| "Autor" |
Lehrer |
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geschrieben am: 16.11.2003 um 23:35 Uhr
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Mein Lehrer
Als ich dir begegnete, war ich auf der Hut vor dir.
Du warst stark, das wusste ich, das sah ich, das roch ich förmlich, doch ob ich davon profitieren sollte, wusste ich nicht.
Ich stellte mich dir, denn anders konnte ich nicht.. bot dir die Stirn und neigte das Haupt vor dir, als ich nicht anders konnte.
Nicht recht wissend, was ich von dir halten sollte ergriff ich die Hand, die du mir botst, machte den einen, zweifelnden Schritt zu dir hinauf und sah mich dort um.. sah hinunter und meine Zweifel erstarkten, du aber nicktest mir nur zu.
Das Beben deiner Welt ließ mich straucheln, kaum daß ich auf ihr Stand gefunden hatte und ich drohte zu fallen.. da schoß deine Hand aus dem Nichts und fasste mich,.. hielt mich.
Ich glaube, in diesem Augenblick hält sie mich noch immer, nicht wahr ? Du hast mich nicht mehr losgelassen danach...
So oft hast du mich gefragt „Was soll ich tun ?“ wenn es mir schlecht ging. Es war stets in deinem Kopf, in deinem Herzen.. der Wunsch, mich zu beschützen.
Ich spürte das.
Ich spüre es immer noch.
Eine Weile habe ich mich oft gefragt, weshalb du das tust. Eine Antwort habe ich bis heute nicht gefunden und ja – auch heute liege ich manches mal wach und denke darüber nach, weshalb du mich beschützt.
Inzwischen glaube ich, daß ich es nicht wissen muss.
Ich habe mich immer wieder mit dir gemessen. Schmunzelnd hast du pariert, hier und da angedeutet, welcher Fehler mich den Sieg gekostet hat, wieder pariert.. und nicht ein einziges Mal hast du mir die Klinge an die Kehle gesetzt dabei.
Gewachsen bin ich an deiner Seite. So schnell, daß ich es manches mal selbst nicht bemerkte. Du hast es bemerkt.
Du hast gelächelt.. oft.. und ich wusste nicht, weshalb.
Heute glaube ich es zu verstehen.
Dann...eines Tages, kreuzten wir die Klingen ein weiteres Mal.
Wir waren nicht bei der Sache.. beide nicht. Unsere Gedanken kreisten um anderes, die Klingen fuhren fließend, selbstbestimmt in wildem Tanz umeinander.
Dann, plötzlich, saß meine Klingenspitze an deiner Kehle.
Du warst erschrocken, ich konnte es sehen.
Ich nicht minder. Es war Frevel.. Unrecht.. und doch hatte es anders nicht sein können.
Kurz studierte ich deine Augen, fragte mich, ob du mich hattest gewinnen lassen, doch einzig stummes Erstaunen konnte ich darin finden.
Ich ließ die Klinge sinken. Du wandtest dich ab und bliebst stumm. Ich kehrte um und ging zu Bett.
Nun geht die Sonne wieder auf und ich muss dir entgegentreten.
...wenn ich nur wüsste, wie.
~Die Suche nach der perfekten Attacke wird dich zum Sieg führen, nicht die Suche nach dem Sieg selbst.~
Anoush
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geschrieben am: 17.11.2003 um 00:18 Uhr
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(zitat)
~Die Suche nach der perfekten Attacke wird dich zum Sieg führen, nicht die Suche nach dem Sieg selbst.~
(/zitat)
Beeindrucken mich sehr, deine Zeilen ! Ein wenig erinnert mich etwas daran an einen Roman von Stephen Fry ("Der Stern der Tennisbälle"). Der Romanheld, ein gutmütiger junger Mann, gerät durch Eifersüchteleien und Mißgunst in Verwicklungen, die ihn schließlich in eine geschlossene Heilanstalt führen. Dort trifft er auf einen Mitinsassen, der ihm ein Lehrer in jeder Hinsicht wird. Es gelingt ihm aufgrund der "Lehrjahre", sich zu befreien und mörderische Rache zu verüben....eine faszinierende und spannende Geschichte! |
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geschrieben am: 17.11.2003 um 13:20 Uhr
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Irgendwie bin ich blind
es ist dunkel, undurchsichtig
welch bedeutung deine Worte sind
ich fühle falsch, ich fühle richtig
~Ich bin zu sehr Mensch scheinbar... ich bin dumm und stumm~
Albas |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.11.2003 um 18:29 Uhr
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Lies nicht die Worte, Bruderherz, lies den Sinn.
Du bist nicht blind, du schaust nur in die falsche Richtung.
~Wenn du rückwärts gehst, darfst du dich nicht wundern, wenn du nicht weißt, wohin dein Weg führt.~
Anoush |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.11.2003 um 18:47 Uhr
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Auch wenn du dich belehren lässt
Auch wenn du den perfekten Lehrer schon gefunden hast
Nützen dir alle Lehren erst dann etwas
wenn du sie begreifst. |
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