| "Autor" |
Der Totentanz |
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geschrieben am: 22.09.2004 um 18:38 Uhr
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Verloren
Vergangen
Das Blute geronnen
Es habe die Zeit
Die Spindel gesponnen
Es schweben hinauf
Die Geister der Nacht
Und folgen dem Lauf
Welcher ward vollbracht
Des Wandrers Herz
Voll Kummer und Sorg
Sie mehren den Schmerz
Und nehmen hinfort
Gezerret
Gezogen
An des Wandrers Hand
Geschickt ihm entzogen
Die Seele als Pfand
Die SeelÂ’ ihm so treu
Gefangen
Genommen
Das Leben ihm neu
In des Jenseits Bronnen
Schwebende Wesen
Grausam
Verführend
Die niemals verwesen
Und die Besten erlesen
Der arme Bursche
Nichts ahnend
Geblendet
Auf der elenden Suche
Nach Anfang und Ende
Eisige Winde
Kristalle
Zyklopen
Es dreht ihm geschwinde
Der Geiste nun droben
Erfüllet von Ham
Die stierenden Masken
Der Toten der Gram
Sie als Bürde belastend
Die klappernden Knochen
Zu tanzen beginnen
Ertönen nun laut
Ihre schaurigen Stimmen
Gestoßen
Getroffen
In der Mitte vereinigt
Die makabre Gesellschaft
Den Jüngling nun peinigt
Sie ziehÂ’n ihm das Blut
Gierig und raufend
Wallend und saufend
Aus seinem Gemüt
Geschwächt und verzehrt
Der Seele beraubt
Stürzt er dahin
Der Morgen schon graut
Die Stille zieht über
Schluchten und Tiefen
Blutiger Regen
Über die Häupter nun fließend
Tränket die Felsen
Steine
Gebeine
Und lasset zerschmelzen
Die Geister der Nacht
Unmenschliche Schreie
Kämpfe
Gefechte
Das Ende schon nahe
Entziehen die Mächte
Zu Asche zerfallen
Knochen und Schädel
Grinsend daliegend
Umgeben von Nebel
Sich krümmend und fluchend
Vor Schmerzen sich bäumend
Der Bursche nun rufend
Die Lippen wirr schäumend
Ein hölzern Gefäß
Begraben in Asche
Der Wandrer erspäht’s
Und stecktÂ’s in die Tasche
Gefangen darin
Die Seele des Jungen
Taumelnd und wankend
Zieht er dahin
Auf Ewig verdammt
Zu weilen
Zu leiden
Im Reiche der Toten
Und zu tanzen und singen
Mit den Gebeinen die Reigen |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.09.2004 um 03:22 Uhr
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bis das gefäß sich öffnet .. |
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