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Künstler Für Mexiko

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geschrieben am: 06.11.2002    um 19:56 Uhr   
ich bin vor kurzem auf einen künstlerkreis gestossen der sich auf haikus spezialisiert hat. dort habe ich eine fantastische schreiberin/künstlerin kennengelernt: kiki suaréz (bürgerlicher name irene de suaréz)

vor kurzem traf dann bei mir ein schreiben ein in der sie alle freunde dieser seite bittet ihr zu helfen. es geht um ein künstlerhilfprojekt in mexiko. ich poste mal das originalschreiben von ihr:



San Cristóbal , Oktober 2002

Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen, nachdem ich dort mein Psychologiestudium abgeschlossen hatte, bin ich 1977 mit Rucksack und Flöte nach Mexiko gereist, wo ich in San Cristobal de las Casas, Chipasa, im Südosten des Landes, hoch oben in den Bergen, meinen Mann kennenlernte und so bin ich hier geblieben und ist diese kleine, alte Stadt meine Heimat geworden. Hier habe ich mich zu einer Malerin gemausert und unterhalte ich seit einen kleinen Schmuck -, Kunsthandwerks – und Kunstladen. Mit Kunst ist hier nicht viel Geld zu verdienen, denn die Gehälter der Menschen ( 150 – 500 Dollar im Monat) reichen nicht mehr fürs Kaufen von Kunst, aber viele Menschen in der Stadt interessieren sich für Kunst. Es gibt auch zahlreiche Künstler aus verschiedenen Ecken der Welt, die hier leben und sich inspirieren lassen, Maler, Fotografen, Musiker und Dichter.

Was uns hier inspiriert mag die Natur sein, die fast 500 Jahre alte (neue) Geschichte der Stadt, es sind aber vor allem sicher die vielen Indianer, die immer noch mit vielen ihrer alten Mayatraditionen in den Dörfern hier im Hochland und im Dschungel leben. Da ist viel Romantik, da ist aber auch viel Armut.

Am 1.1. 1994 hatten wir deshalb den Zapatistenaufstand hier, von dem Ihr vielleicht damals in der Presse und im Fernsehen gehört oder gelesen habt. Die Aufständischen warten im Dschungel immer noch darauf, dass mit ihren Petitionen etwas geschieht. Regierungen und Parteien haben gewechselt, aber es hat sich nicht viel getan, um den Zapatistenkonflikt zu lösen. Wir haben uns alle ein bisschen daran gewöhnt, auf einem Vulkan zu leben. Aber Frieden, Paz auf spanisch, ist uns ein vielbenutztes und wenig bewusst bedachtes Wort geworden, jeder benutzt es laut seiner Vorstellung von Frieden, seiner Angst vor bewaffnetem Konflikt, seinen eigenen persönlichen oder politischen Interessen.

An meinen Laden angeschlossen habe ich eine kleine Galerie , wo wir uns – eine kleine Gruppe ortsansässiger Künstler – regelmässig treffen. Ab und zu veranstalten wir kollelktive Ausstellungen. Für Januar 2003 planen wir eine Kollektivausstellung mit dem Titel:

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geschrieben am: 06.11.2002    um 19:57 Uhr   
EIN FRIEDENSGEBET


Jeder Mensch jeglichen Alters, Geschlechts, Berufs, jeglicher Nationalität oder jeglichen Wohnortes auf der Erde, der über das Thema Frieden ein bisschen nachdenken möchte und sich dazu bewegt fühlt, seine Gedanken und Gefühle auf einem Stück Papier mit den Massen:

28cm X 35.5 cm


zu malen, fotografieren, dichten, komponieren oder was immer andere Technik er/sie benutzen will, ist herzlichst eingeladen, bei dieser Ausstellung mitzumischen. Um mit seinen Gedanken auf den Weg zu kommen, möchte ich die folgenden vier Fragen stellen:

- Wo in meinem persönlichen Leben fehlt mir mehr Friede?
- Was kann ich dazu beitragen, um in meinem individuellen Leben mehr Frieden zu schaffen?
- Wo fehlt mir Frieden in der Welt um mich herum (von meinem Ehepartner bis zu meiner Regierung)?
- Was kann/will ich tun, um zusammen mit anderen in der Welt um mich herum mehr Frieden zu schaffen?

Inspiriert von den Friedensbändern, die Buddhisten in asiatischen Lándern um Bäume binden, damit sie in die Natur zurückkehren und wieder mit ihr eins werden,möchten wir all die unterschiedlichen Einzelwerke zu einer grossen Installation zusammenschliessen und im Januar 2003 hier in der Galerie und auch auf der Strasse ausstellen,damit Menschen, die sich niemals in eine Galerie hineintrauen, die Friedensgedanken und – wünsche anderer Menschen auch ansehen und dabei nachdenklich werden können.

Wir bitten alle sich beteiligenden Künstler,uns ihr Werk zu schenken, alle diese Einzelstücke werden zu einem symbolischen Preis, der für jeden Menschen hier erschwinglich ist, verkauft werden. DerErlös dieses Verkaufs geht dann an eine Organisation, die mit den vielen Strassenkindern hier arbeitet.

Ich möchte gern alle Freunde der www.haiku.de - Seite zu unserer Ausstellung einladen. Deutsche Haiku in Mexiko auszustellen Ja: denn einmal lebt hier in der Stadt eine kleine deutsche Gemeinde, meist Deutsche, die mit Mexikanern verheiratet sind, aber vor allem reisen hier sehr, sehr viele Deutsche auf ihrem Weg zu den Mayaruinen durch.

Jeder, der mitmachen möchte,kann mir sein Werk (bitte in der oben angegebenen Grösse) per Post schicken:

KIKI SUAREZ
LA GALERÍA
Hidalgo 3
SAN CRISTÓBAL de las CASAS C.P. 29200
CHIAPAS MEXICO

Ihr könnt mir Eure Gedichte, Texte und Haikus, sowie Fotografien aber auch per Internet schicken und ich drucke das dann hier auf schönem Papier aus. Meine e–mail Adresse ist:

kikio@prodigy.net.mx oder

kikiobe@hotmail.com

Jedem, der sich an unserer Ausstellung beteiligt, schicke ich eine hübsche kleine Anerkennungsurkunde. Geld ist hier nicht drin, aber vielleicht ja Spass und die Befriedigung und Genugtuung, sich mit Menschen aus einem anderen Teil der Welt in einer gemeinsamen Aktion zu verbinden.

Wer mehr Fragen hat, kann jederzeit an mich schreiben!

Vielen Dank!
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geschrieben am: 06.11.2002    um 19:58 Uhr   
wir würden uns wirklich über jede unterstützung freuen! :=) vl bekommt ja der eine oder andere lust uns zu helfen.
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