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sterbehilfe

Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 03.09.2002    um 06:18 Uhr   

Geändert am 16.09.2002 um 18:35 Uhr von vulcania

Geändert am 16.09.2002 um 18:36 Uhr von vulcania
ich bin verantwortlich für das, was ich sage, nicht für das, was DU verstehst!
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 03.09.2002    um 06:19 Uhr   

Geändert am 16.09.2002 um 18:36 Uhr von vulcania
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 03.09.2002    um 06:23 Uhr   
sterbehilfe ist ein thema, was mich aus aktuellem anlass sehr beschäftigt ..

wann ist ein leben nicht mehr lebenswert? .. wann kann man für sich selbst sagen "ja, jetzt ist der zeitpunkt, da ich den "stecker" ziehen würde - ohne angst vor juristischen konsequenzen? ist es mord? ist es hilfe?

jedes tier kann man durch eine spritze von seinem leid erlösen .. und wir menschen? sind wir zum leben verdammt?

V., nachdenklich ..
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Nutzer: KessValentine
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geschrieben am: 03.09.2002    um 08:52 Uhr   

Ich denke das Thema, Menschen auf Bitten hin zum Tod zu verhelfen ist doch recht ernst. Es gibt ja genug Länder, in denen Sterbehilfe erlaubt ist. Deutschland macht dort jedoch eine Ausnahme.

Ich teile zu diesem Thema verschiedene Ansichten. Einerseites denke ich wäre es gut wenn Sterbehilfe auch in Deutschland zugelassen wird, andererseits könnte ich mir nicht vorstellen einem nahen Verwandten/Bekannten das Leben zu nehmen.

Aber was denn bitte tuen? Ist es denn Mord wenn man jemand von seinem Leiden erlöst, wenn er dich darum bittet? Sicher hat da jeder Skrupel und ich denke jeder ehrliche Mensch will für seine Mitmenschen(Verwandte nur das beste. Vielleicht kennen einige die Situation. Ein naher Verwandter/Bekannter, liegt im Krankenhaus. Er selber weiß das er nicht mehr lange lebt und er selber wird nur durch Maschienen am Leben erhalten. Will man sich das selber denn so mitansehen, wie der Mensch den man liebt einfach vor so "verreckt?"

Ich denke man sollte diesem dann den letzten Wunsch erfüllen und ihn in Ruhe betten anstatt das er sich quälen muss. Es gab auch schon in Deutschlad viele Fälle und damit niemand zu unrecht beschuldigt wird, sollte man den Sterbewunsch vielleicht protokollieren, per Tonband oder Text des anderen...

Ich weiß nicht wer von den hier Anwesenden das schon mal miterlebt hat (das obengenannte Beispiel). Ich persönlich kann es nicht mit ansehen wie sich ein Mensch quälen muss.

Ich denke wenn der mensch noch zurechnungsfähig ist und um den Tot bittet sollte man besten immernoch ein zweiter(Zeuge) mit dabei sein....

Vielleicht können ein paar der Anwesenden mein denken nicht verstehen, nur bin ich der Ansicht das der Mensch ganz allein über sein Leben zu entscheiden und nicht irgendwelche Lebensumstände oder Maschienen.....



Kess Valentine....
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Nutzer: linné
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geschrieben am: 03.09.2002    um 09:33 Uhr   
Holland hat aktive Sterbehilfe eingeführt. Voraussetzung: Der Patient muss es wollen
Der Patient muss an einem unheilbaren Leiden erkrankt sein
Es müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander zustimmen.
Die aktive Sterbehilfe muss gemeldet werden.


Das internationale Geschrei v.a. aus den USA und D ist gross. Die Zustimmung innerhalb der holländischen Bevölkerung ist jedoch ebenfalls gross. Die Palliativmedizin ist wesentlich besser als in D entwickelt. Es funktioniert, Mißbräuche sind nicht bekannt geworden, die Meldepflicht sorgt für Transparenz.


Folgerung: Ein fortschrittliches Modell, seit zwei Jahren legalisiert, mit dem Abschlachten in D zu Zeiten des 3. Reiches nicht vergleichbar.

Linné
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 03.09.2002    um 10:59 Uhr   
hm ich werde hier nichts zum thema sagen wer möchte kann mich ansprechen bin oft genug da ...... mag nicht das alle meine meinung und gefühle dazu lesen können .

(finds toll das das forum um diesen teil erweitert wurde)

liebe grüße Polli
Geändert am 03.09.2002 um 11:04 Uhr von Pollichen
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Nutzer: linné
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geschrieben am: 03.09.2002    um 11:25 Uhr   
Keine Sorge, Fratzmausi...die Mittel sind bekannt. Du wirst hoffentlich nicht im Ernst erwarten, dass ich das hier noch verbreite. In Holland dürfen das ausschliesslich Ärzte machen.

Linné *der trotz positiver Einstellung froh ist, sich auf passive Sterbehilfe beschränken zu können, schwer genug ist das manchmal auch schon....*
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Nutzer: Deirdre
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geschrieben am: 04.09.2002    um 16:44 Uhr   
Das Thema Tod wird in unserer Gesellschaft sein Jahrhunderten stark tabuisiert.
Es gab Zeiten in denen dieselben Menschen die um Hilfe und Heilung gebeten wurden auch der Ansprechpartner für die Bitte um einen würdevollen Tod waren. In denen beide Seiten - das Heilen und das Töten auf die Bitte hin - gleichberechtigt und positiv bewertet nebeneinander standen.

Aber der Tod wird tot-geschwiegen, allzu oft und intensiv. Man will nicht damit konfrontiert, belastet werden. Weil es zu sehr an die eigene Sterblichkeit erinnert? Die eigene Angst vor dem "aus" wachruft?

Ich denke wenn ein Mensch es für sich geschafft hat die Relationen wieder geradezurücken, den Kreislauf in seiner Gesamtheit von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt anzunehmen wird die Frage nach Sterbehilfe einfach zu beantworten. Reduziert auf die Frage nach den Umständen unter denen man einer solchen Bitte nachkommen würde. Zumindest bei mir ist das so...
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Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 05.09.2002    um 12:08 Uhr   
wenn es eine dmeokratische abstimmung zur einführuing der sterbehilfe in deutschland geben würde, ich würde mit "ja" stimmen.

da ich vor nun mehr 1 jahr und 7 monaten meinen vater verlor, habe ich mich viel mit dem tod beschäftigt, auch mit der theorie "wenn sie ihn hätten ranimieren können, wäre er dann ein pflegefall aufgrund des sauerstoffmangels im hirn geworden?".

pflegefall, in solchen ausmaßen, dass man das dasein nicht mehr als leben bezeichnen kann. das war es, wovor mein vater sprach, wenn er mir von seinen ängsten erzählte, auch noch stunden vor seinem tod.
nie werde ich die worte "du machst dann, dass es mir gut geht!" vergessen, die er mir in dieser zeit so oft sagte. und nie werde ich vergessen, dass ich ihm versprach, alles zu tun, damit es ihm gut ginge.

ich bin nie wirklich mit der praxis dieses "gut-gehens" konfrontiert worden, er starb von alleine, gegen meinen willen, aber nicht gegen seinen.

trotz dieser tatsache denke ich auch heute noch recht häufig darüber nach, ob ich in der lage gewesen wäre, ihn zu erlösen. ob es mir psychisch möglich gewesen wäre.

ich denke, vor seinem tod wäre ich dazu in der lage gewesen, doch in meinem hinterkopf bin ich mir dessen nicht sicher. ich kenne den schmerz, den sein tod in mir hervorrief. im nachhinein wäre ich froh, wenn ich ihn bei mir hätte, ob er nun im rollstuhl sitzen würde oder nicht mehr sprechen könnte oder ich ihn füttern und wickeln müsste.
aber er wäre bei mir...

da ich mir allerdings vor seinem tod der intensivität des schmerzes nicht bewusst war, wie ich sie nun spüre, bin ich mir sicher: ich hätte alles getan, um es ihm zu erleichtern...


(zitat)Das internationale Geschrei v.a. aus den USA und D ist gross.(/zitat)

geschrei aus einem land, in dem die todesstrafe verhängt wird? einen grössen widerspruch gibt es wohl nicht...

desti xxx

n.o.m.

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Nutzer: presea
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geschrieben am: 05.09.2002    um 16:42 Uhr   



mein vater hat inoperablen lungenkrebs...
auch er sagte einmal zu mir,bevor er qualvol stirbt,würde er gerne im kreise seiner familie in ruhe "einschlafen"....

warum missgönnt man menschen diesen letzten willen..

das presi
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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 05.09.2002    um 18:47 Uhr   
....meine Oma wurde mit 86 Jahren zunehmend zum völligen Pflegefall. Sie hatte nach nem halben Jahr einen Blasenkatheder, eine Magensonde, konnte sich nicht mehr verständlich machen und sich nicht mehr bewegen. Sie schaute einen nur noch an. Ob sie jemanden erkannt hat, wußte kein Mensch.

Mit 90 ist sie endlich gestorben...meine Mutter, die sie aufopfernd gepflegt hat, ist ziemlich krumm und weiß geworden in der Zeit...

Ich weiß noch, daß Oma, als sie noch flüstern konnte, gesagt hat "ich mag nicht mehr"....

Aber ihr Herzschrittmacher hat sie nicht sterben lassen.

Und die Batterien wurden einfach nicht leer....
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 05.09.2002    um 19:58 Uhr   
ich habe heute keine ahnung, wie es sein wird, sollte mein daddy einmal ein pflegefall werden .. aber vor einigen jahren hat er mir das versprechen abgenommen, dass ich nicht zusehen werde, wenn er langsam krepiert ..

ein versprechen, an das ich mich halten werde ..

V.
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Nutzer: Gast_tinkerbell
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geschrieben am: 05.09.2002    um 20:12 Uhr   
dann fang schon mal an...

ich weiß leider nicht genau, wie er heißt, aber es gibt einen Verein, der juristisch sattelfeste "Patientenverfügungen" entworfen hat (das ist nämlich nicht ganz einfach). Mit diesen Dokumenten kann man festlegen, daß man ab einer bestimmten Grenze NICHT mehr durch die Apparatemedizin am Leben gehalten wird. Schau mal, ob Du das Ding findest, laß es von nem Juristen durchchecken und laß Deinen Vater unterschreiben.

Das ist auf jeden Fall EIN Schritt, das dahinvegetieren zu vermeiden...

Ich wünsch Dir Kraft und Mut, solltest Du in die ŽSituation kommen, Dein Versprechen halten zu müssen....

tinker
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Nutzer: linné
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geschrieben am: 05.09.2002    um 20:20 Uhr   
..die Argumentation von deutscher Seite:
-mit dem Mißbrauch der Euthanasie in der Vergangenheit darf es nie wieder vorkommen, dass Menschen in Deutschland legal durch andere Menschen getötet werden.
-moderne Palliativmedizin macht ein Sterben in Würde nötig, ohne zur aktiven Sterbehilfe zu greifen.
- die Mißbrauchgefahr sei zu gross



Punkt drei hat sich in Holland erledigt, das Argument ist schlicht und einfach falsch.

Richtig ist, daß moderne Palliativmedizin viel zu leisten vermag. Leider steht es damit in D nicht sehr gut, insofern stimmt das Argument, dass man erst diesen Zweig auf internationalen europäischen Standard bringen muss. So gesehen sind uns die Holländer zwei Schritte voraus...

Das erste Argument ist ein ziemlich grobes, undifferenziertes Schlagwort, die Motivation in Holland ist eine völlig andere als diejenige in Nazideutschland vor über 50 Jahren.


Nun...Amerika ist ein Land voller Widersprüche, gross, teilweise von puritanischem Geist durchdringen und eine Hochburg christlicher Eiferer, aber es hat Europa den entscheidenden Frieden gebracht, das darf man bei aller Kritik nicht vergessen. Und es ist mit das "erfolgreichste" Land, militärisch wie wirtschaftlich, und das Traumland vieler, vieler Menschen,auch das sollte man nicht vergessen.


Linné



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Nutzer: Gast_herzchen
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geschrieben am: 05.09.2002    um 21:28 Uhr   
Ich kann destinyÂ’s Gedanken sehr gut nachvollziehen.

Ich habe auch meinen Vater verloren. Er hatte infolge von mehreren Hirnblutungen einen Herzstillstand erlitten. Er konnte reanimiert werden. Er lag danach im Koma, es hieß, es seien kaum noch Hirnströme vorhanden, wir müssten damit rechnen, dass er nicht überlebt. Nach einigen Tagen der Anruf: „Er ist aufgewacht“. „Aufwachen“ hieß in diesem Fall, dass er die Augen geöffnet hatte. Er war jedoch nicht in der Lage, sich zu äußern; wir wussten nicht, ob er überhaupt etwas registriert, und wenn ja, wieviel. In diesem Wachkoma befand er sich die darauffolgenden zwei Jahre. Er war in mehreren Reha-Kliniken, und nachdem sich keine wesentliche Besserung einstellte, wurde er einem Pflegeheim „anvertraut“.

Mein Vater hatte immer, solange ich zurückdenken kann, beteuert, er wolle nie so auf andere angewiesen sein. Davor hatte er immer Angst. Er war immer sehr auf sich bedacht, und die Vorstellung, dazuliegen, gewaschen, gefüttert und gewickelt werden zu müssen, möglicherweise an Maschinen zu hängen, war ihm zuwider. Ich bin sicher, das kann jeder nachvollziehen.
Er hatte sich auch mit dem Thema Sterbehilfe (oder in diesem Fall eher „Hilfe zur Selbsthilfe“) beschäftigt. Er hat noch an dem Tag, als „es“ passierte, mit meiner Cousine (einer Ärztin für Neurologie und Psychatrie) darüber gesprochen. Er hatte die Idee, sich eine Kapsel mit Zyankali o.ä. zu besorgen, um im Ernstfall seinem Leben ein Ende bereiten zu können.
Er hatte nicht mehr die Möglichkeit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen (Stichwort Patiententestament).
Er war nicht auf Maschinen angewiesen. Er hat allein geatmet, sein Herz hat ohne Hilfe geschlagen. Er ist „lediglich“ durch eine Magensonde ernährt worden, hatte eine Trachealkanüle, einen Blasenkatheder.

Wenn mein Vater die Situation im Voraus hätte beurteilen können, er hätte vermutlich, nein, sicher, an seiner Meinung festgehalten.
Aber ich weiß nicht, ob ich in der Lage gewesen wäre, Sterbehilfe zu leisten. Oder die Entscheidung dazu zu treffen. Vom Kopf her wahrscheinlich noch eher.
Natürlich hat es unglaublich wehgetan, das mit anzusehen. Tut es immer noch.
Und wenn ich gekonnt hätte, ich hätte es ihm ersparen wollen.
Aber ich glaube, ich habe, so irrational das auch sein mag, die Hoffnung wohl nie so ganz aufgegeben, dass sich sein Zustand doch noch bessern könnte.
Zum anderen kenne ich dieses Gefühl „Aber er ist noch da“. Ich konnte hingehen und mit ihm reden, auch wenn er nicht geantwortet hat und ich nicht einmal weiß, ob er mich überhaupt wahrgenommen hat. Ich wäre nicht „bereit“ für seinen Tod gewesen.
(„Bereit“ dafür ist man wohl auch nie wirklich, nur gehen diese zwei Jahre Leidensweg, für ihn und für uns als seine Angehörigen, die Probleme, die sich zusätzlich aus so einer Situation heraus ergeben, natürlich nicht spurlos vorüber.)

Aber ich bin mir sehr wohl bewusst, dass das ziemlich egoistische Motive sind.

Ich bin absolut dafür, dass die Gesetzeslage zu diesem Thema überdacht wird. Wenn entsprechende Maßnahmen getroffen werden, die einen „Missbrauch“ ausschließen, sage ich „Ja“ zu Sterbehilfe.
Aber es gibt wirklich so einige Aspekte zu bedenken, und im Ernstfall ist die Entscheidung sicher eine sehr schwere.
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Nutzer: Broderic
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geschrieben am: 05.09.2002    um 23:41 Uhr   
sorry Vulcania, es gibt einen feinen Unterschied, Euthanasie ist nicht gleich Sterbehilfe, es bedeutet eigentlich Sterbeerleichterung durch Einnahme von Narkotika. Es ist nur ein feiner Unterschied, aber im Hinblick auf die geschichtliche Nutzung dieses Begriffes schon wichtig.
Aber es ist ein sehr kompliziertes Thema und nicht leicht zu diskutieren!
Broderic
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"Autor"  
Nutzer: linné
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geschrieben am: 05.09.2002    um 23:55 Uhr   
Euthanasie kommt aus dem griechischen und heisst so viel
"der gute Tod"...habŽich mal irgendwo gelesen.


Linné
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"Autor"  
Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 06.09.2002    um 16:38 Uhr   
wie schon gesagt, damals wusste ich nicht, in welche abgründe der tod meines vaters mich stürzen würde und ich ich bin auch heute überzeugt, ich hätte mein bestes getan ihm das dasein als pflegefall zu ersparen.
nun weiss ich aber leider, was für schmerzen der tod eines geliebten menschen bereitet, und so manches mal wünsche ich mir, ich könnte einfach neben ihm sitzen und ihm dinge erzählen...

und aktive legale sterbehilfe mit euthanasie gleichzusetzen ist wirklich schlicht und ergreifen quatsch mit soße.

desti xxx

n.o.m.
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 06.09.2002    um 17:24 Uhr   
(zitat)Euthanasie, die; -, kMz. 1. leichter, schmerzloser Tod 2. (med.) Erleichterung des Sterbens, bsd. durch Schmerzlinderung 3. Tötung unheilbar Kranker und Geisteskranker(/zitat)

ok, das wort "tötung" in punkt 3 stört mich an der erklärung massiv! wobei ich es interessant finde, wieviele ein problem mit dem begriff an sich haben.

ich könnte jetzt einen vergleich über die psychologische wirkung des gebrauchs bestimmter worte, wortgruppen und zitate von vor 60 jahren und heute schreiben. dies würde diesen rahmen allerdings sprengen und das ganze ins offtopic abgleiten lassen.

wer mag, kann diesbezüglich gern einen neuen thread eröffnen. mir selbst fehlt dazu im moment die zeit und vor allem die lust.

V.
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Nutzer: rayko
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geschrieben am: 13.09.2002    um 14:27 Uhr   
weiss nicht was man von sowas halten soll gut schelcht wer weiss jenach dem wie der umstnad der jetztigen person ist... davon solte man viel ausmachen und überlegen ob man nicht schon alles versucht hat
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"Autor"  
Nutzer: rayko
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geschrieben am: 13.09.2002    um 14:28 Uhr   
weiss nicht was man von sowas halten soll gut schelcht wer weiss jenach dem wie der umstnad der jetztigen person ist... davon solte man viel ausmachen und überlegen ob man nicht schon alles versucht hat
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"Autor"  
Nutzer: muffin
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geschrieben am: 13.09.2002    um 15:55 Uhr   
...da der Artikel von Vulcania ist, möchte ich nur sagen...

...befasse dich doch lieber mit positiven Dingen !

Mir ist nicht wohl dabei, dass du in deiner Verfassung über solche Dinge nachdenkst.

Denk an dein Wohbefinden! dir ein Blümchen schenk

kekslein
(die es gut meint)
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 13.09.2002    um 18:24 Uhr   
is zwar offtopic .. muss aber sein ..

@ muffin

ehm, was ist mit meiner verfassung? du stellst dir wahrschenlich vor, dass ich dauerhaft depressiv bin und mit einer leichenbittermiene durch die gegend laufe .. weit gefehlt .. ganz im gegenteil ..

ich bin eher ein lustiger typ mit ziemlich trockenem und schrägem humor .. und ein optimist ..

und das liegt einzig daran, dass ich mein leben nicht von dieser krankheit bestimmen lasse .. ich hab' sie .. nicht zu ändern .. aber deshalb das leben nicht an mich ranlassen? nö .. dafür mag ich das leben zu sehr ..

es gibt zwar dinge, die mich vielleicht mehr aus der bahn werfen, als einen "normalsterblichen" .. aber das heißt nicht, dass es nur dunkle wolken gibt ..

wenn ich in meinem leben alles außen vor lasse, was mich deprimiert, könnte ich es im grunde gleich beenden .. leben ist eben nicht immer positiv .. gedanken ebensowenig .. aber es gehört eben zu dieser bunten vielfalt, die das leben nun einmal ist, dazu ..

danke dir trotzdem :-) ..

V.
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"Autor"  
Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 15.09.2002    um 08:22 Uhr   
kann geschlossen oder gelöscht werden ..
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Nutzer: NetSpy
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geschrieben am: 16.09.2002    um 16:38 Uhr   
Hi,

praktiziert wird derzeit die Sterbehilfe durch a. Unterlassung, wie beereits oben erwähnt; Beispiel: Einem unheilbar Krankem werden keine lebenswichtigen "Herzmedikamente" intravenös verabreicht, nachdem er nicht mehr in der Lage ist, diese in Tablettenform einzunehmen.
b. Einem bereits ateminsuffizienten Patienten wird trotz potentiell letaler Nebenwirkungen bspw. Morphium appliziert (welches ja zusätzlich atemdepressiv wirkt).


Patientenverfügungen gibts bei mir als pdf- datei :-)

Gruß
Spy

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"Autor"  
Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 16.09.2002    um 18:27 Uhr   
warum issen der beitrag wieder offen?? und wo das letzte posting vor der schließung??

V. :-((
Geändert am 16.09.2002 um 18:28 Uhr von vulcania
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