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Der Geist (sinnlose Worte) |
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geschrieben am: 15.11.2004 um 19:27 Uhr
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Die Leute im Dorf nennen mich einen Geist. Sie sehen mich nur wie ich bei Nacht durch die Gassen schleiche mit einem Schneeweisen Hund ohne ein Wort zu sprechen. Sie wissen das ich alleine wohne und doch sieht man mich nie in einem der Fenster und einige sind selbst von innen mit Decken zugehängt. Sie nennen mich einen Geist weil sie mich nicht sehen können und sie haben recht, sie könnten mich selbst dann nicht sehen wenn ich am Tage mitten unter ihnen wäre und es ist gut so. Ich will nicht von ihnen erkannt werden, nicht unter ihnen sein und nicht mit ihnen sprechen so war es schon immer und es wird wohl auch so bleiben. Ich mag den Tag nicht da man mich im Licht erblicken könnte, und sie könnten mit dem Finger auf mich deuten, über mich sich flüsternd unterhalten und würden doch nichts verstehen.
Die Gesellschaft verstieß mich bereits bevor ich laufen konnte und sie hat alles versucht mich zu vernichten doch ich habe überlebt. Sie haben mich gejagt und ich konnte ihnen entkommen aber es wäre gefährlich unaufmerksam zu werden. Denn sie, mit ihren scharfen Augen und Ohren können mich wahrnehmen egal welche Maske ich auch tragen mag. Und sie würden mich mit sich nehmen an einen Ort des Schmerzes von welchem ich schon einmal geflohen bin und doch glaube ich nicht noch einmal die Kraft dazu zu haben. Sie wollen mich vernichten, mir meine Einzigartigkeit nehmen damit die Gesellschaft mich letztendlich doch verschlingen kann. Sie wollen mich im Kommerz integrieren, mit ihren Lehren zum Schweigen bringen und ihren Willen zu meinen Wünschen machen. Ich soll für sie arbeiten 8 Stunden eines jeden Tages nur um die Taschen der großen Dämonen zu füllen die der Glanz des Goldes verleitet hat dies alles aufzubauen.
Sie wünschten sich ich würde mich ergeben, einfach fallen lassen mich vom Alltag verschlingen lassen und mich auflösen im großen Kollektiv der willigen Lämmer. Sie wollen das ich kaufe, verkaufe, verdiene, ausgebe und mich nicht mehr um meine Gefühle kümmere. Ich soll ihre Maschine in Bewegung halten und nicht weiter versuchen sie zu zerstören doch ich kann mich nicht ergeben, kann ihnen nicht nachgeben. Denn ich bin es der es vermag das Grau dieser Welt mit frischer Farbe zu füllen, den Kommerz zu besiegen und die Gefühle der Menschen wieder anzuregen. Ich kann es vollbringen doch ich brauche noch Zeit, Zeit meine Kräfte zu sammeln und mich selbst zu überwinden... ich brauche Zeit... so viel Zeit... und ich hoffe nicht einzuschlafen während ich warte denn ich muss wach bleiben um ihnen zu entrinnen. Ich muss es einfach schaffen denn sonst ist die Menschheit nicht mehr zu retten, niemand wird sie vor der Macht der Dunkelheit bewahren, ihnen den Weg ins Licht zeigen und das Vieh aus seinem Stall befreien...
B.D.
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geschrieben am: 20.11.2004 um 16:03 Uhr
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mir sträuben sich immer die nackenhaare, wenn sich menschen auf den weg machen, die welt gewaltsam zu bekehren. wie du schon sagtest, ist es unabdingbar, sich erstmal selbst in den griff zu bekommen. und das allein ist schon ein lebenswerk ;-) |
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