| "Autor" |
kriminalroman |
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geschrieben am: 25.07.2004 um 17:56 Uhr
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hey ihr! ich weiß zwar nicht ob sowas in ein Forum gehört, tues allerdings trotzdem. ich arbeite gerade an einem Krimi( Beethovens Monscheinsonate) und brauche ein bisschen Kritik. Hier ist der Anfang des ersten Kapitels:
Eins
Eine starke Böe ging durch die Straßen. Obwohl es schon Mitte Juli war, zeigte sich das Wetter nicht gerade in sommerlichen Verhältnissen. Die Temperaturen fielen meist niedrig aus, es regnete oder der Himmel blieb einfach nur grau und wolkenbedeckt. An einigen, seltnen Tagen kletterte das Thermometer etwas über zwanzig Grad. Diese kamen aber auch so unvermittelt, dass man sie gar nicht richtig genießen konnte. Deswegen waren die meisten Leute verreist und auf Londons Straßen sah man nur selten jemanden. Fast alle Geschäfte hatten geschlossen, da die ganze Kundschaft sich im Urlaub befand; und hinter den Schaufenstern der Boutiquen blieben unberührt die Puppen mit der diesjährigen freizügigen Sommermode zurück.
Auch der allmorgendliche Verkehr hatte sich beinahe aufgelöst. Hier und da fuhr vielleicht noch ein Pkw die Straße entlang und parkte einige Zeit später in einer der
Häuserauffahrten im Wohnviertel. Nur ein roter VW-Golf durchquerte etwas schnell die Oxford-Street. Der Fahrer hatte es ziemlich eilig in das Londoner Zentrum zu gelangen, dort
wo die meisten Läden zu finden waren. Hastig bog er um die nächste Ecke und streifte dabei fast die Bordsteinkante. Er musste sich beeilen. Sein Vorhaben musste beendet sein, ehe der Morgenverkehr richtig in Gang kam, die Geschäfte und Boutiquen öffneten und die Leute auf den Straßen von einem Einkauf zum nächsten eilten. Auch wenn die meisten nun auf irgendeiner Südseeinsel in der Sonne lagen, waren noch genug in London geblieben, die ihn hätten sehen können.
Er trat fester auf das Gaspedal und wurde mit jeder Minute, die verstrich, Zusehens nervöser. Hoffentlich kam ihm niemand in die Quere. Er wollte unnötige Zwischenfälle vermeiden und versuchen, unschuldigen Menschen nichts antun zu müssen. Er war eigentlich sehr umgänglich und hatte sich vorgenommen ein ehrliches, vorbildliches Leben zu führen. Doch diesen Vorsatz hatte er heute Nacht mit Füßen getreten. Auf der Rückbank lag ein alter blauer Plastikbeutel, in dem etwas eingewickelt zu seien schien. Er war unsauber mit einigen Zwirnfäden zusammen gebunden worden und nur am oberen Ende war ein Stück offen. Hätte sich jemand direkt darüber gebeugt, hätte er in die weitaufgerissenen, jadegrünen Augen von Meagans Lore geblickt.
Ihre kurzen, roten Haare hingen ihr in das entsetzte Gesicht und der dunkle Lippenstift war verschmiert. Sie war selbst daran Schuld , dass sich an ihrem Hinterkopf nun eine klaffende Wunde befand. Hätte sie ihn etwas besser behandelt, wäre sie wahrscheinlich noch am Leben.
Aber ihr Hochmut und ihr so hochgeschätztes Mundwerk hatten ihr Schicksal besiegelt. Er konnte demgegenüber, dass er heute Nacht in ihrer Wohnung getan hatte, keine Reue verspüren. Im Gegenteil. Irgendwie konnte er an seiner Tat sogar Gefallen finden. Auch ein schlechtes Gewissen hatte er nicht. Mit Magens Ableben hatte er bestimmt nicht nur sich Genugtuung verschafft. Es gab doch allein in London schon genug Leute, die sie abgrundtief hassten. Ihr loses Mundwerk würde nun nie wieder irgendjemanden angiften.
Ein Gefühl des Stolzes kam langsam in ihm hoch. Hatte er die Welt doch von einer raffgierigen Person befreit. Einen Menschen umzubringen, war anscheinend doch nicht so belastend, wie er zuerst gedacht hatte. Aber Meagan hatte es nicht besser verdient. Diese giftige Schlange. Sein Handeln war doch zu rechtfertigen. Ihm wären vor Gericht genug gute Gründe eingefallen. Und wie er so darüber nachdachte, vielen ihm immer mehr ein, die ihm zu dem Mord an Meagan getrieben hatten. Auch als er den Motor drosselte und den Wagen vor einer der hiesigen Boutiquen zum Stillstand kam. Er stieg aus und schaute sich das Geschäft an. Eigentlich wollte er solche Häuser meiden. Er ging viel lieber in einen dieser Billigläden.
Geändert am 25.07.2004 um 17:59 Uhr von Divine_Angel |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.07.2004 um 01:21 Uhr
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die sonate ist etwas ernster gehandhabt ;-) warum bekam der fahrer des roten golfs keinen strafzettel ? |
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