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...Satanisten..??

Nutzer: DarkDaimos
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geschrieben am: 17.09.2002    um 20:30 Uhr   
Was sind eigentlich Satanisten?
Arme seelen die sich von dem (achso lieben) Gott abgewendet haben und sich voll und ganz dem Bösen verschrieben haben und nur auf der welt sind um böses zu tun und anderen zu schaden?? Ich glaube kaum!
Zwar gehöre ich nicht diesem glauben an (wie auch keinen anderen)...glaube ich
aber so denke ich das diese Menschen von vielen falsch verstanden werden! Und das sie auch selbst einiges falsch verstehen!
Ich habe schon einige kennengelernt die von sich behauptet haben Satanisten zu sein und damit ihr (dämonisches) verhalten begründeten!
Doch steht Satan nicht für Menschen abschlachten oder irgendwelche anderen geschöpfe umzubringen.
Satan steht meineserachtens für individualismuns und Freiheit!(eine grenzenlose Freiheit die in unsere Gesellschaft nicht hineinpasst ohne irgendwo anzuecken)

>Euch wurde befohlen; Seid demütig und leise, gehorcht dem Mächtigen. Vergebt jenen die euch quälen, denn sie wissen, was sie tun. >Euch wurde befohlen; Liebt eure Feinde, tut gutes denen, die euch hassen, haltet still, wenn man euch schlägt.
>Ich aber sage euch; Wiedersteht, erhebt euch und seit frei
non serviam!Ich will kein Knecht sein!


das heisst nicht das ich mich auf die Seite dieser Religion stelle oder das ich hiermit irgendjemanden angreifen möchte, aber denke ich das einige überreagieren wenn sie das Wort Satanist sehen und damit gleich absolut böses in verbindung bringen. Ich versuche mich immer erst zu informieren befor ich mich über irgendeine Religion auslasse, doch würde ich gerne von euch wissen was ihr wisst und ob ihr mir einiges sagen könnt und ob ihr mir sagen könnt ob ich mit meinen bisherigen worten (eurer Meinung) absolut falsch lag oder nicht!

Ich habe hier noch ein paar statements von der Church of Satan:
Satan repräsentiert:
1 Nachsicht statt enthaltsamkeit
2 vitale existens statt spiritueller Einbildung
3 uneingeschrenke Wisheit statt scheinheiligen selbstbetrugs
4 Gefälligkeit jenen gegenüber, die es verdienen, statt Liebe die an undankbaren vergeudet wird.
5 Rache statt hinhalten der anderen Backe
6 CVerantwortlichkeit gegenüber Verantwortungsbewussten statt Sorge für psychische Vampiere
7 den Menschen als bloß anderes tieer, das manchmal besser, viel öfter aber schlechter ist als ein Vierfüssiger und wegen seiner >göttlich spirituellen und intelektuellen Entwicklung< zum bößartigsten aller Tiere geworden ist.
8 alle soganannten sünden, da sie alle zu physischer, geistiger oder emotionaler befriedigung führen!

Diese 8 statements sind meines erachtens nicht ganz unmoralisch im gegensatz zu anderen Regeln anderen Satansorden die ich gelesen habe.
So jetzt bin ich mal gespannt auf euer antworten, hilfen, verbesserungen......usw.
euer
Daimos
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 17.09.2002    um 21:21 Uhr   


wenn du diese frage stellst,könntest du auch gleich fragen:was ist ein christ??
auf beide fragen wirst du soviele unterschiedliche antworten bekommen,.....

für die gesellschaft spiegelt sich der satanismus in den medien mit gewaltaten wieder.
es ist ja auch leicht,festzustellen" der war satanist,und noch S/Mler...naja.das kann ja nur so enden".
dabei hat beides nichts damit zu tun.
es gibt in jeder relegion extremisten und fanatiker.

bitte seid vorsichtig mit dem was ihr hier sagt,-ihr könntest einigen unrecht tun.

das presi
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Nutzer: DarkDaimos
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geschrieben am: 18.09.2002    um 14:20 Uhr   
nickerz zu presea

Ich glaube deshalb hab ich mich auch auf das Thema Satanisten beschränkt! KLar könnte ich auch fragen was ist ein christ...doch wollte ich mal schaun was für reaktionen es giebt.
Mich stört es nämlich sehr was die Medien mit Themen machen die sie nicht verstehen das heisst nicht das ich alles verstehe und alles so überdramatisieren. Klar giebt es einige schwarze Schafe (in jeder Religion). Ich wollte nur mal sehn was andere darüber denken oder vieleicht erfahren haben!!

Daimos
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Nutzer: Gast_feuerle
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geschrieben am: 18.09.2002    um 15:03 Uhr   
*auch mal meine Meinung dazugeben muss*

es gibt sehr viele verschieden Arten von Satanisten,
(wie es türlich auch verschieden Christen usw. gibt)
jeder nimmt seine Religion selber an, er entscheidet selber, wie er leben möcht, klar, erstmal wirste getauft und so... aber das mein ich nich!
Jemand der nur in Schwarz rumläuft, wird öfters schon als Satanist abgestempelt und was is, wenn ihm diese Farbe halt nur gut gefällt?

feuerle
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Nutzer: Deirdre
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geschrieben am: 19.09.2002    um 16:56 Uhr   
Für mich ist Satanismus untrennbar verbunden mit Christentum, nämlich als Antithese und willentliche verleugnung bzw Umkehrung aller Werte für die das ursprüngliche Christentum eintritt. Somit im Grunde die kehrseite der Medaille, deren Gegenstück.

Was sich so alles Satanist nennt ist wieder ein anderes Thema.
Zum Glück gibt es weitaus weniger davon die meiner Definition von Satanismus entsprechen als es Leute gibt die sich den Stempel selber aufdrücken.
Das Informationsdefizit zu dieser Thematik ist groß genug daß sich sogar ein Sektenbeauftragter - von dem ich erwarten würde daß er sich erheblich besser informiert als der Durchschnittsbürger - Wiccan mit Kelten und beide mit Satanisten gleichsetzt.
Ein Teil der Ursache dafür düfte allerdings auch darin liegen daß jene die mehr wissen aus gutem Grund den Mantel des Schweigens darüber breiten.

Jedenfalls reagiere ich für meinen Teil als Pagan AUSGESPROCHEN sauer wenn mich jemand als Satanist bezeichnet.
Dabei will ich es mal belassen....
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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 20.09.2002    um 14:15 Uhr   
Mein Freund und Behüter, unser Teufel, dein Teufel und ihr Teufel gibt uns die Freiheit die wir benötigen um auf dieser Erde zu wandeln. Welcher Gott kann zulassen das seit Jahrhunderten Menschen sich regelrecht abschlachten und alles im Namen Gottes. Seht euch in dieser Welt doch um, es sind Gottesgläubige die sich bekriegen und auf den Schlachtfeldern sterben, keine Satanisten. Die Geschichte beweist, so eine Sinnlose Abschlachterei im Namen des Teufels gab es noch nie. Also kann unser Herr kein Tyrann sein wie uns immer weiß gemacht wird. Die in seinem Namen gemordet haben oder noch tun wollen brauchen bloß einen schuldigen. Um ihre Feigheit zu vertuschen, den ein wahrer Satanist versteckt sich nicht hinter Dämonen oder Götter. Unser Zeichen ist das Pentagramm, zwei Spitzen in die Höhe ist unser Symbol, es bedeutet Dualität von Mann und Frau. Minus und Plus, Nacht und Tag, das Ziel des Lebens. Das andere Pentagramm zeigt die Herrschaft des einen, was immer das sei, über die Dualität. Der Urgrund des Seins; das Leben ist gut, die Essenz des Lebens ist Licht und Liebe. Der Urgrund allem Lebens ist die reine Ekstase des Spieles von Licht und Liebe. In vollkommen reiner Weise zeigen sich die Urkräfte im Spiel und in der Vereinigung von Frau und Mann, in der ( Darstellung des vollkommenen Menschen.) Ein Mensch, der weiß was er will, der weiß was gut und böse ist, der von der Frucht vom Baum der Erkenntnis gegessen hat. Er wird nicht mehr beten: Dein Wille geschehe; er wird ausrufen: Ich weiß was ich will und mein Wille geschehe! Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz! Gleichberechtigte Macht der Frau u. a. in der Sexualität. Die Frau sei vor mir mit einem Schwert gegürtet! Unterdrückung der Frau bedeutet auch Abgrenzung von allen Rechtshirnigen! Die Höllischen Oberfürsten Satan und Luzifer waren den Menschen einst strahlende Gottheiten des Lebens, die Liebe, der Kraft und des Lichtes. Die Juden und die Christen haben sie zu Dämonen und zum Bösen abgestempelt. Die Höllischen Majestäten: Satan, Luzifer, Belial, und Leavithn verkörpern auch die vier Elemente. Solche Menschen braucht das Land!


(Verfasser ein Satanist)
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Nutzer: Deirdre
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geschrieben am: 21.09.2002    um 00:07 Uhr   
Schwarzer Graf
Du bezeichnest Dich selbst als Satanisten?
Ich betrachte das mal als provokativen Sarkasmus....
Die anderen beiden Möglichkeiten deine Aussagen wären Unwissenheit oder weniger Angenehmes.

Wäre das was hier postuliert wird tatsächlich das Credo des Satanismus müßte man diesem mit weit weniger Bedenken als es angebracht ist gegenüberstehen.

Die Sache hat nur einen gravierenden Haken - Satanismus definiert sich als Antithese des christlichen Glaubens, was du beschreibst hat in meinen Augen wenig bis gar nichts damit zu tun.
Daß die christliche Kirche vieles buchstäblich ver-teufelt hat das aus älteren Religionen herstammt und ihr nicht ins Konzept paßte läßt sich nicht leugnen.
Doch bei allem schuldigen Respekt und auch wenn ich mich jetzt in die Nesseln setze - das liest sich wie eine Mischung aus allem was man so aufschnappte, im großen Topf mehrfach umgerührt und wieder herausgezogen.
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Nutzer: Sonic_2
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geschrieben am: 21.09.2002    um 01:34 Uhr   
es gibt arten:
1. manche leute kleiden sich einfach nur schwarz um dazu zugehören...
2. Sie benehmen sich überall so mit bestimmten handlungen und "schwarzen messen"...
3. die höchste stufe von satanismus ist es wenn sie anfangen "opfer" zu bringen (manchmal können es auch menschen sein)... wenn man bei dieser stufe angekommen ist gibt es kein zurück mehr...
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Nutzer: Maharet
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geschrieben am: 21.09.2002    um 10:15 Uhr   
Na ich weis ja nicht...die Statements von wegen individualismus und größte Freiheit find ich ganz stimmig...genauso wie ich diesen Opferquatsch lachhaft bis beängstigend einstufe.

Denn im grunde genommen ist Satanismus nichts weiter als der Aufruf zum Egoismus in höchster stufe

Du öffnest die Bücher
und sie öffnen Dich

>Tschingis Aitmatov<
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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 21.09.2002    um 12:11 Uhr   
Nun, Satanisten sind Anhänger des Gedankenguts von La Vey, welcher mit der Gründung der Church of Satan das Weltbild der Satanisten geprägt hat.

Welche Ethik vertritt also ein Satanist...
Im Prinzip doch den puren Hedonismus, denn "Tue was du willst, sei das ganze Gesetz"
Und hier stellt sich mir die Frage hat dieses Gesetz nicht schon längst Einzug in unseren Alltag gehalten, steckt nicht in jedem von uns ein kleiner Satanist? Was unterscheidet heute den Spaß Juppi von einem Satanisten?

Rituale und Praktiken spielen bei den Satanisten heutzutage eine untergeordnete Rolle, nicht mehr und nicht weniger als in der katholische Messe.

In mir selbst steckt Satan sowie auch Gott, ich brauch keine Kirche oder eine Messe um Satan oder Gott zu dienen. Ich selbst brauch keine Dogmen denen ich blind folge.



Und Satanismus sowie auch, das Christentum sind beides Geisteswissenschaften, die von den meisten Christen und Satanisten nicht verstanden werden.

Tatsache ist jedoch das die Lehre La Veys schon längst verbreiteter ist als die Lehre Jesus den wer steht sich nicht selbst am nächsten und vertritt nicht seine Interessen um jeden Preis?


SchwarzerGraf

Geändert am 24.09.2002 um 11:03 Uhr von SchwarzerGraf
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Nutzer: Deirdre
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geschrieben am: 21.09.2002    um 15:04 Uhr   
*tief Luft hol und anfang*
Zunächst einmal bezieht sich nur ein relativ kleiner Teil derer die sich selbst dem Satanismus zurechnen auf La Vey, weitaus zahlenstärker sind zb jene die sich Crowley zum Vorbild gewählt haben, um nur mal einen der bekanntesten "Gurus" herauszugreifen. Zugegebenermaßen kenne ich die Lehren La Veys weniger, kann die Strömung jedoch anhand der hier im Thread vorliegenden Aussagen - so diese denn zutreffen - ganz gut zuordnen.

Das hier vertretene "Gesetz" erinnert mich doch verdammt stark an den Grundsatz der Wiccan den man in etwa "do as thy will as thy do no harm" zusammenfassen kann. Hat doch eklatante Ähnlichkeit, nur daß schwarzer Graf die Einschränkung wegläßt.

Was den Juppi vom Satanisten unterscheidet, diese Frage war wie ich SEHR hoffe NICHT ernst gemeint...

Zitat: "In mir selbst steckt Satan sowie auch Gott, ich brauch keine Kirche oder eine Messe um Satan oder Gott zu dienen. Ich selbst brauch keine Dogmen denen ich blind folge."
Läßt man die Ideologische Färbung mal weg eigentlich eine äußerst vernünftige Aussage - nur keine die auf Satansjünger zutrifft denn dort wird mit allen Mitteln versucht das Konstruktive und Lebensbejahende in sich selbst wie in anderen auszumerzen. Ok, etwas zu ungenau formuliert meinerseits, aber das soll ein Posting werden, keine 15 seitige Abhandlung.

Zitat: "Und Satanismus sowie auch, das Christentum sind beides Geisteswissenschaften, die von den meisten Christen und Satanisten nicht verstanden werden."
WISSENSCHAFT?
Tut mir leid, das ist das Allerletzte als das ich irgendeine Religion, Sekte oder andere theologische, ideologische oder auch philospohische Gruppierung bezeichnen würde. Was auch und in besonderem Maße für Katholizismus und Satanismus zutrifft.
Daß auch viele "Insider" nicht ganz begreifen um was es geht ist dagegen korrekt, leider fast überall, egal ob eine der monotheistischen oder polytheistischen Strömungen.

Zitat: "Tatsache ist jedoch das die Lehre La Veys schon längst verbreiteter ist als die Lehre Jesus den wer steht sich nicht selbst am nächsten und vertritt nicht seine Interessen um jeden Preis?"
Hier stört mich eigentlich nur ein Wort....um JEDEN Preis?
Ganz sicher nicht, zumindest was die meisten Menschen betrifft. Ein gesunder Egoismus hat seinen Platz und seine Berechtigung, aber auch seine notwendigen Grenzen.
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Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 21.09.2002    um 17:32 Uhr   
(zitat)Der Neosatanismus des Aleister Crowley

Im 20. Jahrhundert entwickelten sich satanistische Bewegungen, die sich in der Regel auf den Engländer Aleister Crowley (1875 - 1947) beziehen. Aleister Crowley gilt als Begründer des Neosatanismus.

Crowley betätigte sich zunächst als Dichter, hier befasst er sich bereits mit sexueller Perversion (wie z.B. Sodomie, die widernatürliche Unzucht mit Tieren). Weiter zeigt sich bereits zu dieser Zeit sein Hang zu jener Sexualmagie, die das Kernstück von Crowley's Praxis werden sollte. In jungen Jahren wird Crowley Mitglied im Golden Dawn, einem esoterischen Orden, und befasst sich dort intensiv mit Magie und Drogen. Er ist fest entschlossen, die Droge zu finden, deren Gebrauch "die Tore öffnen wird zur Welt hinter dem Schleier der Dinge". Er begann Eigen- und Fremdexperimente mit Opium, Kokain und Haschisch. Obwohl er' exzessiv seinen sexuellen Neigungen nachging, hielt er von Frauen wenig. "Am besten sollten sie zur Hintertür angeliefert werden, wie die Frühstücksmilch."

Crowley war eine in jeder erdenklichen Weise exzentrische Persönlichkeit; wechselte häufig sein Pseudonym; kannte keine Hemmungen; warf sich in jedes Abenteuer; kannte keine Angst, wahnsinnig zu werden; brauchte zur Anregung schreckliche Erlebnisse; versuchte, sich mit allen Mitteln zu stimulieren, war unersättlich; war sich seiner physischen Existenz kaum bewusst; hatte keine Achtung vor seinem oder eines anderen Körper. Leute, die Promiskuität aus Furcht vor Geschlechtskrankheiten ablehnten, begegnete er mit tiefster Verachtung, behauptete fanatisch, dass Syphilis die Grundlage der Genialität sei... In seinen mittleren Jahren beschrieb er selbst seine damalige Persönlichkeit:

"Ich bin dir die Hure, gekrönt mit Gift und Gold, in bunte Gewänder gehüllt, mit Schande befleckt und Blut beschmiert, denn nur aus Geilheit habe ich mich allen hingegeben, denen nach mir gelüstet. Meine Stuprationen (Schänder, Vergewaltiger) habe ich vertausendfacht mit Verführung, Korruption und Erpressung. Mein Fleisch überließ ich der Fäulnis, mein Blut dem Gift, meine Nerven den Qualen der Hölle, meine Gedanken den Hexen. So trug ich Verderbtheit ins Erdenrund".

1904 kam er in Ägypten mit seinem "Schutzgeist" Aiwass in Kontakt, der sich Minister des Herrn des Schweigens nannte und ihm an drei Tagen zur Mittagszeit im Zuge eines magischen Rituals das Buch des Gesetzes, "Liber Al vel Legis" (AL) genannt, diktierte. Somit hatte er sich eine Religion geschaffen, Thelema war entstanden.

Grundgesetz des neuen Zeitalters wurde: Tu, was du willst, das sei das ganze Gesetz.

Die Grundlehre dieses Gesetzes mit dem "ideologischen Leitsatz des Neo-Satanismus wird in einem von Crowley zusammengestellten Gedicht, das auch als sog. Crowley-Charta bezeichnet wird, deutlich:

"Es gibt keinen Gott außer dem Menschen.

1. Der Mensch hat das Recht, nach seinem eigenen Gesetz zu

leben:
zu leben, wie er will,
zu arbeiten, wie er will,
zu spielen, wie er will,
zu ruhen, wie er will,
zu sterben, wann und wie er will.

2. Der Mensch hat das Recht,
zu essen, was er will,
zu trinken, was er will,
zu wohnen, wo er will,
zu reisen auf dem Antlitz der Erde, wie er will.

3. Der Mensch hat das Recht,
zu denken, was er will,
zu sagen, was er will,
zu schreiben, was er will,
zu zeichnen, malen, schnitzen, ätzen, gestalten und bauen, wie er will,
sich zu bekleiden, wie er will.

4. Der Mensch hat das Recht, zu lieben wie er will: 'Auch erfüllet euch nach Willen in Liebe, wie ihr wollt, wann, wo und mit wem ihr wollt!' (AL, 1. 5 1.)

5. Der Mensch hat das Recht, all diejenigen zu töten, die ihm diese Rechte zu nehmen suchen.
'Die Sklaven sollen dienen.'
'Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.'
(/zitat)




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Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 21.09.2002    um 17:33 Uhr   
(zitat)Nach Hack sind Crowley's Ideen als eine Mischung aus neugnostischem Geheimwissen, altägyptischen Traditionselementen und indischem Geistesgut anzusehen. Letztlich ist der Mensch Gott dieser Welt und seinem Willen als einzigem Gesetz unterworfen. Das alte christliche Zeitalter mit seiner, nach Auffassung Crowley's lebensverneinenden und weltfeindlichen, Religion sollte im neuen Zeitalter, dem "Äon des Horus", das 1904 mit der "Offenbarung" des Liber Al vel Legis beginnt, überwunden werden. Die wahren Freien, die Initiierten (d.h. Eingeweihten, Erleuchteten) sind die Vorkämpfer zur Befreiung der Welt aus den bisherigen Beschränkungen und Bindungen. In einem neuen Sittengesetz sollten die überkommenen Gesetze und Moralvorstellungen, die das Fortschreiten der Menschheit zu einer vollkommeneren Bewusstseinsstufe verhindern, aufgehoben werden.

Crowley, der sich selbst als "das Große Tier" (the Beast 666) bezeichnete (nach Offenbarung 13, 18), leitete den "Ordo Templi Orientis" (O.T.O.) und praktizierte seine von ihm entworfenen sexualmagischen Riten mit blutrünstigen Tieropfern und allen überhaupt nur vorstellbaren Scheußlichkeiten in seiner Abtei Thelema auf Sizilien (1920 - 1923).

Die "Thelemiten" hatten verschiedene Übungen zu durchlaufen. Jeder war verpflichtet, das magical record (Tagebuch) zu führen, das dem "Tier" zur Begutachtung vorgelegt werden musste. Außenkontakte" waren bis auf ein Minimum reduziert. Zeitungslesern war verboten. Immer wenn einer der Neophyten (= Schüler) das Wort ICH gebrauchte, musste er sich mit einem Rasiermesser in den Arm schneiden. Über seine Anhänger übte Crowley eine grausame und totale Herrschaft aus. Wenn es seinem Willen entsprach, verurteilte er sie auf magische Weise zum Tode.

Das Leben in der Abtei auf Sizilien glich einem endlosen Hexensabbat, und Neuankömmlinge erhielten als Willkommensgruß die Hostien des Crowleyanismus; sie waren aus "Ziegenscheiße", wie ein Gast bemerkte. Geschlechtsflüssigkeiten erhielten sakrale Funktion (Die Praktik entstammt dem linkshändigen Tantrismus), und Crowley setzte als sogenanntes Ekeltraining den Verzehr von Exkrementen ein. Crowley: Durch diese Rituale soll sich der Magier die hintergründigen Energien des Kosmos unterwerfen und so seinen Willen immer schrankenloser verwirklichen können. Darüber hinaus sollen ihm die Riten zur Erfahrung seiner eigenen Göttlichkeit verhelfen.(/zitat)

bitteschön!
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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 21.09.2002    um 17:46 Uhr   
Deidre, ich glaube bevor wir die Diskussion weiterführen sollten wir erst einmal genau definieren was Satanismus eigentlich ist und wer Satan ist....Ich meine damit nicht den frühe Satanismus, die Kehrseite des Christentums, sondern den modernen Satanismus wie definierst du diesen?


Was tun deiner Meinung nach „Satansjünger“ was sind ihre Gesetze?


Mfg, SchwarzerGraf
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"Autor"  
Nutzer: DarkDaimos
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geschrieben am: 21.09.2002    um 17:56 Uhr   
@Sonic2: gehst du da nicht ein bisschen zu weit??
Naja Satanismus als rebellion von Jugentlichen ist ja allgemein ziemlich bekannt....aber verallgemeinerst du das nicht zu doll mit den Opferungen???
Klar führen einige schwarze Messen durch...

@Mindiyana: Lies doch mal das Buch "Satanismus-von Josef Dvorak"!!!

Hmm für mich ist Aleister Crowley kein Satanist sondern nur ein gelehrter verschiedenster Religionen und anderen Spierituellen bla bla bla ....der durch sein Wissen, (das für "normalsterbliche";-) unerklärlich war), zum Antichristen und Satanisten des Jahrhunderts ausgerufen wurde!!

Dai
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"Autor"  
Nutzer: Tallina
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geschrieben am: 21.09.2002    um 18:19 Uhr   
Lebensregeln von Johann Benjamin Erhard.."Apologie des Teufels" 1795

1..sei niemals wahrheitsliebendund scheine es niemals zu sein.Denn wenn du wahrheitsliebend bist, können die anderen auf dich rechnen; du dienst ihenen, aber sie dienen nicht dir.

2..ERkenne kein Eigentum an, sondern versichere,daß das Eigentum heilig und unantastbar ist und allen gehört.WEnn du alles ihne jede Anfechtung als dein Eigentum besitzen kannst, dann hängt alles von dir ab.

3..Sieh die Moral der anderen als Schwäche anund bediene dich ihrer für deine Zwecke

4..Stachele jeden zur Sünde an, während du die Moral als Notwendigkeit proklamierst.

5..Liebe niemanden

6..Mache jeden unglücklich, der nicht von dir abhängig sein will.

7..Sei konsequent bis zum letzten und bereue nie etwas. Was du einmal beschlossen hast, tu auf jedenfall, komme was kommen mag.

Diese Statements oder Regeln rühmen sich konsequent auf das Prinzip des Bösen um Bosheit aufzubauen, was ich für totalen blödsinn halte...was allerdings einige sicher wirklich für ihre Lebensmottos halten.

Talli
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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 21.09.2002    um 18:53 Uhr   
Tallina, heutzutage hat ein Satanist keinen Führer!

Es gibt keine Vorschriften an die er sich zu halten hat!


Mit freundlichen Grüßen, SchwarzerGraf



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"Autor"  
Nutzer: Die.Ina
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geschrieben am: 21.09.2002    um 21:04 Uhr   
Hmmm....ich denke jeder definiert Satanist anders oder?!
Wobei ich diese wirklich krank finde die andre Leute aufschlitzen und was weiß ich... wie es vor einem Jahr (?) der Fall war.
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"Autor"  
Nutzer: Katzerin
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geschrieben am: 22.09.2002    um 08:40 Uhr   
was ich zu dem thema allgemein sagen möchte: ihr sympatisiert den satanismus, weil er die individuelle freiheit gewährt? (tut das das christentum - das REINE christentum an sich denn nicht?)
das ganze andere seht ihr nicht? das der satan die allg. angenommene verkörperung des bösen ist? gibt das nicht zu denken?
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"Autor"  
Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 22.09.2002    um 10:42 Uhr   
(zitat)was ich zu dem thema allgemein sagen möchte: ihr sympatisiert den satanismus, weil er die individuelle freiheit gewährt? (tut das das christentum - das REINE christentum an sich denn nicht?)
das ganze andere seht ihr nicht? das der satan die allg. angenommene verkörperung des bösen ist? gibt das nicht zu denken?(/zitat)


Mal abgesehen davon das Gut und Böse nur eine Erfindung der Gesellschaft ist, ist Satan nicht böse, sondern es sind die Menschen die zu grausamen Taten fähig sind und bestimmt nicht nur Satanisten, sondern auch die ach so guten Christen!

Natürlich könnte man alle „bösen“ Taten Satan zurechnen und sich so ganz einfach vor der eigenen Verantwortung drücken.


Mfg, SchwarzerGraf

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"Autor"  
Nutzer: Katzerin
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geschrieben am: 22.09.2002    um 11:20 Uhr   
(zitat)Mal abgesehen davon das Gut und Böse nur eine Erfindung der Gesellschaft ist(/zitat)

ach ja? kannst du das bitte erläutern?
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"Autor"  
Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 22.09.2002    um 13:11 Uhr   
Ich kann es ja verstehen, wenn sich pubertierende Teenies gerne "böse" geben wollen, schwarze Klamotten anziehen und dadurch ihre Unabhängigkeit von der von ihnen verhassten Gesellschaft demonstrieren möchten. Dämonenkulte und schwarze Magie runden das Ganze zu einem okkulten und damit exklusiven Erlebnis ab.
Was mich aber erschreckt ist, wieviele "reifere" Personen sich der dunklen Seite verschreiben, weil sie sich dadurch einen Vorteil im Leben versprechen. So wie ich das hier gelesen habe, beanspruchen Satanisten einfach, daß sie tun dürfen, wozu sie Lust haben.
Dennoch unterscheidet sie eines gehörig von den Linksautonomen; denn sie spielen mit dem Feuer. Es gibt sie wirklich, die dunkle Seite, aber nur wirklich begabte und zugleich böse Menschen können mit ihr umgehen. Die meisten, die sich dadurch nur etwas "Aufregendes" für den Samstagabend versprechen, verbauen sich nachhaltig ihre Zukunft.
Wer sich dem Bösen anschließt, der wird entsprechend vom Leben bestraft. Das gilt für alle Richtungen, ob links, ob rechts oder nur "privat motiviert". Ich will nur sagen, daß es leichtfertig ist, sich etwas zu verschreiben, ohne die Tragweite zu erkennen.
Oder anders: Man kann Individualist sein und Gleichgesinnte finden, OHNE dadurch eine Sache zu unterstützen, die höchst ablehnenswert ist.

;-) Paccy
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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 22.09.2002    um 14:18 Uhr   
@katzerin, was gut und böse ist bestimmt die jeweilige Gesellschaft, was sich jedoch in kürzester Zeit ändern kann. So wird Mord, was ja allgemein als "böse" gilt oft als Notwehr oder Beschützen eines anderen als "gute" Heldentat gefeiert.

Dazu kommt noch jeder hat seine persönlichen Moralvorstellungen von gut und böse, ein persönliches Gerechtigkeitsempfinden, was jedoch von Mensch zu Mensch variiert.
Ist jemand bei dem dieser Sinn für Gerechtigkeit nicht so ausgeprägt ist ein "böser" Mensch?

Gut und böse gibt es also in diesem Sinne nicht. Es werden zwar oft Feindbilder erschaffen, doch entstehen diese meist aus persönlichen Neigungen.


Wenn jemand wirklich "böse" sein will, muss er zuerst wissen was "gut" ist und umgekehrt gilt dasselbe.


Mit freundlichen Grüßen,SchwarzerGraf


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Nutzer: SchwarzerGraf
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geschrieben am: 22.09.2002    um 14:50 Uhr   
Werden nur von Satanisten Kinder vergewaltigt?

Werden nur von Satanisten Tiere sinnlos getötet?

Satan wird nicht als gehörnter Pferdefußteufel angebetet.

Satanisten beten nicht.

Es ist ein großer Irrtum das nur Satanisten Mord und Totschlag verbreiten.
Hamster leben essen und Jungfrauen vergewaltigen.


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Nutzer: Dyonisa
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geschrieben am: 22.09.2002    um 14:50 Uhr   
Will ja jetzt nichts sagen, was nicht stimmt.. aber.. mir hat jemand, der sich recht gut damit auskennt, erzählt, dass im Satanismus das Leben eigentlich "heilig" ist.. udn Kinder besonders schützenswert... aber genau weiß ichŽs auch nicht (da wohl zuviele satanistische Strömungen).
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 22.09.2002    um 15:13 Uhr   


satanimus ist nicht gleich satanismus.
es gibt überall extremisten,auch in dieser relegion.
schert nicht alle über einen kamm...
wir werden hier zu keiner eindeutigen definition des satanimus gelangen.
und wenn man 10 satanisten fragt,was sie darunter verstehen wird man 10 verschiedene antworten bekommen...
(erinnert mich sehr an christen,...ist es da nicht ähnlich?alles eine auslegungssache,eine sache der persönliches selbst)
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