| "Autor" |
entfernte Nähe |
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geschrieben am: 13.07.2004 um 00:08 Uhr
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Abends sind alle Entfernungen länger.
An jeder Ampel eine Erinnerung.
An jeder Kreuzung ein
Name, den es auch anderswo gibt.
Mein Klingelschild ist eine Kopie meiner Seele,
mein Herz deine Wartehalle
und meine Gedanken
sind noch barfuss auf dem Weg zu dir.
Abends klingen alle Entfernungen anders.
Ich kann sie in die Straße rufen und auf dein Echo warten.
Nebenan biegt die Wut der Nachbarn Wände,
die ewig über die Liebe streiten,
bis dein Flüstern mit einem Klingeln nach meinem Telefon greift.
An den Drähten, die wir von Stadt zu Stadt spannen,
gleiten die Worte wie Seilbahnen hin und her.
Sie lassen unsere Sehnsucht aus- und einsteigen.
Mein Herz ist leise und wartet,
deine Uhr lauscht meinen Gefühlen.
Ein Atemzug rinnt am Glas hinab
und macht die Scheiben flüssig.
Abends fühlt sich jede Entfernung anders an.
Hier verfehlt mich jeder Kuss. Die Nachrichten lassen
mich aus. Vorm Fenster ist die Gegend schwarz.
Die Stadt kommt morgen erst wieder.
Mit dem Licht der Mondschale machst du die Nachtlandschaften begehbar,
die jede Stunde anders aussehen. Du hängst die Träume für mich an den Steckdosen fest und wenn später das Lachen der
Leuchtreklamen als Regenbogen in den Pfützen schwimmt,
ist noch alles beim alten.
Morgens werden die Entfernungen kleiner.
Die Städte nehmen andere Namen an. Die eine heißt Du,
die andere Ich. Dazwischen spannen wir Bänder, auf denen
man fahren kann. Ich finde dich in den Fahrplänen.
Die Durchsagen sprechen von dir. Ich dränge mich
zwischen die Zeiten. Ich halte die Minuten zusammen.
Die Entfernung, der wir Stunden geben oder die wir als
Kilometer in Landkarten falten, ist eine andere Art von
Nähe.
Die du mir schenkst....
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.07.2004 um 00:16 Uhr
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find ich ganz klasse !
tolle Sprache und wunderbare Bilder ! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.07.2004 um 07:33 Uhr
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frei nach einstein : alles ist relativ :-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 13:26 Uhr
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| seh ich genauso wie die kalte Sophie ! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 14:08 Uhr
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hm...
Entfernde Nähe
Abends sind alle Entfernungen länger.
An jeder Ampel eine Erinnerung. An jeder Kreuzung ein
Name, den es auch anderswo gibt. Die Ebene ist gerodet,
die Balkonklippen grau, die Flüsse zu Asphalt erstarrt.
Darüber treibt die Stadt mit Blechpuls tausend Lichter.
Mein Klingelschild ist eine Kopie, mein Zimmer eine
Wartehalle. Die Wände, die die Türen ins Echo drehen,
stehen mit dem Rücken zu mir. Im Treppenhaus reden die
Stufen vom Holz, die Klingeln von ihren Tönen. Meine
Gedanken sind noch barfuss auf den Plätzen unterwegs.
Abends klingen alle Entfernungen anders.
Ich kann sie in die Straße rufen und auf ein Echo warten.
Nebenan biegt die Wut der Nachbarn Wände, bis dein
Flüstern mit einem Klingeln nach meinem Telefon greift.
An den Drähten, die wir von Stadt zu Stadt spannen,
gleiten die Worte wie Seilbahnen hin und her. Sie lassen
diese Sehnsucht aus- und einsteigen. Dann ist das Zimmer
leise, die Uhr lauscht. Ein Atemzug rinnt am Glas hinab
und macht die Scheiben flüssig.
Abends fühlt sich jede Entfernung anders an.
Hier verfehlt mich jeder Kuss. Die Nachrichten lassen
mich aus. Vorm Fenster ist die Gegend schon schwarz.
Die Stadt kommt morgen erst wieder. Mit dem Licht der
Mondschale mache ich Nachtlandschaften begehbar, die
jede Stunde anders aussehen. Die Träume hängen in den
Steckdosen fest und was draußen grell durch die Nacht
zuckt, geht mich nichts an. Wenn später das Lachen der
Leuchtreklamen als Regenbogen in den Pfützen schwimmt,
ist noch alles beim alten.
Morgens werden die Entfernungen kleiner.
Die Städte nehmen andere Namen an. Die eine heißt Du,
die andere Ich. Dazwischen spannen wir Bänder, auf denen
man fahren kann. Ich finde dich in den Fahrplänen.
Die Durchsagen sprechen von dir. Ich dränge mich
zwischen die Zeiten. Ich halte die Minuten zusammen.
Die Entfernung, der wir Stunden geben oder die wir als
Kilometer in Landkarten falten, ist eine andere Art von
Entfernung
Holger Müller © 12/2003
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 18:48 Uhr
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na copy`? scheinst ja ein lohnendes opfer gefuden zu haben... ich bin zwar kein mod, aber ich schreibe selber und ich glaube nicht das das den autoren freuen würde wenn er sein eigenes gedicht unter nem anderen namen findet also... Sveya. bitte doch mit autoren angabe...
Gruß
Soul |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 18:48 Uhr
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*argh* <--- löschen!!! ---> Geändert am 03.09.2004 um 18:48 Uhr von _Soul_ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.09.2004 um 19:02 Uhr
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Aber erst mal hy Soul, den ich auch mal lesen will.
Blödsinn .. das Wort OPFER
Aber wem das Gedicht gefällt, der soll auch wissen was der Original Autor weiter so auf Lager hat, wenn er seinen Namen kennt, damit er ihn auch findet im tiiiiiiiiiefen Net.
Geändert am 03.09.2004 um 19:04 Uhr von COPYCOPY |
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