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Suizid

Nutzer: Bluefairy
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geschrieben am: 06.06.2003    um 00:41 Uhr   
...ja ja.. die kleine blaue wieder.. diesmal mit einem ernsteren Thema :

Quelle : Statistisches Bundesamt Deutschland
(zitat)Im Jahre 1995 starben 12.800 Menschen durch eigene Hand. Im Jahre 2001 waren es 11.000.(/zitat)

Die statistischen Zahlen weisen einen kontinuierlichen Rückgang an Selbsttötungen auf. Dennoch wirft es immer wieder Fragen auf, wenn ein Mensch entscheidet dem eigenen Leben vorzeitig ein Ende zu setzen.

Ich möchte euch gerne bitten eure Gedanken zu einigen dieser Fragen hier mit mir und dem Rest zu teilen.

1.) Wenn ein geistig vollkommen gesunder, voll zurechnungsfähiger, mündiger Mensch die Entscheidung fällt, sein Leben vorzeitig zu beenden - hat man das Recht, ihn aufzuhalten ?

2.) In welchem Alter ist ein Mensch "reif" genug, diese Entscheidung zu fällen ? Einhergehend mit der Volljährigkeit ?

3.) Laut deutscher Gesetzgebung ist Selbsttötung rechtswidrig, jedoch straflos, da das menschliche Leben als höchstes Gut erachtet wird. Sollte dies geändert werden ?

4.) Nicht selten landen Lebensmüde nach einem mißglückten Versuch der Selbsttötung lange Zeit in geschlossenen psychiatrischen Anstalten o.ä. Ist das im Sinne einer Demokratie, die den freien Willen des einzelnen hochlobt, vertretbar ?



mfG
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Nutzer: JumpIntoDeath
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geschrieben am: 06.06.2003    um 00:52 Uhr   
Einen Menschen daran zu hindern, sich selbst das Leben zu nehmen, ist ja in gewisser Hinsicht Lebensrettung ;o)
Aber was ich mich eigentlich frage: Muss man einem Menschen den Selbstmord verweigern, wenn man die Möglichkeit dazu hat? Ab wann ist ein Mensch nicht mehr zurechnungsfähig und muss vor sich selbst geschützt werden? Wo ist die Grenze zu einem Menschen, der sich in voller Zurechnungsfähigkeit und klarem Bewußtsein das Leben nimmt, und einem Menschen, der unzurechnungsfähig ist? Muss man beide aufhalten? Sollte man beide aufhalten? Fragen über Fragen und eigentlich keine Antworten.

Ich behaupte, reif sind jene Menschen, die das volle Ausmaß, also alle Konsequenzen, eines Selbstmordes erkennen und die Verantwortung für diese übernehmen wollen und können.

Der hat sich umgebracht .. dafür kriegt er ne Geldstrafe? Wen will man strafen? Im Normalfall ist der "Schuldige" tot. Macht sich also schlecht. Die Familie für den Suizid eines Familienangehörigen leiden lassen? Doch eher fragwürdig. Ist schon in Ordnung, dass es da keine Strafe gibt .. weil es keine gibt, die man verhängen könnte und die gerecht wäre.

Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten, sie fliegen vorbei .. lalala ... der freie Wille wird ja genaugenommen nicht eingeschränkt, er kann ja immer noch wollen was er will. Er darf auch denken was er will. Aber da er nicht mehr als zurechnungsfähig eingestuft wird, wird er vor sich selbst geschützt .. was irgendwie absurd ist.. aber ich hab mir noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht ... und werde es auch jetzt nicht tun ... es ist dafür zu spät ;o)

--- Wer sich das Leben nimmt, ist nur zu feige, es zu leben. ---

Jump
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 06.06.2003    um 00:53 Uhr   
es gab schon threads,die sich mit so was in der art beschäftigt haben:
siehe Beitrag
siehe Beitrag
siehe Beitrag


vielleicht gibt euch der eine oder andere thread neue anhaltspunkte,die hier zur diskussion beitragen könnten.

das presi
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 06.06.2003    um 01:14 Uhr   
Sich darüber zu streiten, wie man Suizide bestrafen oder ächten sollte, ist albern. Wenn sich jemand das Leben nehmen möchte, dann wird er das auch tun.
Die eigentliche Frage ist doch: will derjenige STERBEN oder nur nicht mehr LEBEN, nämlich das Leben, das er beenden möchte. Wenn letzteres der Fall ist, dann kann und sollte man ihm helfen.
Die meisten Beweggründe für Suizide sind impulsiv und (bezogen auf die durchschnittliche Lebenserwartung) nicht stichhaltig genug.
Wenn einer ohnehin totkrank ist oder unheilbare Schmerzen hat, dann ist sein Wunsch nach Erlösung nachvollziehbar.
Aber wenn sich Teenies das Leben nehmen, weil ihr Superstar nicht mehr singen will, oder die Angebeteten nichts von ihnen wissen wollen, dann sollte man als redlicher Mensch, der das mitbekommt, schon ein Wort dazu sagen.
Suizide sind eine Verschwendung von Leben; es wäre viel besser, wenn die Personen statt dessen ihr Leben verändern und etwas aus sich machen würden. Sterben wird man noch früh genug...

;-) Paccy
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Nutzer: 2ner
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geschrieben am: 06.06.2003    um 08:59 Uhr   
an bluefairy:
du hattest folgendes geschrieben:
"1.) Wenn ein geistig vollkommen gesunder, voll zurechnungsfähiger, mündiger Mensch die Entscheidung fällt, sein Leben vorzeitig zu beenden - hat man das Recht, ihn aufzuhalten ?"


ich denke man hat das recht es zu versuchen !
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Nutzer: Steven
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geschrieben am: 06.06.2003    um 10:09 Uhr   
(zitat)1.) Wenn ein geistig vollkommen gesunder, voll zurechnungsfähiger, mündiger Mensch die Entscheidung fällt, sein Leben vorzeitig zu beenden - hat man das Recht, ihn aufzuhalten ?(/zitat)Das ist ein Widerspruch ansich. Ein "geistig vollkommen gesunder Mensch" würde sich nicht umbringen !!

Steven !
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Nutzer: presea
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geschrieben am: 06.06.2003    um 10:34 Uhr   
(zitat)(zitat)1.) Wenn ein geistig vollkommen gesunder, voll zurechnungsfähiger, mündiger Mensch die Entscheidung fällt, sein Leben vorzeitig zu beenden - hat man das Recht, ihn aufzuhalten ?(/zitat)Das ist ein Widerspruch ansich. Ein "geistig vollkommen gesunder Mensch" würde sich nicht umbringen !!

Steven !(/zitat)


steven- das ist ein vorurteil. mein vater z b ist geistig völlig gesund und trotzdem steht es für ihn fest,das er ab einem gewissen grad seiner körperlichen behinderungen nicht mehr leben möchte.
ich finde es eine unverschämtheit,ihm das recht abzusprechen,selbst zu entscheiden.
ich weiss nicht,ob ihr mit solchen menschen keinen kontakt hattet bisher,das ihr so drüber reden könnt.

mein opa wurde wochenlang unter morphium gehalten,sein krebs war inoperabel,zum sterben verurteilt. war er wach,schrie er -trotz medikament- vor schmerzen.
es war ein einziges langes sterben.er bettelte drum,sterben zu dürfen in klaren momenten,bevor das medikament ihm wieder die sinne nahm.
und-steven- er war geistig gesund. das nur als info.

2ner - ja,das recht es zu versuchen hat man- das streite ich auch keinem ab. und trotzdem gibt es umstände,in denen eine ärztliche sterbehilfe menschlicher wäre,als ein "am-unlebenswürdigen-leben-anklammern".


steven- ich finde deinen satz eine frechheit- denn du sprichst vielen menschen,nur weil sie ihr leben voller leid und schmerz vielleicht beenden wollen- ihren verstand ab.

paccy- ich stimme dir vollkommen zu.



Geändert am 06.06.2003 um 10:34 Uhr von Presea
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Nutzer: Bluefairy
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geschrieben am: 06.06.2003    um 14:35 Uhr   
@2ner : nickt schlicht lächelnd
@JiD :
(zitat)--- Wer sich das Leben nimmt, ist nur zu feige, es zu leben. --- (/zitat)
Sieht man von schwerkranken ab, die damit Erlösung finden wollen, sehe ich es ähnlich.
@Presea : Danke für die Zusatzinfos (links).
@Steven : Ich kann Presea nur zustimmen.. einem Menschen die Mündigkeit abzusprechen, weil er seinem Leben ein Ende setzen will, ist ein wenig gewagt, findest du nicht ?

Und da bringt Steven mich doch direkt auf eine weitere Frage, die interessanten Gedankenaustausch verspricht :

Wenn ein Mensch beabsichtigt, sich aufgrund seines Glaubens, aufgrund seines Glaubens an eine bessere Welt danach und die wachsende Nähe zu seinem Gott/seinen Göttern das Leben zu nehmen - was dann ?


mfG
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Nutzer: Steven
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geschrieben am: 06.06.2003    um 14:47 Uhr   
Ich glaube ihr habt mich missverstanden und/oder ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich bezog das nicht auf Menschen, die leiden und zwecks körperlicher Probleme sterben wollen. Diesen Menschen, sofern es wirklich keine Hoffnung auf Heilung gibt, Sterbehilfe zu leisten, finde ich auch wiederrum korrekt.

Allerdings Teenies und anderen Menschen, die sich aus irgendwelchen sozialen Gründen umbringen wollen, weil sie z.b. Liebeskummer & Co haben, diese Menschen sind nicht ganz richtig im Kopf und sollten lieber einen Arzt aufsuchen, als sich über Suizid Gedanken zu machen. Deshalb finde ich, dass die o.g. Aussage von Blue - aus solch einen Grund, wie eben beschrieben - ein Widerspruch ist.

Seinem Leben aus körperlichen Gründen ein Ende zu setzen , schließe ich aus !!

Steven !
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Nutzer: DarkParadise
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geschrieben am: 06.06.2003    um 15:09 Uhr   
Hier war die rede von krankheit und schmerzen.

Was aber ist mit schmerzen in der seele. Etwas was niemand fühlen oder sehen kann auf irgendwelchen Bildern einer Krankheit.

Etwas was man nur selber sieht und spürt. Etwas womit man selbst leben muss und wofür es keine medikamente gibt die die schmerzen lindern.

Der mensch hat nunmal eine eigene art zu denken und zu fühlen und somit auch manchmal tiefe schmerzen in der seele.
Ich denke an so einem punkt hat NIEMAND das recht diese leute einzusperren weil sie versuchten sich zu töten. Man kann ihnen anbieten gespräche über sowas zu führen mit gewissen menschen die sich mit sowas auskennen und mit man einfach nochmal über alles nachdenkt und vielleicht doch einen weg findet.
Aber wer wirklich sterben will der stirbt auch. Ob man nun mit dem körper stirbt oder einfach nur innerlich ist wohl egal.

Und ich denke alt genug um zu entscheiden ob man sterben will oder nicht ist man schon ziemlich früh.
Klar es gibt gewisse unterschiede. Gibt menschen die wegen irgendwelchen superstars rumheulen und andere menschen im selben alter die ihr leben lang nur wie dreck behandelt wurden usw.


Ausserdem zu der zurückgehenden statistik möchte ich nur sagen das es vielleicht einfach bei mehr opfern wie ein einfacher unfall aussah. Vielleicht haben sie sich nicht so direkt selbst getötet durch pulsadern aufschneiden oder erschießen. Gibt ja viele möglichkeiten zu sterben wo es nicht so ganz klar ist. Autounfall, Überdosis, Extremsportarten wo es zu einem unfall kommt usw.

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Nutzer: Liz_Mallon
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geschrieben am: 06.06.2003    um 15:48 Uhr   
(zitat)Allerdings Teenies und anderen Menschen, die sich aus irgendwelchen sozialen Gründen umbringen wollen, weil sie z.b. Liebeskummer & Co haben, diese Menschen sind nicht ganz richtig im Kopf und sollten lieber einen Arzt aufsuchen, als sich über Suizid Gedanken zu machen.(/zitat)

Äh- moment.
Dann bin ich ja auch mal geisteskrank gewesen.

Eh?

Ich glaube, geisteskrank ist eine andere Sache. Leute, die sich aus sozialen Gründen umbringen, stufe ich keineswegs als geisteskrank ein.

Wenn man lauter Probleme hat, so gut wie keine Freude am Leben, warum sollte man dem nicht ein Ende setzen können? Es mag ja egoistisch sein, aber warum denn eigentlich?

Zu den Fragen meine Meinungen:
1) Jeder Mensch lebt sein Leben. Ein Leben pro Mensch. Das vergessen viele Leute leider, deswegen sollte man meiner Meinung nur mit Worten eingreifen. Das heißt, wenn jemand auf einer Brücke steht, sollte man mit ihm Reden, und ihn nicht von der Brücke wegzerren...verständlich?

2) Das ist relativ verschieden, finde ich...

3) Wie gesagt für begangenen Selbstmord kann man nicht bestrafen. Selbstmord sollte nicht rechtswidrig sein...siehe auch Nummer 1.

4) Und schon wieder...ein Leben pro Mensch. Ein Mensch wird doch erst (geistes)krank, wenn er ständig damit konfroniert wird, sich selbst zu gefährden(...wie soll ich das ausdrücken?). Also: Nein, es ist nicht vertretbar.



Meine Meinung, und ja, ich bin noch eventuell umzustimmen. *dickerfettersmilie*

Grüße
Liz
Geändert am 06.06.2003 um 15:49 Uhr von Liz_Mallon
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Nutzer: *Juniper*
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geschrieben am: 06.06.2003    um 19:59 Uhr   
also, mag sein, dass ich den staz jetzt falsch verstanden habe, aber... wie willst du einen toten bestrafen???
gut, in einem rpg kannstu durchaus dessen seele bestrafen ;) aber wie sieht es mit dem wirklichen leben aus?
ist nicht wirklich einfach oder?

naja ansonten zu steven: liebeskummer und co.
ja, das mag kein grund sein. soch für die leute, die sich in dieser lage ebfinden ist es durchaus so.
und menschen, die an den rand der verzweiflung getrieben wurden, weil sie dne erwartungen der gesellschaft nicht gerecht werden konnten oder weil sie gemobbt, diskriminiert oder was auch immer wurden.
für diese menschen macht das leben keinen sinn mehr und früher oder später sind sie kaputt.
vielleicht zurechnungsfähig aber doch psychisch am ende.
dann mag ein selbstmord wohl gerechtfertigt sein.

und ansonsten bin ich absolut für sterbehilfe, wenn kranke menschen nur noch leiden.
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Nutzer: Bluefairy
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geschrieben am: 06.06.2003    um 20:00 Uhr   
Das ist keine Idee von mir, das ist Fakt : Suizid ist rechtswidrig aber straflos.

Daß man einen Toten nicht bestrafen kann, weiß ich auch, es gibt allerdings genügend Lebensmüde, die es versucht haben, aber gerettet wurden o.ä.


mfG
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"Autor"  
Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 06.06.2003    um 20:03 Uhr   
(zitat)
paccy- ich stimme dir vollkommen zu.
(/zitat)

Daß ich das noch erleben darf :-))

;-) Paccy
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Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 06.06.2003    um 21:04 Uhr   
im mittelalter stand auf missglückte suizidversuche die todesstrafe.

warum?
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"Autor"  
Nutzer: nandris
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geschrieben am: 06.06.2003    um 21:09 Uhr   
nur ganz kurz: ich denke, man sollte die ursachen fuer selbstmorde lieber erkennen & sinnvollerweise genau dort anpacken, anstatt strafen fuer suizidversuche zu verhaengen...

xxx
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"Autor"  
Nutzer: daevas
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geschrieben am: 07.06.2003    um 00:06 Uhr   
sollte sich jemand wirklich sicher darüber sein, sein leben zu beenden, so soll ihm dies doch gewährt sein, ohne, dass jemand dies verhindert.
bei einigen menschen die ich kenne würde ich es verstehen, wenn sie selbstmord begehen, so traurig und wütend es andere und mich macht.

dae
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"Autor"  
Nutzer: *Juniper*
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geschrieben am: 07.06.2003    um 15:40 Uhr   
versuchten selbstmord bestrafen?
warum?
sie sind doch schon genug gestraft!
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"Autor"  
Nutzer: Gast_destiny
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geschrieben am: 07.06.2003    um 18:35 Uhr   
(zitat)...im mittelalter...(/zitat)

das ist ja längst vorbei.

mir fiel diese tatsachen einfach ein, als ich den threas las. eben wegen ihrer absurdität.

ich kannte menschen, die sich umbrachten. und ich kannte einen menschen, dem sein suizid-versuch aufgrund meines erscheinens "missglückte".

ursachen? zweimal so depressiv, wie man in einer depression nur sein kann. einmal wahnvorstellungen auf einem lsd-trip. geholfen werden konnte nur einem - mit einem acht-wöchigen aufenthalt in der psychiatrie, die sich als wohltuendes selbstfindungsseminar entpuppte. das diese person nach zwei jahren geistiger gesundheit an einem herzinfarkt starb...irony at its best.

sicher gibt es viele menschen, die sagen: "ich bring mich um." und es gibt verdammt viele menschen, die es nicht tun. die damit um hilfe geschrien haben. aber einige tun es eben doch. und ich bin mir ganz sicher,
dass diese menschen kurz vor der tat frieden mit sich selbst geschlossen haben.

aber trotzdem: für einen selbst ist der tod wahrscheinlich nichts schlimmes - im gegenteil, aber für angehörige und freunde ist er die hölle.
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"Autor"  
Nutzer: DiaryofDreams
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geschrieben am: 09.06.2003    um 14:42 Uhr   
(zitat)1.) Wenn ein geistig vollkommen gesunder, voll zurechnungsfähiger, mündiger Mensch die Entscheidung fällt, sein Leben vorzeitig zu beenden - hat man das Recht, ihn aufzuhalten ?
nein
2.) In welchem Alter ist ein Mensch "reif" genug, diese Entscheidung zu fällen ? Einhergehend mit der Volljährigkeit ?
"reif genug" ist er dann, wenn er sich der Konsequenzen seines Tuns bewusst ist

3.) Laut deutscher Gesetzgebung ist Selbsttötung rechtswidrig, jedoch straflos, da das menschliche Leben als höchstes Gut erachtet wird. Sollte dies geändert werden ? egal, jemand der sich selbst das Leben nehmen möchte, hat andere Probleme als die deutschen Gesetze

4.) Nicht selten landen Lebensmüde nach einem mißglückten Versuch der Selbsttötung lange Zeit in geschlossenen psychiatrischen Anstalten o.ä. Ist das im Sinne einer Demokratie, die den freien Willen des einzelnen hochlobt, vertretbar ?nein, ist es nicht(/zitat)

und zur Zusatzfrage (zitat)Wenn ein Mensch beabsichtigt, sich aufgrund seines Glaubens, aufgrund seines Glaubens an eine bessere Welt danach und die wachsende Nähe zu seinem Gott/seinen Göttern das Leben zu nehmen - was dann ? solang nur er selbst aus dem Leben gehen will, hat er alles Recht der Welt dazu und meinen Segen... falls diese Frage auf Menschen abzielt, die nicht nur sich, sondern auch andere in terroristischer Absicht mit in den Tod nehmen möchten ... dann sehe ich dies als Mord(/zitat)

~ Diary ~ kurz und schmerzlos und nur meine Meinung

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
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