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"Autor"

~Treue~

Nutzer: _DarkRenor_
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Anzahl Nachrichten: 225

geschrieben am: 14.08.2004    um 16:35 Uhr   


Ein Ritter stand, fern seiner Heimat,
an der Burg des Feindes Wacht.
Lang die Stunden seiner Lauer,
schwer sein Herz - Sehnsucht entfacht.

Sein Herz wollt' heim zu der Geliebten,
jung sie war und wunderschön,
auch fröhlich frisch war ihr Gemüt.
"Ob Treue sie auch nicht verpönt?"

Er nahm das Halstuch seiner Liebsten,
welches sie als Pfand ihm gab,
drückt es an sich, fragt es stumm:
"Wie ist's mit ihrer Treue, sag?"

Dreh dich um und sie wird wandern,
von der einen Hand zur anderen!
Sie wird nie dein Eigen sein,
nie besitzt du sie allein!
Kaum bist du dem Blick entschwunden,
hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
und du nie sicher sein!

Der Wind entriss das Tuch den Fingern,
trieb es weit und hoch empor,
bis es langsam sank herab,
und er es aus dem Blick verlor.

Doch fanden's Elstern - frech und diebisch -
und sie stritten um den Pfand und keine merkte
im Gefecht wie das Tuch dem Griff entwandt.

Er sah das Halstuch seiner Liebsten,
wie's erneut sank tief herab
wie's seidig, sacht und sanft
auf dem Wasser eines Flusses lag.

Dreh dich um und sie wird wandern,
von der einen Hand zur anderen!
Sie wird nie dein Eigen sein,
nie besitzt du sie allein!
Kaum bist du dem Blick entschwunden,
hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
und du nie sicher sein!

"Erst spielt der Wind mir böse Spiele,
dann streiten Vögel sich darum,
dann reißt der Fluss es mit sich fort...!
Ist das ihre Antwort, ihre Treue?!
Ein Tuch als Pfand wohl nicht viel wert..."

Dreh dich um und sie wird wandern,
von der einen Hand zur anderen!
Sie wird nie dein Eigen sein,
nie besitzt du sie allein!
Kaum bist du dem Blick entschwunden,
hat sie schon Ersatz gefunden!
Sie wird nie alleine, niemals treu
und du nie sicher sein!


[Soviel Warheit in einem Lied...]

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Nutzer: Prinzessin_Lind
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geschrieben am: 15.08.2004    um 17:03 Uhr   
Ein schöner Text, doch finde ich, dass diese Ansicht zu sehr eingeschränkt wird. Vertrauen heißt natürlich, dass man es ausnutzen kann und dabei ist Untreue z.B eine Folge. Jedoch denke ich, das Vertrauen auch erwidert werden kann und ein Versprechen der Treue eingehalten werden kann, wobei die Entfernung zwischen den beiden Personen keinerlei Rolle spielt. Wahr ist, dass es für nichts eine Sicherheit, außer für den Tod gibt, aber man sollte trotzdem nicht durch Kontrolle und Misstrauen solch eine Beziehung einengen, gefährden.
Sodele, lasst Taten sprechen nicht nur Worte, dann erkennt ihr besser woran ihr seid.
Gruß,
Prinzesschen...._anima_
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Nutzer: Mendea
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Anzahl Nachrichten: 61

geschrieben am: 15.08.2004    um 20:14 Uhr   
Nun, schandmaul hat in vielen Lieder viel Wahrheit. Das Lied finde ich genail. Es ist lustig und gut gemacht. Aber es läßt sich bestimmt nicht auf alle Frauen übertragen und einige Männer gehören dann wohl auch dazu.
Nimm doch lieber "Dein Anblick" von Schandmaul... das wäre das passende Gegenstück. Kopf hoch, Treue existiert, hat sich nur gut versteckt!
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Nutzer: Questia_Sengir
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geschrieben am: 16.08.2004    um 20:50 Uhr   
Ich stimm dir da voll und ganz zu Lind...Man sollte sich nicht durch zu viel Misstrauen alles kaputt machen. Sicherlich wird es immer Menschen geben auf die sowas zutrifft, umso glücklicher kann man sein wenn man das Gegenteil erfährt.

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