| "Autor" |
Du wolltest mich haben |
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geschrieben am: 12.03.2004 um 21:32 Uhr
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Du wolltest mich haben
Mutter sagt:
"Wir sollten wieder miteinander reden."
Aber es ist Krieg
zwischen uns, Vater.
Wieder mal
dieser ziemlich alltägliche Krieg.
Und deswegen können wir nicht miteinander reden.
Deine Sätze sind die
üblichen Sprengsätze.
Eigentlich nichts besonderes:
"Tu, was ich sage. Sofort!"
"Widersprich mir nicht!"
Und so weiter.
Deine Sätze schlagen ein
in mich, schreien
nach meinen Gegensätzen.
Provozieren sie.
Und auch ich fahr' dann
meine Wörterflak schon auf.
Deine steht ja schon.
Beide haben wir Stacheldraht
auf den Lippen
und im Mund.
Und du schießt auf mich.
Und ich schieß auf dich.
Wir haben uns längst
aufeinander eingeschossen.
Fronten überall
zwischen uns,
denn du willst
das Sagen haben, Vater.
Unbedingt und allein.
Aber du hast das
Zuhören, Verstehen, Nachdenken und Sprechen
nicht gelernt.
Nie. Wirklich nicht.
Vielleicht auch nicht lernen können.
Und willst trotzdem
das Sagen haben.
Es ist krieg
zwischen uns,
und ich will keinen Krieg.
Aber sollte erst Frieden sein können,
wenn ich mundtot bin,
dann will ich auch keinen Frieden.
Wir sind füreinander nur noch
Ruinen von dem,
was wir füreinander sein könnten.
Und was wir wohl auch wirklich mal
füreinander waren,
wenn ich mich richtig erinnere.
Deine Sätze konnten
streicheln,
glaube ich.
Ich mochte sie.
Sie haben das streicheln aber
gründlich verlernt.
"Du wolltest mich haben"
sagt Mutter.
Ich kann mir das
nicht mehr vorstellen.
Du klingst nie danach.
Sag doch
andere Sätze zu mir.
Sätze, die Ruhe lassen.
Platz lassen.
Die nicht alles zwischen uns
zunageln, verstellen, kaputtschlagen.
Mutter sagt:
"Wir sollten wieder miteinander reden."
Aber wahrscheinlich müstest du vohrher
viel lernen,
Vater.
Aus dem Buch Schön, dass es dich gibt (Achim Bröger)
mfg
iCh |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.03.2004 um 15:24 Uhr
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ja... bekannt... das buch sollt ich wohl auch mal lesen. oder mein vater *g*. wie auch immer. guter beitrag
Gruß
Soul |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.03.2004 um 17:44 Uhr
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Das ist hart... hart und leider doch real.. viel zu oft.
Liebe Grüße Robin |
Alles, was ich will, ist alles.
Alles, was ich geb, ist alles.
denn ich seh ein ziel vor mir, alles würd ich tun dafür
einfach alles, alles trau ich mir zu -
denn alles und noch mehr bist du
alles, was ich brauch, ist alles
alles geb ich auf, für alles
alles hat auf einmal sinn,
denn alles führt mich zu dir hin
einfach alles, einfach alles trau ich mir zu
denn alles auf der welt
bist du. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.03.2004 um 19:22 Uhr
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oder auch beide? *schmunzel*
in dem buch sind lauter kurzgeschichten drinnen. psychologische dinge, um den teenagern zu zeigen, dass sie nicht allein sind. (so kams bei mir rüber, gefruchtet hat es wohl eher nicht)
und das sind schritte, es irreal werden zu lassen gen yazi
ebenfalls schöne grüße und einen wunderschönen abend noch ;)
P.S.: ICh hab die neue slime-dvd *träller* |
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