| "Autor" |
Disco |
|
|
|
geschrieben am: 27.02.2005 um 12:31 Uhr
|
|
Das Licht ist grell und bunt. Körper zucken zur Musik. Es ist laut. Die Musik dröhnt in den Ohren. Sie ist gut drauf. Sie tanzt, lacht und schreit ihrer Freundin ins Ohr, wie süß sie den Typ von der Bar findet. „Echt?“, schreit die Freundin.
Er ist auch hier. Sie hat ihn noch nicht gesehen. Langsam wird ihr langweilig. Sie setzt sich. Keiner kommt, um sie aufzufordern. Sie träumt: Wenn er jetzt hier wäre. Vielleicht könnte sie ihm endlich sagen wie sehr sie ihn liebt.
Wie lange ging das jetzt eigentlich schon? Sie war neu in die klasse gekommen, das war vor einem Jahr. Sie hatte ihn fast sofort toll gefunden. Er sah gut aus und war, vielleicht auch deswegen, total beliebt. Bei allen. Aber das war es nicht, was sie so verliebt gemacht hatte und immer noch machte. Er war witzig und cool. Supercool. Er trug die angesagtesten Sachen. Das, was in war. Wenn sie andere Mädchen gefragt hätte, ob sie schon mal in ihn verknallt gewesen wären, hätten alle JA gesagt
Seit einem Jahr also. Wie hatte sie das aushalten können? Sie hatte es ihm nie direkt gesagt. Aber sie hatte ein ganzes Jahr daran „gearbeitet“ und ihm immer wieder, natürlich sicher zu verstehende, Zeichen gegeben. Wenn er nur halb so feinfühlig war, wie sie es sich wünschte, etwa wie diese Typen aus den Liebesromanen, die ihre Mutter immer las, nur nicht so altmodisch, dann hätte er allein an ihrem Augenaufschlag erkennen können, was sie für ihn empfand. Wie gesagt hatte sie ein Jahr lang „gearbeitet“. Ihn darauf vorbereitet sozusagen. Und es war wirklich Arbeit dabei nicht vor Romantik zu zerfließen.
Ein langsames Lied. Sofort ganz andere Stimmung. Sie schaut sich um. Kein Partner in Sicht? Sie stellt sich noch mehr ins Licht. Das enge Top leuchtet im Schwarzlicht. Sie zieht es immer in der Disco an, es bringt Glück. Es sieht toll aus. Perfekt, na ja fast, sie ist noch ohne Partner. Ihre Freundin tanzt schon. Mit dem Typ von der Bar. Eifersucht keimt in ihr auf. Sie unterdrückt sie.
Dann, der Lichtblick. Sie schaut noch mal hin: Er ist es wirklich! Nicht wie hin. Er ist allein: jippie!
Sie stellt sich so, dass er sie sehen muss. Ja, er lächelt ihr zu, sie geht hin: „Was, du auch hier?“ – „Ja, mit ein paar Kumpels.“ – „Willst du tanzen?“ – „Okay.“
Zuerst hält sie Abstand. Ihre Arme schlingt sie um seinen Hals. Irgendwann stehen sie ganz dicht beieinander. Sie schaut ihn an. In seinen Augen: Freundschaft, mehr?
Sie küsst ihn auf den Mund, spürt nichts. Sie löst sich aus seinen Armen, dreht sich um und geht.
Das Lied ist zuende.
Gewidmet Charly/Tao Lee
|
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 28.02.2005 um 08:27 Uhr
|
|
| hat er, hat sie mehr erwartet ? *g |
|
|
|
|
|
|
Top
|
| "Autor" |
|
|
|
|
geschrieben am: 03.03.2005 um 16:20 Uhr
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Top
|