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Brief an mich

Nutzer: Skar47
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geschrieben am: 31.12.2003    um 13:56 Uhr   
Brief an mich


Das Leben spielt oft seltsame Kapriolen mit dir.
Du lebst das ganze Jahr vor dich hin
und denkst nicht einmal an Tod und Vergänglichkeit.
Der Alltag hat dich fest in seiner Hand
und du läßt es geschehen .......... ohne Gegenwehr.
Vielleicht, ja vielleicht fehlt langsam auch die Kraft.

Nur heuer zur Jahreswende, da setzt es ein.
Die Gedanken. Was war, was ist und was wird sein?
Selbst ihm, deinem Herrn, räumst du sein Recht auf
deine Aufmerksamkeit wieder ein.
Auch heute, nach all den Jahren, all den Schlägen,
spürst du immer noch den Glauben in dir.

Nicht an den rachsüchtigen, nicht an den Verbietenden,
schon gar nicht an den, den die Kirche dir lassen will.
Nein, an den der dich getragen hat, wenn du es wolltest,
der im stillen mit dir gelacht hat und auch bereit war
dich zu trösten, wenn du es zugelassen hast.

Und wenn du einst gehen mußt und ihm gegenüber tritts,
so weißt du, er wird dich nicht richten.
Er wird dir deine Gitarre reichen und bittend sprechen:
„Komm Junge, spiel uns ein wenig was vor“.
Wenn dann bei Blowin in the wind, Puff the magic dragon,
Sind so kleine Hände und all den anderen schönen Liedern,
dir manchmal die Stimme versagt, so wird er mit seiner
Stimme dir helfen und auch in seinen Augen werden Tränen
sein, denn nur er weiß warum du weinst.

Ja, so wird es sein.


Zum Jahresende mögen ein paar sentimentale
Anwandlungen erlaubt sein.
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch.

Skar
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