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geschrieben am: 09.11.2004 um 10:46 Uhr
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Geboren, um hinterher zu laufen für so lange Zeit, folgte ich mir als Schatten meiner selbst, gefangen in den Erinnerungen vergangener Zeiten, die der Zukunft nicht würdig scheinen. Die Saat, die ich säte, deren Früchte ich ernten wollte, im Keim verstickt, im Meer aus Selbstmitleid ertränkt.
Tage und Wochen eingefercht in unerträglichen Momenten des Daseins verstrichen träge in unregelmäßigen Rhythmen langsam fortfahrend und ein unbekannter Mensch kreuzte diesen steinigen Weg auf kurvenreicher Strecke. Ich drehte mein Haupt dem Winde zu und vermochte nicht zu erfassen, dass die Worte dieses Menschen an mich gerichtet waren. Du, mit melodischer Stimme sprechend, ließ mich zurückkehren, mich erneut willkommen heißen im Reich des Glücks. Du, Worte und Gedanken mitteilend, die ich lange schon entbehrt hatte, gabst mir allmählich Vertrauen zurück, Vertrauen in mich und die Welt, in der ich zuvor als irgendwer gelebt hatte. Wärme durchzog die einsamen Bahnen, die Geleise des Frostes, unter einer Schneedecke tief eingefroren. Das Schwarz-Weiß des Alltäglichen bekam neue Farbe, durchflutet von Strahlen goldgelber Sonne, schwang der Pinsel des Lebens, getragen auf den Wogen der Aufmerksamkeit, beschwingt zu den Klängen leiser Musik tanzend und bemalte die grauen und trockenen Fassaden bis dato leerer Gassen. Wie ein Blitz durchbrach dein Licht meine Dunkelheit und flößte meinem tot geglaubten Geist neue Kraft ein. Du bist Wind zwischen meinen Flügeln gibst mir den Auftrieb, den ich brauchte, konnte ich die Ketten der Vergangenheit lösen und emporsteigen ans Firmament, die Kreise meines neu gewonnen Lebenswillens durchbrechend. Blind, so schien es, würdest du verstehen und schon wenige Worte brachen die Dämme meiner Traurigkeit. Das Licht am Ende des Tunnels wieder wahrnehmend schoss erhitztes Blut zurück in meine Venen. Ein erstes zaghaftes Lächeln verzauberte eine versteinerte Mimik, der Duft frischer Blumen durchzog meine Umgebung und ich lernte erneut, bewusst zu fühlen. Ich spürte, wie Gedanken an Dunkelheit wichen, Träume und Wünsche neu definiert sich ihren Weg an die Oberfläche des immerwährenden bahnten. Ich glaubte meinen Augen kaum, konnte Empfindungen wahrnehmen, von den ich glaubte, sie längst verloren zu haben. Konnten die Träume wahr werden? Und so flog ich dahin, getragen von traumwandlerischer Sicherheit, tauchte ein in den Regenbogen, sog die Farbenvielfalt in mich hinein, inhalierte all die facettenreichen Düfte der Schönheit und merkte, wie die Ruhe zurückkehrte, eine Ruhe, die mich auf meiner Reise begeleitet, einer Reise, die ebenso ins Ungewisse geht. Doch diesem Ungewissen sehe ich gelassen entgegen, denn du gibst mir die Kraft, die Zuversicht und das unglaubliche Gefühl, am Ende dieser Reise sehnsüchtig erwartet zu werden. Ich gebe mich hin und gleite hinüber. Du gabst mir den Glauben an mich selbst zurück und keine dunkle Macht der Welt vermag meinen Weg zu stoppen. Kein anderer Mensch vermag zu begreifen, was ich selbst nicht begreife und niemals werde ich verstehen, wie nur du allein meinem Leben wieder einen Sinn gegeben und mich zu einem besseren Menschen gemacht hast.
Ich lebte....
ich fühlte....
so schön wie niemals zuvor, seitdem wir uns trafen.....
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