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Die Wärme des Herzens |
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geschrieben am: 21.12.2004 um 15:22 Uhr
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Die Wärme des Herzens (Dezember 2004)
Eine warme Woge umgab sie, als sie die Tür hinter sich schloss und sie atmete sacht die wohlduftenden Gerüche ein. Sie waren typisch für das gewohnt vertraute Weihnachten zu Hause. Ein leicht süßlicher, mit dem von abbrennenden Kerzen gepaarter Duft, kroch an ihren Beinen hinauf und schmeichelte ihrer Nase auf eine höflich zarte Art und Weise. Nichts konnte sie in diesem Augenblick dazu bewegen, den sich nähernden Tagtraum abzuschütteln. Langsam ging sie zu dem kleinen weißen Sofa und ließ sich in die weichen Kissen fallen. Wie kleine Wolken sahen sie aus, nur die Engelchen fehlten, welche den Heiligen Abend mit ihren winzigen goldenen Trompeten ankündigten. Sie schloss die Augen und ließ sich davontragen, wie an seidenen Fäden, an deren Enden sie jene kleinen Engelchen emporhoben.
Unzählige Bilder schwebten aus ihrem sonst so stillen Geist und erzählten Geschichten von bereits vergangenen Festtagen ihrer Kindheit, an denen sie mit ihrer Familie Ausflüge gemacht und später am Abend voller kindlicher Freude die Geschenke enthüllt hatte. Im ganzen Haus duftete es nach frischen Plätzchen und die roten Kerzen der Tanne, tauchten den Raum in ein glanzvolles Licht.
Doch als sie all diese fröhlichen Tage beiseite schob, sich umwandt, erspähten ihre Augen eine junge wunderschöne Frau. Ihr Haar war golden, die Augen so blau, wie der Himmel selbst es an sonnigen Tagen ist und ein weißes Leinentuch umgab kunstvoll ihren Körper. So zerbrechlich schien sie, wie eine Puppe aus weißem Porzellan, mit glänzender kalter Haut und ihre rosigen Lippen zierte ein sanftes Lächeln. Einzig und allein die sacht schimmernde Gloriole, welche kaum sichtbar über ihrem Haupt schwebte, offenbarte jedem Menschen ihre Herkunft. Sie war ein Engel, schöner als Gott selbst es je hätte sein können.
Mit großen ungläubigen Augen, das leichte Lächeln erwidernd, senkte sie ihren Blick zu Boden, als die göttliche Erscheinung sich ihr langsam und mit leisen Schritten näherte. Der Engel neigte sich ihr sacht entgegen, vorsichtig, um sie nicht zu verschrecken, legte seine weichen Hände um ihren Körper und küsste ihre Wange. In dieser Umarmung begann sie vor Glück und Wonne zu weinen. Ein Gefühl von Vollkommenheit, von Ausgeglichenheit, Ruhe und Glück, jede Sehnsucht vertrieben, alles hier in ihren Armen und kaum mit Worten zu beschreiben, stieg in ihr empor und floss sogleich in kleinen Bächen durch ihre Augen davon. Die Wärme des Engels kroch in ihr Herz und erfüllte sie mit scheinbar ewiglich währender Zufriedenheit, als er sich lächelnd aus ihren Armen löste. Ein letztes Mal sah er sie an und in seinem Blick lag mehr Liebe und Zuneigung, als sie all die Jahre in ihrem Leben erfahren hatte. Seine Hände glitten von ihren Schultern und mit bedächtigen Schritten entfernte sich seine Silhouette immer weiter, bis sie in weißem Wolkennebel verschwunden war.
Lächelnd stand sie nun da, konnte nicht aufhören…denn ihr Herz war voller Liebe, welche zu verschenken sie gedachte!
Und der sie umgebende weiße Raum verlor seine Wahrhaftigkeit, kurz bevor sie ihre Augen öffnete und ihr Blick auf den wunderschön geschmückten Baum im vertrauten Wohnzimmer ihrer Eltern fiel. Das ganze Haus schien nun voller Leben und aus der Küche hörte sie die Familie lauthals Weihnachtslieder singen.
Lächelnd erhob sie sich und schlenderte den fröhlichen Stimmen entgegen.
oh bitte bitte richtet mich nicht zu grunde...*zittert und grinst* |
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geschrieben am: 21.12.2004 um 17:43 Uhr
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Och, warum denn? Ist doch sehr süß *lächelt mal aufmunternd*
Klar, hier und da stolperst du mal über ein Wort, aber es wirkt keineswegs schwerfällig, sondern sehr leicht.. wolkenleicht ;)
Am Anfang hat es mich ein wenig an "Das Mädchen mit den Zündhölzern" erinnert, aber mit Happy End ist es auch schön.
Gruß
Shin |
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geschrieben am: 23.12.2004 um 06:42 Uhr
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der spruch 'augen zu und durch' erhält durch die engelsgeschichte eine ganz neue wendung *smile |
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geschrieben am: 06.09.2007 um 21:39 Uhr
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