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Rilke (träumer) |
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geschrieben am: 18.11.2004 um 22:37 Uhr
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Schwarze Katze
Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:
wie ein Tobender, wenn er in vollsterRaserei ins Schwarze stampft,
jählings am benehmenden Gepolster einer Zelle aufhört und verdampft.
Alle Blicke, die sie jemals trafen, scheint sie also an sich zu verhehlen,um darüber drohend und verdrossen zuzuschauern und damit zu schlafen.
Doch auf einmal kehrt sie, wie geweckt,
ihr Gesicht und mitten in das deine:
und da triffst du deinen Blick im geelen Amber
ihrer runden Augensteine unerwartet wieder:
eingeschlossen wie ein ausgestorbenes Insekt.
Rainer Maria Rilke
Diese Rose von heimlichen Küssen schwer:
Sieh, das ist unsre Liebe.
Unsre Hände reichen sie hin und her,
unsre Lippen bedecken sie mehr und mehr
mit Worten und Küssen sehnsuchtsschwer,
unsre Seelen grüßen sich hin und her -
wie über ein Meer - - wie über ein Meer - -
Diese Rose vom Duft unsrer Seelen schwer:
sieh, das ist unsre Liebe.
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort.Sie sprechen alles so deutlich aus:
Und dieses heißt Hund und jenes heißt Haus,und hier ist Beginn und das Ende ist dort.
Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott,sie wissen alles, was wird und war;
kein Berg ist ihnen mehr wunderbar;ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott.
Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern.
Die Dinge singen hör ich so gern.Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm.
Ihr bringt mir alle die Dinge um.
(alles vom guten rilke)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 19.11.2004 um 09:16 Uhr
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