Auf den Beitrag: (ID: 38343) sind "5" Antworten eingegangen (Gelesen: 657 Mal).
"Autor"

Chaos.Schmerzen.Hass

Nutzer: DunkleAengste
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 28.08.2004
Anzahl Nachrichten: 7

geschrieben am: 28.08.2004    um 01:32 Uhr   
Schmerzens Grab

Kind du bist gestorben, zerfressen von dem Ungeziefer. Allein gelassen an der Statue deines Grabes- Gestorben, Vereinsamt.
Der Kindeskörper zieht sich zusammen, krümt sich. Allein, liegt es in dem kleinen Bettchen. Unten stehen Sie, groß, aufgeregt, beleidigt.
Ahnung über das Geschehen, alles vergessen, gar das Kinde im Bettchen.
Der Atemweg, die Lungen ziehen sich zusammen. Ein Schluchzen rinnt aus der trockenen Kehle. Wimmernde Geräusche gelangen hinaus. Sie, Sie stehen dort. Gezückt ein Lächeln auf den trockenen, sprödenen Lippen. Ein Lachen erklingt, laut und überstürmt.
Doch das Kind, der Körper, er verewigt sich in den himmlischen Gefielden. Die Seele, schon lange geflohen und zerstückelt, schaut hinab umkreist ein letztes mal lieblich den Körper.
Stunden später, aufgeschreckt stehen Sie dort, an dem kleinen Bettchen. Ein Schreihen erfüllt die Nacht, kläglich und verletzt.
Doch Sie haben es gewusst, lange, zu lange.
Lautes Hupen, Sierenen erklingen zur späten Stunde.
Die Seele schon längst befreit vom weltlichen Schmerz.
Polltern, schneller immer schneller. 'Holt sie zurück, zurück zu Mir'.
Die Seele gekettet an die Wärme, kein zurück mehr, kein schmerz mehr. Wärme, Liebe alles haust hier.
Das Kind aus dem Bette gehoben, der kleine Körper schlaff in den Armen hängend, die Lider zur hälfte gesunken.
Melodien, Gesänge, Lichter all dies schleicht sich um die wohlige kleine Seele, denn es durfte zurück.
Gerüttelt, geschüttelt, mit Wasser beschütet. Schreihe, aus schuld und trauer, erfüllen die kleinen Räume.
Hier, hier darf sie bleiben. Ewigkeiten, für immer. Geborgen liegt es in den Armen, das dunkle, gelockte Haar sachte das Gesicht umschmeichelnd.
Holz, gebettet mich weichen samtigen Tüchern, mit Mustern verziert. Der kleine Körper hineingelegt, ein weißes Hemdchen tragend. Die rote Schleife in dem Haar, dunkelheit umgibt das braune Augenpaar.
Zu lange hatte es gedauert, die Kindes Seele entkräftet. Unerschöpfte Energie der Seele schenkend aus den lieblichen Armen, der geliebten Figur.


(Geht noch weiter)
Beitrag wurde von Merlion am 28.08.2004 um 02:01 Uhr aus dem Forum RollenSpiele verschoben.
  Top
"Autor"  
Nutzer: DunkleAengste
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 28.08.2004
Anzahl Nachrichten: 7

geschrieben am: 28.08.2004    um 01:33 Uhr   
Ein Meer aus Blumen umkreist die hölzerne Kiste, dunkel alles dunkel. Das Haus der geliebten Figur, gehüllt in Schwärze und Kälte. Bänke, all Sie sitzen dort. Gehüllt in Schwärze.
Doch die Seele, keinen Gedanken musste Sie mehr verschwenden, doch die Erinnerung geprägt in die tiefen Wunden, doch nur Narben, klein, gänzlich zierlich wurden hinterlassen.
Nicht einmal berührend, verletztend und hassend gerichtet die Worte an jene. Die Augenlider senken sich, die Nässe steigt empor, eine Träne. Eine rollt über die fette Wange, doch kalt der Blick aus dem eisigen Augenpaar.
Wärme, geliebte Wärme. Endlich wurde auch die kleine, verlohrene Seele erfüllt, gewünscht hatte es sich ewig- denn keine Seele kann ohne, ohne Sie.
Der Sarg polttert, langsam in das dunkle Loch hinab lassend. Eine Hand ergreift die Schaufel, ein wenig Erde hinab geschüttet auf den kleinen Sarg. Klägliche, schluchzende Laute erfüllen den regnerischen Tag.
Die unbekümmerte Seele, schnell von dem täglichen, schmerzenden Leben gelöst. Die Freiheit, da ist sie.
'Es war doch noch so jung.' Entschuldigungen? Sorgen? Schuld Gefühle? Überschwemmt werden sie von den tiefen Gefühlen, die gar jeder in sich tragen mag.
Kleine Flügel scheinen der Seele gewachsen, denn es konnte sich trennen von dem Körper. War es der Wunsch, der in ihm hauste? War es der Wunsch kaum von der Welt zu erfahren? Wollte es nichts sehen? Nicht mehr kennen lernen, die grausame Kälte kennen lernen?
Die aufgehäufte Erde, aufgeschüttet auf dem kleinen Holz Sarg. Rosen, weiß für den Frieden wollte man darauf sehen, doch sie waren schwarz. Gefärbt, alles in die Dunkelheit gepauscht. Nicht einmal ein Spruch: 'Ruhe dort, meine Kleine.' Nichts nur die dunklen Blüten, stehend für die Eifersucht der Erlösung.
Doch ja das Kind hatte sich dieses Leben gewünscht, es wollte mehr sehen, die Welt entdecken und erforschen. Das dunkle Augenpaar schrieh nach liebe, die es täglich gab. Doch zurück kam nichts, Leere und Missverständnisse.
Die Schuhsohle verewigt sich in dem matschigen Boden. Der Regen, leise prasselnd, legt sich auf dem Blüten Meer nieder. Ja allein zurück gelassen, Sie kamen hier her nicht mehr zurück, schauten nicht auf die graue Engelstatue die dort über dem Sarge zurück gelassen wurde.
Keine Träne, außer die, die eine wurde vergossen.
Doch es wurde getrauert, es regnete Tage und Nächte durch.
Doch als die Seele aufblüht in den himmlischen Gefielden, bricht die Sonne durch den grauen Schleiher hindurch. Die Sonne, die ersten hellen Lichtstrahlen benetzen die schwarzen Blüten, mit Energie und freude.
Doch Sie, Sie lebten normal weiter, erleichtert durch das tödliche Ereigniss dieses geliebten Kindes.
Unberührt können sie an dem Grab vorbei gehen, an dem Grab wo der kleine zerfressene Körper liegt, das sich gewunden hatte vor Schmerz, denn die kleine Seele wurde von Ihnen zerstückelt vor Hass.

So ruht sie, die kleine Seele in ihrem eigenen Glück. Irgendwann darf Sie die Welt sehen, mit Liebe, Hass und Trauer.
Denn Sie muss es noch sehen, sie will es noch sehen.
Nichts will die kleine vernarbte Seele auslassen, wegen jenem Hass.


Das Schmerzens Grab, eins ist es für Sie vergessen, doch die Kleine Seele hält die Schätze verborgen in sich selbst.


Dunkle.Aengste
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 28.08.2004    um 22:15 Uhr   

es war wohl nicht des kindes schicksal, mehr zu erleben. und damit eventuell auch gar nicht dessen seele ureigenstes ansinnen.

was mit dem leblosen, entseelten körper geschieht, ist immer wieder ein entsetzlicher gedanke. doch sehen wir es so : glauben wir, daß es weiter geht, - dann ist wie oben ausgeführt die seele wieder frei. und glauben wir das nicht, - dann ist es kalt zu ende gedacht auch egal und nur die zwischenstufe der wiedereinspeisung von rohstoffen in den natürlichen kreislauf.

  Top
"Autor"  
Nutzer: DunkleAengste
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 28.08.2004
Anzahl Nachrichten: 7

geschrieben am: 28.08.2004    um 23:07 Uhr   
Du hast es genau auf den Punkt gebracht und ich aknn dir nur Recht geben.

Dunkle Aengste
  Top
"Autor"  
Nutzer: DunkleAengste
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 28.08.2004
Anzahl Nachrichten: 7

geschrieben am: 28.11.2004    um 15:54 Uhr   
Eines Tages...

Werde ich dich überleben!

Eines Tages...

Wirst du Leben können.

Eines Tages...

Werde ich dich sehen.

Eines Tages...

Werde ich mit dir sprechen.

Eines Tages...

Werde ich dich tragen.

Eines Tages...

Lege ich dich in deinen Sarg.

Eines Tages...

Werde ich um dich trauern können.

Eines Tages...

Werde ich lächeln, wenn ich an deinem Grabe stehe.



Stunden vergehen, ich warte vergebens auf dich. Dunkle Schatten legen sich schon unter meinen Augen nieder, ich warte... ich warte...
Ich setze mich besser, meine Beine sind müde und schwer, sie schmerzen.
Der grell erleuchtete Flur riecht nach typischen Arznein und nach Krankenhaus.
Ein röcheln, dann ein Schreien.
Meine Lider heben sich, was ich habe etwa geschlafen?

Tag deiner Ankunft, Tag deiner Geburt.

Du bist mein Kind, mein geliebtes Geschöpf. Ich trage dich in meinen Armen. Du regst dich nicht, du lebst einfach nicht. Dein Herz hat zu schlagen aufgehört in den ersten Stunden deines Lebens.
Hatte ich mir erhofft dich nicht zu überleben. Ich wollte das DU an meinen Grabe stehst!

Zu spät. es sind nun drei Jahre vergangen. Drei endlose, ungültige Jahre.
Mein Haar ergraut, Falten bilden sich auf meiner dunklen Haut.
Das Alter macht mir zuschaffen.

Mein Leben hat nichts mehr, das es lebenswert machen könnte.
Ich Lebe daher, wie ein Träumer. Ich gehe zur Arbeit, führe alles aus was mir aufgetragen wird.
Ich mag nicht mehr denken, will nur noch schlafen.

Müde, so müde...

Ich werde mich nieder legen. Es wird mein letzter Tag sein, so wurde es mir gesagt.
Es ist endlich soweit, ich darf gehen, endlich Heim gehen.

Meine Arme weiten sich, nehmen dich kleine Seele in empfang.
'Danke, danke das du da bist, danke das du Lebst!'

Jegliche Trauer, Angst und die Müdigkeit ist aus dem Körper geschwunden.
Die Lider werden anstandlos herunter geschoben.

Ich wollte mit dir Leben, ich wollte dich nicht gehen sehen.
Hab mir gewünscht du kehrst zurück, doch statt dessen kehre ich zurück, zurück zu dir.
Du hast meine Geschichte, mein Leben gesehen.
Ich sehe es an deinen Augen, ich sehe es an dir.

Lass uns zusammen einen Stück des Weges gehen...

Eines Tages...

Werden WIR wieder zusammen sein, für eine Ewigkeit.

Dunkle.Aengste
  Top
"Autor"  
Nutzer: starchaser
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 4935

geschrieben am: 28.11.2004    um 18:37 Uhr   

und bis dahin, ist es bitter nötig, in der nötigen manier abschied zu nehmen. *smile
  Top