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Bekennerschreiben: Ich Hasse Das Internet

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:44 Uhr   
Warum ich das Internet hasse:

Beim Surfen abgesoffen, im Datenmüll verschütt gegangen

Das Internet hat ein Problem: das Netz der Netze ist der Welt, der wirklichen Wirklichkeit, erschreckend ähnlich. Allein dadurch, daß eine bedeutende Teilmenge aller Angehörigen meines Kulturkreises untereinander verinternetzt ist, wird das Netz zu einem Abbild ebenjener oft arg unsympathischen Kultur. Und gerade jene Leute die ich im unvirtuellen Leben vorzugsweise ignoriere, weitläufig umfahre oder gezielt umfahre, scheinen einen unwiderstehlichen Drang zu verspüren, ihre Spuren in den digitalen Sand zu schreiben und die Abfallprodukte ihres degenerierten Denkvermögens der übrigen Menschheit aufzudrängen.

Nun ist Surfen im Internet ein bißchen so wie die Obduktion des menschlichen Kollektivhirns, man lernt zwangsläufig einiges über die arg eingeschränkte Denkfähigkeit des homo sapiens. Komisches, seltsames Zeug bevölkert die Festplatten dieser Welt... sich mit everywhere's trash zu beschäftigen, bringt wahrscheinlich keine wirklich wertvollen Erkenntnisse, macht aber Spaß, ist also vergleichbar mit BigMac-Essen. Dieser leicht fettige Lustgewinn ist Sinn dieses Textes: ich bilde mir nicht ein, irgendetwas an den grundlegenden Tatsachen ändern zu können. Nehmen wir also unseren relativ hochgelegenen, warmen Liegesessel auf dem Oberdeck dieses sinkenden Luxus-Onliners ein, und schauen wir dem possierlichen Gewimmel auf den niedriger gelegenen Decks zu:

Hallo! Ich bin schreiend doof!
Dies ist die einzige Aussage vieler privater Homepages. Homepages tummeln sich in den Nischen der Datenmüllhalde und lassen sich mit dem Attribut "absolut überflüssig" meist treffend einordnen. Der bedauerliche Charakterzug "ich habe eigentlich nichts zu sagen" spiegelt sich zwangsläufig im vollständig fehlenden Inhalt hirntoter Homepages wider. Unangenehmerweise schlägt trotzdem das tiefsitzende Vorurteil durch, nachdem eine Existenz ohne eigene Homepage so schlimm ist wie ein Leben ohne Fernseher, also komplett sinnlos.

Eine vergleichsweise aussagestarke Homepage hat heutzutage eine relativ starr vorgeschriebene Grundform, die sich durch die Verbreitung Homepage-erzeugender Programme herausgebildet hat: für jeden Abschnitt werden Eingaben gefordert, die anschließend gut vermischt, programmintern verdaut und zumindest technisch halbwegs korrekt ausgeschieden werden. Die Bedienung solcher Programme erfordert keinerlei Vorwissen, und so sieht das Endergebnis dann auch aus. Und tragischerweise greift auch hier wie fast überall im Leben das BIBO-Prinzip: bullshit in - bullshit out. Terror im Internet - Das Nervensägenmassaker (die Kurzfassung):

- der Name (muß zumindest blinken, da er ganz fürchterlich wichtig ist)

- das Paßfoto (grobgerastert und verschwommen; weniger entscheidend ist, welches Foto Verwendung findet, man erkennt eh' fast nix, und meist ist das auch besser so)

- der Schleim ("Hallo, nett, daß Du meine Homepage besucht hast. Ich hoffe, sie gefällt Dir und Du schaust mal wieder 'rein. Ich liebe Dich. Und im übrigen bis du der 75984. Besucher.")

- das große Gähnen (Zeugs, das eigentlich niemanden interessiert, wie beispielsweise weitere biografische Daten, Sternzeichen, Körpergewicht, Lieblingsfarbe; hier dürfen gerne auch weitere unscharfe Fotos von Mama, Manta, Göttergattin oder Lieblingshund eingefügt werden)

- der Inhalt (entfällt im allgemeinen ersatzlos)
die Links (auf Web-Seiten, die entweder schon jeder kennt oder die noch nie von einem Menschen besucht wurden; führen oft ins Leere wegen Schreibfehler, Serverausfall oder Massenselbstmord - siehe unten)

- an beliebiger Stelle: viele, viele animated GIFs (tausendmal gesehen, inhaltlich unbegründet, aber Hauptsache, es bewegt sich was; wirkt irre belebend und total originell!)

Und warum in die Ferne schweifen: sieh, das Grauen liegt so nah! Auch auf diesem Server findet der abgebrühte Datenmasochist Stoff der härtesten Sorte. Aber sag' nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt!

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:45 Uhr   
Klick mich! und mich! und mich!
Die Fernsehnation am Ende des Jahrtausends: Werbung alle zehn Minuten, aber kein Mensch sieht noch hin. Währenddessen: der Anteil der zu Werbezwecken im Internet übertragenen Daten erreicht fast 95 % der Gesamtdatenmenge. Zufall? Oder Unfall? Abfall? Zerfall?

Von wegen "das Internet kostet nix!" Nur der Tod ist kostenlos, und für den ganzen Rest mußt du blechen bis an dein Lebensende. Ist dir eigentlich schon aufgefallen, daß ein Großteil deiner horrenden Telefonrechnung auf die übertragung von Werbebildchen zurückzuführen ist? Die meisten der ach so kostenlosen Internetdienste (Suchmaschinen, electronic newspapers, Datenbanken, ...) finanziert sich über Reklame. Der Werbende baut darauf, daß du, der du eigentlich gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt bist, auf seinen Werbebanner klickst, seine aufwendig gestalteten Reklameseiten aufmerksam und wohlwollend studierst und sofort anschließend (per e-mail) seine für dich nun unverzichtbar gewordenen Produkte bestellst, von deren Existenz du noch Sekunden vorher keine Ahnung hattest. Gewichtige Bücher, schnelle Autos, extrakalte Kühlschränke, fehlerhafte Software, veraltete Hardware.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:46 Uhr   
Nette Idee. Einziger Haken an der Sache: it does not work, baby. Das e-zine Wired hatte neulich die Frage gestellt: "Welche Links würden Sie nie anklicken?" und sie gleich beantwortet: Links mit der Bezeichnung "click here!", wohl wissen, daß man mit Sicherheit genau da landet, wo man gerade jetzt nicht hinwill (dies gilt zumindest für nicht völlig ahnungslose Datenjäger. Nun ist ein globaler Marktschreier zwar prinzipiell weltweit zu hören, aber nur, wenn jemand hinhört- und wie ist das: liest du allwöchentlich das schmierige Anzeigenblättle, das jeden Mittwoch deinen Briefkasten verstopft? Schaust du Spielfilme nur an, weil die Werbeblöcke so spannend sind? Forderst du immer "völlig unverbindlich unsere umfangreiche Informationsbroschüre" an, wenn man dich darum bittet? Dann funktionierst du so, wie es sich Mr. Buyme von der Click Here! Global Advertising, Inc. wünscht. Mein herzliches Beileid.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:47 Uhr   
"Stupid aliens ate my Buick / sister / dick!"
Da die Wahrscheinlichkeit einer Internetpräsenz linear mit dem persönlichen Knallkopffaktor zunimmt, sind natürlich ausgerechnet die Leute garantiert in Netz vertreten, die die heftigste Klatsche haben. Bezeichnend, aber nicht überraschend, ist, daß die "Heaven's Gate"-Sekte ihr Geld mit der Gestaltung von Web-Sites verdiente, ebenjene Sekte aus San Diego, die sich Ende März dreidutzendfach entleibte ("wir verlassen lächelnd unsere Container"), um die letzte Raumfähre zum intergalaktischen Space Cruiser zu erwischen, der sich bekanntlich im Windschatten des Hail-Bopp-Kometen versteckt. Das ist schon wieder so komisch, daß es fast nicht mehr entsetzlich ist. Ich würde hier gerne einen Link auf die Original "Heaven's Gate"-Homepage hinsetzen, aber den Server gibt es nicht mehr. Der Web-Administrator ist ... äh ... verreist. Der Kram ist aber gespiegelt und so für die zurückgebliebene, bemitleidenswerte Nachwelt erhalten geblieben; in diesem Fall von der sonst so humorlosen Washington Post, ansonsten aber auch noch auf etwa zwei Dutzend anderen Servern im Netz. Komplett mit Zugangshinweisen zum Himmelstor und schon wegen dem gütig lächelnden Alien sehr besuchenswert.



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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:48 Uhr   
Natürlich hatte Sektengründer "Do" Applewhite zuerst im Netz von jenem UFO erfahren. Diese (wahrscheinlich per Präsidentenerlaß unterdrückte) Nachricht ist eine von mehreren Dutzend Lieblingsverschwörungen, die amerikanische Paranoikerhirne verkleben. Und wahrlich: Amerika scheint mit seiner offenen Gesellschaft und seinem eher ungefügen Sozialgefüge besonders anfällig für derartige Phantastereien zu sein. In der guten, alten prä-digitalen Zeit mußte man noch tonnenweise Flugblätter kopieren, um die bedrohte Welt mit schrägen Angstphantasien belästigen zu können. Heute ist der Aufwand leider deutlich geringer. Plattenspeicher auf Web-Servern gibt's für Pfennigbeträge, und gutplazierte "Dokumente" gewinnen, einmal veröffentlicht, ein unkontrollierbares Eigenleben. Gleichgesinnte Mitstreiter sorgen immer für die Verkündung auch der allerabgefahrensten Gedankengänge. Bewohner anderer Kontinente müssen zum Eindruck gelangen, daß es am Himmel über den USA von UFOs, schwarzen UNO-Hubschraubern, geklauten fighter jets und schäbigerweise abgeschossenen Jumbos nur so wimmelt. Nach einer aktuellen Newsweek-Umfrage behaupten etwa 19 Mio. Amerikaner, sie hätten schon einmal ein UFO gesehen. Folglich sind die Einkaufspaläste mit lächelnden, kuhäugigen, aber fleischfressenden Aliens überfüllt, und oft stehen längst verstorbene, weil meuchlings ermordete Filmstars hinter dir an der Kasse. Im Zweifelsfall hat übrigens immer die Regierung Schuld.

Die Standardtheorie für den nächsten Flugzeugabsturz lautet nach vorläufigen Hochrechnungen: "Der Jumbo wurde vom CIA abgeschossen, weil Elvis zusammen mit Marylin und JFK im Frachtraum eingesperrt war. Die drei wurden von den Theta Tauris-Aliens als Gegenleistung für die Verschonung der Erde gefordert und sollten grausigen Sex-Experimenten unterzogen werden. Der Frachtcontainer wurde auf die Hail-Bopp-HyperBase gewarpt (oder welcher Komet dann gerade aktuell ist) und der Jumbo wurde zur Vertuschung der Spuren vernichtet. Dafür gibt es schlagende Beweise: [es folgen 547 Seiten Beweismaterial und 1473 Links]". Und bei unvoreingenommener Betrachtung spricht wirklich einiges für diese These.

Nun hat der ganze Wahnsinn glücklicherweise kaum Nebenwirkungen, weil er sich auf den Daten-Highway beschränkt. Zugegeben, manchmal muß irgendwo in Oklahoma ein Verwaltungshochhaus zur Hauptbetriebszeit gesprengt werden, um die im Obergeschoß verborgene Leitzentrale der schwarzen Hubschrauber auszuschalten, und die Selbstauflösung kompletter Sekten hat auch ihre unästhetischen Aspekte, und ab und zu stellt sich jemand mit seiner pump gun auf die main street, um zwei Dutzend täuschend menschenähnlicher Marsbewohner zu vermatschen - aber im Allgemeinen ist das alles völlig harmlos. (An dieser Stelle fällt mir auf, daß ich diesen Artikel auch "Warum ich Amerikaner hasse" hätte nennen können, ohne die Grundaussage zu verwaschen. Um hier kurz Georg Bernhard Shaw zu zitieren: "Der hundertprozentige Amerikaner ist ein neunzigprozentiger Idiot." Nun ja. Im übrigen unterstütze ich natürlich die Forderung nach der Unabhängigkeit des Staates Texas.)


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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:48 Uhr   
Nimm mich optisch!
Die neben den bereits erwähnten 95 % Online-Werbung verbleibenden Netzkapazitäten werden fast vollständig für die übertragung optischer Informationen benötigt. Um konkret zu werden: für Porno-Bildchen. Durch aufopfernde, entbehrungsreiche und natürlich rein wissenschaftlich begründete Recherchen im Intersumpf habe ich zwar meine (sowieso nicht allzu umfangreiche) Restmoral verloren, dafür aber tiefgehende Einblicke in das Denken und Fühlen des männlichen Mannes gewonnen. Jener besagte Mann frißt grundsätzlich alles: von Blümchen-Sex über XXX-rated und megaschräg bis komplett illegal (obwohl mir, um das klar zu betonen, kein Bild der letztgenannten Kategorie untergekommen ist. Aber mit ausreichend perverser Motivation und Kontakten zu entsprechenden Kreisen sollte auch dies kein Problem sein.) Das ist natürlich kein Geheimnis, und folglich leben an den Ausfallstraßen des Daten-Highway ungezählte Anbietern von der Feilbietung entsprechenden Materials: oftmals aus längst vergessenen Schmuddelheftchen mit einem Billig-Scanner eingelesen, verrauscht, verfärbt, und so unscharf wie die Fahndungsplakate der Siebziger Jahre.

Jedes Mittelklasseauto hat heutzutage eine Kindersicherung, die allermeisten Porno-Sites dagegen nicht, und das kann mich gar nicht beunruhigen, da ich keine Kinder habe. Man muß lediglich durch Mausklick akzeptieren, daß man mindestens 21 Jahre alt ist und nackte Mädels keineswegs als empörend empfindet (sonst wird man umgehend zu Walt Disney gelinkt). Ich nehme an, daß ich auch schon vor 20 - 25 Jahren diesen Mechanismus durchschaut und sehr begrüßt hätte. Denn eine fundierte gynäkologische Grundausbildung kann im wirklichen Leben immer von Nutzen sein.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:48 Uhr   
Zu den schrägsten Dingen, die im Netz zu finden sind, gehören zweifellos die "amateurs": Hardcore-Pics, auf denen Leute wie Edward und Mary-Anne aus dem Nachbarshaus bei Dingen zu sehen sind, die deine Eltern sich wahrscheinlich nicht einmal vorstellen konnten. Oft genug per Selbstauslöser aufgenommen und ein Quell überwältigender Ästhetik und knisternder Erotik. Nun interessiert es dich eventuell nur periphär, was Ed und Mary-Anne in ihrem Schlafzimmer so machen; aber Ed scheint doch einiges daran zu liegen, dich mit seinem hängenden, haarigen Hintern und seinem unsagbar dämlichen Gesichtsausdruck zu erfreuen, und Mary-Anne präsentiert gutausgebildeten Speckröllchen auf geblümter überdecke und lächelt dich mit allen verfügbaren Lippen an. Ein drolliges Pärchen, zweifellos, aber während es bei Gattenmord, Fahrerflucht und Steuerhinterziehung meist leicht nachvollziehbare Gründe gibt, erhebt sich hier doch die Frage: warum tun die das? Kickt es wirklich, als virtueller Schwanz noch bis in den letzten Winkel des Globus gelangen zu können?

Ja, die bedrohliche Bedrohung unserer ohnehin bedrohten Gesellschaft durch Pornos im Internet ist schon erschreckend bedrohlich. Die BILD-Zeitung, philosophisch angehauchte Alternative zur digitalen Verdummung, hat es an einem freundlichen Mai-Tag mit der Titelzeile "Er mordete im Porno-Rausch" auf den Punkt gebracht, und wie wir spätestens seit Hans Esser wissen: BILD lügt fast nie. Marc Dutroux hatte übrigens keinen Internet-Account, das behauptet nichtmal BILD, aber das sollte uns hier nicht irritieren. Zu bedenken wäre auch, daß Cyber-Porno weder ansteckend noch ekelhaft schleimig noch unangenehm feucht ist, also selbst für einen durchschnittlichen Erzbischof noch leichter zu akzeptieren wäre als diverse konkretere Dinge, die lüsterne Menschen anstellen können, wenn die Hormone Macht über sie gewinnen. Andererseits geht es um puren Lustgewinn ohne weiteren Anspruch, und mit sowas hat der besagte Bischof schon immer Probleme gehabt.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:51 Uhr   
Nun gut. Da du, lieber Leser, sicher furchtbar lernbegierig bist, hier noch einige Erkenntnisse, die ich bei meinen Selbstversuchen gewinnen konnte, und die für dein tristes Sexualleben von Bedeutung sein könnten:

alle Menschen sehen sich nackt enttäuschend ähnlich;
die Variationsmöglichkeiten der geschlechtlichen Vereinigung sind weniger vielfältig als zunächst angenommen (was mit der recht geringen Anzahl menschlicher Körperöffnungen zu tun haben mag), andererseits aber doch wesentlich abwechslungsreicher, als der bereits erwähnte Erzbischof sich dies vorstellt;

Gruppensex mit mehr als 25 Personen wird ziemlich unübersichtlich;

man kann Sex mit diversen, in jedem gut sortierten Haushalt vorhandenen Gegenständen haben, alternativ aber auch mit jedem Tier ab Dackelgröße;

meistens ist es Zuckerguß;

Sex macht doof, und:
man muß sich schon sehr anstrengen, wenn man noch irgendwas Neues machen will. But we try. Hard.
Es leuchtet ein, daß der Reiz digitaler Pornos eine recht kurze Halbwertzeit aufweist. Dies ist jedenfalls nichts, worüber man sich groß aufregen müßte, es sei denn, man ist Bundestagsabgeordneter der CSU und hat gerade nichts besseres zu tun.

"Mr. Einstein, ich hab' da mal 'ne Frage..."
Wenn ich hier schon ein Gemetzel veranstalten, dann sollte zumindest auch noch das Lieblingsargument aller "ernsthaften" Netzjünger geschlachtet werden: das Internet fördert Wissenschaft und Forschung, indem es den einzelnen, isolierten Wissenschaftler mit seinen weltweit verstreuten Kollegen verbindet. Nette Idee. Leider falsch. Das Internet ist eine eher kontraproduktive Veranstaltung.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:51 Uhr   
Erik Brynjolfsson, Professor am MIT, stellte in der Zeitschrift Science die Behauptung auf, daß der Datenfluß im Netz die wissenschaftliche Arbeit erstickt, weil der akademische Diskurs im allgemeinen Grundrauschen des Trivialen untergeht. Das leuchtet ein: das meiste im Internet verfügbare Zeugs ist entweder zu speziell oder schlichter Unsinn. Newsgroups kollabieren unter der Masse der Beiträge, vor allem der qualitativ minderwertigen Beiträge. Die Informationsrecherche wird immer zeitaufwendiger, während die Qualität des Ergebnisses immer weiter abnimmt.

Die Folge: um ihre Diskussionen nicht durch Laienfragen stören zu lassen, findet der Meinungsaustausch unter Wissenschaftlern zunehmend in nicht-öffentlichen Foren statt. Der Austausch zwischen den Disziplinen geht verloren, das Netz fördert den Rückzug des Einzelnen in immer enger umgrenzte Wissensgebiete. Denn es ist immer noch besser, auf der kleinen, einsamen Insel mitten im Datenozean zu überleben, als in ihm zu ertrinken, jetzt, wo der anfangs erwähnte Dampfer wegen überfüllung sinkt. Noch einmal Prof. Brynjolfsson: "Es reicht einfach nicht, Leute zu verbinden. Dann reden sie noch lange nicht miteinander."

Nur zur Erinnerung: als die amerikanischen Militärs den Internet-Vorgänger ARPAnet für Wissenschaft und Lehre freigaben, eröffneten sich schlagartig neue, revolutionäre Nutzungsformen für Forschung und Entwicklung. Dem heutigen Internet ist diese Vergangenheit nicht anzumerken.

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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:52 Uhr   
Wer bis hier gelesen hat, ist eine Minderheit
Das Internet, unendliche Weiten. Aber flacher als Ostfriesland, Beavis & Butthead und hundert Blondinenwitze zusammen. Das nervt. Die Internet-Gemeinde versucht garnicht erst, die Bedeutungslosigkeit ihrer Lieblingsthemen zu verstecken. Stattdessen werden sie wiederholt wie auf einer hängengebliebene Schallplatte (Hey kids! Wißt ihr überhaupt, was das mal war: eine Schallplatte?). Jeder gibt seinen Senf dazu und trotzdem kommt nichts zusammen.

Der konsumierende Internet-Surfer gleicht weitgehend dem Zapper in der Fernsehlandschaft: immer auf der Suche nach dem nächsten Kick, immer in Panik, etwas zu verpassen, nirgendwo lang genug, um mitzubekommen, um was es eigentlich geht. Nach einer Statistik wird der Rollbalken, dieses rechteckige Ding da rechts, nur bei 10 % der übertragenen Dokumente verwendet. Das hat Folgen: Texte mit dem Anspruch, gelesen zu werden, müssen zwangsläufig kurz gehalten werden, weil Lesen anstrengend ist und Denken noch viel anstrengender. Gleichzeitig müssen sie aber halbwegs auffällig gestaltet sein, um überhaupt ins Auge zu fallen. Ausgefallene, spannende Gedankengänge unterläßt man lieber, um den geneigten Leser nicht auf halber Strecke zu verlieren. Und im übrigen würden sie (der geneigte Leser wie auch der ausgefallene Gedankengang) sowieso in der Flut der angebotenen Seiten gnadenlos untergehen: nach Diamanten auf der Müllkippe zu suchen ist ein trauriges, hoffnungsloses Geschäft.

Das Internet als globale, jederzeit zugängliche Datenbank des gesamten Menschheitswissens? Das Internet als Triebsatz für die lebenslange Weiterbildung? Träum' weiter! Jede Stadtteilbibliothek läßt das Netz weit hinter sich, wenn es um die Verbreitung von Allgemeinwissen geht: geordneter angeboten, in der Themenvielfalt umfassender, inhaltlich tiefergehend, und das alles mit deutlich geringeren Zugriffszeiten.

Das Internet ist dagegen Tummelplatz für Paranoiker, Flachdenker, Dummschwätzer, digitale Fachidioten und verhinderte CB-Funker, kurz: für Leute, denen in der realen Realität niemand zuhört und die sich deshalb vorzugsweise gegenseitig zulabern - Diskussionsbeiträge mit dem Sinngehalt eines kleinen Steaks. Meinungsfreiheit schön und gut, aber was interessiert mich deren Meinung?

Hey, Leser, du glaubst, ich würde übertreiben? Dann schau' dir mal einige Minuten den Search-Voyeur der Magellan-Suchmaschine an! Aber Moment! Bevor du den Link anklickst, solltest du dir zehn Sekunden lang überlegen, für welche Dinge sich die Bewohner des globalen Dorfes deiner naiven Meinung nach wohl vorzugsweise interessieren. Und glaube bloß nicht, daß deine Landleute besser wären! Denen kannst du zuschauen, wie sie auf der deutschen FIREBALL-Suchmaschine 'rummachen. Wenn du dann der Netzgemeinde lange genug beim Suchen zugeschaut hast, wirst du erkennen: ich hatte recht. Und noch untertrieben.

Da ist ein gutes Gefühl, mit den knapp 30 KB dieses Textes einen kleinen Beitrag zur Niveauanhebung des Netzes und zur überlastung der Datenleitungen geleistet zu haben.

Das Internet. Ich hasse das.

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Nutzer: Cyberrealist
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geschrieben am: 23.07.2003    um 01:57 Uhr   
Tja, ein ganz schöner Batzen - aber es gibt so einiges zu sagen.

Wer den Text bis zu Ende gelesen hat - Glückwunsch. Schön dass sich jemand Zeit nimmt.

Falls jemand darüber diskutieren möchte - gerne. Deshalb wurde es von mir auch in die "Ernsthaft-Fore" gepackt.

(Übrigens: Wem es noch nicht aufgefallen ist, hier wird ordentlich auf die Kacke gehauen und ich persönlich sehe das als Satire an die leider erschreckend wahr ist. (teilweise...oder auch öfters?!)

In diesem Sinne - Gute Nacht

(01:55 Uhr)

(Kleiner Insider am Rande - Nach 2 Wochen die Lösung! - Schweitzer warŽs!)
Geändert am 23.07.2003 um 01:58 Uhr von Cyberrealist

Geändert am 23.07.2003 um 23:31 Uhr von Cyberrealist
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Nutzer: Brass
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geschrieben am: 23.07.2003    um 08:47 Uhr   
ich hab nicht alles gelesen .. mal zugebe ..gg

Soweit es mich betrifft, stimme ich aber dem Part der Privaten Homepages zu, die mit "Nervensägenmassaker" umschrieben worden sind.

Dennoch sollte man Toleranz zeigen, denjenigen gegenüber, die sich mit dieser Materie beschäftigen. Es ist ja ein gewisser Sinn hinter dem Entwerfen privater HP's zu sehen. Zum einen sind die Leute, die solche Pages schreiben, aber auch jene, die sie besuchen von der Straße und sauber verräumt. Sie stellen keinen Unfug an und halten sich in einer Subkultur auf, die zumindest ein gewisses Grundwissen übers I-Net vermittelt. Andererseits sehe ich die allermeisten solcher Homepages irgendwie ein bisschen so, wie ein Poesiealbum .. die Dinger fand ich schon real extrem schlimm und finde es gut, dass es das jetzt im cyberspace gibt .. da kann mir keiner mehr son ding in die Hand drücken und mich auffordern was poetisches rein zu schreiben.

Eine Frage an dich ... äähm wiso kennst'n dich so gut auf dieser Art Sites aus, wenn sie dich derart anöden??

Brass
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
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Nutzer: JumpIntoDeath
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geschrieben am: 23.07.2003    um 10:59 Uhr   
Leider ist alles wahr, was geschrieben wurde.

Aber wie bereits erwähnt, hat man in der virtuellen Welt eine Wahl. Nämlich die, selbst entscheiden zu können ob man sie für voll nimmt.

Angenommen es ist so, entwickeln sich in dieser virtuellen Welt die gleiche Art von Beziehung, die es auch in der realen gibt. Man ist eifersüchtig, man lässt sich überreden "Poesiealben" anzuschauen und dazu kommt, man schämt sich, wenn man jemanden nicht online traf.

Homepages sind wie Wohnungen. In Wohnungen liegen diverse Dinge. Fotoalben. Schmuddelheftchen. Und an den Wänden hängen Poster, die da prinzipiell nicht hängen sollten aus... ästhetischen Gründen. Fakt ist: Ich kann mir aussuchen, ob ich eine Wohnung betrete oder nicht. Und wieder habe ich die Wahl, ob ich meine bescheidene Zeit in die Hände eines Verrückten gebe, der mir jeden Teil seiner Wohnung zeigt und vor allem jene Teile, die niemand sehen will. Aber leider will sie jemand zeigen.

Was jedoch erfreulich ist in der realen Welt: Die Wohnungen stehen nicht allen Leuten offen. Man kann sie gar nicht betreten, wenn man den Besitzer/Mieter nicht kennt (ausgenommen sind Einbrecher u.ä.). In der virtuellen Welt sind leider zu viele Home(page)s geöffnet, obwohl es niemanden etwas angehen sollte, was dort gezeigt wird.

Und Leute, die einen in der virtuellen Welt voll verarschen.... die gibt es real auch. Es sind meistens nicht genau die gleichen Leute, aber prinzipiell sind sich die Leute sehr ähnlich. Sie lügen bloß über andere Dinge. In der Realität kann ich den Leuten aber eine scheuern, wenn ich die Lügen aufdecke, oder ihnen dorthin schlagen/treten, wo es richtig wehtut. Ich kann ihr Leben ruinieren und all die anderen bösen Sachen, was mir einen Hauch von Befriedigung verleiht. Was jedoch in der virtuellen Welt nicht so ist. Um jetzt nicht nur die bösen Handlungen zu erwähnen... das gleiche gilt natürlich auch für die freundlichen und liebevollen Handlungen. Virtuell hat das alles einen sehr faden Geschmack.

Man könnte jetzt noch über Liebe im Internet philosophieren, aber das wurde schon oft genug gemacht... und ehrlich gesagt... es nervt und interessiert nicht. Und so schaue ich lieber in die weite Welt, die vor allem durch Ergebnisse geistiger Inkontinenz gekennzeichnet ist und hoffe, dass jede mir bekannte Welt nur virtuell ist und ich bald aufwache.

Jump
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 23.07.2003    um 11:35 Uhr   
tja
da habt ihr recht
aber das habe ich ja schon so oft gesagt
das es auch schon als inkontinenz gesehen wird oder wurde
kommt wohl auf jeden einzelnen an wie er mich kennt und sooo
sehe das wohl auch so alles ist nur relativ und oder virtuel, es kommt halt immer drauf an aus welchen blickwinkel man es sieht und vorallem wohl auch in welcher verfassung man selbst in dem moment des sehens ist.
und obs nun jemanden passt oder nicht
ich äussere mich so wies aus mir raus will wenns nötig ist
ob nun per alles scheisse
oder
alles ist scheisse
oder
männer sind doof
oder sonst wie allgemein ausdrückend
allerdings sind das dann nur mal so auswürfe des sich luft machens
wenns um andere themenbezogene aussagen geht oder über bestimmte personen komme ich dann eher mit der goldwage
und das finde ich nur richtig und fair so
man will ja schliesslich wissen woran man ist
und das wird sich an mir auch nicht ändern
ausser ich bin gerade mal zu müde oder sonst nicht in der stimmung oder lage mich so wie ich es normal für richtig halt zu verhalten
ausnahmen bestätigen die regel wies so schön heisst

und was hp.s angeht
manche sind für mich interessant andere weniger
manche vom fachmann andere vom laien wie mir g
aber wie schon gesagt bin ich da ebenfalls der meinung
man muss halt auch mal dahinter schauen oder mit sehen
wer was und warum zusammen gebastelt hat

tja bla Polli
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"Autor"  
Nutzer: Cyberrealist
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geschrieben am: 23.07.2003    um 11:46 Uhr   
Brass, wenn dich diese Seiten tagtäglich "anspringen" kannst du gar nicht anders als hinsehen. Mitlerweile zücke ich aber dann immer gleich die virtuelle Machete (das Schließungs-Kreuz)um mich dann durch diesen Dschungel zu hauen.


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"Autor"  
Nutzer: LiebeLisa
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geschrieben am: 23.07.2003    um 13:36 Uhr   
JumpIntoDeath schrieb:

*** In der Realität kann ich den Leuten aber eine scheuern, wenn ich die Lügen aufdecke, oder ihnen dorthin schlagen/treten, wo es richtig wehtut. Ich kann ihr Leben ruinieren und all die anderen bösen Sachen, was mir einen Hauch von Befriedigung verleiht.

---> Du scheinst ein neter Zeitgenosse zu sein ... im Grunde genau der Typ, den ich weder "real", noch in "online" mag. Menschen machen Fehler ... und es mag sein, dass das online mehr ist, dennoch bleiben es Menschen.

Dieser "Hauch von Befriedigung" ist ja genau das, was viele "online" wollen. Da kann man wirklich nicht sagen, dass du "besser" bist ... ganz im Gegenteil.


Lisa
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"Autor"  
Nutzer: Brass
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geschrieben am: 24.07.2003    um 09:29 Uhr   
(zitat)Brass, wenn dich diese Seiten tagtäglich "anspringen" kannst du gar nicht anders als hinsehen. (/zitat)

LOOOLLL ... olle Neugiernaaasee.
I hate how people compare Freddie Mercury to God, I mean, He's cool and good and everything.....But he's no Freddie Mercury.
(found at youtube)
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"Autor"  
Nutzer: CrimeTime
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geschrieben am: 24.07.2003    um 21:59 Uhr   
Okay, ich bin jetzt erst mal stolz auf mich, ich hab alles gelesen. Okay, is für mich net schwer, lese eh gerne und der Stil is echt gut. (von wem ist das eigentlich? Erinnert mich nen bissl an Michael Moore).

Und zustimmen muss man dem ganzen (leider) wohl in allen Punkten.

Ich denk auch manchmal, das man ohne WebWasher, das die bunten Bannerchens und die 10 Po-Ups auf manchen Seiten brav unterdrückt, echt keine Wahl hat, als über dumme Links auf noch dümmere HP's zu gelangen um noch sinnloser seine Zeit zu verplempern...und davon noch stumpfsinniger zu werden.
Aber nun ja, die breite Masse bestimmt es.

Cu
:-) Crime der den Artikel echt gut findet und gleich nochmal lesen wird...
"If builders built buildings the way programmers wrote programs, then the first woodpecker that came along would destroy civilization." - Weinberg's Second Law
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"Autor"  
Nutzer: exnegatio
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geschrieben am: 25.07.2003    um 09:42 Uhr   
Pollichen höre bitte sofort auf zu chatten! Vielleicht wird es dir dann später wieder möglich sein, einen zusammenhängenden Gedanken schriftlich zu äußern, der über die Länge eines Chatposts hinausgeht.

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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 25.07.2003    um 11:49 Uhr   

Ja, laßt uns bei der Hand nehmen und auf die armen, minderbemittelten Homepagebesitzer herunterschauen, die in ihrer gnadenlosen Dummheit unsere Nerven strapazieren. Laßt uns lächeln über die dümmlichen Pages, die blinken und inhaltsleer sind.
Laßt uns mit Grausen abwenden vor der Flachheit des Internets mit all seinen Auswüchsen, vor der Werbung, vor der Pornographie.

Laßt uns vor allem Gott danken, dass wir nicht so sind. Dass wir wissen, was die Worte "Stil" und "Geist" bedeuten. Dass wir zwar Toleranz gegenüber einarmigen argentinischen Tangogitarristen üben, aber im alltäglichen Faschismus schon mal leicht den Überblick verlieren, wo unsere Toleranz ihre Grenzen hat.

Laßt uns einfach froh sein, dass wir ganz genau wissen, was richtig und falsch ist.......

In diesem Sinne
Celestine

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"Autor"  
Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 30.07.2003    um 11:55 Uhr   
hey exnegatio

wer bistn du?????

bin doch eh keum noch im chat oder forum .....
doch leider scheints schon um mich geschehen zu sein .....
naja vl keimt noch mal was positives in mir auf
wenn der einfluss der realen welt wieder die größere zeitspanne in meinem asigem leben ausmacht
und nicht mehr der chatdialog oder forums postings

hoffende asine ;)
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Nutzer: sowasvonschlau
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geschrieben am: 31.07.2003    um 11:29 Uhr   
Das Internet

- der Grund warum ich jeden Monat bestimmt 100 Euro Kinogeld spare ;-)

- der Grund warum ich mittlerweile schon nich mehr weiß wo die Spiele/Musik CD'S im Media Markt liegen

- der Grund warum ich auch mal abends um 10 einen Vortrag ausarbeiten kann

UND das Internet lässt GARANTIERT nicht jede stadtbibliothek hinter sich

Werbuung,Idioten und Vögeln? Ach ja gibts auch noch *g*
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"Autor"  
Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 01.08.2003    um 08:34 Uhr   
grinzt zum schlauen
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