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Der Versuch zu beschreiben.....

Nutzer: Voltaires
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geschrieben am: 10.03.2003    um 21:59 Uhr   
Tach erstmal,

ich will hier keinen vollquatschen aber nach den Erfahrungen und Erlebnissen meinerseits in der letzten Zeit glaube ich das es mir sehr hilft mir alles einmal von der Seele zu schreiben. Das das leichter gesagt als getan ist fällt mir gerade erst auf. Also, ich hab die Schnauze voll um schon vorab ein kleines Resume auf dem kommendem Text vorweg zu nehmen. Seit ca. 4 Jahren führe ich ein und dasselbe Leben und kann nicht gerade sagen das ich so wie es ist glücklich bin, und das sollte ja eigentlich das Ziel eines Jeden sein. Das war nicht immer so, aber die Zeit und die Routine haben mir den Sinn für das Wesentliche genommen. Jede verdammte Woche und fast jeden verdammten Tag erlebe ich ein und dieselbe Situation, erkenne immer mehr und mehr die zu leicht berechenbaren Regeln dieses, meines Lebens und verfalle dadurch in eine Ohnmacht die es mir immer schwerer macht aus genau jener Situation zu gelangen. Das schlimmste allerdings ist das niemand aus meinem Umfeld versteht, verstehen kann und vielleicht sogar verstehen will, das das alles nicht das Leben ist wie es sein sollte. Viele beneiden mich sogar ein bisschen, genau wie ich sie um ihr Leben beneide ohne das sie es wissen, ohne das ich es Ihnen jemals sagen kann. Jede Woche erlebe ich den Traum vieler Jugendlicher, der sich nach einiger Zeit für mich zum Alptraum entwickelt hat, jede Woche zieh ich durch Deutschlands große Dissen um anderen Freude an Musik und am feiern zu bringen und nur mir selbst scheint es nicht gelingen zu wollen etwas wie Glück bei alledem zu empfinden. Ich kann nicht behaupten das es nicht schön wäre zu sehen mit der Musik die man macht andere bewegen zu können, kann nicht behaupten das es nicht auch Momente gibt in denen man mit sich und der Welt zufrieden ist. Doch all diese Momente sinds sehr kurzlebig, finden meist in einer Art Rausch und/oder Trunkenheit statt und irgendwann fühlt man das das eigene Gefühl einen betrügt. Es betrügt einem das Gefühl der Anerkennung, vielleicht sogar das Gefühl der Liebe, aber dazu später mehr. Anerkennung zu erlangen gehört wohl zu den Zielen der meisten Menschen, doch wie ist es wenn jene lebensnotwenige Anerkennung sich nach und nach, ganz schleichend ohne das man Kenntnis von dessen Konsequenz erlangt, sich nur noch auf einem einzigen Gebiet bildet, wenn man nur noch der ist, den man darzustellen versuchte, nicht mehr der sein kann der man eigentlich ist. Wenn man einmal den Schritt getan hat und versucht Erfolg zu haben, sei es mit Musik, Literatur oder auch jeder anderen Form kreativer Kunst, verliert man ein Stück von sich selbst, gibt einen Teil seiner selbst auf, ganz unwissentlich und ohne Bedacht. Und irgendwann wacht man auf, meist schweißgebadet, und wird sich allmählich im klaren darüber das man selbst seine Ziele aus den Augen verloren hat, schlimmer noch, eigene Ziele nicht einmal mehr zu definieren vermag. Wurde man als "Künstler" immer mehr geachtet so vergas ein jeder den Menschen der hinter alledem stand. Man, in diesem Fall eben ich, schafft es einfach nicht mehr geachtet, gemocht und auch geliebt zu werden Abseits von all dem Trubel. Und so verbringt man mehr und mehr Nächte allein und in Gedanken auf der Suche nach einer Person die versteht, einer Person die beginnt an einen als Menschen zu glauben. Man erstarrt immer wieder in Gedanken, sieht aus dem Flugzeugfenster, die einem so bekannt geworden sind, sieht die Lichter vieler Städte und lebt allein in dem Gedanken das eines dieser Lichter jenen Menschen erhellt den man so lieben kann wie er ist und genau das zurück bekommt. Vielleicht ist dieser Mensch ja wirklich irgendwo da draussen........
Die Hoffnung stirbt zuletzt.


Voltaires

Wenn irgendjemand da draussen versteht, vielleicht ebenso lebt, ebenso hofft und ebenso träumt........... voltaires81@web.de

---Die Zeit heilt keine Wunden, sie gewöht Dich nur an den Schmerz.---
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