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geschrieben am: 28.02.2004 um 22:29 Uhr
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Die Nacht war stürmisch..ein Wind heulte an allen Ecken..
aufgeschreckt.
Pizza im Hals stecken geblieben.
Cindy in ihr Körbchen unter die Küche gelegt.
Einen Schrei gehört, den Schrei einer Frau, durch Mark und Bein.
Die schwarzen Hunde aus ihrem Zimmer beginnen zu knurren.
"still" gesagt.
Hinausgeeilt.
Eine Menschenmenge vor jemandem, der mit zornerfülltem Gesicht die Hand gegen eine Frau erhebt, und zuschlägt.
Eine junge mädchenhafte Frau, einer Fee gleich, in die Knie sinkend, das Gesicht in ihre Händen vergrabend, soviel noch.
Er, zurücktretend, benommen, soviel noch.
Etwas entfernt eine Frau mit verhärmtem Gesicht, nicht glücklich, sehnsüchtig, nach einem Traum, der in dem Moment zu Ende ging...oder war es schon früher passiert?
Die Frau versucht nach den Stäben zu greifen, doch es ist ein Griff ins Leere. Das Licht spiegelt zierliche Streifen an die Neonwand, doch sie sind eine Täuschung.
Sie greift nach den Stäben, um ihn zu befreien, doch sie greift ins Leere, und fällt. Sie schreit auf.
Das junge Mädchen, einer Fee gleich, rafft sich auf, und läuft zur Tür hinaus. Man hat sie nicht mehr gesehen.
Die Frau im langen Schwarzen hat die Situation beobachtet.
Sie ist sehr betroffen.
Die Menschenmenge löst sich langsam auf.
Sie geht zögernd auf ihn zu, und sieht ihn an.
Ihre Stimme ist sehr zittrig.
Er bleibt stumm, und nickt vielleicht sogar leicht.
Dann beugt er sich zu ihr, und flüstert ihr etwas ins Ohr.
Ein, zwei Sätze.
Ihr versagt beinahe die Kraft in ihren Beinen.
Sie lehnt ihr Gesicht sanft in seinen Arm, und die Tränen rinnen ihr herunter, wahrscheinlich war es die ganze Nacht lang.
Wahrscheinlich stand er mit ihr, und konnte es genau spüren.
Aber so genau weiss man es nicht.
Am Morgen schien die Sonne zum Fenster herein, in ihr Bett, indem sie allein aufwachte. Er hatte sich dafür entschieden, ohne sie zu bleiben.
Sie nahm vieles ihrer Dinge mit.
Als sie hinausging, und den Flur betrat, war die Türe zum neonfarbenen Zimmer offen. Die Frau schlief.
Sie legte eine leuchtendgelbe Rose aufs Fensterbrett, darunter ein Zettel, auf dem stand: " Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen Stern gebären zu können."
Als sie hinaustrat, schien die Sonne.
Der Weg brachte sie zu einem Horizont, wo sie vielleicht nur noch als Pünktchen zu erkennen wäre.
Und er wieder besser atmen konnte.
Denn der Raum, den wir zum Atmen brauchen, ist jeweils unterschiedlich gross.
Eine Fledermaus flog in sein Zimmer, und die staunte nicht schlecht - er war sehr liebevoll zu ihr, ganz, wie er es in sich spürte, ganz, wie sie es sich ersehnt hatte.
Das ist mein letzter text.
Geändert am 28.02.2004 um 22:35 Uhr von diekristallfrau |
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