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Sie - Über das Schreiben

Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 28.07.2005    um 23:12 Uhr   
Sie wippte mit den Füßen auf der Metallstange unten an ihrem Stuhl zur Musik, obwohl das weh tat. Mit der Zunge versuchte sie die Lakritzreste von den Zähnen zu fischen, die sich da festgeklebt hatten. Sie aß weiter Lakritze, aber sie schmeckten nicht mehr so gut, weil sie schon so viele davon gegessen hatte und gleich wollte sie sich eine Pizza in den Ofen schieben. Die Lakritze machten irgendwie satt, jedenfalls machten sie den Appetit auf Pizza kaputt. Sie tippte mit zwei oder drei Finger auf ihrem Laptop, richtig tippen konnte sie nicht. Ab und zu wanderte ihr Blick über die Reclambücher auf dem untersten Regal über dem Schreibtisch – gelb und orange – und über die Fotos, die ihre Cousine ihr zum Geburtstag geschenkt hatte, Babyfotos; die Cousine schrieb ihr schon lange nicht mehr, sie wusste nicht warum. Sie hatte sich verändert.
Ab und zu warf sie die langen Haare über die Schulter, wenn sie auf der nackten Haut kitzelten. Sie wartete eigentlich noch auf einen Anruf, aber sie hatte keine Lust zu telefonieren. Schon zum dritten mal hörte sie jetzt das letzte Lied der CD, sie war nicht sehr lang, deshalb.

Ihr Traum war es schon lange gewesen ein Buch zu schreiben, oder eine Geschichte, die länger als ein paar Seiten war. Sie hatte ein paar Ideen gehabt, aber dann nach einiger Zeit nicht mehr weiter gewusst, oder das blöd gefunden, was sie geschrieben hatte. Meistens beides. Sie konnte eigentlich gut schreiben, hatte in Deutsch eine Eins, immer schon gehabt. Sie merkte aber, dass sie keine Kondition und nicht genug Ideen für längere Texte hatte. Glossen und Essays, das konnte sie gut, aber für ein Buch würde es wohl nicht reichen, gestand sie sich ein. Aber irgendwie hatte sie immer noch die Hoffnung auf einen großen Geistesblitz.

Sie hatte ja früh damit angefangen, sie wollte die jüngste Autorin werden, aber das konnte sie schon lange nicht mehr sein. Letztens hatte eine Fünfzehnjährige einen Fantasy-Roman geschrieben. Sie war sehr neidisch gewesen und war es noch, wenn sie das Buch irgendwo sah oder ein Bild von dem Mädchen.

Jetzt war die CD schon zum dritten Mal zuende, aber sie hatte keine Lust aufzustehen und sie wieder anzumachen oder eine neue einzulegen. Eigentlich konnte sie besser schreiben wenn keine Musik im Hintergrund lief, aber manchmal war ihr zu langweilig um keine Musik dabei zu hören und manchmal inspirierte die Musik sie zu einem Text, glaubte sie.

Sie legte den Kopf in den Nacken und es knackte ganz hässlich, weil sie den Kopf die ganze Zeit gebeugt gehalten hatte zum Schreiben. Noch tippte sie fleißig auf die Tasten des Laptops ein, aber sie hatte schon jetzt Angst, dass sie gleich einen Satz beenden würde und dann nicht mehr weiter wissen würde. Sie würden dann lange überlegen und vielleicht ein paar Versuche machen, aber die würden ihr nicht gefallen; sie würde alle Versuche wieder löschen, noch eine Zeit lang überlegen und sich schließlich denken: Vielleicht fällt mir später noch etwas ein. Aber wenn sie die Geschichte später überhaupt noch einmal herausholte würde ihr dazu auch nichts mehr einfallen. Einmal weil sie sowieso wenig Ideen hatte und einmal weil der Zeitpunkt diese Geschichte zu schreiben vorüber war. Und die Geschichte war auch hinüber. Und noch später würde sie den Text total bescheuert finden, wie so vieles.
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Nutzer: Nekir
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geschrieben am: 28.07.2005    um 23:17 Uhr   
Außer ihre Gedichte: ihre Gedichte fand sie meistens gut, auch noch nach einiger Zeit. Ihre Gedichte waren sowieso das beste, was sie schrieb, einige fand sie sehr genial und dann dachte sie, so was schreibe ich eh nie wieder und sie hatte bei manchen Gedichten eh das Gefühl, dass sie sie gar nicht geschrieben hatte, weil es schon so lange her war und sie nicht mehr wusste, wie sie auf die Idee für dieses Gedicht gekommen war.
Aber Gedichte waren die perfekte Art zu schreiben für sie, abgesehen von den Glossen, die sie gut schreiben konnte, weil sie sehr fies und sehr ironisch sein konnte und gut formulieren, ja Gedichte waren perfekt, weil sie kurz waren. Je kürzer desto besser. Aber ihre meisten Gedichte waren dann sogar etwas länger. Aber in Gedichten konnte man schreiben wie man wollte, es war offen für Interpretation.

Sie schrieb keine Gedichte, die sich reimten, sie hatte bisher nur zwei oder drei geschrieben, die sich reimten.
Aber in letzter Zeit hatte sie auch keine Gedichte mehr geschrieben, nämlich gar nichts, außer ein bisschen Tagebuch. Sie wollte etwas Großes schreiben, eine großartige Geschichte über wichtige Dinge, fantastische Dinge, es sollte etwas Ausgedachtes sein, es sollte von der Liebe handeln und von Abenteuern. Eigentlich wusste sie schon sehr genau, was in der Geschichte vorkommen sollte, aber sie hatte keine Handlung.
Im Grunde kannte sie ihre Helden, aber sie gefielen ihr noch nicht so recht, weil sie alle perfekt waren. Sie hatte schon angefangen diese Geschichte zu schreiben, aber jetzt gefiel sie ihr nicht mehr. Sie war zu einfach, und sie verstrickte sich immer wieder in Kleinigkeiten und sie kannte die Handlung nur bis zu einem gewissem Punkt und danach wusste sie nicht weiter, weil sie keine Ideen hatte.

Eigentlich fehlte auch der ganze Hintergrund zu der Geschichte, denn es gab keinen Grund warum dies alles passierte, was in der Geschichte geschah und eigentlich sollte es eh alles ganz anders laufen. Man sollte eine Idee haben mit Hintergrund und dann überlegte man sich Helden, die in dieser Geschichte ihre Rollen spielten und schließlich, wenn die ganze Geschichte im Kopf da war, dann konnte man anfangen sie aufzuschreiben und lustige Details einzubauen und sich Gefahren und Rettungen ausdenken und die weiteren Verwicklungen zwischen den Charakteren. Aber wenn man wie sie nur einen kleinen Teil der Arbeit machte, dann konnte es nicht funktionieren. Das wusste sie und sie schreib nicht mehr weiter an dieser Geschichte, seit einiger Zeit, denn sie musste erst die ganze Geschichte kennen bevor sie aufgeschrieben werden konnte.

Es war immer dasselbe.
Außerdem hatte sie Probleme mit Dialogen und sie hatte immer das Gefühl die ganze Geschichte erzählen zu müssen, soll heißen, jede Minute ohne einmal einen Tag auszulassen, was natürlich völliger Quatsch war, denn diese Details wollte doch niemand lesen. Trotzdem, trotzdem sie wusste, dass ihre Geschichte nicht gut war, war sie beleidigt und in ihrem Stolz als Schriftstellerin gekränkt, wenn jemand ihre Geschichte nicht so gut fand und Kritik übte. Vor allem, wenn dieser jemand auch eine Geschichte schrieb, die viel besser war und die der jenige schon fertig im Kopf hatte. Aber diese Geschichte gab es schon.

Ihr war schon früh aufgefallen, dass sie keine Ideen hatte, auch wenn sie sich das vielleicht nicht richtig eingestanden hatte. Sie hatte ihre Eltern mit der ewigen Frage genervt, was sie schreiben würden, wenn sie ein Buch schreiben würden. Über was sie schreiben würden. Natürlich hatten ihre Eltern keine Ahnung, was sie schreiben würden, machten Witze über die Antwort oder waren beim hundertsten Mal einfach nur genervt. Es interessierte sie auch nicht ein Buch über irgendetwas zu schreiben. Aber sie wollte eines schreiben, eben immer schon. Wahrscheinlich weil sie Bücher liebte. Vor allem Romane. Sie las sehr viel, verschlang alles und hatte zuletzt in drei Wochen England-Urlaub sechs oder sieben Bücher gelesen. Und sie las immer.

Jeden Tag las sie an einem Buch, immer nur an einem. In der Schulzeit weniger, weil sie dann nicht so viel Zeit hatte und manchmal hatte sie auch keine Lust zu lesen oder sie war zu müde. Sie bewunderte jeden Autor für das, was er geschafft hatte, eigentlich auch diejenigen, deren Bücher sie nicht mochte. Eigentlich wollte sie auch nicht irgendein Buch schreiben (auch wenn ihr manchmal danach war, nur um eben ein Buch geschrieben zu haben), nein, sie wollte einen tausendseitigen Wälzer, einen Bestseller, ein Monumentalwerk.
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geschrieben am: 29.07.2005    um 12:49 Uhr   
hm... also, ich bezweifel das "sie" keine ideen hat. sie geht nur falsch an die sache heran. Die Geschichte DARF garnicht shcon nahezu vollständig in ihrem Kopf sein. Ganz im Gegenteil. Als erstes müssen die Charaktere da sein. Sie sind die Grundlage für alles was passiert. Wenn als erstes die Geschichte da ist, ist das wie als wenn du die Story für ein RPG schön wüsstest und jetzt Krampfhaft versuchen würdest die Charaktere da hinein zu quetschen. es funktioniert nicht.
Aber die meisten Probleme kenne ich. Das Gefühl, dass der Moment, in dem man schreiben konnte, vorbei ist. Aber die Kunst ist es zu lernen, dass man diesen Moment erzeugen kann. Ich bezweifel dass das all zu schwierig ist. Dafür gibt es einfach zu viele Schriftsteller.
Um all diese Probleme zu bewältigen habe ich mir zwei Bücher über das schreiben geholt. Einaml "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" von James N Frey und zweitens "von der Kunst des Schreibens" von Julia Cameron. Ich für meinen Teil habe mir selbst erst jeweils das erste Kapitel vorgenommen und versuche momentan mich ein wenig danach zu richten. Und es funktioniert ;)

So... hm... Jetzt mal zu dem Text *g* Im ersten Absatz sind zuiemlich viele wiederholungen. Irgendwie hat man dann schon keine lust mehr weiter zu lesen. Vielleicht einfahc n bisschen was streichen oder zusammenfassen. Dann wirds bestimtm besser :)
Und sonst... hm... eben irgendwie n bisschen nen Tagebucheintrag ne? :)

LG
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geschrieben am: 16.08.2005    um 16:33 Uhr   
Danke für deinen Kommentar.

Eigentlich wollte ich mit dem Text nicht erreichen, dass mir die Leute ratschläge geben, wie ich eine bessere geschichte schreiben könnte. Ich habe ja auch nie behauptet diese "sie" zu sein. die geschichte ist auch noch nicht zu ende. wär ja sonst auchn blödes ende, oder?
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geschrieben am: 17.08.2005    um 19:09 Uhr   
Ach ja, hab ich ganz vergessen:
Man kann keinen Roman schreiben, wenn man kein festes Konzept hat.
Da brauchst du dir nur mal so was triviales wie die Harry Potter Reihe anzusehen.
Das hat mit Charaktere in eine Geschichte zwängen nichts zu tun.
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geschrieben am: 20.08.2005    um 12:34 Uhr   
Sie wollte etwas ganz besonderes. Sie wusste, dass sie sich unnötig unter Druck setzte, aber sie wusste auch, dass sie vielleicht in ihrem ganzen Leben nie ein Buch schreiben würde und darum wollte sie nicht vergessen, dass sie es wollte. Sie dachte nicht jeden Tag daran, aber jetzt in den Ferien, wenn sie manchmal etwas gelangweilt herum saß und nichts tat, dann dachte sie, ich könnte eigentlich mal wieder etwas schreiben, aber natürlich fiel ihr dann nicht ein, sondern nur etwas, dass sie jetzt tun konnte, statt dem Schreiben, und sie hoffte während sie das tat würde ihr schon etwas einfallen, dass sie schreiben konnte. Sie legte es nie darauf an, das heißt, sie setzte sich nie an den Schreibtisch, vor ein leeres Blatt oder vor ein leeres Worddokument und wartete, dass ihr etwas einfiel. Das hatte sie früher schon mal getan und das war dann noch deprimierender gewesen, weil ihr nichts einfiel.

Aber wenn sie statt dem Warten auf Ideen etwas anderes tat, dann vergaß sie meistens ihr Vorhaben zu schreiben. Schlimmer war es, wenn sie richtig Lust bekam wieder etwas zu schreiben, so eine Schreibwut. Die meisten Menschen bekommen eine Schreibwut wenn sie eine große Idee haben und sie unbedingt aufschreiben müssen. Bei ihr kam nur die Lust aufs Schreiben, aber ohne Idee. Dann konnte es schon mal vorkommen, dass sie entgegen besseren Wissens sich vor ein leeres Blatt setzte, wartete und schließlich doch nur Kringel aufs Papier malte oder etwas zeichnete. Dann, wenn sie aufgab, war sie hinterher wütend, dass sie ihre Zeit vertan hatte und warf die bekritzelten Blätter weg oder auch nicht, wenn ihr die Zeichnungen gefielen.

Davon gab es nur noch eine Steigerung, nämlich, dass ihr nicht mal einfiel, was sie zeichnen konnte.

Dann war der Tag gelaufen. Aber auch daran gewöhnte sie sich, sie verdrängte es einfach und machte etwas anderes.
Jetzt hörte sie ihren Magen knurren und spürte, dass sie trotzt den Lakritzen Hunger hatte; sie dachte an die Pizza und daran, dass sie aufstehen musste und mindestens noch eine Viertelstunde warten musste und dann noch einmal aufstehen musste und eine halbe Stunde warten musste, weil sie aß. Sie hatte aber keine Lust und sie hatte das Gefühl, dass sie, wenn sie das Tippen unterbrach, keine Ideen mehr haben würde. Sie tat es trotzdem, schließlich wollte sie weiterleben und nicht vor dem Bildschirm ihres Laptops verhungern.

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geschrieben am: 20.08.2005    um 12:35 Uhr   
Sie setzte sich leicht fröstelnd wieder vor den Laptop, ihre Finger waren noch kalt wegen der Tiefkühlpizza (Salami), denn die Tiefkühltruhe war kälter eingestellt worden. Sie hatte die Eieruhr neben sich gestellt, sie war auf zehn Minuten eingestellt und nervte sie jetzt ein wenig mit ihrem Ticken. Es war eine weiße Kuh mit schwarzen Flecken, die ein Büschel Gras trug und grinste. Eigentlich war es verboten so etwas herzustellen. Sie schaute auf die Uhr und stellte fest, dass sie ihre Lieblingsserie verpasst hatte. Das passierte ihr öfter, bevorzugt an den Tagen, an denen sie eigentlich nichts zu tun hatte und aus lauter Langeweile oder Rumhängen vergaß sie auf die Uhr zu schauen. Das ärgerte sie besonders; mehr als wenn sie nicht dazu kam ihre Serie zu schauen, denn dann hatte sie Zeitmangel als Grund, in diesem Fall aber war es nur eigene Blödheit. Andererseits zeigte es ihr, dass ihr die Sendung nicht so wichtig war, und sie sich nicht davon abhängig machte wie andere Leute, die zu einer bestimmten Uhrzeit schnell wegmussten um Gute Zeiten Schlechte Zeiten nicht zu verpassen.

Sie machte auf dem Stuhl eine Hohlkreuz, knackte mit einem Rückenwirbel und hob dabei den Kopf, schaute deshalb auf die Bücherregale über dem Schreibtisch. Dort standen Die Ritter der Tafelrunde und historische Romane über Maria Stuart oder Henry den Achten.

So etwas wollte sie schreiben: sie wollte Helden, Mut und Liebe. Spannung, damit ihr die Leser nicht einschliefen, verrückte und unerwartete Wendungen, ein großartiges Finale.
Sie dachte an die vielen Geschichten, die sie gelesen hatte und noch viel lieber selbst geschrieben hätte als sie sich erschreckte, weil sie Eieruhr klingelte. Sie beendete noch schnell den einen Satz und beeilte sich dann nach oben, denn sie mochte keine angebrannte Pizza.

Das Ganze hatte länger gedauert als sie geplant hatte, denn sie hatte zum Nachtisch noch Apfelmus gegessen, das ihr Mutter heute morgen aus dem Fallobst gekocht hatte und danach hatte sie mit ihr zusammen eine Kiste voller alter Schulbücher zum Altpapiercontainer gebracht. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass ihre Mutter jemals Apfelmus selber gekocht hatte; sie fragte sie wie man das machte und stellte fest, dass es sehr einfach war. Und ihre Mutter sagte ihr, dass man das nicht aus Äpfeln machen sollte, die sehr teuer waren und man auch deshalb Fallobst nahm, weil dieses oft Macken hatte, die man herausschneiden musste, und man die Äpfel für das Mus eh klein schneiden musste. Ihr fiel ein, dass sie noch nie Fallobst gehabt hatten; es war von ihrer Oma, die es von einer Bekannten bekommen hatte, die zu viel davon hatte, um alles alleine zu verwerten. Apfelmus für lau. Ungezuckert und grün. Jetzt, mit dem Apfelgeschmack im Mund hatte sie keine Lust mehr auf Lakritze, aber sie konnte die Tüte nicht zumachen, weil ihr der Verschluss kaputt gegangen war.

Es hatte immer noch niemand für sie angerufen und sie wartete noch auf eine Antwort auf ihre Sms. Aber das scherte sie auch nicht wirklich, es war ja immer dasselbe.

Jetzt war es schon halb sechs und sie hatte noch nichts Anständiges gemacht. Nicht Nützliches. Und gegen Abend würden ihr wieder tausend Sachen einfallen, die sie hätte machen könnten, die ihr aber im Laufe des Tages nicht eingefallen waren, oder auf die sie keine Lust gehabt hatte. Sie tippte also weiter und dachte nur daran, dass sie heute Abend wieder ihr Training machen wollte. Sie hasste es die Rechtschreibfehler in ihren Texten korrigieren zu müssen, die auf dem Bildschirm rot unterkringelt wurden. Das passierte nur, wenn sie so schnell tippte, sie hatte eine eins in Deutsch, und das Korrigieren unterbrach den Strom des Textes, aber sie hasste die roten Flecken in ihrem Text, sie waren wie lauter penetrante und unberechtigte Vorwürfe, die sie vom Laptop anstarrten.
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