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Vom Tod zurück ins Leben......

Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.11.2004    um 10:45 Uhr   
Ich lebte....,
ich fühlte....,
doch vor langer Zeit trennten sich zwei Wege, eine Verschmelzung brach und Liebe, tiefe Innigkeit und Zweisamkeit wichen der Einsamkeit, trieben hinfort auf dem Meer verlorener Herzen. Ich versank in einem Loch der Unendlichkeit, es wurde kalt und der Atem schwarzer Seelen lies einen Hauch an meinem Ohr vorbeischnellen, Gänsehaut und ein feiner Schauer eisiger Stille, der mir über den Rücken lief, ließ mich weiter fallen, fallen in Richtung einer unbekannten Ebene Dunkelheit. Angekommen am Punkt größter Verzweiflung gepaart mit unangenehmen Zweifelmaterpfeilen, die mein Hirn durchbohrten, Gedanken der Unzufriedenheit, die mich treiben ließen, ergriff mich Panik und mein Herz erwachte zu neuem Leben. Verbittert gegenangekämpft, so gut ich es eben konnte, war ich angekommen an meinen letzten Ziel, schien das Ende meines Herzens nah. Ich sah das Licht nicht mehr, das weit entfernt in anderen Galaxien die Wege des Glücks bestrahlt und Wärme spendet. Ich schloss meine Augen und versuchte, mir vorzustellen wie es war. Ich versuchte im Grunde meines Herzens zu graben und seilte mich hinab in die Tiefen meines fast gelähmten Körpers, atmete schwer, schweifte ab in die grenzenlose Ungewissheit meiner selbst. Ich versuchte, mich zu erinnern, an meine Gefühle damaliger Zeit, versuchte zu verstehen, fragte nach, warum ?... und ich erschrak und öffnete meine Augen wieder und stand starr, starrte in die Leere der Finsternis hinaus denn ich fühlte: Nichts! Ich war tot, gestorben an der Liebe meiner eigenen Person. Ich war tot, hingerichtet durch viele unerträglich schmerzhafte Momente, in denen Streit und Zwietracht meine Gefühle auszulöschen drohten. Ich war tot, erstochen von Eiszapfen einer Liebe, die es nicht verstanden hat. Tränen überströmten mein Gesicht, liefen in wahren Flutwellen über meine Wangen und zerschellten in Wasserfällen rasant herabfallend am Boden der Tatsachen, die ich nicht begreifen konnte, wollte. Mein Herz pochte tief in mir und doch fühlte ich mich leer, eingeschlossen in zügelloser Traurigkeit, die Ketten der Selbstaufgabe schwer an den Füßen spürend. Ich war hinfort, hatte die Welt der Fühlenden verlassen, frei von Sehnsucht und irgendwo, weit weg, wo scheinbar nie ein Mensch zuvor gewesen ist. So lebte ich als eine Person ohne Gesicht, ein Spiegelbild ohne Inhalt und stereotyp dem Alltag folgend starb ich den grausamsten aller Tode, verlassen die Hülle eines Menschen, den ich mal kannte, dem seelischen Tod nicht Herr geworden.
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.11.2004    um 10:46 Uhr   
Geboren, um hinterher zu laufen für so lange Zeit, folgte ich mir als Schatten meiner selbst, gefangen in den Erinnerungen vergangener Zeiten, die der Zukunft nicht würdig scheinen. Die Saat, die ich säte, deren Früchte ich ernten wollte, im Keim verstickt, im Meer aus Selbstmitleid ertränkt.
Tage und Wochen eingefercht in unerträglichen Momenten des Daseins verstrichen träge in unregelmäßigen Rhythmen langsam fortfahrend und ein unbekannter Mensch kreuzte diesen steinigen Weg auf kurvenreicher Strecke. Ich drehte mein Haupt dem Winde zu und vermochte nicht zu erfassen, dass die Worte dieses Menschen an mich gerichtet waren. Du, mit melodischer Stimme sprechend, ließ mich zurückkehren, mich erneut willkommen heißen im Reich des Glücks. Du, Worte und Gedanken mitteilend, die ich lange schon entbehrt hatte, gabst mir allmählich Vertrauen zurück, Vertrauen in mich und die Welt, in der ich zuvor als irgendwer gelebt hatte. Wärme durchzog die einsamen Bahnen, die Geleise des Frostes, unter einer Schneedecke tief eingefroren. Das Schwarz-Weiß des Alltäglichen bekam neue Farbe, durchflutet von Strahlen goldgelber Sonne, schwang der Pinsel des Lebens, getragen auf den Wogen der Aufmerksamkeit, beschwingt zu den Klängen leiser Musik tanzend und bemalte die grauen und trockenen Fassaden bis dato leerer Gassen. Wie ein Blitz durchbrach dein Licht meine Dunkelheit und flößte meinem tot geglaubten Geist neue Kraft ein. Du bist Wind zwischen meinen Flügeln gibst mir den Auftrieb, den ich brauchte, konnte ich die Ketten der Vergangenheit lösen und emporsteigen ans Firmament, die Kreise meines neu gewonnen Lebenswillens durchbrechend. Blind, so schien es, würdest du verstehen und schon wenige Worte brachen die Dämme meiner Traurigkeit. Das Licht am Ende des Tunnels wieder wahrnehmend schoss erhitztes Blut zurück in meine Venen. Ein erstes zaghaftes Lächeln verzauberte eine versteinerte Mimik, der Duft frischer Blumen durchzog meine Umgebung und ich lernte erneut, bewusst zu fühlen. Ich spürte, wie Gedanken an Dunkelheit wichen, Träume und Wünsche neu definiert sich ihren Weg an die Oberfläche des immerwährenden bahnten. Ich glaubte meinen Augen kaum, konnte Empfindungen wahrnehmen, von den ich glaubte, sie längst verloren zu haben. Konnten die Träume wahr werden? Und so flog ich dahin, getragen von traumwandlerischer Sicherheit, tauchte ein in den Regenbogen, sog die Farbenvielfalt in mich hinein, inhalierte all die facettenreichen Düfte der Schönheit und merkte, wie die Ruhe zurückkehrte, eine Ruhe, die mich auf meiner Reise begeleitet, einer Reise, die ebenso ins Ungewisse geht. Doch diesem Ungewissen sehe ich gelassen entgegen, denn du gibst mir die Kraft, die Zuversicht und das unglaubliche Gefühl, am Ende dieser Reise sehnsüchtig erwartet zu werden. Ich gebe mich hin und gleite hinüber. Du gabst mir den Glauben an mich selbst zurück und keine dunkle Macht der Welt vermag meinen Weg zu stoppen. Kein anderer Mensch vermag zu begreifen, was ich selbst nicht begreife und niemals werde ich verstehen, wie nur du allein meinem Leben wieder einen Sinn gegeben und mich zu einem besseren Menschen gemacht hast.
Ich lebte....
ich fühlte....

so schön wie niemals zuvor, seitdem wir uns trafen.....
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"Autor"  
Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 09.11.2004    um 21:03 Uhr   
sacht lächelnd sich den Text nochmal durchliest und nur meint Gefällt mir sehr gut, wunderschön geschrieben und so vielfältig ausgedrückt...die Entwicklung ist deutlich zu erkennen im Text...
Gruß und Glück,
_anima_ P.L.
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 09.11.2004    um 21:35 Uhr   
Danke Schön...aber das war auch eigentlich schon wieder Geschichte ...Meinte Damit eigentlich dass wenn andere das lesen wie man so im 7ten Himmel schweben könnte ...Naja vorbei ist vorbei !
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"Autor"  
Nutzer: _anima_
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geschrieben am: 10.11.2004    um 14:34 Uhr   
trotzdem schön, schön geschrieben ;)
Gruß, _anima_ P.L.
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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 10.11.2004    um 20:52 Uhr   
Wahrgewordener Traum.....!?

Frei sein,weit weg sein,wäre wunderschön.
Mit dir alleine in den Sonnenuntergang gehŽn.
Weit weg von zu Hause zu sein,
Nur du und ich,wir zwei alleinŽ.

Das wäre ein wahrgewordener Traum.
Doch real gesehen glaub ich es kaum,
Denn Träume sind zum Träumen da,
Doch manchmal werden eben auch Träume wahr.

An dem Tag wo meine Hände das 1.Mal deine berühren,
Und sich auch unsere Lippen zum 1.Mal spüren,
Würde mein Herz vor Glück in 1000 Spliteer zerspringen.
Und was würde mir dann deine Liebe noch bringen?

NICHTS!!!

Und deshalb ist es besser wenn Träume zum Träumen bleiben
denn so müssen weder du noch ich darunter leiden

Für alle die sich nichts sehnlicher wünschen als von einer bestimmten Person geliebt zu werden,aber wissen,dass das nicht gut wäre.

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Nutzer: Odras
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geschrieben am: 10.11.2004    um 21:36 Uhr   
Ein kleines Leben

Sie saß auf dem Baumstamm, der seit einiger Zeit dort lag. In seiner Rinde war noch gut das Herz mit ihren Initialen zu sehen. Damals hatte er sie für sie eingeritzt, damals als der Baum noch stand, seine Wurzeln ihm Halt gaben und versorgten, sowie die kleinen Zärtlichkeiten, Worte und Gesten und jede Aufmerksamkeit die Wurzeln und die Versorgung ihrer Liebe waren. Sie saß auf dem toten, kahlen Baumstamm. Seine Äste waren abgestorben, seine grünen Blätter waren schon lange braun gewesen und vom Wind davongetragen, genauso wie die lieben Worte und kleinen Aufmerksamkeiten, die zahlreichen Gespräche und Küsse mit der Zeit weniger wurden und die Zeit sie mit sich nahm. Sie dachte nach und suchte nach Fehlern, die sie in der Beziehung gemacht hatte, vielleicht. Aber sie fand keine. Ebensowenig wie sie einen Grund sah, warum der Baum gestorben war. Er schien immer gesund und kräftig und stark. Sie wunderte sich, sie überlegte, dachte weiter nach, stellte Fragen und suchte nach Antworten. Sie merkte nicht, wie die Zeit verging und wieder etwas mit sich nahm. Etwas von ihr. Ihre Sekunden, die Minuten und jede Stunde ihres noch so jungen Lebens. Jede Stunde, die sie hätte nutzen können um einen neuen Baum zu pflanzen, um einen neuen Menschen kennenzulernen. Jede ihrer Minuten stahl die Zeit. Das junge Mädchen merkte , dass sie mit ihrer Hilflosigkeit und Ratlosigkeit alleine war. Der Baum gab ihr keine Antwort, er war tot. Die Liebe war zu Schmerz, Wut und Angst verwandelt, aber letztendlich war auch sie einfach nur gestorben.
Wie sehr die Natur und Menschen doch miteinander verbunden schienen. Wie sehr dieser Baum doch ihr Schicksal teilte. Hier hatte alles begonnen. Und hier endetete sogar alles.
Sie wusste nicht, wie lange sie dort saß. Sie wusste nicht, wie oft sie den Weg zu diesem Baum fand und sie sich die Zeit nahm nachzudenken. Und sie wusste nicht, wie neben dem braunen, bloßen Stamm eine Knospe aus dem Boden ragte. Eine Knospe, die wuchs und ein Stiel wurde. Sie sah nicht, wie er wuchs und wie er Äste bekam. Sie bemerkte auch nicht, wie die ersten Blätter ein kleines Bäumchen aus ihm zu machen schienen. Sie merkte nur, dass etwas in ihr wuchs. Eine Sehnsucht nach dem Leben. Eine Sehsucht, die nicht stillen zu können schien. Der Schmerz wurde davongetragen, die Zeit nahm ihn mit. Und der Erdboden und der Wind, der Regen und die Sonnenstrahlen, die Zeit, nahmen sich immer ein wenig von dem toten Stamm. Aus dem abgestorbenen Holz, zog sich das kleine neue Lebewesen von Baum, die nötigen Nährstoffe und wuchs. Und ebenso wuchs in ihr der Hunger auf Neues, die Sehnsucht nach Glück, die Liebe zum Leben aus der Trauer und den Erinnerungen. Die Erinnerungen nährten die Sehnsucht, die Trauer die Freude. Der Schmerz nährte das Glück. Der Tod nährte das Leben.

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