| "Autor" |
Ein Traum |
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geschrieben am: 10.11.2003 um 04:43 Uhr
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Ich hatte heute einen Traum
Zumindest denk ich, dass es einer war
In dem ich saß in einem Raum
Ganz allein in Freundesschar
Ich hab von ihnen viel gehört
Große Worte, lieb gemeint
Ein Lächeln hab ich dem gegeben
Der vom Leben hat geweint
Mein Leben sei so zu beneiden
Nur wenig Zeit für so viel Freud
Und dass sein Leben Spaß würd treiben
Ganz weit weg, nur Leid würd bleiben.
Ich blieb bei ihm, wir lachten viel
Die Dunkelheit verging sehr bald
In seinem Herzen schien das Licht
Wie viele goldÂ’ne Sonnenstrahlen
An einem Tag, da war es fort
Ich war verwirrt, gelind‘ gesagt
Ich suchte ihn, und sah ihn dort
Mit dem Rücken zu mir stehn
So sprang ich auf, und zu ihm hin
Voll Freude übers Wiedersehn
Auf halbem Weg dreht er sich um
Mein Herz und ich, wir blieben stehn
Dann war da jemand, der mich sah
Das Lächeln wich sofort von mir
Die Haut ganz blass, und bitterkalt
Ich wollte nur noch fort von hier.
Mein Liebes Kind, ich danke dir
Du nährtest mich mit deiner Kraft
Dem Leben, welches aus dir sprüht
Und deiner Gabe, zu verzeihÂ’n
Er sagte mir, es wär nicht gut
Bliebe er noch länger hier
Er wäre ja nicht gut für mich
Und dass ichÂ’s schon verstehen werd
Die lieben Worte hört‘ ich wohl,
Doch hab ich sie zu oft gehört
Als dass das leis-gesprochne Lebewohl
Noch mehr als Atemluft sei wert
Ich hatte heute einen Traum,
da blieb ich wieder ganz allein
dann wacht‘ ich auf, und sah zu dir...
...alleine will ich niemehr sein.
___
10.11.03
//Alwi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.11.2003 um 17:32 Uhr
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Hm...immerhin...es reimt sich..zumindest meistens.
_younes_ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.11.2003 um 18:11 Uhr
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(zitat)Hm...immerhin...es reimt sich..zumindest meistens.
_younes_(/zitat)
schon ziemlich dürftig und kümmerlich, was du aus diesen wahrlich traumhaften Zeilen so für dich herausresümmierst....wohl nicht so der Träumertyp, was? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.11.2003 um 20:08 Uhr
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*gg* Reim allein macht kein Gedichtelein, Träumereien und Gefühlsduselein können's wohl auch nicht sein...
Was ich hier aber erblücke, das hat mit List und Tücke
meine Seele gefangen und sich an mein Herz gehangen.
Die Moral von der Geschicht? Das alles reimt sich, nur ein Gedicht isses nicht. ^_^
kudos... -=metA=-
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 00:10 Uhr
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:D
definiert mir dann mal einer das Wörtchen "Gedicht"?
//Alwi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 00:21 Uhr
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ein gedicht ist ein gedicht ist ein gedicht ist ein gedicht...
was soll ich sagen, schöne worte sinds
auch ist es ein gedicht, meiner bescheidenen meinung nach, denn wie soll man es defienieren das "gedicht"?
sollen es etwa formalia sein, wie versmaß oder reim? grober unfug sag ich euch, die intention und inhalt bestimmen das bild
und selbst wenns kein gedicht wär, wen scherts? schön ist das textlein allemal! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 00:31 Uhr
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| Also, da ich vom Fach bin, könnta ma alle jlooben: det is hier vorliegend ne astreine Dichtung vom Feinsten...könnta euch alle ne Scheibe abschneiden davon! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 13:52 Uhr
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Ein gutes Gedicht? Für mich ein gefühlvolles Zusammenspiel wohlklingender und den Inhalt untermauernder Worte. Ein Gedicht muss man "spüren" und sein Gesicht erkennen können. Ich finde es außerdem schön, wenn man einem Gedicht ansieht, dass es mit großer Sorgfalt verfasst wurde. Man erkennt das sehr gut am Gebrauch der rhetorischen Mittel, wie beispielsweise sprachliche Bilder, ab und an ein Oxymoron oder auch Wortneuschöpfungen! Die Palette ist groß, es findet sich immer etwas passendes. Am wichtigsten ist für mich aber nach wie vor, dass der Autor mit Gefühl und Hingabe schreibt, das ist dem Ergebnis zumeist anzusehen. Ich lese leider immer wieder Gedichte in welchen die "richtige Sprache" fehlt.
_younes_ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 15:14 Uhr
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hehe, younes...wo du recht hast.
Trotzdem interessant sowas zu lesen. Interessant, wo ich mich doch eigentlich sehr bemühte, aus der Sicht einer Person zu schreiben, die eben nicht rhetorisch, "mit richtiger Sprache" oder sonstwas denkt und lebt...sondern ganz einfach, leise und lieb. Auch wenn sich ihr Leben nicht immer reimt.
Man soll bei den Zeilen nicht lange nachdenken müssen, bis man sie versteht. Sie sollen nicht anspruchsvoll oder sonstwas sein, sondern einfach nur eine Geschichte, die die Kleine halt erzählt.
Die Wortschöpfungen hätten da vielleicht ganz gut reingepasst, ja. Aber sie hätten einfach nicht das ausgedrückt, was ich ausdrücken wollte.
//Alwi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.11.2003 um 22:04 Uhr
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..wundervoll..alwi..
schenkt ihr ein gänseblümchen..lächelnd..umarmt sie sacht |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.11.2003 um 13:49 Uhr
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(zitat)wo ich mich doch eigentlich sehr bemühte, aus der Sicht einer Person zu schreiben, die eben nicht rhetorisch, "mit richtiger Sprache" oder sonstwas denkt und lebt...(/zitat)
Auch das ist ein Stilmittel. Da du es jedoch im gesamten Text konstant verwendet wurde, wirkt es monoton (Man könnte sich jetzt streiten, da auch das gezielt eingesetzt werden kann, in deinem Text ist das aber nicht der Fall). Selbst den von dir gewählten "einfachen" Stil hätttest du aufpeppen können, ohne dass dein Gedicht dadurch "komplizierter" oder weniger "natürlich" gewirkt hätte.
_younes_ Geändert am 14.11.2003 um 13:50 Uhr von _younes_ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.11.2003 um 14:10 Uhr
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Du hast es ja selbst erzeugt
mit deiner Oberflächlichkeit
in deinem, an mir vorbei zu denken
um dir selber Geltung zu schenken.
Unbemerkt blieb dir mein Verlangen
stets ist dir auch die Tiefe entgangen
die nicht nur latent vorhanden war
aber sich ausgeschaltet sah.
Nie kam es bei dir in Betracht
daß ich an etwas anderes gedacht
als mich nur dem hinzugeben
was du versuchtest auszuleben.
Das, worauf du warst versessen
war nach der Seife schon vergessen
und ich witterte die üble Gefahr
daß es wie immer eine Verletzung war.
Verletzung in der Tatsache allein
beschränkt auf die Genitalien zu sein
und neben dem, was möglich wäre
nur eine vorgetäuschte Ehre.
Jedesmal eine neue Kränkung
nie eine wirkliche Schenkung
oberflächlich und kalt
machst du vor meinen Sinnen halt.
Wie viele Male ich mich gehäutet
das hat dir leider nichts bedeutet
und die Kraft, die mich verlassen
erntet einfach nur dein Hassen. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.11.2003 um 21:57 Uhr
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hätte ich aufpeppen können...joah aber ned um 04:30 ^^
Lassen wir das. Die Zeilen sind für so eine Analyse eigentlich eh nicht gemacht. Sie waren nur etwas, das raus musste, bevor ich schlafen konnte :)
//Alwi
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.11.2003 um 03:40 Uhr
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hm, das ist es was ich die letzten 5 Jahre im Deutschunterricht so fürchterlich gehasst habe: die schönsten Gedichte, Geschichten, Bücher kaputtzumachen, zu zerfleddern nur um herauszufinden warum dort jetzt ein PAarreim steht und nicht doch ein Kreureim, um herauszufinden was dieser Neologismus in dem ganzen Zusammenhang aussagen will und warum dieses und jenes so geschrieben ist und nicht einfach ganz anders. Diese ganzen Analysen rücken doch nur den wahren Sinn eines Gedichtes in den Hintergrund, wichtig ist nur noch das warum wieso und weshalb? Ich habe es damals schon nicht verstanden und verstehe es auch immer noch nicht warum der Mensch immer alles analysieren muss und sich nicht einfach an schönen Worten erfreuen kann, warum der MEnsch nicht einfach ein Gedicht lesen kann und dann sagt: Das ist schön, das gefällt mir und Ende. Und was soll die ganze Diskussion ob das jetzt ein Gedicht ist oder nicht? ich kenne Gedichte die bestehen nur aus einem Wort oder bestehen aus Wörtern die aneinandergereiht sind und im Grunde gar nicht zusammengehören und doch werden sie als Gedichte bezeichnet (--> 'konkrete Poesie' als Beispiel) wiederrum kenne ich Gedichte die bestehen aus ewig vielen Strophen, alle nach dem gleichen Schema aufgebaut, mit Neologismen, Hyperbeln und was weiß ich nicht alles, das sind genauso Gedichte, das eine genauso wie das andere. Ich finde hier entsteht wieder eine dieser sinnlosen Streitereien... blablabla-mir-gefällts---blablabla-aber-mir-nicht-also-ist-es-nicht-richtig-usw-und-so-fort
Freut euch an Gedichten die euch gefallen und fertig aber doch kein ständiges auseinandergepflücke dieser schönen Worte. Sowas hat kein Gedicht verdient, denn das Gedicht ist geschrieben und so wird es auch bleiben, es wird nicht mehr geändert werden, denn es hatte wohl einen Sinn das dieses und jenes Gedicht genauso geschrieben stehen wie sie halt geschreiben worden...
So ich merke ich verrenn mich grad wieder glaub ich total und schreib in jedem Satz das gleiche, aber das liegt wohl an dieser späten (oder auch frühen Uhrzeit) also hör ich jetzt auf und naja, ich hab genug gesagt
-die bereits im Tippen einschlafende Cassandra- |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 25.11.2003 um 13:58 Uhr
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Über das Zerpflücken von Gedichten
Der Laie hat für gewöhnlich, sofern er ein Liebhaber von Gedichten ist, einen lebhaften Widerwillen gegen das, was man das Zerpflücken von Gedichten nennt, ein Heranführen kalter Logik, Herausreißen von Wörtern und Bildern aus diesen zarten blütenhaften Gebilden. Demgegenüber muß gesagt werden, daß nicht einmal Blumen verwelken, wenn man in sie hineinsticht. Gedichte sind, wenn sie überhaupt lebensfähig sind, ganz besonders lebensfähig und können die eingreifendsten Operationen überstehen...
Der Laie vergißt, wenn er Gedichte für unnahbar hält, daß der Lyriker zwar mit ihm jene leichten Stimmungen, die er haben kann, teilen kann, teilen mag, daß aber die Formulierung in einem Gedicht ein Arbeitsvorgang ist und das Gedicht eben etwas zum Verweilen gebrachtes Flüchtiges ist, also etwas verhältnismäßig Massives, Materielles. Wer das Gedicht für unnahbar hält, kommt ihm wirklich nicht nahe. In der Anwendung von Kriterien liegt ein Hauptteil des Genusses. Zerpflücke eine Rose und jedes Blatt ist schön.
von B. Brecht |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.11.2003 um 02:12 Uhr
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| und danach ist die Rose tot... |
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