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geschrieben am: 12.10.2004 um 22:29 Uhr
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Ich lache leise als ich daran denke wie er so total niedlich eifersüchtig geworden ist, als er angerufen hat, ich ihm erzählt habe, dass ich gerade mein Zeug packe, weil ich diese Nacht nicht zu Hause verbringe.
Als er nachfragt wo ich denn schlafen wollte, wusste ich dass es ihm meine Antwort nicht gefallen wird, weil er doch ziemlich eifersüchtig ist.
Ich erzählte ihm aber trotzdem, dass ich bei meinem besten Kumpel, meinem Nachbar, meinem damaligen Sandkastenpartner übernachten wollte, weil ich ihn lange nicht gesehen hatte, weil er bei seinem Vater war.
Er war schlagartig leiser.
Er fragte nach „Kumpel?“ ….Stille…. „Männlich?“
Ich antworte leicht kleinlaut „Ja…schon“
Womit er mit einem nüchternen „aha…“ antwortet.
Ich merke, dass es jetzt genau richtig ist, Süßholz zu raspeln.
Ich antworte ihm „Schatz, mach dir keine Sorgen, Ich liebe dich, nur dich und mein Kumpel interessiert mich Null.“ „Wenn er dich nicht interessieren würde, würdest du doch schliesslich nicht da pennen“ entgegnete er mir.
Ich überlegte wie ich mich am geschicktesten mit ihm „streite“.
Ich antwortete „Schahaaatz, du weisst wie ich dass meine. Und ausserdem hat der eh ne Freundin!“ Als er mich fragt: „Und was meint die dazu dass ihr Freund mit nem anderen Mädel zusamm pennt?“
Das war ein Schlag.
Was dachte er von mir? Was wollte er von mir denken? Er wusste doch genau, dass es nicht stimmte!
Ich antwortete anscheinend ein bisschen zu patzig „Ich schlaf doch nicht mit ihm zusammen!?!? Ich lieg so ziemlich am komplett anderen Ende vom Zimmer auf ner Matratze und er in seinem Bett, wenn ich nich sogar auf dem Sofa bei denen im Wohnzimmer schlafe!!!“
Dann war Stille,ein wenig zu langÂ… ich wusste nicht ob ich flennen, platzen oder schreien sollte.
Er hatte anscheinend gemerkt, dass er mit der Eifersucht ein wenig übertrieben hatte.
Er wollte mich wieder auf den Teppich bringen und meinte:
„Hey?“ und ohne auf Gegenantwort zu warten sagte er „Tut mir leid…“
Wenn mir irgendwer aus einer anderen, aussenstehenden Sicht dass erzählt hätte, wäre mir das kleine „Tut mir leid“ wahrscheinlich zu wenig, nein nicht zu wenig aber irgendwie unpassend gewesen.
Aber alleine seine Stimme und dann dieser kleine verzweifelte Unterton brachten mich fast zum Weinen vor Rührung.
Ich wusste nicht direkt was ich antworten sollte, da mein Hirn wiedermal Butter war, haspelte ich angebrochene Sätze umher
„Schatz, du wirst doch wohl wissen dass, ich würde doch nie, Schahaatz verdammt, Warum glaubst du mir nicht dass, Ich liebe dich doch!“ und ähnliches.
Er wusste was ich meinte, gab mir das zu verstehen und wechselte irgendwie geschickt das Thema.
Wir unterhielten uns noch ein bisschen.
Nachdem ich sagte „Bei mir hier im Zimmer siehtŽs aus…moah…Chaos pur…ich zertret noch irgendwas…“ und er antwortete „Musst du eben aufräumen!“ und dabei leicht gelacht hatte, wusste ich, dass wieder alles in Butter(!) war.
Ich meinte daraufhin, dass er ja vorbeikommen könnte, um mir dabei zu helfen.
Und dann merkte ich, dass er mich eben wirklich verstanden hatte, er wusste dass es mir ernst war. Und was für ihn dabei typisch war:
Er stichelte wieder herum.
Er meinte „Wozu? Kannst ja deinen Kumpel rüberholen, kennst ihn ja schon seit Kindertagen und er wohnt doch auch direkt nebenan, oder hab ich da was falsch verstanden?“
„Er wohnt zwei Häuser weiter und, ja, ich kenn ihn seit Kindertagen, aber ich will mit DIR hier aufräumen…. Zufrieden?“
Er war zufrieden.
Als er mich dann abgewimmelt hatte, weil er im Badezimmer im Nassen stand, weil ihm vor lauter Telefonieren das Badewasser übergelaufen war, schaute ich auf die Uhr und bemerkte, dass ich vor einer Dreiviertelstunde bei meinem Kumpel sein wollte.
... Geändert am 12.10.2004 um 22:31 Uhr von zmiti |
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