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geschrieben am: 23.06.2004 um 00:40 Uhr
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Nach dem duschen, beim anziehen, fiel sein Blick auf den Wecker im Schlafzimmer, es war mittlerweile schon fast 4 Uhr. Kurz nach 5 würde die Sonne aufgehen, so wie immer in den letzten Tagen und heute wollte er mal wieder den Sonnenaufgang genießen, aber nicht nur von der Wohnung aus. Er schlich durch das Treppenhaus, denn die Nachbarn waren alle noch am schlafen. Als er die Haustür hinter sich zufallen hörte, genoss er die Stille für einen kleinen Moment. Kaum ein Auto war um diese Zeit unterwegs, kein Motorenlärm drang an seine Ohren. Als er die Strasse überquerte und zu seinem Auto ging überkam ihn ein leichtes Frösteln, für diese Jahreszeit war es eigentlich recht kühl. Langsam und sich umschauend öffnete er die Tür des Autos, niemand war zu sehen, wer schlich auch schon um diese Zeit durch die Nacht? Er setzte sich hinters Lenkrad, legte beide Hände auf seine Oberschenkel und atmete tief durch. Sein Plan war gefasst und so startete er den Motor und ließ den Wagen langsam anrollen. Noch auf dem Parkstreifen hielt er den Wagen wieder an und kramte im Seitenfach nach einer bestimmten CD. Als die CD endlich gefunden war und sich schon im CD-Player drehte fuhr er endlich los. Erst fuhr er langsam durch die Stadt, doch sein Ziel war klar. Er wollte auf die Autobahn auf der um diese Zeit absolut nichts los war. Nach kurzer Zeit erreichte er die Autobahnauffahrt und hatte die Wahl zwischen den beiden Richtungen, er nahm die zweite Auffahrt, denn er wusste genau das er dann dem Sonnenaufgang entgegen fuhr.
Er fuhr mit normaler Geschwindigkeit ohne bestimmtes Ziel, das einzige was er sehen wollte war der Sonnenaufgang, dabei diese bestimmte Musik hören die melodisch aber dennoch hart aus den Boxen erklang. Bei einigen Liedern summe er mit, bei anderen sang er lauthals und wegen der Lautstärke schrie er schon gegen das dröhnen aus den Boxen an. Lage Zeit fuhr er einfach so über die Autobahn, kaum ein Auto begegnete ihm und langsam wurde er immer schneller. Die Uhr ging immer mehr gegen 5 Uhr und so langsam sah er auch schon den immer größer werdenden Fleck am Horizont.
Die Sonne schob sich so langsam hinter den Bäumen auf einem kleinen Berg hervor, zumindest sah der Berg aus der Entfernung ziemlich klein aus. Ein Lächeln glitt über seine Lippen, das war es was er sehen wollte. Einige Zeit fuhr er noch der Sonne entgegen, doch nun war es langsam Zeit umzukehren. Er zweifelte an seinem Entschluss, doch er fuhr einfach weiter, heute würde er nicht umkehren, es gab kein zurück mehr. Dan erklang sein Lieblingslied aus den Lautsprechern, eine melodische Melodie mit einem traurigen Text. Er ging völlig in der Musik auf und in der Situation nahm ihn dieses Lied einfach mit. Langsam bahnten sich Tränen den Weg über seine Wangen, doch er ließ sich nicht aufhalten. Mit verschwommenem Blick sah er sich noch mal um, wischte sich leicht die Tränen aus den Augen damit er im Rückspiegel etwas erkennen konnte. Er hätte es aber auch lassen können, denn weder vor noch hinter ihm war kein anderes Fahrzeug unterwegs. Die wenigen die er getroffen hatte hat er schnell hinter sich gelassen. Das Lied neigte sich dem Ende zu und noch mal überkamen ihn die Tränen. Er strengte sich an und fixierte einen Punkt. Völlig verschwommen von neuen Tränen fixierte er weiterhin den Punkt und steuerte direkt darauf zu. Er schloss die Augen und mit den letzten Klängen des Liedes hätte man den Aufprall an dem Brückenpfeiler hören können, wenn jemand da gewesen wäre.
Langsam kam er wieder zu sich. Schweißnass schlug er die Auen auf und wischte sich erst mal mit dem Ärmel des T-Shirts übers Gesicht. Plötzlich wurde ihm bewusst, wo er sich befand, verwirrt schaute er sich um. Er hatte keine Schmerzen, noch nicht...
Als sein Gehirn langsam in Gang kam, bemerkte er, das er wieder nur kurz eingenickt ist, er befand sich in seinem Bett und war hochgeschreckt durch den schrecklichen Traum. Die Erinnerung an den Traum war so real. Langsam begriff er, dass er alles nur geträumt hatte. Seine Gedanken sortierten sich nur langsam und obwohl er wusste das es nur ein Traum war, kontrollierte er seine Arme und Beine und seine Brust. Alles war in Ordnung, das war nur ein Traum, er atmete auf. Er blickte auf den Wecker neben seinem Bet und sah das es nur ein paar Minuten waren die er eingenickt war. Der Wecker zeigte 3.14 Uhr. Seine Gedanken drehten sich sofort wieder um sie und um sein Leben, plötzlich keimte die Angst in ihm auf. Die vor seinen eigenen Gedanken...
Er dachte, warum war das nur ein Traum?.......
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