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Zum Psychologen raten?

Nutzer: cherish
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geschrieben am: 13.09.2002    um 16:28 Uhr   
Hm... wo soll ich nur anfangen. Ich hab eine Freundin, und der geht es richtig richtig mies. Und das nun schon seit einer ganzen weile. (1- 2 Jahre)
Zum einen kommt sie mit sich und ihrem Aussehen nicht klar- zum anderen sehnt sie sich nach Liebe- schlittert aber von einem Fiasko ins nächste. Noch dazu geht's ihr finanziell nicht besonders- Urlaub ist erst recht nicht drin. Sie lässt sich den Urlaub ausbezahlen. Aber auf Arbeit läuft auch nicht alles toll.
Ich bin für sie da- und sie spricht und weint sich auch bei mir aus- das Problem ist aber, dass sie rund 800 km weit weg wohnt. Dazu kommt noch der altersunterschied von mehr als 20 Jahren, die sie älter ist. Da frage ich mich, ob ich ihr wirklich helfen kann...
Jetzt hat sie mir erzählt, dass sie im Moment so fertig ist, dass sie sich sogar übergeben hat...
Wie kann ich ihr helfen? Soll ich ihr raten mal zu einem Psychologen zu gehen. Oder ist das der falsche Weg? Ich weiß nicht mehr, was ich ihr raten soll. Vielleicht versteht sie es auch falsch- wenn ich ihr damit komme...

Habt ihr schon mal jemandem geraten, zu einem Psychologen zu gehen? Wie hat derjenige darauf reagiert?
Gibt es einige Tipps, aus einem solchem Tief heraus zukommen?
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Nutzer: Darknights
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geschrieben am: 13.09.2002    um 18:04 Uhr   
naja so schlimm is ja n psychologe auch nich...und wenns ihr wirklich so mies geht wäre es vielleicht empfehlenswert...weil das is ma wer der die lage objektiv betrachtet und ihr aus ihrer situation wohl eher raushelfen kann als manch andrer..also red mit ihr und mach ihr das irgendwie schmackhaft..halte ich für die beste lösung..viel glück.

D.
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 13.09.2002    um 18:39 Uhr   
Das Ansinnen, einen Psychiater oder Psychologen (viele Menschen differenzieren nicht zwischen diesen beiden Berufen) aufzusuchen, wird immer noch von vielen Menschen als höfliche Umschreibung der Aussage "Du spinnst" aufgefaßt, weshalb es wohl verständlich ist, wenn ein solches Ansinnen nicht gerade Begeisterung auslöst.
Es könnte bei einem Besuch Deiner Freundin bei einem Psychologen wohl auch gar nicht darum gehen, daß sie ihr Verhalten gegenüber anderen Menschen ändern müßte, weil es normalerweise nicht das Ziel einer Therapie ist, in den freien Willen des Klienten einzugreifen. Vielmehr müßte ein Therapeut wohl am Problem Deiner Freundin ansetzen, welche die Situation nach Deiner Schilderung vermutlich so erleben dürfte, daß die anderen sich zu ihr nicht so verhalten, wie sie es sich wünschen würde. Auch das könnnte ein Grund dafür sein, Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil es jedenfalls sehr schwer ist, damit zu leben, wenn man von vielen Menschen abgelehnt wird. Ob dann Deine Freundin irgendwann einmal in der Lage sein würde, zu erkennen (und anzuerkennen), inwiefern sie selbst durch ihr Verhalten, die Reaktionen der anderen auslöst, und Deine Freundin bereit und in der Lage sein würde, deshalb ihr Verhalten zu ändern würde vom Verlauf und vom Erfolg einer Therapie abhängen, wenn sie denn eine solche machen würde.

Also, was kannst Du machen? Du kannst Deine Freundin fragen, ob sie mit ihrer Situation zufrieden ist. Wenn ja, besteht ohnehin kein Handlungsbedarf. Wenn nein, könntest Du sie fragen, ob sie sich überlegt hat, ob und wie sie diese Situation ändern möchte. In einem solchen Gespräch hättest Du dann die Möglichkeit, Deiner Freundin Deine Information über die Möglichkeiten der Psychologie zukommen zu lassen, damit sie diese Möglichkeit in ihre Überlegungen miteinbeziehen kann. Bei Interesse könntest Du Ihr zusätzlich anbieten, ihr bei der Suche nach einem Therapeuten (einer Therapeutin) behilflich zu sein.

Alles Gute

Lama
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Nutzer: Raweika
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geschrieben am: 14.09.2002    um 15:52 Uhr   
cherish, ich kann Lama nur zustimmen. Hat sie denn sonst niemand in ihrem Umfeld, dem sie sich anvertrauen kann?

Weika
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Nutzer: Pollichen
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Anzahl Nachrichten: 1086

geschrieben am: 14.09.2002    um 15:58 Uhr   
vieleicht reicht ja auch mal ne kur, um abstnd vom ganzen scheiss zu bekommen
bei geldmangel übernimmt vl das sozi noch was oder die krankenkasse keine ahnung
(schuldnerberatungstelle)

aber nen psycho wäre wohl schon mal nicht schlecht der weiss sicher auch was man noch so machen könnte

warm mit meinem kind bei einem wegen schulischer fragen
und bin froh es gemacht zu haben
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Nutzer: DisposableMan
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geschrieben am: 14.09.2002    um 17:08 Uhr   
Psychologen sind nicht immer so eine gute Idee, ich habe eine sehr gute Freundin, die ebenfalls durch ihre Vergangenheit viele Psychische Probleme hat, und auch heute noch große Probleme mit andren Menschen hat. Doch ich bin der Meinung das ein Mensch mit psychologsich Interesse, am besten ein Mann [fragt nicht warum ich habe die Erfahrung gemacht] hilfreicher sein kann. Doch man kann sich auch gut selbst therapieren, Johness hat zum beispiel viele Gedichte geschrieben und Bilder gezeichnet, was denke ich wichtig für sie war.
Die meisten Leute die probleme mit ihre psyche haben fühlen sich in eine Ecke gedrängt und abgestemplet wenn sie zum Psychater müssen. ich halte das nicht für ratsam muss ich sagen..Mir ging es dadurch auch nicht besser..

MFG Sean
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