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"Autor"

die melodie der nacht

Nutzer: sivriel
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Registriert seit: 15.12.2003
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 02.09.2005    um 18:28 Uhr   
stolpern mit hastigen schritten
hektik
fühlst dich krank
ausgelaugt
taumeln

gedanken
sind wirr und
fallen durcheinander
brüllen dir ins ohr

die sonne sinkt und
es wird kühler
endlich entkommen
lässt das laute leben hinter dir

der duft des sommers
zieht durch die nachtluf
du atmest ihn ein
tief

das einzige geräusch
das zirpen der grillen
die gedanken werden leiser
endlich still

die nacht erhebt sich und
flüstert leise in dein ohr
begrüßung
auftakt

die luft wird dunkler,ein
schleier nach dem andern legt sich über dich
ein stern
glüht am himmel weiß



ein trommelwirbel
in dir
noch leise
doch er lässt dich beben
tief
innen

ein neuer stern glüht auf
ein neuer trommelwirbel
und du machst den ersten schritt
leise
und sacht

es wird dunkler und
du siehst den mond am himmel
rund
kalt
seine kälte ist warm in dir

die trommeln beginnen
den rythmus
du bewegst dich weiter
die erste drehung
perfekt und noch immer so zart

deine schritte werden schneller
die trommeln lauter
und die melodie beginnt
eine einsame
flöte

die pauke setzt ein
du tanzt
und lauter
lauter
wird die melodie der nacht

fiebrig glätzen
deine augen
du drehst dich
drehst dich
die melodie der nacht

es wird stärker
mit tausend geigen und trompeten
erklingt die symphonie

deine augen
blicken nur ins leere
in ihnen spiegelt sich
der blanke
blasse mond

wie besessen tanzt du
siehst nichts mehr
als den mond
hörst nichts mehr
als die melodie der nacht

tanzt
tanzt
schneller
wird die musik
schneller wird dein tanz

und ein großes brausen
ist nur mehr die musik
erfüllt dich
erfüllt die ganze welt

jeder paukenschlag lässt
die erde erbeben
alles lauscht
der melodie der nacht

trocken deine lippen
erschöpft
dein gesicht nass vom schweiß
deine augen in
hellem, wildem glanz

dein körper in wilden zuckungen
im bann der musik
willst tanzen
erkennst mit wut
wie du fällst

du liegst und
willst die nacht nicht
verlassen doch
deine augen schließen sich
zum letzten mal
siehst du den mond
hörst du
die töne
atmest du ein

dann ist
in dir alles still
ein weiches tuch deckt
zu deine gedanken
du fällst in dunkelheit

und die melodie fährt fort
ohne das geringste stocken
der mond
lächelt kühl
niemand überlebt
die

MELODIE DER NACHT...
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"Autor"  
Nutzer: Mendea
Status: Profiuser
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Registriert seit: 30.07.2001
Anzahl Nachrichten: 61

geschrieben am: 08.09.2005    um 15:48 Uhr   
einfach nur leise lächelt
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"Autor"  
Nutzer: _anima_
Status: Profiuser
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Registriert seit: 14.06.2003
Anzahl Nachrichten: 322

geschrieben am: 09.09.2005    um 19:36 Uhr   
passend und interessanter Gedanke in Worte gefasst....vielleicht etwas lang, aber es gefällt
Gruß, _anima_ P.L.
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"Autor"  
Nutzer: sivriel
Status: Profiuser
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Registriert seit: 15.12.2003
Anzahl Nachrichten: 5

geschrieben am: 12.09.2005    um 16:34 Uhr   
*kopf neigt* danke...

war mal wieder eine dieser phasen dankenswerter inspiration, wo man schreibt ohne es selbst mitzubekommen...
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