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geschrieben am: 05.09.2002 um 00:11 Uhr
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Ja Lama, das scheint uns wirklich zu verbinden, die Neugierde ist schon ein Grund, nicht aus dem Leben scheiden zu wollen. :-)
Und Mindiyana, ich habe den Thread extra so ausgelegt, dass er auf Grund und Sinn passt, daher passt auch die Neugierde hier ganz gut herrein. Denn vielleicht ist es eine Möglichkeit über den Grund zum Sinn zu kommen. Wenn dies denn möglich sein sollte.
Und NicoK, darauf habe ich eigentlich schon die ganze Zeit gewartet, auf die Frage, ob man nicht auch ohne Sinn leben kann. Nun machen wir mal einen Abstecher ins Tierreich und nehmen der Spinne den Sinn ihres Lebens, das Fangen und Essen von Insekten. Schon verhungert uns die Spinne. Und wie ist das beim Menschen? Ursprünglich war das wohl die Arterhaltung, doch das ist nicht mehr so wichtig, die Welt ist ohnehin überbevölkert. Im Laufe der Evolution haben wir uns recht weit von einem ursprünglichen Sinn entfernt, wie mir scheint.
Es ergibt sich für mich also das Bild, dass der heutige Mensch das Sein auch ohne Sinn betreiben kann.
Und doch hat jeder Mensch einen, seinen ganz persönlichen Grund zum Sein. Die Liebe, die Freunde, die Freude, die Arbeit, das Sein einfach nicht sein lassen zu können.
Was jeden im Einzelnen dazu treibt, das Sein nicht sein zu lassen, dafür gibt es unendlich viele Gründe, aber gibt es auch noch Einen, den alle gemeinsam haben? Und ist dass dann der Sinn des Lebens?
Übrigens, dem unmöglichen Traum nachzuhängen, sein Leben genau so führen zu können, wie man es möchte, ist meiner Meinung nach vergeben. Jeder Mensch ist abhängig von anderen Menschen in seinem Leben, ob man es wahrhaben möchte, oder nicht.
PS: Um einen Forschergeist in sich zu verspühren, braucht man weder Forscher noch Entdecker sein, eigentlich ist er jedem Menschen von Natur aus gegeben.
Vulcania, auch wenn es Durststrecken im Leben gibt, so gibt es doch noch immer etwas, wofür man Sein möchte und wenn es die Arbeit ist, bzw. das Gefühl, gebraucht zu werden. ;-)
Prof, ich denke nicht, dass es so ganz vergeben ist, mal über sich und den Sinn seines Seins nachzudenken, dadurch versteht man sich selbst manchmal um einiges besser. Und wenn man die Wahl hat, vor dem Fernseher zu sitzen und sich berieseln zu lassen, oder mal über sich und sein Sein nachzudenken, dann würde ich doch Lezterem den Vorrang geben.
funkymonk, das Leben stellt uns viele Aufgaben, denn sonst hätte man wohlmöglich schon in sehr jungen Jahren den Sinn des eigenen Lebens gefunden. Stell dir nur mal vor, du würdest mit 12 Jahren den vermeintlichen Sinn deines Lebens finden und ihn umsetzen können, würdest du nach getaner Arbeit von der Welt gehen wollen? Weil du glaubst, danach kommt nichts mehr? Es sei alles erreicht? |
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