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eine MährŽ |
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geschrieben am: 22.01.2004 um 13:36 Uhr
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Blümelisalp
Von mehr als einer Gegens der Schweiz erzählt die Sage, wie eine vor alten Zeiten beblümte, herrliche und fruchtbare Alpe von Eis und Felstrümmern überschüttet wurde. Zumal im Berner Oberland wird die Sage von den Klariden, einem Gebirgszug berichtet:
Ehemals war hier die Alpweide reichlich und herrlich, das Vieh gedieh über alle Maßen. Jede Kuh wurde des Tages dreimal gemolken, und jedesmal gab sie zwei große Eimer Milch. Dazu lebte am Berg ein reicher, wohlhabender Hirte.
Er begann stolz zu werden und die einfache alte Sitte des Landes zu verhöhnen.
Seine Hütte ließ er sich stattlicher einrichten als die anderen Hirten, und er liebte Kathrine, eine schöne Magd.
Im Übermut baute er eine Treppe ins Haus aus Käsen, und die Käse legte er mit Butter und wusch die Tritte mit Milch. Über diese Treppe gingne Kathrine, seine Liebste, und Brändel, seine Kuh, und Rhyn, sein Hund, ein und aus.
Seine Mutter aber wusste nichts von dem Frevel. Eines Sonntags im Sommer wollte sie die Senne ihres Sohnes besuchen. Vom Weg ermüdet, ruhte sie sich oben aus und bat um einen Labetrunk. Da verleitete die Dirne den Hirten dass er ein Milchfass nahm, saure Milch hineintat und Sand darauf streute.
Das reichte er seiner Mutter. Die Mutter aber, erstaunt über die ruchlose Tat, ging rasch den Berg hinab,und unten wandte sie sich, stand und verfluchte den Sohn.
Plötzlich erhob sich ein Sturm,und ein Gewitter verheerte die gesegneten Fluren. Senne und Hütte wurden verschüttet, Menschen und Tiere verdarben. Des Hirten Geist,samt seinem Hausgesinde, sind verdammt, solange auf dem Gebirge umzugehen, bis sie erlöst werden.
Oft haben die Leute, die dem Geiste begegneten, ihn folgenden Spruch sagen hören:
"Ich und min Hund Rhyn und min Chu Brändli und mine Kathry müssen ewig uf Klaride syn!"
Die Erlösung hängt aber daran, dass ein Senner am Karfreitag
die Kuh, deren Euter mit Dornen umgeben, stillschweigend ausmelken muß. Weil aber die Kuh der stechenden Dornen wegen wild ist und nicht stillhält, ist das eine schwere Sache.
Einmal hatte einer schon den halben Eimer vollgemolken, als ihn plötzlich ein Mann auf die Schulter klopfte und fragte: "SchäumtŽs auch wacker?" Der Melker vergaß sich und antwortete ." O ja!" Da war alles vorbei, und Brändlein, die Kuh, verschwand vor seinen Augen. ...
und die moral von der Geschicht? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.01.2004 um 15:05 Uhr
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| aus "die schönsten Sagen der Gebrüder Grimm" |
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