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~°~ Egoismus ~°~

Nutzer: Nelio
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geschrieben am: 25.09.2003    um 12:43 Uhr   
Kennt ihr sie auch ... die wahren "Rollenspieler" des Lebens?
Menschen, die andere Menschen nur danach beurteilen, was sie ihnen in bestimmten Lebenssituationen nutzen und denen es ein Leichtes ist, die "wahren Werte" von denen man gestern noch redete, heute schon zu vergessen...
für die ein Mensch nur ein Spielzeug ist ... ein Zeitvertreib, um einige Phasen ihres eigenen Lebens zu überbrücken in denen es nicht ganz so gut läuft und die den Egoismus und die Gefühlskälte so galant perfektioniert haben, dass sie selbst ohne größere Blessuren aus ihren eigenen Spielen hervorgehen.

Vielleicht ist es ja ein gesellschaftliches Problem, vielleicht haben Gefühlskälte und Arroganz Hochkonjunktur und die Achtung vor den Gefühlen der Anderen keinen Platz mehr in der Gesellschaft von heute. Vielleicht ist es auch ganz normal geworden, dass jeder nur noch sich sieht und nur noch nach dem Motto "Was interessiert mich mein G'schwätz von gestern" handelt?!

Wie seht Ihr das? Seid ihr Meister des Rollenspiels, geht egoistisch Eurer Wege oder gehört ihr zu denen, die bei dem was sie tun auch daran denken, wie es dem/den Anderen geht; die sich auch in die Lage Anderer hineinversetzen können?


~ Nelio ~ [i]diese Rollenspieler-des-Lebens hassend[/i]

[edit: Kontroverse Meinungen darüber sind vom Autor durchaus erwünscht]
Geändert am 25.09.2003 um 12:45 Uhr von Nelio
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Nutzer: delta.
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geschrieben am: 25.09.2003    um 13:23 Uhr   
Dich gibt es auch noch Nelio?

verneigt

delta.
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Nutzer: Gast_Genie
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geschrieben am: 25.09.2003    um 15:01 Uhr   
Endlich mal ein Thema, dass mich und meinen Geist interesiert ;-)

Du hast einige Eigenschaften beschrieben - Egoismus, Gefühlskälte, Arroganz - die nicht zwingend etwas mit einander zu tun haben müssen. Egoismus setzt sicher Gefühlskälte & Arroganz & Selbstverliebtheit voraus, allerdings nicht umgekehrt. Ich bin zum Beispiel auch in gewissen Dingen ein arroganter, gefühlskalter und selbstverliebter Mensch, allerdings absolut kein Egoist, eher im Gegenteil, ich geb der Gesellschaft mehr, als ich zurückbekomme, worauf sich sicherlich meine Arroganz usw aufbaut.

Egoismus ist wiederum auch nicht gleich Egoismus. Aber Menschen, die ausschließlich auf sich selbst betacht sind, nur "Freunde" haben, weil diese nützlich sind und selbst nichts für ihre Mitmenschen übrig haben und nichts zurückgeben, sind gesellschaftlicher Abschaum. Solche Menschen haben es allerdings auch nicht leicht, denn wahre Freunde finden diese niemals, höchstens extrem Gleichgesinnte. Es gibt immer weniger Menschen, die so etwas mit sich machen lassen, zum Glück.
Und eben deshalb hat man wohl den Eindruck, dass unsere Gesellschaft immer egoistischer wird, da immer weniger einfach nur "geben", sondern immer darauf betacht sind, dass auch etwas zurück kommt, was wiederum nicht falsch ist, sondern positiv. Niemand muss sich ausnutzen lassen...

Gefühlsmäßige Egoisten jedoch scheint es immer mehr zu geben, das ist korrekt. Ohne nun frauenfeindlich zu sein, aber diese Egoismus-Form scheint mir bei den Frauen immer mehr aufzukommen. Viele Frauen nutzen ihr Aussehen, ihre gesellschaftliche Stellung und die Gefühle anderer aus, um beruflich, wie gesellschaftlich weiterzukommen. Aber bei Männern war das wohl schon immer so, sie sind in dem Sinne nicht besser. Konkurenzdenken wird immer mehr...

~G~
Dummheit frisst, Intelligenz säuft, das Genie macht beides.
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 25.09.2003    um 15:14 Uhr   
Ich für meinen Teil behaupte von mir selbst, gesunden Egoismus zu leben. Das beinhaltet Altruismus für die, die mir nahe stehen (völlig egal welchen Vorteil ich daraus ziehe) und völligen Egoismus dem Rest der Welt gegenüber, allerdings nicht auf einem Niveau, dass betreffende Individuen gegen mich aufbringen würde. Dieser Rücksichtslose Egoismus macht nämlich sehr schnell sehr einsam und ist somit ein Schnitt ins eigene Fleisch.

Wen das Thema weiter interessiert, dem sei an dieser Stelle "Die Egoistenbibel" von Josef Kirschner empfohlen.
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 25.09.2003    um 17:53 Uhr   
altruismus ist die höchste form des egoismus.
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Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 25.09.2003    um 20:08 Uhr   
Kannst du das auch begründen?
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Nutzer: Celeste_
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geschrieben am: 25.09.2003    um 21:36 Uhr   

Ich finde die Gleichung: Egoismus ist gleich Rücksichtslosigkeit ein bißchen sehr weit hergeholt.

Wo steht, dass ich andern schade, wenn ich es mir gutgehen lasse?

Celestine
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Nutzer: Nelio
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geschrieben am: 25.09.2003    um 21:59 Uhr   
*dankt mal für die Antworten*

delta. nicht weiß, wen Du unter diesem Nick kennst, doch tut es mir leid Dir zu sagen, dass ich wohl nicht der/die Bekannte bin Chatworld ließ mich den Nick registrieren und so ... sorry

Genie, leider fehlt mir heut die Zeit um genauer darauf zu antworten, doch finde ich, dass an vielem was Du schreibst etwas Wahres dran ist ... sobald etwas mehr Zeit da ist, schildere auch ich meine Gedanken etwas ausfühlicher den Thread gestern wohl ein wenig aufgewühlt eröffnete ich gebe Dir Recht, dass es Unterschiede gibt, aber dazu später mehr

Celestine, auch da gibt es imho Unterschiede ... sicherlich schadest Du niemanden, wenn Du es Dir gut gehen lässt ... mir ging es eher um die Menschen, die andere Menschen einfach austauschen (es gab da mal einen Thread über das Thema, jedoch hatte der/die Threaderöffner/in wohl kein Interesse mehr, das Thema fortzuführen), die vergessen, dass es auch andere Zeiten gab und ~ wie Genie schon schrieb ~ ausschließlich auf sich selbst bedacht sind

~ Nelio ~ für die bisherigen Antworten dankend
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Nutzer: tiroxxx
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geschrieben am: 25.09.2003    um 22:44 Uhr   
gern @ MacDeath
vielleicht kennst du selbst auch Leute, die dir gern helfen, aber nie deine hilfe in anspruch nehmen oder sie sogar ablehnen. dann ist gewiß, dass deren hilfe uneigennützig und damit altruistisch ist. aber du stehst für immer und ewig in deren schuld und das kann auch unangenehm sein.
als zweites beispiel:leute, die gern schenken, aber nie gelernt haben sich beschenken zu lassen und das auch nicht wollen.
die höchste form des egoismus ist es dann nur deshalb, weil es natürlich deutlich schwerer fällt, ein solches verhalten zu "brandmarken" als egoismus.
die primitiven formen von egoismus fällt jedem trottel auch als solche auf.
und damit auch als antwort auf Celeste: ne, egoismus hat durchaus auch positive seiten - und jeder der gern schenkt, der gern hilft, wird das bestätigen!
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"Autor"  
Nutzer: MacDeath
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geschrieben am: 26.09.2003    um 17:50 Uhr   
Ein interessanter Ansatz der mir in etlichen Diskussionen über dieses Thema noch nicht untergekommen ist. Ich werd ihn mir durch den Kopf gehen lassen. Danke!
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 30.09.2003    um 09:22 Uhr   
Wie seht Ihr das? Seid ihr Meister des Rollenspiels, geht egoistisch Eurer Wege

oder gehört ihr zu denen, die bei dem was sie tun auch daran denken, wie es dem/den Anderen geht; die sich auch in die Lage Anderer hineinversetzen können?

__________________________________________________________

zähle mich zu denen die wissen was (und ,oder) warum sie tun auch daran denken, wie es dem/den Anderen geht; die sich auch in die Lage Anderer hineinversetzen können?

obs allerdings immer als solches verstanden wird wage ich zubezweifeln.
hab da so meine erfahrungen damit ... und das gefühl als ob einem absichtlich nicht alles so erzählt wird wies nötig wäre ums so ganz zu verstehen warum der andere handelte wie ers tat. sowas macht mich dann eher traurig als verständnissvoll und ich halt mich von so handelnden lieber fehrn.

bin wahrheitsliebend, auch im chat,

menschlein Polli
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Nutzer: forenair
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geschrieben am: 30.09.2003    um 09:41 Uhr   
....in die lage des anderen versetzen ...

wer das kann, der hat sofort meine tiefe verehrung!

wir können uns nur "vermeintlich" in die lage des anderen versetzen und wenn wir glück haben, trifft unsere vermutung sogar zu. ;o)

wir können gar nicht anders als egoistisch sein, weil jeder ein individium ist - also, einzigartig.

natürlich will der threaderöffner auf was ganz anderes hinaus, das habe ich schon begriffen...

egoismus ist gut, wenn man damit keinem anderen schadet und sicher ist es grundsätzlich nicht verkehrt wenigstens zu versuchen, sich in die lage des anderen zu versetzen und nicht nur auf das eigenen begehren zu achten, koste es was es wolle.
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Nutzer: Pollichen
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geschrieben am: 02.10.2003    um 13:53 Uhr   
wir können uns nur "vermeintlich" in die lage des anderen versetzen und wenn wir glück haben, trifft unsere vermutung sogar zu. ;o)

wo zu hat man nen mund oder 2-10 finger hm?
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