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The dark room

Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:23 Uhr   
Hinter dem Hackeßschen Markt beginnt ein Knäuel enger, vollgeparkter Straßen, dunkel ist es hier, nur wenige Lokale durchbrechen das trübe Ocker der Hausfassaden. ostig halt, wie der Fahrer abschätzig bemerkt. Er fährt lieber auf der anderen Seite des Brandenburger Tors, erklärt er mir. Noch immer gibt es die grenze, dafür braucht man weder Wachhunde noch Beton. Der Wagen hält. "Hier muss es sein",
sagt der Fahrer und drückt auf das Taxameter. Ich sehe aus dem Fenster.
"The dark room." Sehr witzig. was ist das?
Ich zahle und steige aus. Meine hohen Absätze suchen sich ihren Weg über das unebene Pflaster, ein handgemaltes Hinweisschild führt in einen düsteren Hinterhof, auf dem es außer Müllcontainern nichts zu sehen gibt. Zu hören ist dafür ein leichtes Rascheln und Klappern, zwei, drei Ratten müssen es sein, die ich beim Abendessen gestört habe. Gerade als ich mich frage, wie es nun weitergehen soll, öffnet sich eine schwere Eisentür, und ein sehr junger, sehr schlanker Mann winkt mich hinein in sein Gelass. Das kleine Lokal ist menschenleer. Winzige Tischchen stehen herum, aber alles wirkt wie seit langer Zeit verlassen. Der junge umrundet einen Tresen und betrachtet mich gleichgültig. "Sagen Sie mir bitte Ihre Reservierungsnummer."
Wie Eiswürfel fallen seien Silben in die Schale meiner Erwatung. So kühl, so sachlich spricht er, als ob es sich um einen Check-in beim Flughafen handelt.
"Weiß nicht. Ich bin hier verabredet."
"Und wie ist der Name?"
"Engeler. Martha Engler."
Er blättert ein bisschen in seinem Bestellbuch, klickt ein bisschen auf dem Bildschirm herum, schüttelt schließlich den Kopf.
"Tut mir leid. Finde ich nicht."
"ich bin verabredet mit einem Herrn - Rex."
Er sieht mich kurz an, etwas blitzt in seinen Augen auf, ganz so, als hätte ich soeben bekannt, dass ich mit einem Massenmörder verabredet bin.
"Ach, richtig. Der Herr wartet bereits auf Sie."
Also doch. Er ist wirklich gekommen. Ich kann es noch gar nicht glauben. Aber wo verbirgt Er sich? Wo ist Rex?
"Sie kennen unser Lokal?"
"Nein, wieso?"
"Bitte geben Sie mir Ihre Garderobe und nehmen Sie dort vorn Platz. ich komme gleich mit der Karte."
Er hilft mir aus meinem Mantel und deutet auf eines der Tischchen, die nur von teelichtern erhellt werden. Folgsam setze ich mich und nehme wenig später die schwarzsamten gebundene Speisekarte in Empfang, die der Junge mir reicht.
"Bitte sehr. Suchen Sie sich ein Menü aus, Sie haben die Wahl zwischen rot, gelb und grün."
"Wie bitte?"
Der junge Mann seufzt und setzt sich zu mir.
"Es gibt ein rotes Menü, ein gelbes und ein grünes,"
erklärt Er mir mit der geduld eines Irreenwärters.
"Die Farben beziehen sich auf die zutaten. Sie werden erst hinterher erfahren was Sie gegessen haben. Die Weine sind genauer bezeichnet."
Rot, gelb, grün. ich glaubŽ s ja nicht. Bremsen oder Gas geben?
"Guten Abend. Mein Name ist Sermin und ich werde Sie heute betreuen. Wenn Sie sich entschieden haben, führe ich Sie an Ihren Tisch."

Geändert am 23.05.2005 um 12:38 Uhr von Edelfeder
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:26 Uhr   
Ich sehe auf und erschrecke ein bisschen. Vor mir steht eine sehr kleine Frau in einem schwarzen Kleid, die an mir vorbei die Wand anlächelt. Si eist blind.
"Verehrte Dame, teilen Sie mir Ihren Menüwunsch mit und das erste Getränk", fordert Sie mich in eigentümlich gewählten Ton auf. "Dann führe ich Sie hinein. Waren Sie schon einmal bei uns?"
"Nein."
Der junge steht auf und kehrt zum Tresen zurück, während Sermin Ihre winzigen Hände über dem gefältelten Rock ineinander schlingt wie ein bitteres Kind.
"Sie werden im Dunkeln speisen. Also, für welches Menü haben Sie sich entschieden?"
Im Dunkeln speisen? Jetzt fällt es mir ein. Irgendwer hat mal davon erzählt. Von einem Restaurant, wo man den Abend in absoluter Finsternis zubringt. Nicht schlecht, Rex. Wen das wirklich stimmt, dass man nichts sieht, dann werde ich dich in der Tat nicht erkennen. Doch ich habe ein Feuerzeug dabei, Schlaumeier. Und ich werde es benutzen.
"Darf man da drinnen rauchen?" fragte ich.
"Leider nein, meine Dame. Feuer ist absolut verboten und auch alles, was leuchtet. Stellen Sie deshalb bitte Ihr Handy aus, und falls Sie eine Uhr mit einem leuchtenden Display haben, so legen Sie sie bitte ab.“
Schon gut. An mir ist nichts, was leuchtet. Die Glühwürmchensaison ist lang vorbei. Aber niemand wird mich dran hindern können, für einen sekundenkurzen Moment mein Feuerzeug aufflammen zu lassen und endlich in das Gesicht zu schauen, dessen Augen mich längst gesehen haben.
„Also was darf ich Ihnen bringen?“
„Grün, bitte. Und einen Rotwein, einen weichen, schweren Wein.“
„Sehr gern. Bitte stehen Sie nun auf und legen Sie die linke Hand auf meine Schulter.“
Ich tue, was sie sagt. Es sieht komisch aus. Im Gänsemarsch nähern wir uns einen schwarzen Vorhang.
„Wir werden durch eine Schleuse gehen, verehrte Dame, der Boden ist eben, es gibt keine Stufen, seien Sie unbesorgt. Wenn Sie sich unsicher fühlen, dann haben Sie die Möglichkeit, sich an einem Handlauf festzuhalten.“
Und schon werden wir verschluckt von einem gewundenen Tunnel, in dem es völlig finster ist. Ich tappe hinter ihr her, wie im Traum, meine Schultern streifen die Wände, das glaube ich einfach nicht, das kann doch nicht sein, wie soll man denn im Dunkeln essen, was ist das für eine schwarze Messe? Stimmengewirr schlägt an mein Ohr und wir treten in einen Raum, über dessen Größe und Beschaffenheit ich nur mutmaßen kann. Ich reiße die Augen auf, aber es bleibt bei der tiefen Nacht, die mich umfangen hält. Durch die Stimmen hindurch führt mich mein Märchenwesen, meine dunkle Elfe, durch Flüstern und Gelächter und Gesprächsfetzen. Es müssen eine Menge Leute sein, dreißig, vierzig oder mehr, es können auch hundert sein, doch ich sehe nichts. Einfach nichts. Nie hätte ich gedacht, das ich jemals einen Menschen um seien Blindheit beneiden würde. Sermin sieht mehr als ich, gewohnt, die Geräusche und die Stimmen zu orten, sich an winzigen Veränderungen des Luftzugs und der Gerüche zu orientieren.
„Wir sind da. Bitte sehr, dies ist Ihr Stuhl.“
Sie nimmt meine hand, und ich empfinde eine tiefe Dankbarkeit für die Umstandslose Art, wie sie mich berührt, wie sie mich hilfreich und freundlich zu meinem Platz geleitet, meine Hand nun auf die glatte Stuhllehne legt und mich in die Richtige
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:26 Uhr   
Richtung schiebt. Rex muss schon da sein. Aber wo? Neben mir? Gegenüber? Angestrengt starr eich in das Dunkel.
„Ich werde gleich zurück sein. Wenn Sie die Toilette benutzen möchten, führe ich Sie jederzeit hinaus. Versuchen Sie bitte auf keinen Fall, sich allein zwischen den Tischen zu bewegen. Haben Sie einen weiteren Wunsch?“
„Nein, krächze ich und erschrecke über meine Stimme.
Eine Weile sitze ich völlig reglos da. Ist da ein Atem irgendwo, ein Duft, ein Körper? Von den Nebentischen wird das Auf und Ab ziellos dahindümpelnder Unterhaltungen an mein Ohr gebrüllt, unterbrochen von glitzerndem Lachen und dem Klappern des Bestecks. Irgendwo fällt ein Glas zu Boden, und dem Klirren folgt ein weibliches Kichern. Alle sprechen etwas zu laut, so wie furchtsame Kinder im Keller, vielleicht vergessen sie auch , dass sie bauscht werden, vergessen die anderen Gäste, die sie nicht sehen können hinter dem Vorhanf aus Finsternis.
Vorsichtig erkunde ich den Tisch vor mir. Meine tauben Finger berühren durch das Leder hindurch ein Messer, eine Gabel und einen Korb, in dem ich die flaumige Kühle frisch aufgeschnittenen Weißbrotes erahne.
Dann schreie ich leise auf. Eine Hand hat sich auf die meine gelegt und hält sie fest, während ich reflexhaft versuche, mich ihr zu entziehen.
„Hallo, Martha.“
Zu Tode erschrocken sitze ich da und spüre das fremde leben, das von mir besitz nimmt, spüre durch das Leder hindurch die warme , harte Männerhand, die mich fest im Griff hat, raus jetzt, raus, aber schnell, ich halte das nicht aus.
„Ist etwas nicht in Ordnung? Haben Sie geschrieen?“
„Nein, schon gut. Danke, Sermin.“
Sie berührt leicht meine Schulter und geht dann wieder. Oder bleibt sie noch stehen und durchdringt das Dunkel, als tumber Wächter? Noch immer schwebt meine Hand über den Brotkorb, gefangen in der Löwenpranke.
Er hat mich Martha genannt. Er kennt meinen Namen. Yammi777 gibt es nicht mehr.
„Rex?“
„Schön, das Du da bist.“
Es ist nur ein raunen, Rex hält seine Stimme gesenkt, er spricht gepresst, dann lockert er seinen griff und lässt meine hand los. Eine Weile schweigen wir, während ich meinen Kopf nach recht und links drehe, auf der Suche nach einen Funken Licht, nach irgendetwas, was mir einen Anhaltspunkt verschaffen könnte.
„Schön das Du die Handschuhe trägst.“
„Ja, rex.“
„Martha, gib mir deine Handtasche.“
Aha, Er hat daran gedacht. Er weiß, dass ich rauche und dass ich von einer Sekunde auf die andere mit meiner winzigen Flamme sein Gesicht in das Dunkel malen kann. Unwillkürlich verfalle ich in seinen Flüsterton.
„Warum?“
„Du weißt es.“
Ich gehorche. Ich nehme die Tasche vom Schoß und strecke sie von mir, ins Dunkel hinein. Rex nimmt sie mir ab. Der Tisch ist schmal, er muss dicht vor mir sitzen. Unmöglich, seien Größe zu schätzen.
„Lass Dich ansehen, meine Kleine.“


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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:27 Uhr   
Was?
Hier sieht man mit den Händen, das hätte ich mir doch denken können, und schon spüre ich seine Fingerkuppen, die über mein Gesicht wandern, über die Wange, die Nase, über meinen Mund, den Hals, und dann abwärts, das Kleid entlang, bis zur Tischkante. Ich sitze ganz gerade da, drücke das Kreuz durch und wage nicht, mich zu bewegen. Eine Gänsehaut überzieht mich jäh.
“Schön bist du. Ich werde jetzt zu dir herüberkommen.”
Ich atme ein und kann gar nicht wieder ausatmen. Er spricht vollkommen ruhig, wie ein Zahnarzt, der mich sachlich über die nächsten Schritte der Behandlung unterrichtet. Ein Stuhl wird gerückt, Schritte nähern sich, und schon nehme ich den fremden Körper wahr, wie einen Schatten im Schatten, nur einen Geruch kann ich nicht ausmachen, entweder richt er vollkommen neutral, oder die Essensgerüche von den Nebentischen sind zu stark.
“Schon besser.”
Er sitzt links von mir. Eine Hand leckt sich auf meinen Nacken. Unwillkürlich mache ich einen runden Rücken, ich beuge meinen Nacken unter das süße Joch. Ich neige mich ihm zu, ich möchte mich an ihm lehnen, doch er weist mich zurück.
“Bleib gerade sitzen, beweg dich nicht.”
“Bitte sehr, die Dame, der Wein.”
Sermin tastet nach meiner Hand, öffnet meine verkrampft gekrümmten Lederfinger und schließt sie um den Stiel eines Glases.
“Danke, vielen dank.”
Noch immer ruht seine Hand auf meinem Nacken, eine zweite hand kommt hinzu und öffnet langsam den Reisverschluss. Ich erstarre.
“Trink, Martha.” Der Wein ist weich wie eine Katzenzunge. Er duftet nach Veilchen und nach Unterholz, und ich trinke ihn langsam aus, ohne das Glas auch nur einmal abzusetzen. Und jetzt rieche ich auch seinen Körper, es ist ein feiner, leicht süßlicher Geruch, wie die Sonnenwarme haut eines Kindes, dankbar nehme ich war, dass mich kein schartiger, beißender Männergeruch anfällt, kein stechend lediger Moschus, nein, Rex hat den Duft eines frischen bezogenen Betts, ich atme tief ein, diesen Geruch, ein Duft zwischen syrischen Rosen und frisch gerührten Kuchenteig, dazu schwarze Vanilleschote und roter Pfeffer und Sandelholz und eine Spur Lavendel. Einatmen. Den Duft ganz in mich aufnehmen und ihn nie wieder vergessen.
Währenddessen öffnet Rex weiter den Reißverschluss, mit kalkulierter Langsamkeit, ich trage keine Wäsche, ich atme stoßweise und schnell, etwas in mir beginnt zu kreisen, ich kann nicht mehr ruhig auf dem Stuhl sitzen, ich möchte ihm berühren, ich möchte seine Bewegungen erwidern, doch erneut raunt er:” Halt still, ganz still.” Der meister der Duldungsstarre hat endlich sein Spielzeug in Händen. Er streicht sacht meinen Rücken entlang, er klappt die beiden Hälften des Kleides auseinander wie einen Flügelhalter in der Osternacht, beugt sich zu mir und streift meine Schulterblätter mit seinen Lippen.
Ich stöhne, aber sofort legt er mir eine Hand auf den Mund, seine Hand, an die ich meine Lippen dränge, ich habe nur noch den Wunsch, ihm zu Willen zu sein, und spüre ein Schluchzen.
Er streicht mir übers haar.
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:28 Uhr   
“Bitte sehr, die Vorspeise.”
Ich zucke zusammen, als hätte Sermin uns beobachtet, als hätte ihr Fledermausradar längst geortet, was sich an diesem Tisch abspielt, und ganz sicher ist es genau so, sie kann man nicht täuschen, sie kennt die Geheimnisse der Dunkelheit und weiß den Duft der Erregung von den Parfums und Bratendüften zu unterscheiden, sie horcht auf das kaum wahrnehmbare Ächzen, sie kennt das Alphabet der Fingerkuppen und den Wellenschlag der Berührungen, die die Luft ihr zuträgt.
“Sie werden eine neue Erfahrung machen”, fährt Sermin fort, “ Sie werden durch die Dunkelheit in hohem Maße sensibilisiert und können sich ganz auf den Geschmack der erlesenen Zutaten konzentrieren, auf Ihren Geruchsinn, auf Ihren Tastsinn und auf Ihr Gehör. Die Nacht, die uns der Augen Dienst entzieht, macht, dass dem Ohr kein leider Laut entflieht. Was dem Gesicht an Schärfe wird benommen, muss doppelt dem Gehör zugute kommen. Ich wünsche Ihnen guten Appetit.”
Ein Teller wird vor mich hingeschoben.
“Iss, Martha.”
Ich habe überhaupt keinen Hunger, ich habe nie Hunger, ehr hungere ich, als zu essen, doch ich tue was er sagt. Während ich das Besteck zusammensuche, öffnet Rex mein kleid weiter, und schon die Reibung des Stoffes sorgt dafür, dass ich kaum die Gabel halten kann.
“Iss“, wiederholt er, und ich beuge mich vor, halte mich am Tellerrand fest und pieke mit der Gabel in die Dunkelheit. Es ist Salat, krauser, kitzelnder Friséesalat, bittere, fleischiger Radicchio, nussigscharfe scharfe kleine Rauken, alles in Balsamico und Öl getränkt. Ich habe das Gefühl, seit Wochen nichts mehr gegessen zu haben, mein Gaumen und Žmeine Zunge umschließen die Blättchen und Blätter, das feien Geäder der Rippen, Rex aber isst nicht, er vermisst wie ein Kartograf meinen Körper, während er mich aus meiner Haut schält wie eine Frucht.
“Leg die Gabel hin.”
Er zieht das Kleid über die Arme bis zu meinen Hüften herunter, und dann drückt er meinen Kopf wieder zum Teller und lässt mich äsen wie ein Reh. Im hohen Grase schlich ich still, gespannt mein Feuerrohr, ha, mein Jäger, ich muss nicht meine Hand ausstrecken, um zu spüren, dass auch du erregt bist, dein Atem geht ruhig, doch es wirkt so, als ob du ihn mit äußerster Anspannung kontrollierst, du kannst mir nichts mehr vormachen, du bist nicht mehr der zerominienteister, du bist mittendrin, wie ich.
Mein Gesicht fühlt sich ölig an. Ich greife wieder zur Gabel, sie stößt an etwas Rundes, Glattes, es muss eine Kirchtomate sein, ich versuche sie aufzuspießen, aber sie rollt davon, und so nehme ich meine Hand, suche die Tomate in ihrem grünen bett und stecke sie mir in den Mund, während Rex meine Schulter küsst und seine Zunge meinem Ohr nähert, um in die Muschel einzudringen, ich bäume mich auf, das ist zu viel, er aber hält mich and en Schultern fest und leckt meinen Nacken, während die Tomate in meinem Mund explodiert. Unvermittelt lässt er von mir ab.
Hör nicht auf, lass mich nicht allein. Ich wende meinen Kopf nach links und höre, wie er schluckt, auch er trinkt einen Rotwein, ich reiche es, als er sein Glas abstellt und sich mir wieder nähert.
Er ist größer als ich, im Sitzen jedenfalls, und die Nähe seines Körpers verwirrt mich, den die ganze Dunkelheit um mich her ist Körper, ein
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:28 Uhr   
Organismus, der in der lichtlosen Tiefe des Ozeans lebt, ein riesiger Tintenfisch, der mich mit Schwärze umhüllt und seine Tentakel nach mir ausstreckt.
“Hat es Ihnen geschmeckt? Darf ich bereits den Teller nehmen, oder essen Sie noch?”
“Pardon, die Dame wird zu ende speisen.”
Schön den Teller leer essen. Vielleicht ist er ja ein Feeder, einer dieser Männer, die ihre Frauen so lange mästen, bis sie nicht mehr laufen können, und nur noch im bett liegen und darauf warten, dass sie gefüttert werden. Ich aber bin noch weit davon entfernt, in meinem Fleisch gefangen zu sein, ich bin mager wie der Knochen, den Hänsel der hexe durch den Käfig entgegen streckt. Es wird dauern, bis ich etwas ansetze, ich bin kein guter Futterverwerter. Wenn es also das ist, Rex, was du im Sinn hast, dann stell dich auf eine lange zeit des Wartens ein.
Ich esse alles auf. Rex legt mir ein Stück Brot in die Hand, mit den ich den Teller mit den letzten Spuren der Sauce befreie. Halbnackt sitze ich da, das Kleid liegt um meine Hüften wie welke Blütenblätter, die ihre wahre Bestimmung offenbaren, den fleischigen Stempel, der auf Befruchtung aus ist, und nun gleiten seine Hände meinen Rücken herunter, seine Lippen auch, er küsst das Wundmal, er streichelt es sacht mit seinem Handrücken und umkreist es mit seinen Fingerspitzen, er hat mich für immer gezeichnet, und selbst dann, wenn wir beide nicht mehr sein werden, wird das Brandzeichen noch da sein, für immer.
“Sermin? Den nächsten Gang, bitte.”
Ja, sie hat gewartet, sie war nie fort. Sogleich wird der Teller weggezogen und ein neuer hingestellt, es ist ein tiefer Teller, heißer Dunst schlägt mir entgegen. Es muss eine Suppe sein. Ohne zu überlegen, suche ich den Tisch nach einen Löffel ab, beginne zu essen, es ist irgendein Samtsüppchen mit viel Sahne, es schmeckt nach Grasmilch und Steppenkräutern, etwas Suppe tropft auf meinen nackten Busen, aber darauf hat Rex nur gewartet, seine Hand macht sich auf dem Weg und seine Zunge leckt mich sauber, “iss, iss weiter”, murmelt er unter meinem Kinn, während er meinen linken Arm festhält, und ich tauche den Löffel ins Nirgendwo, hebe ihn an, verfehle kann das Ziel und verschütte wieder ein paar tropfen, umschließe den Löffel mit meinem Mund. Rex beginnt an mir zu saugen und ich beiße auf den Löffel, beiße auf das warme Silber, und es ist verrückt und vollkommen unwiderstehlich , nicht weiter zu tun als zu essen, während er sich über mich hermacht.
Nein, er ist nicht keiner dieser eiligen Tölpel, die eine Frau schnöde gelangweilten, er ist weit entfernt von der gelangweilten Dreistigkeit, mit der sich so viele Männer die Frauen einfach nehmen. Er ist ein Künstler, ein Körperkünstler, für den die Berührung eine exakte Wissenschaft ist, einer, der die Topografie eines Frauenkörpers bestens kennt. Er weiß, was er tut, er weiß, dass die unschuldigen Lustgefühle des Gaumens direkt in ein verborgenes Zentrum führen, das mich steuert, und so verzehrt er mich in der Aufruhr und gleichzeitig in einen Zustand willenloser Trägheit.
Ich sehe ihm zu, ohne ihn zu sehen. Das Dunkel verwärmt sich, dehnt sich aus, wird plastisch, ornamentiert mit unsichtbaren Linien. Ich lege den Löffel neben den Teller und er hebt meinen linken Arm an, sucht sich seinen Weg in meine glatte Achselhöhle, er stöhnt, wie ich, ich spüre sein haar in der Innenseite meines Arms, es ist kurz und weich, ich wage nicht,
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:29 Uhr   
es zu berühren, und ich würde auch nichts spüren, durch das Etui der Handschuhe hindurch. Er erforscht mich weiter, ich bin sein Material, das er formt, ein zielloses Einverständnis mischt sich in meiner Erregung, und ich weiß, dass all dies so köstlich ist, so wunderbar, weil wir uns längst kennen, weil wir uns diese Dinge geschrieben haben, die Dinge, die man nie ausspricht, die man nur schreiben kann, in namenloser Vertrautheit, lidlos, haltlos, ohne den wehrhaft glänzenden Schillkrötenpanzer, unter die wir durch die Helle des Alltags kriechen, um uns bei der geringsten Gefahr von Nähe darunter zurückzuziehen.
Die Suppe hat mich erhitzt, ihre Wärme hat mein Inneres geflutet und dringt nach außen. Ich spüre den leichten Nachttau auf meiner Haut. Schon ist Sermin wieder zu Stelle, mit ihrer geisterhaften Dienstfertigkeit, ein Nachwesen, das mit sicherer Hand meinen Teller entfernt.
“Möchten Sie noch warten bis zum Hauptgang?”
“Nein, die Dame möchte gleich weiter essen. Und sie möchte noch ein Glas Wein”, sagt Rex.
Dies ist nicht die Stunde des Wartens, und ich verstehe, dass ich essen muss, damit es nicht aufhört, dieses Aussetzen des Verstandes und der Willenskraft, das ein gutes Essen begleitet, solange wir uns ihm widmen. Denn zu lange Pausen versetzen uns in Lethargie, zuweilen auch in einen Zustand der Reue oder des dumpfen Behagens, solange wir aber essen, sind wir lebendig und ruhelos, gefügige Sklaven unserer Gier und verwundbar wie grasendes Wild, das nicht sieht, wie sich Fuchs und Hase gute nacht sagen dem Wolf das Revier überlassen.
Nein, die Lust entsteigt nicht dem Schoß der Ruhe, sie ist fiebrig und nervös. Wieder eicht mir Sermin ein Glas, wieder legt sie sanft meine Finger um den Stiel. Was mag ihre Aufgabe sein, ist sie die Komplizin unserer Empfindungen oder beaufsichtigt sie und heimlich, damit nicht durch unbeachtete Übertretungen offenbar wird, was wir tun?
Rex schiebt meinen Rock hoch, unter dem Tisch, er schließt meine Hand um mein linkes Knie und öffnet sie wieder, um mein Bein zu befühlen, wie eine Skulptur, deren Proportionen er prüft, ich öffne meine Schenkel und er dringt weiter vor, ein Forscher auf nächtlicher Exkursion, ist da Musik irgendwo, jetzt erst höre ich den dahintappenden Bass von Zeitlupenjazz, und auch Rex folgt der Logik der Show Motion, lässt einen einzigen Finger quälend langsam die Innenseite meiner Schenkel hochwandern. Ich schließe die Augen, obwohl es im Grunde keinen Unterschiedmacht, doch die Schwärze hinter meinen Lidern ist eine andere als die Finsternis dieses Ortes, es ist der wahre Abgrund, entgrenzte Innenwelt, in die ich mich fallen lasse wie in meine Erregung, die nun nicht mehr zu verbergen ist. Ich seufze und rutsche tiefer in meinen Stuhl, Rex aber richtet mich wieder auf, beharrlich und bestimmt, gleich darauf aber schlitzen seine Finger mich auf, wie man mit einem Papiermesser einst die Seiten eines Buches öffnete, er blättert darin, mit Neugier und Sachverstand, er bespielt mich wie eine Versuchsanordnung, begutachtet die Reaktion, ertastet den verborgenen Mechanismus von Ursache und Wirkung, während ich mich winde unter seinen Händen und keine Kraft habe, keinen Atmen, kein Wort.
“Bitte sehr, die Dame, der Hauptgang. Haben Sie irgendeinen Wunsch, möchten Sie sich die Hände waschen?”
“Nein, danke, die Dame fühlt sich wohl”, antwortet Rex für mich.
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:30 Uhr   
Während ich das Besteck suche, lässt er kurz von mir ab, um seinen feuchten Finger auf meiner Lippen zu legen. Rex öffnet meine Lippen und legt einen Finger dazwischen, spielt mit meiner Zunge, reibt meinen Gaumen und zeiht den Finger langsam heraus.
“Iss, mein herz”, flüstert er, und wieder liegt seine Hand auf meinen Nacken, drückt ihn sanft zum Teller, ich nehme den Duft von warmen Fleisch in mich auf und beginne, mit Messer und Gabel danach zu fahnden. Es ist ein kompakter Block, ich schneide aufs Geratewohl hinein und trenne ein Stück ab, es ist viel größer als ich dachte, ich beiße hinein und kaue etwas, was zart ist wie Marzipan, eine Hühnerbrust oder ein Taubenflügel, oder könnte es Kaninchen sein, meine Zunge ist taub, winzige Perlen zerplatzen an meinen Zähnen, grüner Pfeffer wohl, mit der hand erkunde ich die Beilagen, schwer zu sagen, was das ist, vielleicht die Schneckenhaut gebutterter Zuckerschoten oder die glasigweichen Streifen von Frühlingszwiebeln, ich rieche und schmecke und taste, während Rex wieder zwischen meinen Schenkeln verschwunden ist. Und ich verstehe, warum er mich so marmorglatt und haarlos haben wollte, ein dumpfes Stöhnen begleitet seine Bewegungen, er hat mich vorbereitet und zubereitet wie ein Sternkoch, hat mich von allen befreit, was stören könnte, von Haut und Schale, von Stoff und Haar und Widerstand, und er hat mich auf die Demütigungen der Zubereitung vorbereitet, hat meinen Stolz und meine Sprödigkeit gebrochen.
Ich bin bereit, verspeist zu werden, nicht verschlungen, Stück für Stück nimmt er sich sein Nachtmahl vor, nach einem Zeremoniell, das ihm angemessen erscheint, ihm, dem Gourmet. Und Stück für Stück verspeise ich das mürbe Fleisch, ich, die sonst Nahrungsaufnahme verweigert, die nur vom Allernötigsten lebt, es gehört alles dazu und steigert meine Lust, ich sitze auf einer Kinderschaukel, höher und höher schleudert sie mich, und ich sehen mich danach, endlich abzuspringen.
Der Kennerschaft, mit der er mir die Erlösung verweigert, macht mich ungeduldig. Ich dränge mich seiner Hand entgegen, ich bewege mich, zaghaft erst, dann immer mutiger, sein Verbot missachtend, ich dehne mich in orientalischen Tanzfiguren, kreise mit meinem ganzen Körper um meinen Nabel, und doch geling es ihm, mithin der vibrierenden Schwebe zu halten, mit der sich Wasser über den rad eines volles Glases wölbt, ohne überzulaufen. Ich würde so gern sein Gesicht sehen. Ich möchte wissen, ob es verzerrt ist von Lust oder ob es die hochmütige Miene des Virtuosen hat, tief befriedigt von der Gehschicklichkeit seines Tuns, das er mit der Selbstlosigkeit eines Heilpraktikers zelebriert, wenn der eine besonders schwierige Patientin vor sich hat.
“Ist dein Teller leer?”
Ich male mit der Gabel Achten auf das Porzellan, so wie meine Hüften liegende Achten beschreiben, ich stochere in den Resten und spieße alles auf. Rex aber ist noch nicht zufrieden, er steckt ein Stück Brot in meinen Mund, mit dem ich über den Teller, und kaum habe ich das durchnässte Brot gekaut und geschluckt, ruft er auch schon nach Sermin.
“Das Dessert, bitte.”
Der Wechsel der Teller verfolgt ohne Aufschub, schon will ich nach dem kleinen Löffel suchen, doch Rex legt eine Hand auf meinem Arm. Ohne eine Hand umfasst er mir beiden Händen meine Mitte, hebt mich hoch, dreht mich um lehnt mich an die Tischkante. Dann schiebt er mich auf den
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 20.05.2005    um 15:30 Uhr   
Tisch, bis ich vor ihm sitze, die Schenkel geöffnet, die Hände auf der Tischplatte, ich höre besteck klappern, sein unbenutztes Besteck, und da ist sie wieder, die Angst, was hat er vor, was will er mit dem Besteck, und jetzt spüre ich die gezackte Säge des Messers, das meine Schenkel entlang fährt, als wolle er mich von den letzte, winzigsten Härchen befreien, er verstreicht eine kalte Masse auf meiner Haut, es muss Eis sein, Pistazie vielleicht oder Waldmeister, auf und ab gleitet das Messer, ich brauche alle kraft, um den schrei zu unterdrücken, doch er steht bei mir, steckt Trauben in meinen Mund, eine, zwei, drei, vier, immer mehr grüne Trauben, unter deren stumpfer Haut ich das feuchte, feste Fruchtfleisch spüre, ich bewege die Trauben in meinen Mund hin und her wie Kissel, ohne sie zu zerbeißen, wie glatt sie sind, wie lebendig, und Rex, was tut Rex, er vertauscht die Klinge mit dem Griff, kühl und glatt nähert sich der griff, kommt näher, dringt in mich ein, und jetzt zerbeiße ich die Trauben, Rex senkt seinen Mund tief in meinen Schoß, und ich falle auf ihn, halte mich an ihm fest. Lege meinen Kopf auf seinen Nacken und verliere das Bewusstsein.
“Martha?”
“einen Kaffee, verehrte Dame? Einen Cappuccino vielleicht oder einen Espresso?”
Ich öffne die Augen. Immer noch herrscht tiefe Dunkelheit. Als wäre nichts geschehen, sitze ich auf meinen Stuhl. Mit verrutschtem Kleid und glühenden Wangen.




~ENDE~
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 22.05.2005    um 20:36 Uhr   
Hmm, zu lang, oder warum keine Kommentar oder Kritik?

Edelfeder
Geändert am 22.05.2005 um 20:36 Uhr von Edelfeder
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Nutzer: Feuerfux
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geschrieben am: 22.05.2005    um 21:40 Uhr   
Ich würde mal sagen, Du hast den Leser erschlagen.
Zum einen lesen sich kleine Portionen nämlich viel einfacher und zum anderen kannst Du den Leser zappeln lassen;)


Fux


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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 23.05.2005    um 00:37 Uhr   
Hmm, verstehe ich wie Du das meinst. Werde ich mir mal für das nächste Mal merken. Thx für die Antwort.

Edelfeder
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Nutzer: Funkenfeuer
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geschrieben am: 23.05.2005    um 12:06 Uhr   
faszinierend geschrieben, toll... einfach... wow... würde mich freuen mehr zu lesen...

~Funkenfeuer~
Ein Funke hat von jeher genügt die Dunkelheit ein wenig zu vertreiben.
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 23.05.2005    um 12:58 Uhr   
Sich bei Feuerfux für sein Kommentar bedankt..;)

Edelfeder
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 29.05.2005    um 20:24 Uhr   
tip : einfach den kinderteller pommes bestellen, dann fallen die ganzen störungen weg :-))
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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 29.05.2005    um 23:20 Uhr   
Aber dann wäre das ja alles halb so prickelnt ;-)

Edelfeder
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 30.05.2005    um 18:25 Uhr   
oki .., - hast recht *bestelltz noch ein dessert :-)
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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 30.05.2005    um 18:55 Uhr   
Ohja, wie wäre es mit Erdbeeren und Eis und und und


Edelfeder
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"Autor"  
Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 01.06.2005    um 00:35 Uhr   
du hast mich ..überzeugt :-)
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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 01.06.2005    um 18:54 Uhr   
Mal schnell Erdebeeren und sahne auf den Tisch hinstellt...Hmm, lecker...;-)

Edelfeder
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"Autor"  
Nutzer: Vampir_Akasha
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geschrieben am: 01.06.2005    um 21:35 Uhr   
Wunderschön geschrieben, konnte mich gar nicht losreißen...

Höchste Bewunderung meiner Seits.

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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 05.06.2005    um 18:23 Uhr   
The dream

Gestern Nacht hatte ich einen Traum .
Ich steige aus dem Flugzeug, der Himmel über Mailand starrt grimmig und feindselig auf mich herab. Ein eiskalter, klebriger Wind zersaust mir das frisch gestylte Haar; in dem gräulichen Licht wirken mein Gesucht fahl und meine Augen leer; die phosphoreszierenden Ringe, die sie umgeben, verleihen mir ein unheimliches Aussehen.
Meine Hände sind kalt und weiß wie die einer Toten. Im Flughafengebäude angekommen , spiegle ich mich in einer Fensterscheibe: das magere, farblose Gesicht, die langen Haare, wirr und unansehnlich, hermetisch geschlossene Lippen. Ich bin seltsam erregt, ohne jeden Grund. Dann seh eich das gleiche Spiegelbild noch einmal, aber ganz woanders. Ich bin jetzt nicht mehr im Mailänder Flughafen und mit meinen üblichen Markenklamotten bekleidet, sondern seltsamerweise in einer stinkenden, kleinen Zelle, in die kaum Licht eindringt, sodass ich nicht einmal sehen kann, was ich anhabe und in welchem Zustand ich mich befinde.
Ich bin alleine, weine. Draußen muss es nacht sein. Am Ende des Korridors erkenne ich ein schwankendes Licht, das jedoch sehr hell ist. Null Geräusche. Das Licht kommt näher, immer näher, und das erschreckt mich, denn ich höre keine Schritte. Der Mann, der schließlich erscheint, bewegt sich wie eine Katze, er ist groß und stattlich.
Er umklammert mit beiden Händen die Knitterstäbe, ich wische mir die Tränen ab, stehe auf und gehe auf ihn zu; sein Gesicht wird von der Taschenlampe beleuchtet, er hat etwas Diabolisches, der übrige Körper ist nicht zu erkennen. Ich sehe seine riesigen, hungrigen Augen von undefinierbarer Farbe und einen breiten, halb geöffneten Mund , aus dem eine Reihe weißer Zähne hervorblitzt. Er legt einen Finger auf die Lippen und bedeutet mir zu schweigen. Ich betrachte sein Gesicht aus nächster Nähe, es ist faszinierend, mysteriös und wunderschön. Ein Blitz durchzuckt mich, als seine perfekten Finger auf meinen Lippen zu kreisen beginnen. Er tut es ganz sanft, meine Lippen werden feucht, und ich nähere mich Ihm noch mehr, presse, beinahe spontan, mein Gesicht an die Gitterstäbe. Seine Augen leuchten jetzt, aber seine Ruhe ist absolut und zeitlos; seine Finger dringen tief in meine Mundhöhle ein, mein Speichel lässt sie mühelos gleiten.
Dann zieht Er sie wieder raus und reißt mir mit beiden Händen die Kleider vom Oberkörper, sodass die runden Brüste bloß liegen. Die Brustwarzen sind spitz und hart vor Kälte und versteifen sich bei der Berührung seiner nassen Finger noch mehr. Er legt seine Lippen auf meine Brüste, beschnuppert sie zuerst und küsst sie dann. ich lege lustvoll den Kopf zurück, aber mein Oberkörper bleibt still, völlig Ihm hingegeben. Er hält inne, schaut mich an und lächelt. Mit einer Hand wühlt Er in seinen Kleidern. Ich höre Schlüssel klimpern , dann das Geräusch einer Eisentür, die leise ins Schloss fällt. Jetzt ist Er drin. Bei mir. Er fährt fort, mir die Kleider vom Leib zu reißen, entblößt meinen Bauch und dann meine heißeste Stelle ein Stück weiter unten. Danach legt Er mich behutsam auf dem Boden, sein Kopf zwischen meinen Schenkeln, seine Zunge taucht in mich ein. Mir ist jetzt überhaupt nicht mehr kalt, ich habe Lust mich zu spüren, meinen Körper durch Ihn wahrzunehmen. Ich ziehe Ihn an mich und fühle meine Säfte auf Ihm. Ich taste nach seinen Schwanz unter der Kutte, wühle immer aufgeregter , denn ich spüre, dass es erregt ist, ein wahres Prachtstück von einem Schwanz... Es will raus, un dich helfe Ihm dabei, indem ich den schwarzen Umhang lüpfe.
Er dringt in mich ein, unsere Säfte vermischen sich, und sein Glied gleitet wie ein Messer durch weiche Butter, aber ohne mir wehzutun. Dann zieht Er es wieder heraus und setzt sich in eine Ecke. ich lasse Ihn warten und gehe erst nach einer Weile zu Ihm. Wieder taucht Er in meine schäumende Brandung ein. Es reichen wenige harte, trockene Stöße , um mir unendlichen Genuss zu bereiten. Wie erbeben gleichzeitig. Dann bringt Er seine Kleider wieder in Ordnung und verlässt mich, noch heftiger weinend als vorher.
Als ich die Augen aufschlage, befinde ich mich wieder auf dem Flughafen und betrachte mein Gesicht..
Ein Traum im Traum.


Edelfeder
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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 05.06.2005    um 18:24 Uhr   
(zitat)Wunderschön geschrieben, konnte mich gar nicht losreißen...

Höchste Bewunderung meiner Seits.

(/zitat)

Danke für deine lieben Worte ;-)

Edelfeder
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"Autor"  
Nutzer: Achgottchen
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geschrieben am: 05.06.2005    um 19:15 Uhr   
darkroom: faszinierend und äußerst (nicht nur Appetit-)anregend und sensibel geschrieben!
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 06.06.2005    um 00:56 Uhr   
die erdbeeren sind fruchtig, selbst in der dunklen zelle :-)
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"Autor"  
Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 09.06.2005    um 14:01 Uhr   
@Achgottchen, Danke Dir.
@starchaser, ich hätte da noch Milchreis anzubieten*lacht*


Edelfeder

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