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Marie-Joanna |
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geschrieben am: 27.05.2003 um 16:49 Uhr
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| Was haltet ihr von Mariuhana, solls legalisiert werden oder nicht? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2003 um 17:01 Uhr
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Die Frage gabs tausendmal.
Ja.
Argumente?
- es ist ein gebräuchliches Genußmittel
- es hat keine schlimmeren Auswirkungen als Alkohol/Zigaretten
- die Grenze zwischen legalen und illegalen Drogen wurde damals zwischen Alkohol und Cannabis willkürlich gezogen
- es hat durchaus therapeutische Kräfte, zB raucht nach einer Statistik der ÄrzteZeitung jeder vierte Tourette-Kranke Cannabis, weil es die Symptome lindert
- wenn man dieselben Maßstäbe wie auf Alkohol anwendet (zB, dass niemand bekifft Auto fahren darf), sehe ich auch kein Risiko im Straßenverkehr
- Cannabis als Einstiegsdroge würde wegfallen, wenn man es ebenso legal erwerben darf wie Zigaretten
- last but not least: der Staat darf Steuern drauf erheben ;-)
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.05.2003 um 21:19 Uhr
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| Das Ende des Cannabis-Konsums ist ähnlich dem des Alkoholkonsums: Verblödung. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 17:13 Uhr
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Ich habe gehört Mariuhana kann sogar noch wenige Tage später wirken, d.h. man fährt Auto und plötzlich wird man "high".
Ich wäre dagegen...
Ich hab's aber auch nur gehört...es sprechen zwar viele Argumente für Mariuhana, aber micht nervt im Allgemeinen das Rumgequalme.
Grüße
Liz |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 17:43 Uhr
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(zitat)Ich hab's aber auch nur gehört...es sprechen zwar viele Argumente für Mariuhana(/zitat)In einem gesunden Menschenverstand spricht nicht ein Argument dafür...
Steven - der alle Kiffer hasst |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 18:03 Uhr
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durch mariuhana rauch ist die chance auf gehirnkrebs um 50% höher als normal.....
Enzifer |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 21:42 Uhr
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Wo hast du denn des mit Gehirnkrebs her...
Also bevor ich mir die Birne mit irgendeinem syntethischen Scheißdreck zuhau oder mich zum Alki machen lass rauch ich doch lieber mal eine gepflegte Tüte!
Cannabis macht einfach ein gutes Gefühl, obwohl man natürlich die Risiken net in die Ecke stellen darf. Wenn man gestrecktes zeug erwischt und Tagelang kotzt ist das sicher ein Argument gegen die Legalisierung, aber könnte man eben diesen "Pfuschen" nicht durch kontrollierten staatlichen Anbau entgegenwirken? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 21:50 Uhr
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(zitat)Wenn man gestrecktes zeug erwischt und Tagelang kotzt ist das sicher ein Argument gegen die Legalisierung, aber könnte man eben diesen "Pfuschen" nicht durch kontrollierten staatlichen Anbau entgegenwirken?(/zitat)Typisches Wunschdenken einer Süchtigen...!!
Steven !! |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 22:04 Uhr
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| warst du schon einmal süchtig ? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 22:19 Uhr
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Nein, aber ich habe (leider) Freunde, die sich auch diese Droge als Lebensziel gesetzt haben. Ihr ganzes Denken besteht nur daraus, wie sie billig an die nächste Mischung kommen. Ich hab das schon oft genug mitgemacht, deshalb glaube ich schon, dass ich mir diese Meinung bilden kann.
Steven ! |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 22:20 Uhr
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| wieso sind das dann deine freunde? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.05.2003 um 22:46 Uhr
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In einem gesunden Menschenverstand prallen bei dieser Frage zwei Gewalten gegeneinander. Nämlich das Wissen auf der einen Seite, daß Mariuhana, genau wie jedes andere Rauschmittel, genau wie Alkohol und Nikotin, dem Menschen schaden können und auf der anderen Seite das Bewußtsein, daß wir in einer Demokratie leben, die den freien Willen des Einzelnen und sein Bestimmungsrecht über den eigenen Körper hochält.
Ich bin der Auffassung, die Fremdbestimmung durch den Gesetzgeber bezüglich dieser leichten Drogen ist deutlich übertrieben. Es ist wissenschaftlich bewiesen, daß Marihuana keine körperliche Sucht auslöst, somit ist es in diesem Zusammenhang harmloser als Nikotin. Allerdings kann der Rauschzustand gefährlich werden, was es mit Alkohol auf eine ähnliche Stufe stellt.
Und natürlich könnte durch kontrollierten Anbau der Handel mit gepunshtem Gras deutlich zurückgedrängt werden.
Steven, ich glaube du sprichst entweder von anderem Stoff, oder von diesem "Alles-Egal" Zustand, den Marihuana mitunter auslöst, und für depressive Menschen schnell zur psychischen Sucht werden lassen kann.
mfG
die blaue Fee |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 02:58 Uhr
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Ich bin mir schon ziemlich sicher, dass ich durch aus weiß, von was wir hier reden, nur keine Angst...
Dass M. keine schlimmeren Auswirkungen hat, als Alkohol & Nikotin, ist wieder reines Wunschdenken von Leuten, die es entweder probiert haben oder es immer noch konsumieren. Das M. in Deutschland nun mal verboten ist, kommt sicher nicht von irgendwo her, sondern beruht wohl auf festgestellten Tatsachen und Studien. Deshalb der Regierung zu unterstellen, dass sie keinen Plan von dieser Droge hat und sie gefälligst zu legalisieren, ist wohl extrem beschränkt.
Ich kenne die Auswirkungen, die M. auf das pysische & psychische eines Menschen haben. Einer meiner damals besten Freunde hat sich dieser Droge leider ebenfalls verschworen. Viele aus meiner damaligen Clique haben es probiert, haben es eine zeitlang genommen und haben festgestellt, dass es hirnrissig ist, sich die Birne zu zu dröhnen und der Realität zu entfliehen. Wenn ich die Behauptung aufstelle, dass die meisten Konsumenten von M. größten Teils weniger erfolgreiche und intelligente Menschen sind, liege ich garantiert nicht falsch. Ich meine damit nicht Leute, die es einmal probiert haben, sondern die die davon nicht mehr loskommen und glauben, der Realität entfliehen zu können und sich ihren Problemen nicht zu stellen brauchen.
Wie gesagt, M. verändert die Menschen. Da es nun mal illegal ist, verstricken sich die meisten in krumme Dinger und entwickeln dafür eine Gleichgültigkeit, die mehr als zu Wünschen übrig lässt. Ihr ganzes Denken und vorallem ihre sozialen Kontakte laufen am Ende nur auf das Beschaffen dieser Droge hinaus, da es ja "cool" ist, diese Droge zu nehmen und gegen das System/Gesetz zu verstoßen. Das dies die Menschen tun, wie die, die sich in Alkohl und andere Drogen flüchten, spricht wohl für sich. Kein normaler Mensch, der in der Lage ist, sich Ziele im Leben zu setzen und Erfolg zu haben, wird sich dieser Droge langfristig widmen. Und warum wohl?? Ja das sollte jeder für sich selbst entscheiden...
Steven ! |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 04:03 Uhr
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(zitat)Dass M. keine schlimmeren Auswirkungen hat, als Alkohol & Nikotin, ist wieder reines Wunschdenken von Leuten, die es entweder probiert haben oder es immer noch konsumieren.(/zitat)
1. damit unterstellst du mir, ich würde entweder Marihuana probiert haben oder es immer noch konsumieren und beides ist nicht der Fall. Ich habe in meinem Leben noch keinen Joint angefasst.
2. Ignorierst du wissenschaftliche Fakten. Und Alkohol auf die gleiche Zeit, in der gleichen Verhältnissmenge, richtet nicht weniger Schaden an.
mfG
die blaue Fee
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 13:51 Uhr
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1. Dann frage ich mich woher du deine Weisheiten nimmst...?!
2. Würde ich gerne mal wisssen, wo du deine "wissenschaftlichen Fakten" gelesen/gehört hast! Ich frage mich auch, ob du schon Leute gesehen hast, wie sie vor dem regelmäßigen Konsum aussahen/waren und danach?!
Steven ! |
| Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 14:18 Uhr
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Nedelmann, Dr. med. Carl
Drogenpolitik: Das Verbot von Cannabis ist ein "kollektiver Irrweg"
Deutsches Ärzteblatt 97, Heft 43 vom 27.10.2000
Der Autor vertritt die These, dass der Konsum von Cannabis keinen ernsthaften Schaden nach sich zieht - weder körperlich noch seelisch, weder akut noch chronisch. Das Cannabis-Verbot könne daher nicht durch medizinische Argumente gestützt werden.
Das Bundesverfassungsgericht hat 1994 die Ansicht vertreten, dass die Strafvorschriften des Betäubungsmittelgesetzes geeignet sind, die von Cannabis ausgehenden Gefahren zu verringern und die Verbreitung der Droge zu beschränken. Diese Ansicht wird von der Realität widerlegt: Die von Cannabis ausgehenden Gefahren sind geringer als die der legalen Drogen Alkohol und Nikotin. Die Verbreitung der Droge wird durch das Verbot nicht beschränkt, sondern sogar gefördert. Der Rechtsphilosoph Michael Köhler kam zu der Einschätzung, dass das Cannabis-Verbot ein "kollektiver Irrweg" ist, der "nicht guten Gewissens weitergegangen werden kann".
Holland: Zahl der Drogentoten gesunken
Das Beispiel Holland zeigt, was passiert, wenn nicht nur der unmittelbare Konsum, sondern auch der Handel von Cannabis freigegeben wird: Dort gibt es Coffeeshops, wo der Verkauf kleiner Mengen geduldet wird. Die Zahl der Cannabis-Konsumenten ist dadurch nicht - wie vielfach befürchtet - gestiegen, sondern sogar zurückgegangen. Obwohl die Märkte für weiche und harte Drogen weitgehend getrennt sind, ist auch die Zahl der Konsumenten harter Drogen zurückgegangen. Die Zahl der Drogentoten ist gesunken. Zurück nach Deutschland: 1971 hat der Gesetzgeber Cannabis dem Betäubungsmittelgesetz mit dem Argument unterstellt, "es wäre nicht zu verantworten, die Droge jetzt frei zu geben"; man erwartete jedoch aufgrund medizinischer Forschung, "dass man in etwa fünf Jahren zu konkreteren Ergebnissen gelangen wird." 1994 hielt das Bundesverfassungsgericht daran fest, das Cannabis-Verbot vor dem Grundgesetz mit medizinischen Argumenten zu verteidigen, und schrieb in der Begründung: "Obwohl sich ... die von Cannabisprodukten ausgehenden Gesundheitsgefahren aus heutiger Sicht als geringer darstellen, als der Gesetzgeber bei Erlass des Gesetzes angenommen hat, verbleiben dennoch auch nach dem jetzigen Erkenntnisstand nicht unbeträchtliche Gefahren und Risiken."
Die im Betäubungsmittelgesetz hergestellte Nähe zu den Opiaten konnte jedoch keine Glaubwürdigkeit mehr finden. Das Bundesverfassungsgericht entschloss sich daher, Cannabis zur besseren Einschätzung mit Alkohol zu vergleichen. Da Alkohol ein Genuss- und Suchtmittel ist, fordert der Vergleich zum einen Antworten auf die Fragen nach Sucht und Abhängigkeit generell. Die Fragen reichen vom akuten Rausch bis zu den Folgen des chronischen und des exzessiven Gebrauchs. Zum andern fordert der Vergleich mit Alkohol Antworten auf die Fragen nach dem Genuss. Was ist Cannabis als Genussmittel? Hält es auf primitiver Stufe fest? Ist es sublimierungsfähig, also ein Rauschmittel, das sich unserer Kultur angleichen kann?
Schließlich ist zu fragen, ob der Meinungsstreit über Cannabis nicht auf dem Missverständnis beruht, dass die Medizin über Legalität oder Illegalität entscheiden müsste. Das ist nicht ihre Aufgabe; die Medizin ist verantwortlich für die erhobenen Befunde und welches Ausmaß sie haben. Vier umfangreiche Publikationen gewähren einen Überblick, wie er bisher nicht möglich war. Die erste ist eine im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums erstellte Expertise, die die Forschungsliteratur zu pharmakologischen und toxikologischen Wirkungen sowie zu psychosozialen Konsequenzen des Cannabis-Konsums untersucht (1). Die zweite Publikation, gefördert vom Bundesgesundheitsministerium, präsentiert die Ergebnisse einer empirischen Forschung, der eine umfangreiche Befragung von 1 458 cannabiserfahrenen Personen zugrunde liegt (2). Die dritte Veröffentlichung ist dem Spezialproblem Cannabis im Straßenverkehr gewidmet. Es ist ein Sammelband, in dem grundlegende medizinische, psychologische und juristische Aspekte abgehandelt werden (3). Die vierte Publikation ist ein Handbuch zur Suchtmedizin (4).
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 14:18 Uhr
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Unterschiedliches Konsumverhalten
Cannabis wird in der Erwartung konsumiert, Verstimmungen zu beheben, Spannungen zu lindern, Genüsse des Hörens, Sehens, Fühlens und Spürens zu intensivieren oder eine andere Art des Denkens zu genießen. Zu unterscheiden ist der vernünftige Gebrauch, in dem das rechte Maß eingehalten wird, vom unvernünftigen Gebrauch, der bis zur akuten Intoxikation oder bis zum chronischen Exzess führt. Zu unterscheiden ist außerdem zwischen Anfängern, die ausprobieren, und erfahrenen Konsumenten, die präzise Erwartungen haben. Anfänger empfinden Cannabis-Konsum als Abenteuer und Wagnis. Sie wissen nicht, worauf sie achten müssen. Sie kennen die feinen Zeichen des Rausches nicht und nehmen häufig zu viel. Der Konsum hat ihnen keine Lust gebracht, manchen sogar quälende Unlust. Dies erklärt, weshalb zwei Drittel derer, die Cannabis probieren, es bald wieder aufgeben. Problematisch sind die gewohnheitsmäßigen Dauer-Konsumenten. Sie haben mit 23,5 Jahren nicht nur das niedrigste Durchschnittsalter, sondern auch am frühesten mit dem Konsum von Cannabis begonnen (Mittel: 15,9 Jahre). Sie konsumieren Cannabis bis zu viermal pro Tag, meist um sich vorübergehend aus Angst und Lebensnot befreit zu fühlen. Wer vor schädlichen Folgen des Cannabis-Konsums warnt, bezieht sich auf die Gruppe dieser exzessiven Konsumenten.
Erfahrene Cannabis-Konsumenten sorgen für hinreichend gute äußere Umstände und werden von den Wirkungen der Droge nicht überrascht. Wie es Alkohol-Genießer gibt, so gibt es Cannabis-Genießer. Die Forschungsergebnisse lassen es zu, auf einem vergleichbaren Niveau des Genusses den Cannabis-Rausch zu beschreiben. Der Rausch ist nach vier Stunden verflogen
Cannabis wird in den allermeisten Fällen inhaliert und zielt unmittelbar auf den Genuss des Rausches, der sofort oder nach wenigen Minuten eintritt. Seine Tiefe kann daher in der Einnahmephase kontrolliert werden. Nach einer Stunde lässt die Wirkung nach, hält sich noch eine weitere Stunde und verschwindet dann allmählich. Nach drei, höchstens vier Stunden ist sie verflogen. Das macht den Cannabis-Rausch besser kontrollierbar und kalkulierbar als den Alkohol-Rausch. Ein entscheidendes Charakteristikum des Cannabis-Rausches ist die veränderte Wahrnehmung. Äußere und innere Anforderungen sorgen bei Nüchternheit für gezielte Aufmerksamkeit. Unter dem Einfluss des Cannabis-Rausches intensiviert und erweitert sich die Wahrnehmung. Die gezielte Aufmerksamkeit lässt nach, sonst wenig Bemerktes kann in die Wahrnehmung einfließen.
Ungestörtes Eingehen auf sonst weniger zugängliche Realien, Fantasien und Stimmungen und auf freieres Denken wird durch zwei Eigenschaften des Cannabis-Rausches gefördert. Zum einen wird die Zeit anders erlebt. Sie erscheint gedehnt. Bei angespannter, verantwortungsvoller Berufstätigkeit, bei Sorgen oder bei Kummer, aber auch um der puren Lust willen kann das Gefühl, vorübergehend auf einer Insel der Zeitlosigkeit zu leben, zu den besonderen Erwartungen gehören, die Cannabis zum Genuss machen. Zum anderen bleibt im Cannabis-Rausch das Bewusstsein des Rausches erhalten. Es ist jederzeit möglich, die vollständige Kontrolle über das eigene Verhalten herzustellen.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 14:19 Uhr
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Folgen
Im Rahmen des gelegentlichen oder regelmäßigen Freizeitkonsums, selbst wenn er die Frequenz von zweimal pro drei Tagen erreicht, entsteht durch Cannabis keine Sucht und keine Abhängigkeit und ist mit gesundheitlichen Schäden nicht zu rechnen. Dieses Fazit der Wissenschaft steht fest. Wird Cannabis exzessiv konsumiert, entstehen außer Toleranz-Erscheinungen keine Zeichen einer Sucht. Entsteht eine Abhängigkeit, kann sie leichter überwunden werden als beim Alkohol; denn die Entzugssymptome sind flüchtig und klingen innerhalb von Stunden, höchstens von Tagen ab. Es gibt keine somatischen Befunde von Belang. Die psychischen Befunde, die bisher in der medizinischen und dann auchin der juristischen Cannabis-Diskussion die Hauptrolle gespielt haben, sind widerlegt oder so sehr relativiert worden, dass sie als Gesundheitsgefahren, die der Gesetzgeber respektieren müsste, nicht in Frage kommen. Löst Cannabis Psychosen aus? Neuere Studien fanden keine Hinweise für eine charakteristische Psychopathologie bei Cannabis-Konsumenten, die die Diagnose einer eigenständigen "Cannabis-Psychose" rechtfertigen würden.
Kann Cannabis-Konsum Stunden, Tage oder Monate später einen Flash-Back (Echo-Rausch) auslösen? Eine solche Kausalität lässt sich wissenschaftlich nicht belegen, spielt aber praktisch eine immense Rolle, wenn auch nicht mehr im Strafrecht und Strafgericht, so doch im Verwaltungsrecht und in Verwaltungsmaßnahmen. Macht Cannabis abhängig? Nach den strengen Kriterien der medizinischen Definition der Abhängigkeit macht Cannabis-Konsum ohne den gleichzeitigen Konsum anderer Rauschmittel zwei Prozent der Konsumenten abhängig. Jedoch spricht in diesen Fällen viel dafür, dass nicht Cannabis die Abhängigkeit bewirkt, sondern dass ungünstige Lebensumstände und -einstellungen dafür verantwortlich sind. In dieser Sichtweise erscheint die Abhängigkeit von Cannabis als ein Symptom, dessen Ursache nicht in einer substanzimmanenten Gefahr, sondern in psychischen Problemen liegt.
Ist Cannabis eine Einstiegsdroge? Diesem Argument liegt ein Fehlschluss zugrunde. Aus dem Befund, dass Heroin-Süchtige zuvor Cannabis konsumiert hatten, war geschlossen worden, dass Cannabis den Weg bahnt. In der epidemiologischen und in der klinischen Forschung gibt es für diesen Umkehrschluss keinen Beleg.
Führt Cannabis zu einem amotivationalen Syndrom? Auch bei Störungsbildern, die durch Passivität und Leistungsverweigerung gekennzeichnet sind, stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung. In genügend kontrollierten Studien erscheint Cannabis nicht als Risikofaktor für Demotivationserscheinungen.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 14:20 Uhr
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Verkehrssicherheit
In der ersten Stunde nach Rauschbeginn sind deutliche Leistungsdefizite festzustellen. Es ist aber wenig wahrscheinlich, dass in dieser Zeit Auto gefahren wird. Die Erklärung liegt in der Kalkulierbarkeit des Rausches. Der Beginn ist bestimmbar. Will der Konsument den beabsichtigten Rausch auch auskosten, wird eine Teilnahme am Straßenverkehr während dieser Zeit eher unwahrscheinlich. Dies wird durch Befragung zur Fahrbereitschaft bestätigt. Schon in der zweiten Stunde nach Rauschbeginn bessern sich die Leistungsdefizite. In der vierten Stunde zeigen sich keine signifikanten Verschlechterungen mehr. Es gibt Resultate, die andeuten, dass häufige Cannabis-Konsumenten schneller zu ihrer Ausgangsleistung zurückfinden als seltene Konsumenten. Die Verkehrsmedizin hat experimentell bestätigt, dass durch Cannabis bedingte Leistungsdefizite, wie sie für das Autofahren relevant sind, durch Kontrollfunktionen, durch Anstrengungen in anderen Bereichen, so gut ausgeglichen werden, dass das Unfallrisiko durch Cannabis-Einfluss verringert wird, also nicht zu-, sondern abnimmt. In einer Feldstudie von 1994 fuhren 0,5 Prozent der Fahrer mit Alkohol ab 0,8 Promille BAK. Ebenso viele fuhren mit Cannabis-Konzentrationen, die auch von wochenlang zurückliegendem Konsum stammen konnten. Die Alkoholiker waren an 11,2 Prozent aller Unfälle mit schwerem Sach- oder Personenschaden beteiligt. Die Cannabis-Fahrer lagen nach Unfallhäufigkeit und -schwere unter oder höchstens im Normbereich. Die Praxis des Verwaltungsrechts jedoch, die für die Fahrerlaubnis zuständig ist, hat Cannabis, als wäre Cannabis mit LSD vergleichbar, den Halluzinogenen unterstellt und damit der Hypothese vom Flash-Back zu neuer Wirksamkeit verholfen. Zwar ist in der neuesten Auflage des Gutachters "Krankheit im Kraftverkehr" (6), dessen Leitlinien die Praxis bestimmen, der spezielle Hinweis auf die Flash-Back-Gefahren gestrichen worden, aber die Behauptung ist erhalten geblieben, indem von einem "besonderen Wirkungsverlauf" die Rede ist, der " jederzeit unvorhersehbar und plötzlich" die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Mit dieser Behauptung kann die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges verneint werden, wenn eine regelmäßige Einnahme von Cannabis vorliegt. Was ist regelmäßiger Konsum? Da Fahren unter Cannabis kein vermehrtes Unfallrisiko auslöst, macht es im Hinblick auf die Verkehrssicherheit keinen Sinn, eine Grenze zwischen gelegentlichem und regelmäßigem Konsum festzulegen.
Die Führung in der Cannabis-Verfolgung haben das Verwaltungsrecht und die Toxikologie übernommen. Die Verwaltung droht mit Führerschein-Entzug, die Toxikologie liefert die Nachweise. Das Zusammenspiel der Fächer ist inzwischen so weit gediehen, dass zu einer einjährigen Abstinenz, unwürdige Unterwerfung darin eingeschlossen, gezwungen werden kann, wer auffällig geworden war und nun den Führerschein wieder begehrt. Den Konsum-Gewohnheiten nach trifft es hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene. Die Verbürgung der Verhältnismäßigkeit der Mittel wird verletzt und Glaubwürdigkeitspotenziale werden aufs Spiel gesetzt. Da Cannabis-Einflüsse die Sicherheit des Straßenverkehrs nicht gefährden, gibt es eigentlich keinen Strafgrund, noch nicht einmal durch Fahren im akuten Rausch. Da aber die selektive Wahrnehmung, die für sicheres Autofahren unerlässlich ist, durch den Rausch geschwächt wird, lässt sich insoweit medizinisch ein Strafgrund vertreten.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 14:21 Uhr
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Resümee
Die medizinischen Argumente, die zur Aufrechterhaltung des Cannabis-Verbotes verwendet worden sind, stammen aus Befunden schwerer Pathologie. Dabei ist allerdings zu beachten, dass Schäden, die Alkohol anrichtet, schwer, häufig und anhaltend sind; Schäden, die Cannabis anrichtet, sind leicht, selten und flüchtig. Aus medizinischer Sicht wird kein Schaden angerichtet, wenn Cannabis vom Verbot befreit wird. Das Cannabis-Verbot kann durch medizinische Argumente nicht gestützt werden.
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Quelle: siehe oben
Und ja, ich habe schon Leute gesehn, davor und danach. Und es ist nicht anders als mit Alkohol. Ab und an mal einen - kein Problem.
Aber wenn man - obwohl Marihuana keine körperliche Sucht auslöst - psychisch abhängig wird von dem Gefühl, dann kann man es meiner Meinung nach mit einer Alkoholsucht vergleichen, nur daß diese eben auf die Leber geht.
mfG
die blaue Fee
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.05.2003 um 15:57 Uhr
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| entweder man will high sein oder man will es nicht ! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.06.2003 um 15:12 Uhr
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jedem das seine.
ich für meinen fall halte hin und wieder ein tütchen für weniger schädlich als ein allwochenendliches besäufnis.
desti xxx
n.o.m. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.06.2003 um 21:59 Uhr
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*lol* ich hab auch mal 4 tage hintereinander nur geharzt, wobei ich gras am liebsten pur rauche *g* und abhängigkeit?
*lol* naja wenn das zeug abhängig macht dann kann ich auch XTC schlucken denn ich merke keine |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.06.2003 um 21:52 Uhr
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also...ich war von Cannabis meistens nur high...keine besonderen Nebenwirkungen bzw. ich hatte keine wesentlichen gesundheitlichen Schäden davon zu tragen.
anders beim Alkohol: Ich habe 17 Jahre lang ein echtes Mörder-Hardcore-Alkoholiker-Leben geführt. Folgen: Fettleber,Nierenversagen,alkoholinduzierte Epilepsie durch den krampfhaften Versuch selbst davon weg zu kommen...ein komplettes Desaster also...stand echt vorm Abgrund deswegen und hab damit vor 5 jahren Schluss gemacht mit Hilfe meines Hausarztes.
Kiffen ist heutzutage auch nicht mehr drin (passiv vielleicht)...
aber wie gesagt...ich hatte mit Cannabis nie solche deprimierende Beinträchtigungen meines Körpers gehabt wie mit Alkohol...
Cannabis:
Some call it Ganja,
some call it Tampeh,
some call it marihuana...
Legalize it,don't criticize it
Peter Tosh läßt grüßen...
Frohe Pfingsten an alle,
Euer *prof* |
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