| "Autor" |
Nebelkind |
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geschrieben am: 08.02.2005 um 17:09 Uhr
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Nebelkind
Dunkles Grün umrahmt die Steine
weht so sanft im leichten Wind
Vogelstimmen klingen leise
Komm zu mir, mein trautes Kind
Und ich lege mich darnieder
der Wind singt mir ein Wiegenlied
auf dass auch ich die Ruhe finde
Kälte streift ein jedes Glied
Himmelszelte grau von Wolken
Kälte legt sich in mein Herz
Krähen rufen sorgenvoll
Und ich kenne ihren Schmerz
Meine Finger werden starr
der Wind wiegt mich in Träume ein
So schließ ich meine müden Augen
um einmal wirklich frei zu sein
Verfallne Mauern sind mein Heim
die Stille ist mein Wappenschild
Mein Vater ist der Krähenruf
und Mutter Kälte küsst mich mild
Verstummt sind all die argen Schatten
wenn einsam mich ein Lichtstrahl streift
sitzend an dem Dornenbusche
an welchem Knosp' um Knospe reift
Gefährten sind mir welke Blätter
der Felsenquell mein' zarte Stimm
erkennen kann mich niemand mehr
Doch hier, mein Herze! Dieses nimm.
Ist es auch nur ein Vogelschrei
Ich bitte dich - Verwahr es gut!
Verlasse ich dereinst mein Heim
Ist Himmelsgrau mein letztes Blut.
Ein blasses Kind schmückt kahle Mauern
verblichen ist sein Augenlicht
in seiner Hand trägt es sein Herz
Doch schau! Der Klump bewegt sich nicht.
Und seine Wangen sind gar bleich
Doch lächelt es, sieh nur genau!
Und warm streift es der Frühlingswind
Knospen quellen aus fahlrem Grau.
Warum nur spricht es nicht mit dir?
Ist seine Stimme wohl verstummt?
Sah jemals man es lachen, weinen?
Ein Nebel ist sein Herzensgrund.
Die Winde wehn, das Lichte weicht
doch rührt das Kind sich nimmermehr
So fand man es denn stumm gestorben
im Morgengraun im Knospenmeer...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.02.2005 um 04:42 Uhr
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das liest sich herrlich buntgrau :-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 09.02.2005 um 04:54 Uhr
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| sehr schön geschrieben und es es hat was. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.02.2005 um 10:52 Uhr
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