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Magersucht

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geschrieben am: 01.01.1970    um 01:00 Uhr   
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Nutzer: Gast_nikita
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geschrieben am: 02.11.2002    um 01:00 Uhr   
persönliche erfahrungen hab ich nich mit magersüchtigen, doch ich habe mal zu dem thema ein referat geschrieben und bin auf unfassbare informationen gestoßen. (für mich unfassbar) ich wusste ja, dass die magersucht vom kopf her kommt, also eine psychische krankheit ist, aber wie viele der magersüchtigen denken, war mir bis zu dem zeitpunkt unbekannt. sie haben eine ganz andere weltanschauung was den menschlichen körper betrifft.
sie finden es beispielsweise schön, wenn die unterarmer dicker sind, als die oberarme. brüste sind nur überflüssige "säcke". sie sehen sich persönlich als stark an, weil sie der versuchung "nahrungsaufnahme" widerstehen können. menschen, die essen (vor allem süßes) sehen sie als schwach an.
6% aller magersüchtigen sterben.
wie man jmd helfen kann, weiß ich persönlich nicht, denn ich habe keine erfahrung im umgang mit süchten, denn wie der name schon sagt, ist es eine sucht.
genau wie ein alkoholiker nicht zugibt süchtig zu sein, gesteht sich ein magersüchtiger nicht ein, krank zu sein. zum arzt gehen ist gut, doch meistens hilft es nicht. es gibt spezielle einrichtungen für magersüchtige in denen sie lernen wieder richtig zu essen.
es ist wichtig ihr klarzumachen, dass das eine krankheit ist, eine gefährliche, die tödlich enden kann und noch dazu unesthetisch ist.
viele magersüchtige bzw die meisten hält der gedanke auch nicht ab, dass sie daran sterben können. (wie bei allen anderen süchtigen auch, außer spiel oder klausüchtige oder so)
ich habe sogar einmal eine frau gesehen, diemagersüchtig und bulimi (?)krank war. sie wusste wie gefährlich das ist, doch wollte sie auf ihre täglichen fressattacken nicht verzichten.

nebenbei gemerkt kann bei mädchen dadurch die regel wegbleiben und sie werden unfruchtbar, außerdem findet ja eine unterversorgung des gesamten organismus statt, die zu gefährlichen organschäden führen können. unterfunktion der nieren, leber und so. ich denke damit sind sie auch anfälliger für krankheiten und vor allem für kopfschmerzen.

aber wie gesagt konkrete hilfsmöglichkeiten wüsst ich nicht, kannst ja mal bei google nach hilfseinrichtungen für magersüchtige suchen.

wünsche dir viel glück und deiner freundin erkenntnis.
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 02.11.2002    um 10:37 Uhr   

Magersüchtige gehören in Behandlung. Darum ist es gut, daß die Mutter deiner Freundin dahingehende Schritte eingeleitet hat. Wichtig ist wirklich zu erkennen, daß es sich um eine psychische Erkrankung handelt.

Dadurch, daß ein magersüchtiger Mensch eine völlig verzerrte Wahrnehmung von sich selbst hat (er empfindet sich an Stellen "fett", wo tatsächlich nix mehr außer Haut und Knochen zu sehen ist), kann man durch gutes Zureden sicher nichts erreichen. Allenfalls fühlt sich der Magersüchtige unverstanden und wendet sich ab.
Ich könnte mir vorstellen einfach da zu sein, zum reden oder schweigen....ohne zu insistieren....einfach um den Kontakt nicht zu verlieren.

liebe Grüße
Celestine
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 02.11.2002    um 11:38 Uhr   
mal weitgehend celeste zustimmt

(zitat)Gott sei dank ist ihre Mutter jetzt mit ihr zum Arzt und sie hat ne Frist bekommen, sie soll in den nächsten 6Wochen 8-10kg zu nehmen.(/zitat)

Ein ziemlich hohes Ziel. Einfach nur essen hilft da nicht, das ist ja der Irrtum. Die Betroffenen essen nicht mehr, weil sie ein seelisches Problem haben. Sie trotzen der ganzen Welt und wollen ihr beweisen, daß sie nicht mehr essen brauchen. Das ist für sie die einzige Möglichkeit, sich gegen erfahrene Verletzungen oder Übergriffe auf die Persönlichkeit zu wehren.
Sie bekommen eine Körperbildstörung, bei der sie sich im Spiegel immer dick sehen, obwohl sie es natürlich nach Normalbürgeransicht nicht sind. Dabei gilt entweder z.B. die 40 kg oder die 45 als magische Grenze, die sie auf keinen Fall überschreiten wollen. Die Therapie ist deshalb so schwer, weil sie die Vorgabe des Arztes, doch über ein bestimmtes Gewicht zu kommen, wieder als Eingriff empfinden und nicht erkennen, daß sie in Lebensgefahr schweben. Sie
sind eben nur damit beschäftigt sich dagegen zu wehren. Viele Hausärzte sind damit überfordert und ein geeigneter Therapeut/in ist immer anzuraten.Selbstwertgefühl schaffen, Ursachen ergründen und persönliches Krisenmanagement aufbauen sollte das Thema sein. Und wie alle anderen Zwänge kann man auch diesen behandeln ... nur eben nicht so leicht wie eine Grippe. Aber kein Grund zur Hoffnungslosigkeit!

Gruss Lama




Geändert am 02.11.2002 um 11:41 Uhr von BlueLama
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 02.11.2002    um 14:56 Uhr   
@alien2020: Gibt mir Deine E-mailaddy in mein Postfach, dann schick ich Dir was dazu.

;-) Paccy
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Nutzer: Kitty22280
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geschrieben am: 02.11.2002    um 17:39 Uhr   
War selber magersüchtig und bin es eigendlich immer! Es ist wie bei Alkoholkranken, du bist nie wirklich geheilt! Sie sollte sich beim Artz bzw.beim Essstörungszentrum melden! Ich habe auch lange gebraucht es mir einzugestehen!
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Nutzer: Gast_silli
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geschrieben am: 02.11.2002    um 18:27 Uhr   
hi alien,
meine freundin liegt im KOMA durch diese scheiß magersucht.
Ich weiß wie du dich fühlst, ich weiß garnicht was ich sagen soll.Aber das beste ist erstmal das du mit ihr redest, warum sie so wenig oder gar nicht isst.Dann musst du dich in ihre lage versetzen und sie muss zu nem terapolten.Überrede sie dazu, das ist ihre einzige chanse.
Alien das hat bei meiner freundin sehr geholfen.Aber da war nen Typ der hat gesagt das sie noc mehr abnehmen muss und erst dann will er mit ihr zusammen sein.Daher hatte sie einen rückfall.und nun liegt sie im KOMA!
sag ihr, das magersucht eine schlimme krankheit ist und das es wichtig ist das zu behandeln, weil naja man sonst sterben kann.
Du darfst sie jetst auf keinen fall hängen lassen egal ob sie dich anschnautzt das dich das nichts angeht.Sie braucht deine Hilfe.LASS SIE NICHT IM STICH!!!!!


dat mit fülende silli
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