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Wo hört für euch Esthetik auf?

Nutzer: Rainbowqueen
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geschrieben am: 01.09.2001    um 18:55 Uhr   
Ich hab die letzten Tage über ein ziemlich ernstes Thema nachgedacht. Und zwar hab ich überlegt, wie es ist, wenn eine Person, die mir wichtig ist, irgendwie ins Krankenhaus und auf die Intensivstation gebracht würde. Und es würde sich dann herausstellen, dass diese Person ohne Maschinen nicht mehr leben könnte, und auch nie wieder aus dem Koma erwachen würde. Ich muß ehrlich gestehen, ich hab mich gefragt, ob für eine solche Person, wie wichtig auch immer sie mir sein mag, der Tod nicht eher eine Erlösung sein könnte. Was würde ich in einer solchen Situation tun? Würde ich veranlassen, dass die Maschinen abgeschaltet werden, oder würde ich kämpfen und die Hoffnung nicht aufgeben? Doch stellt sich da einem auch früher oder später die Frage: Wo hört Esthetik auf? Ist es denn sinnvoll, einen Menschen, der so da liegt, noch zum "Leben" zu zwingen? Sollte man in diesem Falle nicht lieber alle Apparaturen ausschalten und diese Person in Frieden gehen lassn?

Was meint ihr? Und vor allem, wie würdet ihr euch verhalten?

nachdenklich und abwartend

Rain
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Nutzer: Alfgar
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geschrieben am: 01.09.2001    um 19:10 Uhr   
sorry aber du verwechselst ästhetik mit ethik
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Nutzer: LanDi-Sama
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geschrieben am: 01.09.2001    um 19:35 Uhr   
jop irgendwie ne falsche überschrift

ich wollte eigendlich gerade sagen das für mich die esthtik bei spätestens 70kg zuende is und dann muss sie auch schon richtig groß sein

verneigt sich

Lan Di-Sama
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Nutzer: Garp
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geschrieben am: 01.09.2001    um 19:48 Uhr   
sorry 2 : eine Fragestellung "Wo hört Ethik auf" geht leider auch nicht, rainbowqueen ... jeder gewissenhafte Mensch wird sich von ethischen, man kann auch sagen von sittlichen Grundsätzen leiten lassen; Ethik ist teils außer Kraft gesetzt zum Beispiel im Krieg, ich denke da nur an den Völkermord oder Vergewaltigungen in Bosnien oder Kosovo.

wo Du vermutlich mit Deinem Beispiel hin willst, ist eher die Fragestellung: Wo hört das medizinisch Machbare auf, ab wann verletzt dies die Würde des Menschen und damit ethische Fragestellungen ...

da sind wir dann schnell im pro und contra der Sterbehilfe; das Problem ist ja leider häufiger, dass man nicht weiß, bessert sich der Zustand eines Patienten nicht vielleicht noch.
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Nutzer: schlau
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geschrieben am: 01.09.2001    um 19:53 Uhr   
(zitat)und auch nie wieder aus dem Koma erwachen würde(/zitat) hierbei ist das problem, dass es dir kein arzt bestätigen würde. solange die chance besteht, dass der patient einer von tausend sein könnte, die wieder aus dem koma erwachen (selbst irreparable folgeschäden ausser acht gelassen), wird weiter künstlich belebt. anders sieht es bei hirntod aus: hier ist es möglich, nach vorgeschriebener zeit die maschinen abzuschalten.

klar, die entscheidung ist situationsabhängig, wie rammsteiner schon schrieb. doch schliesslich sollte jemand befugt sein, diese entscheidung zu übernehmen.

generell für "sterbehilfe"
 
alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt.
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Nutzer: Rainbowqueen
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geschrieben am: 01.09.2001    um 21:07 Uhr   
nickt

Ich weiss, dass ich nicht immer die passenden Vokabeln benutze. Vielleicht hab ich wirklich was verwechselt. Klar ist auch, dass es von Fall zu Fall verschieden ist. Aber ich meine, wenn es so richtig hart und schlecht aussieht. Ich weiss, auch Ärzte haben ihre Grenzen. Aber sollten wir wirklich über "Leben" und Tod entscheiden?

Ich für mich würde zum Beispiel wollen, dass die Maschinen abgeschaltet werden. Warum sollte ich da so vor mich hin existieren? Warum? Ich hätte hinterher nichts mehr vom Leben und würde nur noch andere mit meiner Präösenz belasten, was doch wohl auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein kann, oder?

Rain
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Nutzer: loonatic
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geschrieben am: 02.09.2001    um 03:30 Uhr   
.....ich geh nicht gerne in krankenhäuser, da wird mir immer schlecht, es kostet mich einiges an überwindung jemanden zu besuchen der dort ist.....
ich bin der meinung, wenn die person, die da im koma liegt es so gewollt hat, dass die geräte ausgeschalten werden,dass dann dies auch getan werden sollte.....ich möchte allerdings auch nicht über leben und tod entscheiden wenn ich gefragt werden würde ob die person weiter "leben" soll oder im bett an den geräten bleiben soll.....
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Nutzer: Azraelevangel
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geschrieben am: 02.09.2001    um 03:52 Uhr   
Ich würde, wenn ich im Koma liegen sollte, hoffen das jemand die Geräte abstellt. Was soll das dahinnwegetieren? Kein Mensch kann sagen, wieviel derjenige der im Koma liegt noch mitbekommt. Nun stelle man sich nur mal so vor, man liegt zehn Jahre oder länger im Koma und kriegt alles mit! Nein danke! Das würde ich mir nicht antuen wollen und daher würde ich es auch keinem anderen Menschen wünschen! Ich würde die Geräte nach spätestens einem halben Jahr abschalten lassen!
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Nutzer: loonatic
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geschrieben am: 02.09.2001    um 03:56 Uhr   
es würde mich mal interessieren ob man alles mitbekommt wenn man im koma liegt.......würdest du die geräte abschalten lassen, wenn es dein eigenes kind wäre......das ja dann eigentlich noch sein ganzes leben vor sich hätte.......
ich würde auch wollen, das man die geräte abschaltet...allerdings möchte ich das mir vorher die organe entnommen werden, weil diese dann vielleicht anderen das leben retten......
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Nutzer: Azraelevangel
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geschrieben am: 04.09.2001    um 11:43 Uhr   
(zitat) es würde mich mal interessieren ob man alles mitbekommt wenn man im koma liegt...(/zitat)

Das ist umstritten, aber genau wird dir das wohl keiner sagen können, ob und wenn, dann wie viel der Jenige der im Koma liegt noch mitbekommt.

(zitat)...würdest du die geräte abschalten lassen, wenn es dein eigenes kind wäre......das ja dann eigentlich noch sein ganzes leben vor sich hätte.......(/zitat)

Das kann ich nicht beantworten, ich habe kein Kind. So etwas kann man glaube ich nur mit Sicherheit beantworten, wenn man schon in so einer Situation war.
Aus meiner jetzigen Situation herraus (also Kinderlos), würde ich sagen: ja! Da niemand weiß wann das Kind wieder erwacht, ob es wieder erwacht und ob es nicht eventuell doch alles mitbekommt, was um es rum passiert. Allerdings würde ich mir da vielleicht doch etwas mehr Zeit zu lassen als ein halbes Jahr.

(zitat)ich würde auch wollen, das man die geräte abschaltet...allerdings möchte ich das mir vorher die organe entnommen werden, weil diese dann vielleicht anderen das leben retten......(/zitat)

Ich fände die Idee schrecklich, das jemand Anderes mit meinen Organen weiterleben würde. Ich will das jetzt nicht begründen, eigentlich liegt das nur daran, dass ich so ein ignoranter Sturkopf bin <ggg>. Aber was meins ist bleibt meins!!!
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Nutzer: schlau
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geschrieben am: 04.09.2001    um 12:20 Uhr   
(zitat)Aber was meins ist bleibt meins!!!(/zitat) das bleibt nun wirklich jedem selbst überlassen.
aber vielleicht zeigt dein schicksal ja humor und schenkt dir jemanden, den du innigst liebst.
und der sehnlichst auf eine organtransplantation wartet... ;-)
 
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Nutzer: tigresse
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geschrieben am: 04.09.2001    um 12:44 Uhr   
auch mit organspenderausweis werden die geraete nicht "einfach" abgeschaltet. er wird erst nach deinem tod brauchbar, das heisst, kein arzt schaltet lebenserhaltende massnahmen ab, weil er weiss, du bist organspender. genau die angst vor solcher handlungsweise hindert viele menschen daran, einen entsprechenden ausweis zu tragen. -
sollte ich mich irren, waere es allerdings grausig.
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Nutzer: lucretia
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geschrieben am: 04.09.2001    um 14:13 Uhr   
einen lieben gruss an alle hier sendet

einen organspendeausweis besitze ich schon länger, aber ich habe auch das glück, daß ich mit meinem vetter, der selber arzt ist und einigen seinen kollegen recht ausführliche gespräche führen konnte, wie im ernstfall ein patient behandelt wird. diese gespräche haben mir die angst genommen, was mit mir passiert, falls eine solche entscheidung ansteht.

mir ging es aber auch darum, meine angehörigen zu entlasten und selbst zu bestimmen, was mit mir passiert, falls die ärzte bei mir den s.g. gehirntod diagnostizieren sollten. deshalb habe ich schon jetzt ein s.g. patiententestament hinterlegt.
dabei geht es mir einfach darum, meine familie zu entlasten und sie nicht auch noch vor solche schwerwiegende entscheidungen zu stellen. sie sollen sich nicht fragen müssen, war es richtig, was wir getan haben, sondern sollen die gewissheit haben, daß sie in meinem sinn gehandelt haben.

was nun meine eigenen angehörigen anbelangt, habe ich leider auch schon eine solche entscheidung fällen müssen. und ich muss sagen, ich habe mich dabei voll auf mein gefühl verlassen und ich glaube, es war die richtige entscheidung, einen lieben menschen gehen zu lassen.

ob ich -falls ich wieder vor so eine entscheidung gestellt werde- gleich handeln würde, kann ich so nicht sagen, weil ich denke, daß sich generell keine verhaltensmaßregel erstellen lässt, sondern man immer wieder aufs neue entscheiden muss.

trauer ist ein gefühl, daß einen ganz in anspruch nimmt und der man sich auch stellen muss und sie wird einen ein leben lang begleiten. aber eine definition von trauer würde den rahmen hier sprengen und ist auch ein anderes thema.

soweit meine gedanken zu diesem thema eure luc
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