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borderlinestörung, die zweite

Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 04.09.2002    um 20:20 Uhr   
anschließend an siehe Beitrag

Die Gruppentherapie war ein berühmter Griff ins Klo. Nachdem ich sechs Wochen daren teilgenommen hatte und immer noch nicht den Mund aufmachen konnte, kam dieser "Therapeut" und meinte, ich muss mich endlich auch beteiligen.

Muss? Zwang?

Ich sagte ihm, dass ich einfach noch nicht soweit bin, und es wohl noch ein wenig Zeit brauchen wird. Er meinte nur, dass er meine Therapierung dann als gescheitert melden muss, da ich augenscheinlich nicht zur Mitarbeit bereit bin.

Ich stellte mir ernsthaft die Frage, welch Diletant hier auf mich losgelassen wurde. Er scheint die einfachsten Grundbegriffe seines Berufes nicht begriffen zu haben - jedenfalls erschien es mir so.

Auf jeden Fall habe ich diese Therapieform abgebrochen und mache derzeit wieder eine Einzeltherapie.

Tjo, mal sehen, wie das nun weitergeht.

V., die weiterkämpft und sich nicht entmutigen lässt
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Nutzer: moonbeam
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geschrieben am: 04.09.2002    um 20:36 Uhr   
das war auch gut das du es bei dem abgebrochen hast....denn du "mußt" nichts...... nicht glaub das es solch Therapeuten gibt.....koppschüttelt
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Nutzer: moonbeam
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geschrieben am: 04.09.2002    um 20:37 Uhr   
glaub nicht das ich dir noch viel übers Thema "borderline" erzählen kann,da du es ja zur genüge kennst...aber gern hier mit dir schreib :o))

moonie
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Nutzer: .Joey.
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geschrieben am: 05.09.2002    um 17:29 Uhr   
Es mag sich blöd anhören, aber was, wenn du es mal in der Psychatrie versuchst?

Ich war da ca. drei Monate und danach ging es mr erheblich besser. Seitdem mach ich aber noch eine Abulante Therapie...

Kopf hoch!
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 05.09.2002    um 17:39 Uhr   
lacht So schlimm ist es im Moment auch nicht. Ich nehme dieses Vorkommnis mittlerweile mit Humor. Es war entweder die falsche Therapieart oder einfach noch zu früh für eine Gruppe.

Die momentanen Einzelsitzungen kosten zwar verdammt viel Kraft - ich bin am Ende jedesmal geschaffter, als nach 8 Stunden Knochenarbeit -, aber es macht für mich einen Sinn, weil ich ein Vorwärtskommen erkennen kann.

Der Therapieplan ist einfach super und beinhaltet vor allem auch den Entzug von Therapeuten, der irgendwann mal kommen muss.

Der wichtigste Schritt war, mit einigen Dingen in meinem Leben einfach abzuschließen und auf der Liste stehen noch ein paar, die folgen werden, wenn es an der Zeit dafür ist. Ich habe gelernt, dass nicht alles auf einmal geht und dass Geduld nicht nur ein Wort ist; ich muss sie auch haben.

V.
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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 07.09.2002    um 00:28 Uhr   
Im ersten thread stehen lange Ausführungen zum Thema dieser Krankheit. Das Zeug habe ich ziemlich zu Beginn mal gelesen. Klingt für mich fürchterlich.
Vulcania, was hast Du von all diesen Dingen?
vero

PS Alles kannste ja nicht haben, sonst könntest du gar nicht mehr posten.
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 07.09.2002    um 09:28 Uhr   
Ich denke nicht, dass die Frage ist, welches der Symptome auf mich zutrifft, sondern eher, in welcher Intensität. So trifft jedes der genannten Symptome auf mich zu. Mitterweile habe ich jedoch die meisten davon sehr gut im Griff.

Ich lerne jeden Tag mehr über mich und Dank der Therapie erkenne ich auch die Ursachen, die zu bestimmten Verhaltensmustern führen. Ich kann einen "Schub" dann zwar nicht verhindern, aber das Wissen darum hilft mir, dass ich mich nicht mehr generell schlecht fühle.

So ziehe ich mich an Tagen, an denen es mir schlecht geht, einfach zurück, praktiziere autogenes Training und beschäftige mich mit Dingen, die mir normalerweise sehr viel Spaß machen. In den letzten Monaten ist der Abstand zwischen diesen Schüben größer, ihre Dauer kürzer und ihre Intensität schwächer geworden. Geritzt habe ich schon länger nicht mehr und Suizid steht gar nicht mehr zur Debatte. Lediglich den Zorn und die Fressorgien bekomme ich derzeit noch gar nicht in den Griff.

Schreiben konnte ich zu jedem Zeitpunkt in meinem Leben. Ich habe eine nette Sammlung von Gedichten und Geschichten. Wenn ich etwas davon lese, weiß ich ganz genau, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe.

Schritt für Schritt schließe ich Frieden mit meinem Leben und kann es wieder als "ICH" genießen und nicht mehr als "ES".

V.


Geändert am 07.09.2002 um 09:29 Uhr von vulcania
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 08.09.2002    um 16:02 Uhr   
heute ist ein scheißtag ..

V. :-(
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Nutzer: Almitra
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geschrieben am: 08.09.2002    um 23:31 Uhr   
Grüß Dich, Vulcania.

ich bin auch gerade in Psychotherapie und könnte mir auch keine Gruppengespräche vorstellen.Mir fällt es schon manchmal schwer genug mit meiner Therapeutin über bestimmte Dinge zu sprechen, geschweige denn in einem größerem Kreis.Möchte gar nicht absprechen daß Gruppentherapie unter den gegebenen Umständen sehr hilfreich sein kann, aber wenn man damit nicht zurecht kommt, ist es ziemlich unsinnig.Denke auch daß es richtig ist offen zu sagen was einem selbst hilft und auch was einem nicht hilft.Denn die Therapie ist ja nunmal dazu da, das es einem besser geht/das man sich wohlfühlt und dazu gehört eben auch die Umgebung.Nicht alle Therapeuten mögen das verstehe, kannst Du denn gegebenfalls einen Anderen suchen oder funktioniert das nicht ohne Weiteres?

lieben Gruß,
Almitra
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Nutzer: Donatella1960
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geschrieben am: 09.09.2002    um 11:52 Uhr   
Hallo zusammen,

ich verfolge hier schon seit einiger Zeit Eure Beiträge im Forum. Ich bin selber "betroffene" und möchte Euch auf eine in Deutschland noch weitgehend unbekannte Therapieform aufmerksam machen. Diese Therapie wurde von einer Frau namens M. Linehan entwickelt. Informationen darüber findet ihr über diverse Suchmaschinen unter dem Stichwort "Dialektische Therapie der BPS (M. Linehan). Mich hat diese Therapieform Riesenschritte vorangebracht und ich möchte sie Euch einfach empfehlen in der Hoffnung dass auch sie Euch helfen mag. Einen schönen Start in eine neue Woche
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Nutzer: hanni5
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geschrieben am: 09.09.2002    um 21:43 Uhr   
ich habe diesen beitrag leider erst spät entdeckt.
wollte mir trotzdem nicht nehmen lassen an dieser stelle allen interessierten einen buchtipp da zulassen.
ich habe vor einiger zeit angefangen mich intensiv mit dem thema "borderline" auseinanderzusetzen und bin auf literatur gestoßen,die einem sehr dabei hilft einen einblick in dieses komplexe thema zu erhalten.

andreas knuf (hg.)
"leben auf der grenze - erfahrungen mit borderline"
psychatrie verlag (ca.13 euro)

in diesem buch verarbeiten 20 menschen mit borderline-erfahrungen und deren angehörige ihre erlebnisse.
der herausgeber schreibt selbst:
"die texte schaffen verständnis dort,wo allzu oft missverständnis und unkenntnis das handeln zwischen den betroffenen,den angehörigen und den therapeuten herrschen."

in dem buch findet man im anhang dann auch noch nützliche url adressen.
kann also allen interessierten nur nahe legen das buch zu lesen.
anders als bei den therapeutischen definitionen, bekommt man bei den beschreibungen der betroffen erst einen richtigen einblick und muß teilweise entsetzt feststellen,wie mangelhaft die ausbildung der therapeuten für den bereich borderline-patienten ist.

lg,hanni
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Nutzer: muffin
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geschrieben am: 13.09.2002    um 15:36 Uhr   
Hi alle, hi Vulcania,

ich arbeite z. Z. bei einer Psychologin.
Da bleibt es nicht aus, dass man doch so einiges mitbekommt.
Ich habe mich in deinem Artikel sehr darüber gewundert, dass man dir mit Borderline-Syndrom eine Gruppentherapie anbietet?!
Ich maße mir nicht an Experte zu sein, aber ich denke in der Einzeltherapie bist du 100%ig besser aufgehoben!
Am allerwichtigsten aber erscheint mir, dass der Therapeut der Richtige ist - ansonsten ist jede Therapie ein "Griff ins Klo" denke ich.
Ich wünsche dir, dass du weiterhin durchhälst, nicht verzweifelst/aufgibst, auch wenn dir sicherlich noch öfter mal danach sein wird.

Der Weg ist das Ziel !

In diesem Sinne
Gruß,
muffin
Geändert am 13.09.2002 um 15:37 Uhr von muffin
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 15.09.2002    um 08:22 Uhr   
kann geschlossen oder gelöscht werden ..
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 15.10.2002    um 15:25 Uhr   
auch wenn der beitrag schon fast geschlossen zu sein scheint, hab' ich dazu auch noch ein bisschen was zu sagen.

wenn borderline wirklich zu therapieren ist, woran ich aus erfahrung glaube, dann doch wirklich nur mit einzeltherapie.
also ich hab' leider die erfahrung machen müssen, dass einem die meisten therapeuten nur irgendwelche problemlösungsansätze vorschlagen, die man alleine nicht verwirklichen kann. therapie sollte schon sowas wie begleitung und hilfe bei problemlösungen sein. und das war es für mich auf keinen fall. lieber versuch' ich krampfhaft allein klarzukommen, als nochmal eine therapie anzufangen.

mfg
thea
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Nutzer: nandris
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geschrieben am: 15.10.2002    um 18:41 Uhr   
hallo vulcania,

kein grund, frustriert zu sein - es ist doch ok, zu entdecken, dass gruppentherapie nicht das richtige fuer dich ist! ach - vllt. troestet es dich, dass ich in meinem ganzen leben nicht so viel gekotzt habe wie in den 2,5 monaten gruppentherapie...

xxx
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 06.12.2002    um 20:48 Uhr   
wochen später ..

nun ist es wieder eine einzeltherapie .. es hilft mir ungemein weiter .. der therapeut ist wirklich klasse, auch wenn die sitzungen ziemlich hart sind ..

dass es mir mittlerweile erheblich besser geht, merke ich daran, dass all das, was in den letzten wochen negatives passiert ist (und es waren absolute hämmer dabei), mich nicht so weit herunterreißt, dass ich mir was antun will ..

klar, ich bin teilweise depressiv und auch aggressiv .. schlage auch verbal um mich .. aber das ist nichts im vergleich zu dem, was ich früher gemacht hätte ..

ich bin guten mutes, dass die krankheit eines tages nur noch eine randerscheinung sein wird .. mal sehen ..

V.
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Nutzer: grmpf
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geschrieben am: 07.12.2002    um 00:20 Uhr   
was empfindest du eigentlich dabei, wenn du jedem eröffnest, was man dir angetan hast? und bevor du das jetzt als angriff wertest - ja, ich kann deine sitation nachvollziehen. aber ich werde die gründe dafür nicht im forum breitkloppen. vielleicht reden wir mal unter vier augen darüber. ich rate dir nur zu etwas mehr selbstschutz. denn gelaber von fremden der marke "das wird schon" oder "pass auf dich auf" wird dir nie helfen können. vergiß niemals - dies ist nur ein chat...
aufrichtig gemeinte grüße von meiner frau und mir.
grmpf
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Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 07.12.2002    um 09:04 Uhr   
warum ich das mache? schlicht und ergreifend, weil es mir hilft, den inneren druck zu mindern, der sich nach jahren des verbissenen schweigens aufgebaut hat.

und selbstschutz? vor wem oder was soll ich mich im chat/forum schützen?

sicher gab es negative reaktionen, wie beispielsweise anonyme postings mit dem wortlaut "ich wusste doch, dass du in eine geschlossene anstalt gehörst". es war mir jedoch durchaus bewusst, dass es sowas geben würde, als ich es öffentlich gemacht habe. allerdings muss ich jedesmal wieder grinsen, wenn ich so etwas in meiner post finde, grinsen über diese wichte, die sich nicht trauen mir das mit ihrem bekannten nick zu sagen.

oder soll ich fürchten, dass man mich und meine beiträge nicht für voll nimmt? dem ist auch nicht so, denn die meisten haben kapiert, dass borderline nicht gleichzeitig bedeutet, dass sich der IQ um den nullpunkt bewegt. die offenlegung dieser krankheit hat mich auch nicht mehr zum außenseiter gemacht, als ich es sowieso schon war. ich gehöre zu den menschen, die sehr offen und und auch direkt ihre meinung sagen. ich war also auch vorher nicht everybody's darling.

das einzige, was sich verändert hat ist, dass ich mit chattern ins gespräch kam, mit denen ich vorher bestimmt keinen kontakt gehabt hätte. in der summe hat es mir weder vor- noch nachteile gebracht, sieht man von der tatsache ab, dass es mir persönlich wesentlich besser geht.

V.
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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 07.12.2002    um 09:04 Uhr   
hi vulcania,
Ich weiss nun etwas mehr über diese Störung durch die Television.
Diese Leute sind gar nicht geistesgestört, sondern in ihrem Gefühlsleben entgleist.
Ist echt beruhigend.

Was grmpf sagt, trifft zu !
Hoffentlich kommste bald weg von Deiner Mutter.
Wünsche eine gute Zeit, vero

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Nutzer: DarkServa
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geschrieben am: 08.12.2002    um 10:39 Uhr   
Auch wenn es ein alter Beitrag ist, Vulcania, aber irgendwie ist er mir ans Herz gegangen.
Weißt du, mir ist dies inzwischen alles egal, wie man es nennt.Mir ist egal, wie es heißt, wie es aussieht....
Ich weiß nur, dass ich seit mehr als 10 Jahren eine Gratwanderung lebe... vor 10 Jahren in tiefste Depressionen gefallen, soviel erreicht im leben, und doch unausgefüllt...
vor 8 Jahren angefangen, zu schneiden.. du weißt, was ich meine...
Diese ganzen Empfehlungen hier, bitte nicht böse sein, aber die helfen einem Betroffenen letztendlich nicht weiter. Ich hab tausend Bücher drüber gelesen (naja, waren vielleicht 15 stück... Lol), aber es hilft nichts. Man kann seine "Krankheit" vielleicht einordnen, mehr nicht.
Mein Flucht in BDSM war letztendlich auch nur die Auswirkung von dieser Schwermut....
Ich denke, Vulcania, wir müssen akzeptieren, dass es in uns immer wieder schwarze Zeiten gibt und geben wird...
Ich vermute mal, dass du einen hohen IQ besitzt... Ich kenne das. Ich wurde zwischendurch mal getestet und ich wäre eigentlich im club der 130er, aber was hilft mir das??? Ich wünsche mir oftmals ein Stück Dummheit und Banalität, denn solchen Menschen geht es oftmals wesentlich besser.....
Mom. hab ich mein Leben unter Kontrolle, es gibt keine sex. Ausschweifungen mehr, ich lebe mit meiner family relativ gut und zufrieden. ICh weiß, warum alles passiert ist, warum ich versucht habe, diesen extremen Erfolg zu haben, was mich letztendlich dann kaputt machte... Somit kann ich mit mir umgehen.... bis........ bis...... bis..... naja, bis halt wieder die dunklen Seiten in mir wach werden!!!!
Pass auf dich auf, Vulcania.
DS
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"Autor"  
Nutzer: Vulcania
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geschrieben am: 08.12.2002    um 12:36 Uhr   
ich weiß sehr gut, wovon du redest, serva .. zwischen uns gibt es viele gemeinsmkeiten, wie ich immer wieder feststelle ..

ich hab bisher noch nie darüber nachgedacht, ob es zwischen dem vorhandenen IQ und der bewussten wahrnehmung der krankheit einen zusammenhang gibt. ich möchte es jedoch nicht verneinen. ich stehe IQ-tests zwar sehr zwiespältig gegenüber, aber auch ich wurde getestet; es stimmt, er ist nicht niedrig.

es mag schon sein, dass man sich mehr gedanken über sein ich macht, wenn die intelligenz auf höherem niveau liegt. jetzt aber generell zu sagen, dass nur intelligente menschen dieses ich-bewusstsein haben, probleme erkennen, unter ihnen leiden und/oder lösungsansätze suchen und finden, möchte ich mir persönlich nicht anmaßen. es wäre reine spekulation.

aber es stimmt schon, dass ich mir auch manchmal wünsche, ich würde mein verhalten nicht immer hinterfragen oder zu analysieren versuchen. das würde es bestimmt um einiges leichter machen. wer mich aber gut kennt weiß, dass ich nie einfache wege gehe.

V.
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Nutzer: DarkServa
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geschrieben am: 08.12.2002    um 12:50 Uhr   
Ein Bekannter, der meine Geschichte kennt, sagt immer: sag mal Sophia, wenn DU an eine Kreuzung kommst und ein Weg ist der asphaltierte, glatte und der andere ist der mit den zentnerschweren Steinen, dann läufst du instinktiv auf dem steinigen....*lacht* Der Beste hat recht.
Aber weißt du, was ich dir sage, Vulcania???? Nur auf dem steinigen, harten Weg wirst du vieles entdecken, was zwar Mühsal und Plage bringt, aber auch viele verborgene Schönheiten, die man auf einem glatten, geraden Weg nie sieht, denn man bewegt sich viel zu schnell darauf fort, als dass man die Schönheiten des Lebens noch sehen würde...
Ansonsten geb ich dir recht.....
irgendwie sind wir oftmals richtige Troublemaker, hab ich das Gefühl..
DS
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