Hätte sie, so läge in ihren Fingern nicht das Messer,
So würde es nicht in ihre Arme stechen,
Unaufhaltsam wie ein ewiger Gast der nicht gehen mag,
Und der vom Gedanken bis hin zur Handlung wartet, drängt.

Blut sickert ins Laub.
Wind beginnt mit den Haarsträhnen zuspielen,
Sie über die Augen fliegen zulassen,
Die so viele sahen und erst jetzt zuschätzen beginnen,
Erst nun zu begreifen beginnen was sie sahen.
Wie weit muss ein Jeder gehen, auf dass sein Wert erkannt wird?
Wie weit muss man gehen um sich den Wert einzugestehen?

Das Blut riecht süßlich, honiggleich.
Das letzte Mal nach ihrem Rosenparfum.
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Nutzer: Gast_dying_angel
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geschrieben am: 06.10.2003    um 18:19 Uhr   
..ich find es einfach nur gelungen. Es ist zwar sehr langatmig, aber es sind sehr viele schöne Formulierungen drin. mhh schöne Bilder und es ist teilweise sanft und doch sehr hart..ich finde vorallem die letzten Absätze, die Fragen sehr schön und abschließend diese zwei Verse umranden es sehr schön..gefällt mir..es ist nicht gezwungen..mhh klasse!

*knuffs
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