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my toes just touched the water

Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 18.02.2004    um 21:08 Uhr   
aufgewacht.
Aufgeschreckt aus einem unendlich scheinenden Albtraum.
Die Schweissperlen noch an der Haut.
Aufgesetzt.
Schwarze grosse Hunde an meinem Bett, zu meinen Füssen, schlafend, friedlich.
Aufgestanden.
schwarz und lang fliesst der Stoff.
Hinausgegangen.
Soviele Türen hat dieses Haus.
Eine geöffnet.

"was tust du?"
"ich zeichne."
"was zeichnest du?"
"den Himmel, die Sterne."
"du möchtest einen Stern, und siehst nicht nach oben."
Geschwiegen.
"ich werde dir einen runter holen."
Eine Perle hervorgezaubert.
Zum Fenster gegangen. Beobachtet.
Das Fenster aufgemacht. Kalter Wind fährt herein. Die Perle gegen den Himmel geschleudert.
Die Perle und der Stern zu Boden.

"Ach, da ist er ja, der Stern!"
Gebückt, gelächelt, aufgehoben.
"willst du ihn gar nicht ansehen?"
Tränen auf seinen Wangen.
Hingegangen.
"Er ist kobaltblau."
"Er ist gefallen." trauriges Gesicht.
"Manchmal gibt es keine andre Wahl. Durchs Fallen wächst ein Stern...
Sie ist nicht verglüht."
Bitterböse gelacht.
"Woher weisst du das?"
"Ich weiss es."
"Woher?"
Geschwiegen.

Getröstet. In den Arm genommen.
Den Stern in die Schublade geschoben.
Geflüstert. "Er wird dich beschützen."

Beim Hinausgehen freundlich gezwinkert.
Türe zu.

Soviele Türen in diesem Haus.
Soviele Sterne am Himmel.
Soviele Tränen im Meer.

Mein Kleid hat nicht mehr dieselbe Farbe.






Geändert am 19.02.2004 um 10:52 Uhr von diekristallfrau
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Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 23.02.2004    um 23:27 Uhr   

Sie stand vor einer Tür, die Zeit war reif.
Als sie eintrat, war es sehr finster. Dunkle Wände mit Neonschrift, ein weisses Pulver am Tisch, von Leuten, die auch hier wohnten oder gewohnt hatten. Eine Frau sass da, an einem Tisch, vor ihr eine Tastatur, und sie schrieb angestrengt.
Sie sah abgemagert aus, aber ihre Haut war nicht blass.
Sie hob den Kopf.

"Ich komme, um dir zu sagen, dass ich jene Nacht nicht so schnell vergessen werde.
Und wie weh es getan hat.
Meine Absicht war eine gute, und du hast mich hingehalten, alles inszeniert,
die Emotionen benutzt, und mich hart getroffen.
Du konntest innerhalb von zwei Minuten die Sätze - vertrau mir- und - du bist das Letzte - sagen. Wie ist sowas möglich???!!"

Ein bittres Lachen erfüllt den Raum.
"ach..." sagt sie "...was ist denn das alles schon..dagegen."
Sie zeigt die Wunden an ihren Armen.
"aber die Wunden in mir..." sie klopft auf ihre Brust "...die sieht man nicht."

Schweigen.

Die Eingetretene senkte den Kopf. Sie schritt wieder auf die Türe zu, und schloss sie leise.
Gegenüber der Türe war ein Spiegel.
Das Licht am Gang war dämmrig. Etwas funkelte am Boden, erkannte sie im Spiegelbild.
Sie kam näher, und sah einen blitzblauen Stern, liegend, am dunken Flur.
Sie hob ihn auf, und reichte ihn durch den Schlitz der Tür durch, wo sie als Erstes eingetreten war.
Sie seufzte.
Man sollte wissen, wieviele Sterne man möchte, dachte sie.
Und sie schüttelte leicht den Kopf.











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Nutzer: Die_Feder
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geschrieben am: 26.02.2004    um 21:28 Uhr   
Diese beiden Texte sprechen mich persönlich sehr stark an und das Bild des Sterns gefällt mir außerordentlich gut. Wenn es mehr davon gibt, würde ich mich sehr freue das zu lesen.

Liebe Grüße, die Feder.
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Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 26.02.2004    um 21:34 Uhr   
liebe Feder.

es sind keine erfundenen Geschichten (bis auf ein paar Details) ..vielleicht spricht es dich deshalb an?
Soll ich extra für dich weiter in meiner Phantasiekiste kramen ?(zwinker)
Und wer denkt, das wäre jetzt ein Widerspruch, der irrt.
lächel.

kris

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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 27.02.2004    um 01:01 Uhr   

dann bin ich ja wirklich gespannt auf die nächstenn zimmer :-) endet das ganze nun im swimming pool oder am heimeligen strand ? 'grübeltz
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Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 28.02.2004    um 01:10 Uhr   
aufgewacht.
der Flur langgestreckt im Dunkeln.
Schritt, Schritt, Schritt...
Im Türbalken sitzt eine kleine Katze.
Hinuntergebeugt, beim Namen gerufen, aufgehoben.
"wo ist denn deine Schwester?"...schnurr.
"Komm mit, ich bring dich zurück, wo du hingehörst."
aufgehoben und mitgenommen.

Die Tür steht weit offen.
Das Licht scheint dämmrig aus den Röhren unter den Holzregalen. Man hörte das Summen des Kühlschranks.
Die Katze darf auf dem Regal Platz nehmen.
"Ach, ich hab Hunger...möchtest du auch etwas?"... schnurr.
Kühlschrank auf. Nicht viel drinnen.
"Ein paar Liter Milch, eine Flasche Sekt - puh, wo ist die Pizza?!"...miau!
"gut, wir machen eine."
Backrohr ein.
Fertigteig ausgerollt, Tomaten drauf, Speck, Käse, Artischocken, unbedingt..fauch..."nein, die müssen drauf".
Hinein damit. Parmesan.

Auf den Küchentisch gesetzt. Sich gegenübergesessen.
Angesehen.
Mit der Pfote angestupst. Schnurr.
"du hast schon Hunger...
Noch beim Arbeiten?"
Miau.
"Auweh...naja, dann machen wir es uns halt gemütlich."
Gelächelt. Geschnurrt.
Geschwiegen.
"Du brauchst gar nicht denken, dass du heute im Bett schlafen darfst."
miau.
Auf den Schoss genommen.
ins Ohr geflüstert: " Wenn du einschläfst, bleibt mir mehr Pizza."
ins Ohr gesungen.
reine Taktik...








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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 28.02.2004    um 01:41 Uhr   

stopft dem hungrigen vieh ohropax in die ohren :-)
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Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 28.02.2004    um 21:28 Uhr   

das iss nicht nötig, weil ich doch so schön singen kann.
;-)

kris
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"Autor"  
Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 28.02.2004    um 22:29 Uhr   
Die Nacht war stürmisch..ein Wind heulte an allen Ecken..
aufgeschreckt.
Pizza im Hals stecken geblieben.
Cindy in ihr Körbchen unter die Küche gelegt.
Einen Schrei gehört, den Schrei einer Frau, durch Mark und Bein.

Die schwarzen Hunde aus ihrem Zimmer beginnen zu knurren.
"still" gesagt.
Hinausgeeilt.

Eine Menschenmenge vor jemandem, der mit zornerfülltem Gesicht die Hand gegen eine Frau erhebt, und zuschlägt.
Eine junge mädchenhafte Frau, einer Fee gleich, in die Knie sinkend, das Gesicht in ihre Händen vergrabend, soviel noch.
Er, zurücktretend, benommen, soviel noch.
Etwas entfernt eine Frau mit verhärmtem Gesicht, nicht glücklich, sehnsüchtig, nach einem Traum, der in dem Moment zu Ende ging...oder war es schon früher passiert?
Die Frau versucht nach den Stäben zu greifen, doch es ist ein Griff ins Leere. Das Licht spiegelt zierliche Streifen an die Neonwand, doch sie sind eine Täuschung.
Sie greift nach den Stäben, um ihn zu befreien, doch sie greift ins Leere, und fällt. Sie schreit auf.
Das junge Mädchen, einer Fee gleich, rafft sich auf, und läuft zur Tür hinaus. Man hat sie nicht mehr gesehen.

Die Frau im langen Schwarzen hat die Situation beobachtet.
Sie ist sehr betroffen.
Die Menschenmenge löst sich langsam auf.
Sie geht zögernd auf ihn zu, und sieht ihn an.
Ihre Stimme ist sehr zittrig.
Er bleibt stumm, und nickt vielleicht sogar leicht.
Dann beugt er sich zu ihr, und flüstert ihr etwas ins Ohr.
Ein, zwei Sätze.
Ihr versagt beinahe die Kraft in ihren Beinen.
Sie lehnt ihr Gesicht sanft in seinen Arm, und die Tränen rinnen ihr herunter, wahrscheinlich war es die ganze Nacht lang.
Wahrscheinlich stand er mit ihr, und konnte es genau spüren.
Aber so genau weiss man es nicht.

Am Morgen schien die Sonne zum Fenster herein, in ihr Bett, indem sie allein aufwachte. Er hatte sich dafür entschieden, ohne sie zu bleiben.

Sie nahm vieles ihrer Dinge mit.
Als sie hinausging, und den Flur betrat, war die Türe zum neonfarbenen Zimmer offen. Die Frau schlief.
Sie legte eine leuchtendgelbe Rose aufs Fensterbrett, darunter ein Zettel, auf dem stand: " Man muss noch Chaos in sich tragen, um einen Stern gebären zu können."

Als sie hinaustrat, schien die Sonne.
Der Weg brachte sie zu einem Horizont, wo sie vielleicht nur noch als Pünktchen zu erkennen wäre.
Und er wieder besser atmen konnte.

Denn der Raum, den wir zum Atmen brauchen, ist jeweils unterschiedlich gross.

Eine Fledermaus flog in sein Zimmer, und die staunte nicht schlecht - er war sehr liebevoll zu ihr, ganz, wie er es in sich spürte, ganz, wie sie es sich ersehnt hatte.


Das ist mein letzter text.











Geändert am 28.02.2004 um 22:35 Uhr von diekristallfrau
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 29.02.2004    um 20:10 Uhr   
Diese Texte haben mich sehr angesprochen, vor allem mag ich deine art zu schreiben sehr. der letzte text gefällt mir nicht so, aber ich liebe dieses Zitat...
Nekir
Unternehmt Gesten sinnloser Schönheit und spontaner Freundlichkeit!
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Nutzer: diekristallfrau
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geschrieben am: 29.02.2004    um 21:55 Uhr   
liebe(r?) nekir

Das Zitat ist von Friedrich Nietzsche, und gefällt mir auch sehr gut. Es gibt noch viele andere Sprüche von ihm, die mir noch besser gefallen.

Dieser Beitrag hat - nach meinem Gefühl - in der gestrigen Geschichte sein Ende gefunden.

wir treffen uns an anderen Stelle wieder, mit selbem Nick. ;-)

kris

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