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geschrieben am: 03.05.2005 um 16:14 Uhr
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Raum I
Dunkle Wände hat jener Raum
Den zu betreten – Sie nicht wagt
In ihm lauert das unaussprechlich Böse
Vor dessen Schatten sie verzagt
Alt ist die Tür
Die ihn verdeckt – So alt wie ihre Angst
Vor ihr liegt ein Gang so verdreckt
In ihm klingt ein Lied - Das du einst sangst
Das Lied verklingt
Der Schatten bleibt
Und der Schlüssel ist tief begraben
Gesegnet und doch verflucht
Sei der
Der ihn findet mit seinen Gaben
Raum II
Im Schloße
Der Schlüssel sich leise dreht
Als ich es bemerke – Ist es zu spät
Die Welt
Wie ich sie kenne – zerbricht
Der Spiegel
Zeigt der Wahrheit Gesicht
Meine Schuld, nun trage ich sie allein
Sag mir
Wie soll ich glücklich sein?
Ich lächle dich an – Du, der mir vergab
Und
Verlasse weinend dein Grab
Raum III
Hinter dem Schatten
Ein zweiter Gang
Seine Wände sind staubig – Wo führt er entlang?
Willst du den Weg gehen, so schreite nur fort
Er führt dich - An meinen versteckten Ort
Hinter dem Schatten
Eine zweite Tür
Nimm ihren Schlüssel – Er sei dir
Sie der Wahrheit grausiges Gesicht
Lies sie heraus - Aus meinem Gedicht
Hinter dem Schatten
Ich will es nicht sehen
Diesen Weg musst du alleine gehen
Dies sei der Fluch für deine Gaben
Der du wagtest zu finden - was ich hatte begraben
Raum IV
Hinter dem Licht
Was suchst du zu finden?
Was wird sich dort im Schatten winden?
Such es wohl, doch dann versiegle deine Lippen
Um dein Schweigen will ich dich bitten
Hinter dem Licht
Ein Wolkenbild, das die Sonne verdeckt
Hast du die Figur wahrhaftig entdeckt?
Hast du das Bild wahrhaftig erkannt?
Dich nicht in Narretei verrannt?
Hinter dem Licht
Ich – So wie ich eben bin
Mit dunklem Herzen und schwerem Sinn
Mit kindischer Freude mit sanftem Lachen
Unter der Maske, ein trauriger Schatten
Raum V
Hinter der Maske
Eine Träne – In ihr spiegelt sich ein Raum
Er verschwimmt, du erkennst ihn kaum
Doch kannst du sehen, er steht offen
Und die offene Türe lässt dich hoffen
Hinter der Maske
Ein trauriges Gesicht blickt dich an
Du kennst es, es zieht dich in seinen Bann
Hinter der Maske – Du weißt wer es ist
Weil hinter der Türe du selber bist
Hinter der Maske
Spiegelt meine Träne dein Gesicht
Schreiben meine Gefühle dein Gedicht
Erkennst du dich selbst, auch wenn mich du siehst
Erkennst meine Ketten und dein Verließ
Hinter der Maske
Sind wir alle gleich
Keiner arm und keiner reich
Durch die Gitter reichst du mir deine Hand
Ich halte sie fest bis der Schatten ist - Gebannt |
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