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geschrieben am: 03.11.2003 um 21:08 Uhr
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Leise sitzt sie mit angewinkelten Beinen in ihrem schmalen, kalten Zimmer. Ihre Augen hat sie eindringlich auf iher Freundin gerichtet und ihre Hände sanft um ihren Körper geschlungen. Vorsichtig beginnt sie leise zu reden:
"Hast du jemals daran gedacht wie es ist tot zu sein? Hast du irgendwann in deinem kleinen Leben diese verfluchte Sehnsucht gespürt, dem Saft des Lebens endlich freien Lauf zu lassen. Ihn frei zu lassen. Weißt du wie man sich fühlt, wenn die kalte Klinge an der heißen Pulsader angelang?. Wenn die Seele schreit, die Augen vor Tränen schmerzen und man einfach nur seine Ruhe will!. Hast du irgendwann daran gedacht wie es ist, wenn die Augen zufallen, der letzte Atmemzug gesetzt ist, der letzte tropfen Blut auf den Lippen zerspringt und das kleine, zerströrte Herz müde zu resignieren beginnt? Was meinst du, wie fühlt man sich, wenn die Klinge immer näher rückt, das Herz zu rasen beginnt, weil die Angst unbeschreiblich groß ist. Das Ungewisse ist die Angst, die Angst die einen stocken lässt, das Messer weiterzuführen. Doch was soll schon noch kommen, also setzt man das Messer festern an. Fixiert mit den schmerzenden, weinenden Augen das erlösende Etwas und beginnt sanft über die Haut zu tanzen. Mehr und mehr schneiden sich Wege in die zarte Haut. Mehr färbt sich das weiße Laken darunter rötlich und die Tropfen aus den Wunden perlen lachend ab. Erlösend ist jeder einzelne der sich seinen Weg in Richtung Freiheit bahnt. Schneller wird das Herz, und schwerer ist es zu Atmen. Schwerer ist es klar zu denken, weil die Hast es endlich zu beenden größer ist als die Angst, davor was kommen kann. Abertausende kleine Tropfen Blut laufen über die Arme, über die Hand auf das Laken und ein letztes Lächeln macht sich auf den bleichen, zitternden Lippen breit. Ein letztes Mal erhellen sich die Augen und schimmern bei dem Anblick des Rots. Ein letztes Mal dringt ein warmes, herzliches Seufzen aus der Brust hervor und erfüllt den kahlen Raum mit Leben. Die Schnitte werden tiefer und die Finger tun weh vom drücken des Messers auf die verletzliche Haut und doch drückt man fester zu. Packt das Mester härter und schneidet tiefer. Wenn das Herz mehr und mehr rast und auch das letzendlich zu schmerzen beginnt, weil die Narben darauf platzen und erneut bluten, bei den abertausenden Gedanken die einem in diesen Moment wieder durch den Kopf schießen. Erinnerungen, die einem zu diesen Schritt getrieben haben, Schmerzen, die einem niemals losgelassen haben und Menschen, die man liebt und doch zutiefst hasst, aber von denen man niemals wirklich Abschied nehmen mag. Was meinst du wie es ist, wenn die letzte Träne deiner Wange entlang rollt, sich sanft ihren Weg bahnt. Geboren wurde sie von einem zerstörten Traum, der kaum zu Leben begann. Und jetzt soll ihr Ende die Lippe sein, auf der sie sich mit einem Tropfen Blut verbindet und sacht von der Zunge weggeleckt wird.
Hast du dir vorgestellt wie es ist, wenn man genau das durchlebt?
Wenn man sich damit abgefunden hat, das es jeden Moment zu Ende ist und man endlich frei ist?
Sag, hast du irgendwann geliebt? Und hast du irgendwann gespürt, das diese Liebe nur eine Lüge war? Hast gemerkt, dass du dich in etwas verlierst, was dein Abgrund sein wird? Wenn ja,so kannst du vielleicht fühlen was ich meine und wirst mich ein wenig verstehen!"
Sacht erhebt sie sich fast schwebend aus ihrer Position und verlässt mit einer einsamen Träne auf ihrer Wange den Raum und entschwindet im Dunkel der Nacht.
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[zwinkert leicht] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.11.2003 um 21:14 Uhr
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nicht schlecht... gut geschrieben.. *nickt*
Gruß
Soul |
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