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monogamie? |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 22:05 Uhr
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hallo, ihr lieben.
heute ærgere ich euch mit einem meiner »lieblingsthemen« aus der anthropologie.
es wuerde mich interessieren, ob ihr den menschen fuer monogam bzw. eheæhnliche gemeinschaften fuer »sinnvoll« haltet.
die tatsache, dass der mensch monogam lebt [oder es zumindest versucht] & ein vater sich z.b. um seine kinder kuemmert, ist ja an sich untypisch fuer unsere art & stellt innerhalb der primaten eine ausnahme dar; lediglich kleine suedamerikanische affenarten verhalten sich æhnlich. soweit ich weiss, deutet auch das indiz, dass das menschliche »mænnchen« in der regel grœsser ist als das weibchen, auf eine polygame spezies hin.
ist die vorstellung von monogamie & partnerschaft beim menschen eurer meinung nach also reine utopie, die nur durch menschliche moralvorstellungen entstanden ist?
ich wuerde mich ueber einige standpunkte freuen.
xxx
nandris |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 22:15 Uhr
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Monogamie ist eine Kulturleistung. Sie stellt ein Ideal dar, das oft nicht eingehalten wird. Nicht umsonst gibt es bei genetischen Untersuchungen oftmals ganz unerwartete Erkenntnisse. Ich persönlich halte mich an die Monogamie, schliesslich muss man ja nicht alles unseren Vorfahren nachmachen.
Linné |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 22:18 Uhr
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| was soll das? bist du nicht mit dem zusammen, den du liebst? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 22:50 Uhr
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linné&mindi,
danke fuer eure interessanten antworten.
(zitat)was soll das? bist du nicht mit dem zusammen, den du liebst?(/zitat)
hier geht es weder um mich, noch um meine beziehungen, sondern um eine teils moralische, teils physikalische frage, zu der ich eure ansichten hoeren moechte.
xxx |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 22:51 Uhr
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Man kann so leben oder so. Was ich aber jetzt nicht hören will, ist die uralte Diskussion, daß Polygamie so toll ist. Denn die selben Leute posten hier oder in der Poesie, daß sie so unglücklich sind, weil sie keiner liebt!
Es ist ganz simpel: wer ein ganzes Herz haben möchte, der muß auch ein ganzes vergeben. Um einen guten Partner zu haben, muß man ihm/ihr selbst einer sein.
Man KANN es natürlich auch anders machen; das steht jedem frei. Begründungen à la "Gene", "Affen", "biologischer Druck", "Evolution" et cetera kann man sich auch sparen. Man kann es tun, wenn man denn WILL.
Nur beschweren darf man sich dann nicht! Wer sich wie ein Affe verhält, wird auch behandelt und wertgeschätzt wie einer.
;-) Paccy |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 23:04 Uhr
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(zitat)Denn die selben Leute posten hier oder in der Poesie, daß sie so unglücklich sind, weil sie keiner liebt!(/zitat)
abgesehen davon eine recht interessante antwort ;-)...
xxx |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.10.2002 um 23:35 Uhr
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temporäre monogamie ist eine schöne sache :-))
desti xxx
n.o.m. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 09:01 Uhr
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die von theorie erwähnte theorie kenn ich auch: allerdings beinhaltet die eben auch, dass es das interesse des mannes liegt, seine gene möglichst weit zu verbreiten *grinst* das ist biologisch ja auch sinnvoll, allerdings haben wir zusätzlich ja auch verstand und geist mitbekommen, die es uns ermöglichen, über eine rein biologische basis hinauszukommen und daher stimme ich der "kulturleistung monogamie" von linne in vollem umfange zu.
das polygamie auf dauer glücklich macht, halte ich auch für eher unwahrscheinlich. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 09:24 Uhr
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Wenn man mal einen Blick auf die Menschheit richtet, gibt es doch, von der jeweiligen Religion abgesegnet, alles, von
Monogamie, Polygamie, Polyandrie und und und bis zu Gesellschaften, denen der Zusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Zeugung gar nicht nicht klar ist. Oder nicht? Was die Tierwelt betrifft; leben Wölfe nicht auch monogam?
Lama |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 09:39 Uhr
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| Ne Wölfe nicht aber eine Vogelart, dessen Namen mit leider grad entfallen ist... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 10:16 Uhr
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Monogamie ausgerechnet bei Vögeln...*rofl*...aber gut...
Also, wenn strenge Monogamie der Gipfel aller Tugend ist, so gebuehrt diese Palme dem Bandwurm der in jedem seiner Leibesabschnitte einen vollstaendigen weiblichen und maennlichen Geschlechtsapparat besitzt und seine ganze Lebenszeit damit zubringt jeden dieser Abschnitte
sich mit sich selbst zu begatten . ;-)
Lama
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 10:36 Uhr
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nene, bei den wölfen sindŽs, glaub ich, die jeweiligen alfa-tiere, die für nachwuchs sorgen
aber, bezüglich des bandwurms ergibt sich doch gleich ne neue frage: ist der nun genügsam oder gierig? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 11:02 Uhr
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Da will's aber einer ganz genau wissen *g*
Laut google hat der Bandwurm 50 bis 200 Lebensabschnitte (Proglottiden). Also, da kannste locker mithalten, tiroxxx ;-)
Gruss Lama |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 13:02 Uhr
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ich glaube, bei den vögeln sind es schwäne, störche und adler...
und noch ein paar...
desti xxx
n.o.m. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.10.2002 um 16:37 Uhr
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(zitat)Ne Wölfe nicht aber eine Vogelart, dessen Namen mit leider grad entfallen ist... (/zitat) Agaponiden heissen die. Kleine Papageien - Art.
Monogamie .... hm.... langweilig.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.10.2002 um 14:44 Uhr
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ich glaube, ich muss mich desti dahingehend anschließen, dass temporäre monogamie was feines ist, bin aber grundsätzlich der meinung, dass der mensch naturgemäß nicht für monogame beziehungen geschaffen ist und sich nur zeitweise von gesellschaft und moral dazu bewegen lässt.
mfg
thea |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.10.2002 um 15:25 Uhr
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was bedeutet eigentlich temporär? und was bedeutet es für kinder, die eine - oder mehrere - temporäre beziehungen erleben, incl. der jeweiligen oft auch zerstörerischen trennungen? und wer von denen, die die "temporäre" beziehung favorisieren, hat eigentlich schon eine langjährige bezieung erlebt?
für mich hat sie den vorteil des viel intensiveren kennenlernens, dass auch nach 15 oder 20 jahren ehe definitiv nicht am ende angekommen sein muß.... lächelt es gibt halt auch dann noch immer neues und weiteres zu entdecken - allerdings benötigt man dafür einen gewissen forscherdrang :-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.10.2002 um 15:32 Uhr
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temporär heisst nicht kurzzeitig.
ich habe eine acht-jährige beziehung hinter mir, die fünf jahre lang monogam war.
mit temporär meinte ich lediglich, dass ich mir nicht vorstellen kann, mein ganzes leben lang nur einen partner zu haben.
these: wer mehr als einen partner hatte, ist lediglich temporär monogam.
desti xxx
n.o.m. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.10.2002 um 18:27 Uhr
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desti,
mit »monogam« meinte ich eigentlich auch in dem sinne »treu«, wie sich alle monogamen tiere treu bleiben [& zwar lebenslaenglich].
xxx |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.10.2002 um 19:50 Uhr
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(zitat)Und wenn er dann genug gelitten hat (an Liebeskummer), dann wird er sich überlegen, ob eine nicht-temporäre Monogamie nicht vielleicht doch des Rätsels Lösung (und das Beste für's Seelenheil) ist.
Mindi(/zitat)
Das setzt aber eine gewisse Reife voraus. Die meisten glauben, daß sie durch einen Partner "aufgewertet" werden, und wollen daher möglichst vielfältige "Erfahrungen" sammeln. Daß sie dadurch aber eher "zerrissener" und "ungefestigter" werden, merken sie erst, wenn es zu spät ist.
;-) Paccy |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.10.2002 um 13:38 Uhr
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und ich hab geantwortet, dass ich allenfalls temporäre monogamie befürworte :-))
desti xxx
n.o.m. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.10.2002 um 17:50 Uhr
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Du hast mich zum Nachdenken gebracht!
Ich beführworte ja eigentlich die Monogamie, aber wenn ich mal genauer nachdenk, dann klappt das doch bei den meisten eh nie...
Wieso dürfen Männer eigentlich wild in der Gegend rumpoppen und sind dann auch noch die größten und warum werden Frauen immer gleich als Schlampen abgestempelt?
Ich versteh das nicht?
Das ist doch gemein.
Geändert am 16.10.2002 um 17:58 Uhr von Zsanet |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.10.2002 um 19:54 Uhr
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(zitat)Die meisten glauben, daß sie durch einen Partner "aufgewertet" werden, und wollen daher möglichst vielfältige "Erfahrungen" sammeln. Daß sie dadurch aber eher "zerrissener" und "ungefestigter" werden, merken sie erst, wenn es zu spät ist.(/zitat)
Hi Paccy, sehe ich nicht ganz so. Wenn man auf der Suche nach sich selbst ist, braucht man gewisse Erfahrungen, um zu wissen, was man will und was nicht. Ich glaube nicht, daß man dadurch "zerissener" oder "ungefestigter" wird - jedenfalls nicht zwangsläufig. Allerdings sollte das Erfahrungen sammeln nicht zum Selbstzweck werden.
Gruss Azze
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