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Gute Idee.

Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 15.07.2005    um 15:51 Uhr   
Gute Idee.

Es war eine gute Idee, er fragte sich, warum er sie erst jetzt bekommen hat. Es war die Erleuchtung, die Idee des Jahrtausends. Jetzt musste er sie nur noch durchführen, aber das war natürlich kein Problem, denn er lebt schließlich in America, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und alt war er auch schon, richtig erwachsen mit seinen 17 Jahren, rein theoretisch müsste er schon an seine Rente denken. Aber das war jetzt eh unwichtig, denn er hatte etwas besseres, effektiveres vor, etwas, das dir richtig den Kick gibt, etwas, dass dich auf dem Boden der Tatsachen lässt, ohne Auszurasten, ohne irgendeinen Hintergedanken. Es war ganz einfach, ganz einfach, so einfach, dass es fast schon lächerlich war, so genial, er war so stolz, so stolz auf die Idee, die sein Leben, die ihr Leben, die das Leben aller verändern würde. Es war das Feeling, die Coolness, wer traute sich das schon, wer hatte schon den Mut? Und er wusste, dass es alle dachten und sich keiner traute. Er würde den ersten Schritt machen, zeigen, wo es lang geht, zeigen wie es geht und zeigen, dass es eigentlich ganz einfach ist.
Das Geschenk hatte er ganz schnell, seine Eltern hatten es zu Hause, seine Freunde hatten es zu Hause, eigentlich hatte es jeder zu Hause, erreichbar, einsetzbar und so verführend.
Es war ein schöner Abend, Rosen, Essen, viele Kerzen und ein romantischer Sonnenuntergang, yeah, das war Californien, das warme, schöne, niemals Endende Land, ein Land voller Freiheit, voller Zwang, voller Lust.
Es war klar, wie es endet, beiden war es klar. Er zog sie aus, sie zog ihn aus, sie lagen nackt im Bett, ein 100 Dollar Wasserbett, in einem 200.000 Dollar Haus, ein Haus voller Reichtum, ein Haus voller Raten, ein Haus voller Kälte. Und mit dieser Kälte holte er das Geschenk raus, ein Geschenk, dass sie nie sah, denn sie sollte die Augen geschlossen halten, sie spürte nur das kalte Eisen, ein Herz, ein Bilderrahmen, einfach eine Überraschung. Sie hatte auch noch die Augen geschlossen, als der Schuss ertönte. Sie sah nie die Waffe, sie sah nie sein Gesicht als er abdrückte.
Es war so einfach, sie war für immer sein, sie war einzig und allein für ihn bestimmt. Er nahm die Waffe und legte sie in den Mund, er lachte, nicht irre, sondern glücklich, denn sie war sein, er war ihres, sie würden nie wieder getrennt werden.
Voll mit Freude drückte er ab, schoss sich ins Jenseits, aus dieser Welt raus.
Es war zu Ende, sie waren zusammen, für immer, nie wieder getrennt, keiner weiß, wie es ihnen Erging, es wurde kein Abschiedsbrief hinterlassen, nur zwei Leichen und Blut, viel Blut und Gehirn. Es war kein schöner Anblick, aber er war schnell beseitigt. Und irgendwann waren sie vergessen, aber sie waren nie wieder getrennt.
Die Lösung war so einfach und sie kam so plötzlich, warum fiel sie ihm nicht früher ein? Eine Idee in America, eine Idee in einem 200 000 Dollar Haus, eine Idee, die jeder in uns hat. Für alle Ewigkeit.
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Nutzer: Edelfeder
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geschrieben am: 15.07.2005    um 18:10 Uhr   
Ein klein wenig , aber nur ein klein wenig, an Romeo und Julia erinnert^^..

Edelfrder
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Nutzer: _Soul_
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geschrieben am: 15.07.2005    um 21:53 Uhr   
gefällt mir :) ein bisschen der gegenpart zu zwei von meinen kurzgeschichten :)

LG
Soul
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Nutzer: shadow_light
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geschrieben am: 16.07.2005    um 00:22 Uhr   
ich finds schön..
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 16.07.2005    um 11:04 Uhr   
naja.... ein bisschen drastisch findest du nicht?
vielleicht sollte man die geschichte früher enden lassen, nach seinem tod, denke ich. das danach macht nur die stimmung kaputt, lenkt ab un dist einfach zu viel und unnötig, finde ich. besonders das mit dem blut und der gehirnmasse, das ist einfach nur effekthascherei in meinen augen und es zerstört die atmosphäre.
die idee an sich, eher unoriginell, das war halt schon da. und das merkt man dem text auch an, denke ich.
Man kann das ende schon sehr schnell erraten, der text ist in der hinsicht sehr durchschaubar, was ihm seinen einzigen reiz nimmt.
die beschreibung der zwänge in denen die beiden leben finde ich sehr gut, auch wenn man das gefühl hat, dass nur er in diesen zwängen lebt und sie davon eigentlich nichts mitbekommt. Mir erschließt sich nicht warum er das tut. Wegen der zwänge, ja, das ist einleuchtend, aber um sie für sich zu haben? es wird nicht so richtig klar, wer sie ihm denn nehmen könnte.
die letzten zwei drei sätze finde ich sehr gelungen und sie geben der geschichte einen schönen endklang, wenn du verstehst was ich meine.
Nekir
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 16.07.2005    um 13:58 Uhr   
Ein bisschen von Romeo und Julia inspirieren lassen oder zumindest von einer Liebesgeschichte.

@soul ich schreibe auch andere geschichten, sie ist also auch ein Gegenpart zu einigen von mir ;)

@ shadow: danke.

@nekir: danke, danke danke. endlich mal einer, der wirklich ausführt, was gefällt und was nicht. Und ich gebe zu, die Idee ist alt. das er durchschaubar ist, war eigentlich mein Ziel. Ich wollte nur so wissen, ob die Leute weiterlesen, auch wenn sie das Ende schon erraten, kennen. D.h.: eine gewisse Faszination besteht an meinen Texten ;)
Zu dem Blut und dem Gehirn: Diese Geschichte ist nicht ab 12, deshalb denke ich, darf ich das schreiben und so detailliert ist es ja auch nicht, oder?
In der Tat gebe ich allerdings zu, dass der Stil bei anderen Geschichten von mir schon besser war.
Es geht in 1. Linie um "ihn", nicht um "sie" (obwohl das relativ ist, ich hätte auch "sie" anstelle "ihn" schreiben können, es war nur die Bedienung eines Klischees), deshalb sind "ihre" Gedanken, Gefühle völlig unwichtig.
Und es geht auch weniger darum, warum er es macht, er ist verrückt, verrückt geworden evtl. durch das 200 000 Dollar Haus, America oder er war es von Anfang an.
Und ich muss zugeben, die letzten 3 Sätze floßen einfach, während ich davor nachgedacht habe, wie ich weiterschreiben soll, bzw. was. Ich glaube, dass merkt man auch. (Ich schreibe eher nach inspiration, keine Verbesserung, sondern so, wie die Idee im Kopf ist, wird sie eingetippt.)

2 confused 2 say something,
cruelty
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 17.07.2005    um 13:05 Uhr   
natürlich ist die geschichte nicht ab 12.
das meinte ich auch gar nicht.
sowas zu schreiben ist einfach unnötig, jeder kann es sich vorstellen, weißt du, es ist wie wenn der kameramann nach dem schuss extra noch auf die gehirnmasse zoomt. verstehst du was ich meine? das ist so: schaut her, ich schreibe voll harte, voll brutale geschichten, seht ihr das blut? (übertreiben gesagt, ich denke du verstehst schon)

ehrlich gesagt hat die geschichte auf mich keine besondere faszination ausgeübt. ich hab weitergelesen, weil ich dachte, vielleicht wird sie ja doch noch besser....naja.
wenn er doch verrückt geworden ist, warum betonst du dann in deiner geschichte so sehr, dass er es nicht ist?
mir ist immer noch nicht wirklich klar warum er das getan hat.
Nekir
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"Autor"  
Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 17.07.2005    um 22:44 Uhr   
tschuldigung, aber warum betone ich, dass er nicht verrückt ist?
und ich gebe zu, es war ein Versuch, eine Situation zu beschreiben und ich habe schließlcih auch nicht geschrieben, dass auf dem Kopfkissen genau der und der Hirnsplitter ist und auf dem Boden genau so eine große Blutlache. Es sollte einfach nur verdeutlichen, dass es kein schöner Anblick ist. Und bei der heutigen Generation die sowas wie "Detektiv Conan" täglich schaut, wo ein 12jähriger oder so, Leichen entdeckt und da nichts schlimmes bei ist, sondern er nach 20 min. weiß,wer der Mörder ist, denke ich mir, dass man sowas doch verdeutlichen sollte.

Und dass du gedacht hast, dass sie evtl. noch spannend wird, zeigt doch, dass du schon gute Sachen von mir gelesen hast ;)
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 18.07.2005    um 14:22 Uhr   
naja, du schreibst zum beispiel, dass er lacht betonst aber, dass er nicht irre lacht. das meine ich.
ich finde den kommentar über die gehornmasse einfach nur überflüssig, das meine ich, aber du hast das nicht vertanden.
ich habe vorher noch nicht sehr viel von dir gelesen, tut mir leid, daran lags also nicht. *g*
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"Autor"  
Nutzer: inna
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geschrieben am: 19.07.2005    um 04:52 Uhr   
hi

Ich finde den Inhalt der Geschichte total gut:
Ein Typ, der meint, dass er etwas total Neues entdeckt, dabei glücklich ist, schlüssig handelt und seine Liebe und sich ganz beiläufig ins Jenseits schießt.
Dabei übersieht er, dass die Idee uralt ist, dass seine Liebe möglicherweise ein Recht auf eigene Entscheidung hätte, dass das Jenseits nicht planbar ist (nie mehr getrennt - aber auch nie mehr vereint?), dass einzig für eine Weile Blut und Schmutz übrigbleiben.

Du schreibst, dass er NICHT irre lacht - gerade das zeigt für mich, wie irre er ist!
Die Wortwahl 'richtig erwachsen mit seinen 17 Jahren' zeugt auch von seiner völlig unfertigen Art zu denken - er ist ein halbes Kind, dass noch nicht gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen (nicht für Rente; und auch nicht dafür SELBST Wärme zu schaffen in seinem ach so kalten Elternhaus, denn sein eigenes Heim kann es ja wohl noch nicht sein). Auch sucht er jugendlich pubertär nach dem 'richtigen Kick', nicht einmal nach einer Lösung!

Was ich nicht verstehe ist, dass du schreibst, dass es 'beiden klar war, wie es enden würde'. Dem Mädchen war doch wohl gar nichts klar?
Die Schlusssätze würden mir besser gefallen, wenn auch die Anfangssätze inhaltlich und strukturell ähnlich gebaut wären, so dass eine Art Rahmen entstehen könnte...

Liebe Grüße

*inna
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 20.07.2005    um 22:19 Uhr   
da erzwingt wohl jemand sein glück, weil er angst hat, es zu verlieren ? coolness und kick, - ohne den anderen zu fragen.
bei romeo und julia war die tragödie ja nicht geplant, - im gegenteil.
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"Autor"  
Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 06.08.2005    um 14:02 Uhr   
nja, da hast du shcon recht chaser, trotzdem kann man sich ja von einer grundidee inspirieren lassen und die story dann ein bisschen umändern, oder?
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