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Das Haus und der Leuchtturm |
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geschrieben am: 02.01.2005 um 18:46 Uhr
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Ich verzichte mal auf lange Einleitung... ist nichts tolles und auch nur die Rohfassung...
Kritik und Verbesserungsvorschläge sehr erwünscht!
Das Haus und der Leuchtturm
„Gesang? Das nennst du allen ernstes Gesang?“
„Natürlich, du hörst es doch auch!“
„Alles was ich höre ist das Gekreische dieser grässlichen Federviecher! Sie mich an! Wie ich aussehe, nachdem Möwe um Möwe ihren Mist auf mir entleert hat! Da kommen sie schon wieder! Ein ganzer Schwarm! Schreiend, als wollten sie mich niederreißen.“
„Du hast nur Keinen Sinn…“
„ Ach du! Du hast ja leicht reden. Du wirst umsorgt gepflegt und sauber gehalten! Mich würden sie am liebsten…“
„So ein Blödsinn, du bist doch selbst Schuld, wie viele Vögel hast du auf dem Gewissen, die Nachts von deinem grellen Leuchten geblendet gegen deine Mauern taumeln um sich das Rückrad zu brechen. Schau doch nur an dir herab!“
„Soll ich mir so etwas gefallen lassen? Muss ich mir so etwas sagen lassen, von einer verwöhnten Einfamilienhaus, dessen Holzdielen noch feucht und grün sind?“
Seit Wochen geht das nun schon so. Ohne Unterlass. Ein ständiges hin und her. Als gäbe es nichts anderes.
Sie mochten sich noch nie besonders gern. Das war mir schon klar als ich hier eines Tages in diese Bucht gespült wurde. Schon damals kam es immer wieder zu kleineren Reibereien. Der eine meckerte die Andere an und sie zahlte mit barer Münze zurück.
Unter Booten lassen sich solche Probleme im null Komma nichts lösen: Der eine setzt die Segel gen Süden und der andere treibt gen Norden. Wie sagt man? Aus den Augen aus dem Sinn! Und die beiden würden sich nie wieder sehen. Zugegeben, einem Haus und einem Leuchtturm, wird das nicht so leicht fallen. Aber ist es denn so undenkbar, mal einen Tag nebeneinander zu verbringen ohne sich gleich wieder wegen den normalsten Dingen der Welt in die Haare zu bekommen?
Nun mag man sich fragen, warum ich nicht meinen eigenen Rat befolge und mich einfach auf und davon mache, aber glaubt mir, ich würde nicht einen Moment zögern in See zu stechen und diese Beiden Streithähne hinter mir zu lassen, wenn ich nicht schon nach den ersten Metern sinken würde. Ich bin zwar eine Wasserratte und liebe das feuchte Nass über alles, aber so kalt und still wie es dort unten ist… nein danke! Außerdem, wie schnell würde sich das billige, mit der Zeit morsch und rissig gewordene Holz, aus dem man mich schuf dort unten überstehen? Würde es sich nicht schon nach wenigen Tagen gänzlich aufgelöst haben, jetzt wo der ganze Lack abgeblättert ist?
Doch sollte ich mich nicht auf der anderen Seite fragen was die Alternative wäre? Denn wie lange wird es wohl dauernd bis ich unter dem ständigen Gezeter der beiden den Verstand verliere?
Bisher habe ich mich immer aus allem herausgehalten. Noch nie ist ein Wort über meine Lippen gekommen. Manchmal frage ich mich auch, ob sie überhaupt wissen dass ich auch hier bin.
„Sieh dich an, so etwas eingebildetes ist mir ja noch nie untergekommen. Diese provozierend roten Schindeln und das blanke weiß deiner Wände! Hältst du dich für etwas besseres?“
„Nein, a…“
„Bist du auch nicht“
„Aber du hast das recht über mich zu urteilen, ja? Nur weil du schon zwanzig Jahre früher hier standest? Du solltest dir mal an den eigenen Türknauf fassen! Ich weiß noch, als ich gerade fertig war, …“
„Jetzt komm mir nicht wieder mit diesen Alten Geschichten!“
„ Also ich gerade fertig war es dir ein Genuss über meine jungen Fensterläden zu spotten! Wie hast du dich amüsiert!“
Ob ich nun einschreiten sollte? Würde es die zwei auch nur für einen kurzen Moment inne halten lassen oder würden sie nur lauter sprechen um mich zu übertönen? Würden meine Worte aufgenommen und überdacht? Wohl kaum. Ich denke nicht, dass es einen Sinn machen würde. Ich wette die beiden Haben selbst nicht die Geringste Ahnung, warum sie überhaupt streiten! Nicht mal ich erinnere mich. Ich weiß nur, dass es eine lächerliche Lappalie war.
Nun vielleicht wäre der Meeresgrund ja doch eine Überlegung wert. Fische haben nicht so laute Stimmen und die Akustik unter Wasser ist für meine strapazierten Ohren genau das richtige. Und ist es nicht der Traum jedes kleinen Bootes seine letzten Tage im Wasser zu verbringen, dass es Jahrelang bereisen durfte?
Die Zeit wird mir dort unten bestimmt nicht lang werden. Adieu, schöne Welt. Auf blad ihr Zwei. Vielleicht wird ja irgendwann doch der Tag kommen an dem ihr euch einig werdet.
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„Was? Niemals werde ich dir das zugestehen! Damals nicht, als der kleine bei uns ankam, und heute noch weniger!“
„So etwas stures gibt es wahrlich kein zweites mal! Gib es doch zu! Du weißt ganz genau, dass er mich zuerst begrüßt hat!“
„Du heilige Bodenpolitur! Wirst du niemals Müde auf dein Unrecht zu bestehen? Unglaublich! Nacht 5 Jahren willst du immer noch nicht nachgeben…“ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.01.2005 um 15:45 Uhr
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net schlecht ;o)
findsch lustig *gg* |
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