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tod oder leben?

Nutzer: verfall
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geschrieben am: 02.04.2003    um 21:18 Uhr   
drei monate auf der welt; & doch wird der kleine mann weder hoeren, riechen, sprechen, laufen, spielen, rennen etc. koennen. das einzige was er kann ist, in seinem rollstuhl zu sitzen + ein bisschen sehen zu koennen. selbst richtig denken wird er nicht koennen, & ich frage mich: noch haengt er an maschinen + schlaeuchen, aber sollte man die maschinen nicht einfach ausstellen? waere ein tod hier nicht besser als ein leben als totes geschoepf? waere es nicht quaelerei ihn leben zu lassen? ich wuensche niemandem den tod; gewiss' nicht, aber hier zweifle ich echt daran, ob das leben dem tod vorzuziehen ist :-( ...

v€rf.-
Geändert am 02.04.2003 um 21:18 Uhr von verfall
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Nutzer: cryingbird
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geschrieben am: 02.04.2003    um 22:03 Uhr   
Die Fragen, die Du stellst, sind wohl die schwierigsten, die man sich, besonders als Eltern, im Leben unter Umständen stellen muss. Darauf gibt es keine einfache Antwort. Eltern, die ihr Kind ja lieben, möchten, dass es ihm gut geht, dass es nicht leidet. Und sie möchten auf jeden Fall, dass es lebt und bei ihnen ist. Keiner von uns kann nachempfinden, was dieses kleine Geschöpf wirklich fühlt und denkt. Wie also können wir dann eine Entscheidung treffen? Der Spruch "die Hoffnung stirbt zuletzt" klingt zwar abgedroschen (hier im Forum erst recht, da kommt er in jedem dritten Beitrag vor), aber ich habe mir von Menschen aus der Hospizbewegung erzählen lassen, dass er stimmt.
Die Entwicklung der Medizin (im weitesten Sinne)ist in den letzten Jahrzehnten so rasant vorangeschritten, dass Menschen, die querschnittsgelähmt waren, wieder gehen können. Menschen, die früher stumm geblieben wären, weil sie taub oder schwerhörig waren, lernen heutzutage sprechen. Menschen, die noch vor einigen Jahren blind geworden wären, können heute relativ einfach operiert werden. Wer von uns kann auch nur ahnen, wie es in ein paar Jahren aussehen wird. Macht man sich dann nicht vielleicht Vorwürfe, wenn man dieses Kind nicht am Leben erhalten hat? (Wieder eine Frage - eigentlich keine Antwort). Natürlich kann es auch genau umgekehrt sein. Hier kommt es darauf an, welche Lebenseinstellung man hat und was man sich selbst (als Eltern) zutraut.
Ich wünsche Euch eine positive Lebenseinstellung, viel Kraft, Mut und Unterstützung.
Geändert am 02.04.2003 um 22:07 Uhr von cryingbird
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Nutzer: Gast_Dimpel
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geschrieben am: 03.04.2003    um 01:55 Uhr   
man sagt immer WIR SOLLEN NICHT ÜBER LEBEN UND TOD entscheiden..
und was machen wir..
die menschen an MASCHIENEN anschliessen um sie am leben zu halten..
wenn es keine aussicht gibt und sie nur am leben halten will, dann sehe ich das als falsch an..

somit die frage beantwortet? :)
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Nutzer: verfall
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geschrieben am: 03.04.2003    um 10:02 Uhr   
dimpel, wenn es danach geht, duerften wir auch keine medikamente nehmen; und operieren lassen duerften wir uns auch nicht. wenn wir krank sind, sind wir krank & muessen gucken, ob wir von alleine wieder gesund werden & wenn nicht, sterben wir halt. [?]

nein so sehe ich das auch nicht.

er koennte ja leben; nur ob das ein leben waere was er da haette? fuer mich ist es nur quaelerei, oder sehe ich da etwas falsch?

verf.


Geändert am 03.04.2003 um 10:59 Uhr von verfall

Geändert am 03.04.2003 um 10:59 Uhr von verfall

Geändert am 03.04.2003 um 11:00 Uhr von verfall
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Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 03.04.2003    um 18:23 Uhr   
Vielleicht ... jedenfalls siehst du es so.

Es ist nicht einfach zu sagen, was das für ein Leben sein wird. Nicht denken - in unserem Sinne - ist nicht unbedingt nötig, um Momente oder Zeiten des Glücks/der Zufriedenheit zu erleben. Es kann sehen und fühlen, wenn ich das richtig verstanden habe, das ist sicher nicht unsere Definition von "wirklichem Leben", aber es könnte ausreichen, um Glück zu erleben.

Ich bin nicht sicher, was du als Qual empfindest, mir fehlen die Details. Wenn du von "unserer" Basis ausgehst, ist es klar.

Diese Basis wird das Kind nie haben. Dennoch KANN es zufrieden sein ... vielleicht auch nur manchmal.

Vielleicht werde ich jetzt für die folgenden Worte zerrissen, aber ich würde es persönlich so sehen:

Wenn es ein Leben in Schmerz führen muss, ist es besser, wenn es nicht lebt. Ist es NUR ein Leben ohne das, was wir kennen und voraussetzen, sollte es leben. Wir können nicht uns als Basis nehmen in diesem Fall. Ein Mangel an Fähigkeiten kann dennoch zu einem schönen Leben führen.

Aber wenn es nur Schmerz ist ... besser nicht.


Lisa
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Nutzer: rayko
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geschrieben am: 03.04.2003    um 19:13 Uhr   
ich glaube ich schliesse mich der "liebenlisa" an.
Ich finde.. man sollte das Kind erst einmal leben lassen. Na und wenn es nicht reden, laufen usw kann. Jdes wesen auf dieser erde hat zu ersteinmla das Recht zu Leben.
jedenfalls für die ersten paar Jahre.

Finde Ich.


Und wer weiss was in den nächsten Jahren alles passieren kann?
Vielleicht kann dieses kleine geschöpf ja eines tages ein paar wörter sagen oder sich etwas selbständig bewegen?
und ich glaube wenn man die hoffnung hat das das kind das lernt, hat es verdient zu leben.

wenn die eltern damit nich fertig werden.. sollten sie sich vielleicht hilfe holen oder das kind in ein heim geben wwo sie es hin udn wieder besuchen können!

aber kein Mensch auf dieser welt hat das recht einfach einem lebewesen durch einen knopfdrcuk das leben zu nehmen.

JD "wayko"
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Nutzer: LittleKiara
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geschrieben am: 05.04.2003    um 20:17 Uhr   
Also ich denke auch ähnlich wie Lisa.

Warum sollte man das Kind sterben lassen nur weil es nicht so ein Mensch wird wie wir? Weil es anders wäre??
Auch wenn es nicht reden kann oder laufen so kann es doch glücklich sein. Dieses Kind würde Glück wahrscheinlich ganz anders definieren als wir.
es würde sich vielleicht schon an kleinigkeiten erfreuen können die wir nicht einmal als wichtig empfinden.
es wäre vielleicht schon glücklich wenn es einfach nur liebe eltern hätte die ihm liebe schenken.

Wenn ihr natürlich ganz genau wisst, dass es schmerzen hätte wenn es leben würde, dann lasst es lieber nicht leben.doch ich würde das nur tun wenn ich es genau wüsste..
du weißt nicht wie sich die sache entwickelt.
vielleicht wird es gut....vielleicht auch nicht....
aber ich würde das risiko eingehen. ich würde es leben lassen.

doch die entscheidung liegt letztendlich bei euch selbst.. sie kann euch leider niemand abnehmen. Und ich denke egal wofür ihr euch entscheiden würdet, es würde sehr schwer werden, das wird wohl niemand leugnen können.

Ich wünsche euch alles Gute

Kiara
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Nutzer: Noxiel
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geschrieben am: 05.04.2003    um 21:45 Uhr   
Eine schwierige Frage, doch wenn du es so beschreibst halte ich es für besser die Maschinen auszustellen und ihm seinen Platz neben Gott weist.

Viele die Leben verdienen den Tod und viele die Tod sind verdienen das Leben, können wir es ihnen geben?
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Nutzer: infotain
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geschrieben am: 07.04.2003    um 11:29 Uhr   
er kann aber sicher auch fühlen, spüren oder nicht?
und wenn er das kann, bekommt er etwas zu fühlen, spüren? gibt es leute, die ein leben lang ein reaktionsloses (weil entsprechend behindertes) wesen streicheln liebkosen udn mit wärme umgeben können? das stelle ich mir sehr schwer vor. und für den fall, dass das nicht ginge, für den fall wäre ich auch für das abstellen der maschinen. ansonsten stimme ich auch liebelisa zu.
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